Beiträge von Beuger

    Ich würde mir für Mittun wünschen, dass er in eine "spannendere" Liga wechselt als nach Ungarn. Szeged oder Veszprem - dahinter kommt doch erstmal lange nichts. Teams wie Tatabanya oder Csurgo etc. sind doch echt schwach. Ich hoffe, nach wie vor, dass er in die Buli wechseln wird, auch wenn es vllt nicht FL wird.

    Was ich gehört habe, hat er ein bisschen Schiss, dass er in der Bundesliga bei seiner Spielweise "kaputtgemacht" wird

    Für die JBLH II gibt es eine Änderung und Aufstockung der Plätze (Rückzug eines Team sowie viele Doppelungen mit mB)

    Qualrunde 3 entfällt

    in Runde 4 wird in drei "Vierergruppen" gespielt, Jeweils ein Halbfinale und ein Spiel um Platz 3, die Sieger (9 Mannschaften) haben den Einzug geschafft.

    Gibt's dazu einen Link mit den Gruppen? Finde leider nichts auf Handball.net

    News Mittun: Szeged macht wohl ernst und will Mittun mit viel Geld im Sommer verpflichten. Entscheidung kurz nach Ende der Playoffs in Schweden. Szeged sieht deutlich schlechtere Chancen, wenn Mittun 2025 free Agent ist. Verbleib bei Sävehof trotzdem die wahrscheinlichste Option

    Ein Nachteil, eine Lizenz zu machen, ist es auf jeden Fall nicht, vor allem, wenn man nicht wirklich viel Erfahrung hat. Ein unschätzbarer Vorteil als gestandener Handballer, der selbst gute Trainer hatte, ist sie aber definitiv auch nicht

    Das sehe ich etwas anders: Lizenzen helfen viel. Der Dreiklang aus Erfahrung, Engagement und theoretischen Grundlagen, sprich Lizenz macht einen guten Trainer aus. Wenn du nicht Autodiktat bist, brauchst du den Input einer guten Trainerausbildung von übergeordneter Stelle. Da geht´s um Qualitätssicherung und letztendlich auch um Know-How, was gutes Training ausmacht. Diese Leute mit theoretischen Grundlagen sind ja auch Multiplikatoren in den Vereinen, die Prozesse anstoßen können.

    Dem ist absolut zuzustimmen, einzig den Schluss, dass die Lizenzausbildung zur theoretischen Grundlage einen großen Teil beiträgt, teile ich nicht. Habe selbst diverse Trainerausbildungen und -fortbildungen besucht. Keine davon hat auch nur ansatzweise so viel zum Aufbau theoretischen Wissens beigetragen wie das Selbststudium, Gespräche mit geschätzten Kollegen oder auch eigene Trainer, die man hat(te). Wissen baut sich kontinuierlich auf, nur selten über eine Lizenz Knall auf Fall.

    Die Lizenzanforderungen sollen aber nicht nur für die Leistungszentren gelten, sondern auch für andere Vereine, die es mit ihrer Arbeit in die höchste Spielklasse schaffen. Wenn dann diese keinen C-Trainer finden können sie im Extremfall nicht für die höchste Spielklasse melden und Schwupps, wandern die Talente ins Leistungszentrum ab.

    Ist das eventuell gewollt?

    Ich finde auch nicht, dass es für den Breitensport Lizenzanforderungen braucht. Wenn ein engagierter Papa ein richtig gutes Training für einen Jahrgang anbietet und seine Jungs so gut werden, dass sie in der B-Jugend Regionalliga spielen können, was zB mit drei Mal pro Woche gutem Training durchaus machbar ist, wäre es falsch, eine Lizenz zu verlangen.

    Bei Leistungszentren sehe ich es anders, weil sie in der Nehmerfunktion im deutschen Handball sind. Hier sollte es Anforderungen geben, wie die Zentren was zurückgeben können. Und zwar an den Breitensport.

