Beiträge von Paul Jonas

    Naja, es ist ja jetzt keine grundsätzliche Entscheidung des Vereins das man nicht am Europapokal teilnehmen will, sondern hauptsächlich die Annahme, dass man hier Verluste macht. Sonst wird ja immer von Plus Minus Null oder kleinem Plus geredet, wenn man in diesem Wettbewerb weit kommt. Mit Corona besteht eben das Risiko leerer oder halbleerer Hallen und damit kalkuliert man offenbar. Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht wie andere Vereine sich das eigentlich leisten wollen, wenn sie nicht Barcelona oder Paris heißen und sowas nicht brauchen.

    301 Moved Permanently

    Um das mal in den richtigen Thread zu verlagern...ich finde es schon sehr eigentümlich das gerade die "großen drei" der letzten Jahre ihren Saisonstart ab spätesten haben, mit Ausnahme von Essen anscheinend. Im Bericht über Simon Hald auf der SG-Homepage steht etwas von einem Wiedersehen am 29.07.2020, was dann ja der Trainingsauftakt sein dürfte. Finde ich schon äußerst seltsam wie unterschiedlich man hier vorgeht.

    Krass, da sind zum Teil ja riesige Unterschiede!

    Vor allem das Kiel und Flensburg so spät beginnen verwundert schon, wenn sie bereits Mitte September Pflichtspiele hätten. Scheinen nicht so wirklich dran zu glauben. Gerade die müssten doch auch schon jetzt anfangen spätestens. Ist ja auch keine normale Vorbereitung nach so langer Pause.

    Das hat nicht unbedingt was mit " Glück" zu tun sondern eben den richtigen Massnahmen zum richtigen Zeitpunkt. Die es im UK dank Mr. Johnson eben nicht gab. Und in den USA auch nicht dank Mr. Trump.

    Das hat was mit Glück zu tun, da du und ich sicherlich keinen Einfluss darauf hatten wie die Staatsführung reagiert und die das Glück hatte noch zum richtigen Zeitpunkt die Lage erkannt zu haben. In Ländern wo das massiver ausgebrochen ist, war sicherlich nicht immer Inkompetenz am Werk siehe Frankreich oder Spanien.

    Das widerspricht aber sowieso nichts was ich gesagt habe, da ich von einem erneutem Ausbruch rede und meiner Befürchtung das dann solche Maßnahmen nicht erfolgen. Dem kannst du gerne widersprechen, aber kaum abstreiten das es ohne Gegenmaßnahmen ein exponentielles Wachstum mit entsprechenden Fall- und Todeszahlen in gäbe.

    Sagen wir es einmal so: Wenn 2018 c.a 25.000 Menschen in Deutschland an der Grippe sterben dann kann die durchaus schlimm sein. Hat damals nur niemanden interessiert.

    Und ich hatte mit Mitte 20 einmal einen schweren Grippe Verlauf. Mit halbseitiger Gesichtslähnung u s.w. Lustig war das nicht.

    Ich bin selbst einmal im Krankenhaus gewesen wegen der Grippe, wo man nicht landet wenn das glimpflich verläuft. Allerdings ist das halt kein Argument wenn wir Kriegsverletzungen vergleichen.

    Die damalige Grippetotenzahl ist eine Schätzung über die gesamte Grippesaison, die sich über ein halbes Jahr erstreckt ohne das man dagegen Maßnahmen getroffen hat...weil es eben wenige interessiert. Trotzdem war das ein Ausreißer nach oben. Wenn man sich zum Beispiel die Corona Totenzahlen in Italien oder UK anguckt, bei massiven Maßnahmen dagegen...und wir haben kein halbes Jahr rum....dann sollte einem das zu denken geben.

    Nur weil wir in Deutschland bisher so viel Glück hatten, sollte einen das nicht in falscher Sicherheit wiegen, geschweige denn zum Schluss verleiten das Covid 19 viel Lärm um nichts war und ist.

