Naja, damit sieht man die Oberflächlichkeit deiner Perspektive finde ich schon ganz gut. Das jemand glänzen oder stattfinden muss, damit er von dir ernst genommen wird, hat nichts mit den tatsächlichen Entscheidungsprozessen zu tun. Das Söder neben Spahn auf einer Pressekonferenz sitzt und staatstragend wirkt, ist zwar an sich in Frage zu stellen, aber man sollte sich keiner Illusion hingeben.
Spahn entscheidet nichts ohne Rückendeckung der Kanzlerin und das Kabinetts und damit des Koalitionspartners...und die Gesundheitsexpertise von sozialdemokratischer Seite bringen natürlich Akteure wie Lauterbach ein (der wenn man sich mit Gesundheitspolitik der Bundesregierung beschäftigt ein wesentlich engeres Tandem mit Spahn bildet, als irgendwelche angeblichen Partner von Spahn im Kanzlerpoker). Nur weil er dir nicht gut genug in Talk-Shows rüberkommt, heißt das nicht das das durch sowas ein Mitspracherecht verwirkt wird.
Söder kann in Bayern sicherlich viel machen, aber in den anderen 15 hat er nichts zu sagen. Das er hier irgendwie Trendsetter war, halte ich für ein Gerücht. Er hat lediglich die Schlagzeilen produziert.
Was sich darüber hinaus für die diskutierten Personalen für Kandidatenperspektiven anbieten, das ist eine ganz andere Frage.