    Ich habe es schon mal an anderer Stelle geschrieben: Die Vorbereitung zur kommenden Saison wird entscheidend dafür, ob Smits der SG nochmal helfen kann oder nicht. Helfen heißt: Auf Spitzenniveau (physisch und handballerisch) zurückzukehren - alles darunter ist angesichts der Flensburger Ambitionen, immer um 3 Titel zu spielen, nicht drin, wenn man als Erstbesetzung auf einer Rückraumposition gedacht ist.

    Das große Risiko dabei ist aber: Was, wenn sich während/nach der Vorbereitung herausstellt, dass es nicht mehr reichen wird? Dann muss man reaktiv einen Ersatz herbeischaffen, der Spitzenniveau abrufen kann. Aktiv zu agieren ist demgegenüber für jeden Verein immer komfortabler. Daher wäre mein Vorgehen wohl - ohne Einblicke in Smits Gesundheitslage zu haben - eine in beidseitigem Einvernehmen erfolgte Vertragsauflösung nach dieser Saison zu erzielen und dann einen Komplettanfang auf RR mit Kirkelökke und XY zu starten. Das halte ich für den vernunftgeleiteteren Weg, als das Risiko mit Smits in die neue Saison hinüberzutragen.

    Sollte Smits' Gesundheitslage so negativ sein, dass das Risiko, für eine Saison mit ihm zu planen, zu groß für den Verein ist, wird Smits im Eigeninteresse keiner Vertragsauflösung zustimmen.

    Oder die Politik. Sport ist für die Gesellschaft von größerem wert als in Deutschland politisch wertgeschätzt. Der Verband sollte sich eher darum kümmern, die guten Trainer im Breitensport zu behalten. Warum gibt's Lizenz Anforderungen an Leistungszentren und in der dritten und vierten Liga aber keinen Druck an Leistungszentren, den Breitensport zu stärken? Natürlich holen sie dann alle guten Trainer mit viel Geld rein. Bleibt ja nix anderes übrig

    Deutschlands Weg hast du relativ treffend beschrieben.

    Schwedens Weg grundsätzlich auch, natürlich findet auch hier irgendwann eine Art Zusammenziehen statt, aber in geringerer Form und später. Außerdem gibt es noch zwei weitere Unterschiede. In Schweden machen auch die Elite-Vereine viel Basisarbeit. In der B- und A-Jugend haben die schwedischen Meister meistens immer noch einen Großteil an Spielern, die bei diesem Verein mit dem Handball angefangen haben. Dazu kommen dann fünf, sechs starke Neuzugänge. In Deutschland haben die Füchse kaum einen Spieler, der bei ihnen Handball angefangen hat. Der zweite Unterscheid ist, dass es in Schweden deutlich weniger Breitensport im Herrenbereich gibt. Spieler, bei denen es nicht für die Profis reicht, hören dann halt auf. In Deutschland spielen sie oft BOL. Das ist für mich ein großer Nachteil in Schweden.

    In Dänemark ist das Konzept nochmal anders. Der Breitensport ist ähnlich stark wie in Schweden. Im zweiten Jahr B-Jugend gibt's dann die efterskole, wo eine ganze Masse an Talenten für ein Jahr die Möglichkeit bekommt, in der Schule unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Und danach wird geschaut, für wen kann es reichen und für wen nicht. Ein bisschen eine Mischung aus Deutschland und Schweden, vielleicht.

    Der Schlüssel ist wie immer in der (Aus)bildung, du kannst dir 1000 Systeme ausdenken, alle stehen und fallen mit der Qualität und Quantität der Ausbilder, Trainer und Lehrer.

    Klar, gibt es Konzepte, die es den Trainern schwerer machen oder falsche Vorgaben geben, aber wenn du schlecht ausgebildete Trainer hast oder die im Ehrenamt nicht genug Zeit haben, nützt auch das beste System nix, weil es dann schlicht an der Weitergabe scheitert.

    Die Talente früh konzentriert zu bündeln, ist mMn eine Mangelverwaltung, um wenigstens ein paar Talente gut auszubilden.

    Das darf doch aber nicht der Anspruch sein.