    Den Wind muss ich Dir aus Deinem Segel nehmen, 2014 hatte ich bei meiner Aussage nicht m Kopf. Ich bin seit jeher Befürworter des direkten Vergleichs. Das Argument Belastung der Spitzenspieler spielt dabei natürlich eine Rolle, klar. Außerdem können junge Spieler so mehr Spielpraxis sammeln, sicherlich ein weiterer Vorteil. Außerdem ist man so weniger von Ergebnissen Dritter abhängig. Gewinnt man das direkte Duell und ist nach Punkten gleichauf, war man gegen den direkten Konkurrenten im Vergleich besser. Das sagt mir generell sehr zu.

    Ich finde wie gesagt deine oberen beiden Punkte bestätigen das was ich in meinem letzten Post prognostiziere. Beide setzen voraus das ein Spiel frühzeitig entschieden ist oder gar von vorne herein abgeschenkt wird. Ist das wirklich besser? Ja es reduziert die Belastung, aber gerade du freust dich doch immer über engere Spielverläufe.

    Zu deinem letzten Punkt...ich verstehe die Logik dahinter nicht wirklich. Man ist auch bei Punkten von anderen abhängig, sofern man nicht alle Spiele gewinnt. Der direkte Vergleich findet in Monaten Abstand statt und wird nicht dahingehend ausgespielt einen 2er-Vergleich zu gewinnen, ob das dabei rauskommt ist gerade wenn jeweils die eine und dann die andere Mannschaft gewinnt eher Zufall. 34 bzw. 38 Spiele Tordifferenz bilden dagegen eine gesamte Saison ab. Glück und Zufall ist hinter dieser Zahl sicher nicht zu finden.

    Als Beispiel guck doch aber auch doch noch einmal in 2014, wer gewinnt den direkten Vergleich (und das hast du damals gefordert anhand dieser Geschichte, können gerne deine Podcasts dazu raussuchen ;) ). Wer wäre demnach deutscher Meister und hältst du das für aussagekräftiger als selbst eine knappe Tordifferenz? Wohlgemerkt...die Debatte wurde damals witziger weise geführt als der direkte Vergleich der beiden Konkurrenten schon vorlag, was ich damals schon amüsant fand.

    Also von 500 bis 1000 Toten pro Tag ist man ja weit entfernt.
    In Deutschland sterben übrigens om Schnutt 10.000 Menschen innerhalb von 4 Tagen. Das relativiert dann doch einiges.

    Und bei uns in der Gegend ist im Moment das Befahren einer bestimtenLandstrasse im Odenwald wohl gefährlicher als jedes Virus. Das interessiert aber niemanden wirklich . Sondern nur die 3 Neiinfizierten aus Schriesheim. Das Angst Level muss halt hoch gehalten werden.

    Ist man sicher, aber wenn es sich wieder ausbreitet wird es wie zuvor abermals erst klein anfangen. Letztes mal hat man das ab einem bestimmten Level durch massive Maßnahmen eingefangen. Trotzdem waren die Infektionszahlen und auch Sterberraten dann im vier- bzw. dreistelligen Bereich bevor es wieder besser wurde. Bricht es nun abermals bei uns aus, weil man nicht alle Einzelherde wie in Gütersloh einfängt und es erfolgen dann wie von mir befürchtet keine Maßnahmen, wird es logischerweise zu einem exponentiellen Wachstum kommen und das würde entsprechende Todeszahlen mit sich bringen.

    Das in Deutschland 10.000 Menschen in vier Tagen sterben ist im übrigen ein Argument wie "die Grippe is ja auch schlimm".

    Ja das würde es, wenn bestimmte Einschränkungen Dauerzustand bleiben...allerdings glaube ich nicht so wie die Experten es sich gerade denken. Die Menschen haben bereits jetzt keinen Bock mehr auf die Abstandsregeln und halten sich kaum daran, die Masken sind fast noch die letzte Bastion was das angeht und die wird auch bald fallen.

    Was momentan immer suggeriert wird, ist halt das die Gesellschaft bei Bedarf wieder in die Einschränkungen zurückkehrt oder bestimmte Sachen dauerhaft weiterhin akzeptieren würde...und das ist glaube ich nicht zutreffend. Sollte es wieder schlimmer werden, befürchte ich eher das wir als Gesellschaft Rechtfertigungen für 500-1000 Tote am Tag finden wird, die dann plötzlich sehr rational und vernünftig klingen werden.

    Vielleicht bin ich da auch zu pessimistisch oder zynisch, aber das scheint mir jedenfalls wahrscheinlicher.

    Es wurde erwähnt, dass Abstiegskandidaten bei der Tordifferenz von knappen Niederlagen profitieren. Richtig - und daraus resultiert eine große Ungerechtigkeit. Nordhorn trifft im Heimspiel auf den THW Kiel zwei Tage nach dessen CL-Auswärtsspiel im hintersten Russland. Friesenheim tritt dagegen in Kiel auswärts an nachdem Kiel mal keine englische Woche hatte. Was ich sagen will: diese knappen Niederlagen sind nicht nur der Leistung des Verlierers geschuldet.

    Ein schwaches Argument, weil es letztendlich doch Mannschaften gibt, die sich schneller aufgeben als andere. Ersteres ist durchaus klug, wenn man darauf vertraut in den entscheidenden Spielen Leistungen zu zeigen. Aber wenn ich deiner Argumentation folge das das eine Ungerechtigkeit ist, bedeutet es ja auch das spielstärkere Mannschaften so erst Punkte gewinnen und es dann eben Glück ist ob man den CL-Teilnehmer zu rechten Zeit vor der Flinte hat. Nur weil es um den Abstieg geht, kann es nicht hier ungerecht und da okay sein.

    Ich glaube sogar das es einen gegenteiligen Effekt haben könnte und man so richtig langweilige Schießbudenveranstaltungen sehen könnte, die nach 15 Minuten durch sind. Das wurde zuletzt immer seltener, auch bei CL gegen Abstiegskandidaten...macht aber so aus Sicht des Abstiegskandidaten viel mehr Sinn was Schonung und testen angeht.

    Naja, es ist wohl in erster Linie aus finanzieller Sicht gedacht wie sich das anhört. Ohne Zuschauer ist es halt ein garantiertes Verlustgeschäft bzw. Risiko das es das wird.

    Ob Europapokale möglich sein werden, liegt letztendlich nicht in der Hand der Clubs oder auch nur Verbände. Das gleiche gilt ja auch für die Durchführung der HBL-Saison.


    In meinen Augen ist das völliger Unfug. Für den HBW oder die Eulen ist es in Zukunft völlig wurscht ob sie in Kiel oder Flensburg mit einem Tor Unterschied verlieren oder mit zwanzig. Umgekehrt ist es für Kiel und Flensburg künftig völlig wurscht ob sie diese Spiele mit einem oder 20 Toren Unterschied gewinnen. Solche Begegnungen werden künftig nur noch bessere Trainingsspiele sein.

    Der direkte Vergleich ist o.k. wenn Vereine 4x und öfter in einer Saison gegeneinander spielen (Eishockey, teilw. Basketball) und/oder eine Liga sehr, sehr ausgeglichen ist. Reduzierung der 1.HBL?

    Ich finde es als kurzfristige Regelung mit genau der genannten Begründung schon okay.

    Aber generell ist der direkte Vergleich unfairer. Ein Torverhältnis über die gesamte Saison bildet halt schon einen Teil der Spielstärke ab. Nicht nur das man gewinnt oder verliert, sondern wie hoch. Darin wird abgebildet wie schnell sich zum Beispiel ein schlechteres Team abschenkt oder wieviel Kraft ein Spitzenteam investiert.

    Dagegen direkter Vergleich....da spielt man im Oktober und im März gegeneinander und das ist inwiefern vergleichbar? Verletzte, Tagesform, generelle Form, äußere Umstände...das sind zwei völlig andere Spiele und haben zusammengerechnet eher keine Aussagekraft wie zwei Teams leistungsmäßig zueinander stehen, sollte es bei Punktgleichheit entscheidend sein.

    Das ist so eine fixe Idee von 2014, wo es einmal in allen Jubeljahren eine Rolle gespielt hat und auch noch knapp war mit dem Torverhältnis (und wenn man sich den damaligen direkten Vergleich der beiden Kontrahenten anguckt, soll mir dann noch mal sagen inwiefern der ein besserer Tie-Breaker gewesen wäre). Leider bei Leuten wie Capitano und vielen anderen Journalisten seitdem fest abgespeichert, auch wenn es wie oben skizziert keineswegs fairer ist.