    Alfred hatte das ja mal vor einigen Jahren in einem Interview mal gesagt auf die Frage, warum er glaubt, dass Island bei so wenigen Spielern so viel gute hervorbringt. Er meinte, dass es an der Ausbildung und der finanziellen Unterstützung der Jugendtrainer liege.

    Sehr wichtiger Punkt. In meinen Augen ist auch hier der deutsche Weg, in Leistungszentren alles zusammenzuziehen, fragwürdig, da somit die besten Trainer in den Leistungszentren arbeiten und nicht im Breitensport.

    Ich werde dir immer antworten wenn du den Eindruck machst, dass du etwas der Sache beitragen willst und nicht nur Aufmerksamkeit ziehen oder pöbeln. Zu deinen Ausführungen in diesem Beitrag habe ich nun nichts zu sagen, weil ich sie thematisch nicht wirklich auf meine Thesen bezogen lese.

    Ne sorry, das ist einfach komplett falsch. In Deutschland werden Talente zum Beispiel viel früher und heftiger zusammengezogen als in Schweden. Trotzdem tut sich bei den großen schwedischen Turnieren jedes deutsche Leistungszentrum oft genug gegen schwedische Breitensportteams schwer. Wenn du mir nicht glaubst, erste Juli-Woche ist Partille-Cup, fahr hin und schau es dir an, ist ein Erlebnis. Leipzig hat da schon oft genug auf den Deckel bekommen, nur ganz ausnahmsweise mal eine Altersklasse gewonnen, Kiel ebenso.

    Dass die Füchse dann in der B und A gegen die skandinavischen Teams eine Chance haben, ist nicht verwunderlich, sie haben ja auch ganz Deutschland zusammengezogen. Das ist kaum ein Qualitätsmerkmal.

    Außerdem würde ich sogar behaupten, dass sich im Anschlussbereich in Deutschland einiges getan hat. Die Zweitspielrechte werden ausgenutzt. Das gibt es in anderen Ländern nicht. In Schweden gibt's keine potenten A-Jugend Ligen, selbst Jugendnationalspieler spielen mit 17 meist vierte Liga Männer. Da ist Deutschland wesentlich weiter! A-Jugend Bundesliga und dritte Liga bieten mittlerweile einen super Übergang und Einstieg, dazu Doppelspielrechte in die erste und zweite Liga, besser geht's nicht. Es ist also in allen Punkten genau das Gegenteil richtig von dem, was du geschrieben hast.

    Die Füchse ziehen außerdem die besten Talente Deutschlands frühzeitig zusammen. Es ist leichter, ein top Talent auszubilden und zu integrieren, als einen guten aber nicht überragenden Jugendspieler. Das muss man ja auch alles ein wenig in Relation sehen. GOG hätte auch nicht solche Massen an guten Spielern "rausgebracht", wenn es in Dänemark nicht schlicht und einfach einen überragenden Breitensport gäbe, der zahllose toptalente produziert. GOG macht den Feinschliff und macht Anschlussförderung. Ähnlich wie Berlin. Bloß bei GOG mit wesentlich mehr Weltklasse-output. Die Frage müssen sich dann auch die Füchse stellen.

    Das finde ich zum Beispiel bei Sävehof beeindruckend. Da sind einfach ein nicht kleiner Teil der Spieler in Partille geboren. Das ist für mich nochmal eine andere Qualität.

    Deswegen sollte man auch gut überlegen, ob man nicht noch einen Linkshänder holt. Einen Außen, dann könnte man mehr auf Kirkelokke auf RR bauen, oder einen Halben, dann könnte Kirkelokke mehr außen spielen. Es muss aber ein Guter sein, sonst kann man auch gleich mit Hansen und Horgen weitermachen wie bisher und das will man ja nicht (ich zumindest)

    Beim Basketball könnte es genauso sein. Da haben auch viele Umstände - genauer Absagen von extrem wichtigen Spielern bei jedem der deutschen Finalrundengegner - den deutschen in die Karten gespielt.