    Das mit den Doppel oder 48h Ansetzungen soll ja in diesem Jahr geregelt sein. Ich glaube Mi und Do Europapokale und die beteiligten Mannschaften haben dann am Sonntag die Meisterschaftsspiele. Hoffentlich klappt das auch.

    Das war in diesem Jahr geregelt. Jetzt auch noch? Die Bundesliga und die meisten anderen nationalen Ligen werden mindestens einen Monat verlieren. Es existieren dafür als Ersatz eigentlich nur zwei in der Regel nach dem September stattfindenden Pokalrunden und möglicherweise Wochen wo normalerweise Nationalmannschaft dran ist + 4 Ligaspiele mehr die irgendwann stattfinden müssen.

    Wird nicht lange dauern, dann geht wieder das Gejammer wegen der Termindichte los.

    Das Gejammer ist es immer wenn die eigene Mannschaft nicht davon betroffen sind. Ich fand es in den letzten Jahren immer amüsant, wie plötzlich Mannschaften wie Hannover oder Melsungen von Doppelbelastung gesprochen haben, sobald sie mal in der Gruppenphase des EHF-Pokals waren.

    Zudem wette ich darauf das es wieder jede Menge Doppel- und oder 48-Stunden Ansetzungen geben wird, von denen dann die jeweiligen Gegner massiv profitieren. Die Siege feiert sie dann trotzdem immer gerne. ;)

    Hier ist die erste Podcast-Story:

    Story - Die Hölle von Bitola

    Erste? Gerne mehr davon. Ich glaube das ist zudem auch für Laien ganz gut zu hören, da du Lemgos Werdegang ja vorne ranstellst. Sehr schöne Produktion.

    Zwei Dinge die ich kritisieren würde ist der Punkt mit der Schiedsrichteransetzung, der am Ende mal so eben nebenbei erwähnt wird, aber ja eigentlich ziemlich starker Tobak ist, der westeuropäische Vereine bzw. die EHF ziemlich belastet. Das könnte man an anderer Stelle mal ausbauen.

    Zweitens: Ich weiß nicht ob es in diesem Falle nicht möglich war, aber für so eine Geschichte braucht man eigentlich auch eine "Gegenstimme" oder zumindest mal die Perspektive eines gegnerischen Spielers wie das wahrgenommen haben, ob das so Alltag war zu diesem Zeitpunkt usw.


    Ein Rahmenspielplan und ein Statement von Sky würde mich momentan auch am meisten interessieren. Zu den Staatshilfen werden sich die Clubs sicherlich bedeckt halten, aber das würde mich auch mal interessieren.

    Genau so lange wie sich jemand benachteiligt fühlt, würde ich sagen.

    CL soll am 16.09. losgehen. Ich hoffe mal das man sich gerade untereinander koordiniert. Machulla hat von Trainingsstar von Ende Juli gesprochen und zwei Monaten Vorbereitung, er scheint daher irgendwie nicht mit dem CL-Start zu arbeiten.


    Ja, ich kann durch den Wald spazieren und an der Elbe lang radeln, klar, aber vieles eben auch nicht, siehe oben. Und um mal wieder zum Kern zurückzukommen.
    Ich weiß nicht, wann ich mal wieder vernünftig über Handball reden kann und da meine ich ohne Corona-Kontext. Ich bin einfach langsam genervt. Das Leben ist komplett monothematisch geworden.

    Nun, ich will auch Handball, am liebsten morgen. Aber das ist nicht der Untergang der Welt wenn es nicht geht. Ich habe mich auch sehr auf James Bond gefreut und auf ein Ärztekonzert Ende des Jahres. Ob ich beides bekomme ist eher fraglich. Aber ich musste halt nicht wochenlang in meiner Wohnung hocken, wenn ich keine Lust dazu hatte. Das mussten aber andere Menschen. Ich habe auf Überfluss verzichtet, mehr aber auch nicht.