Generell: ja, der Blick auf die anderen Länder muss folgen und bleiben. Natürlich muss aufgeklärt werden, was in Italien los war und warum einige Länder besser weg kamen als andere. Da gibt es aktuell so viele Theorien und Freiheitsgrade wie Sterne am Himmel. Nur hilft uns das für Deutschland gerade gar nicht weiter. Wenn wir so weiter vorgehen wie aktuell, bleiben wir in der Endlosschleife, das ganze basierend auf einer Befürchtung/Bewertung, die so nachweislich nicht eingetreten ist.
Wie gehen wir denn weiter vor? Es wird alles gelockert und weitestgehend wieder normalisiert. Ich kann keine Stagnation erkennen. Das es bisher schrittweise geschieht und auch weiter schrittweise geschehen muss, ist nach jedem Konzept sinnvoll. Das man wie in Gütersloh dann wieder mit Maßnahmen reagiert, ist Teil dieser Vorgehensweise und logisch.
Ich kann daher nicht erkennen das man hier in einer Spirale ist. Im Gegenteil hoffen wir ja als Land mehr oder weniger über den Berg zu sein. Um das aber sicher zu wissen, müssen verschiedene Maßnahmen in Kraft bleiben, insbesondere die Tests. Alle Länder die hart getroffen worden, hatten keinen Überblick mehr über ihre Fallzahlen und dadurch wurden die System überlastet. Dem muss man vorbeugen.
Italien ist im übrigen zwar schlimm dran, aber wenn man es vor allem mit UK, aber auch mit Spanien, Frankreich und Belgien vergleicht, vielleicht gar nicht mal am schlimmsten. Sie lagen nur lange im Fokus, weil es dort als erstes so heftig auftrat in Europa. Schweden ist im übrigen noch weit von einer Infektionsrate für eine Herdenimmunität entfernt. Die Hoffnung darauf ist der Kerngedanke des schwedischen und des ursprünglichen britischen Weges. Insbesondere in UK ist das furchtbar gescheitert. Man kann aber in keinem Fall bereits jetzt quasi als Fakt damit umgehen, dass der schwedische Weg sie langfristig besser dastehen lässt.
...vor allem weil nach wie vor nicht klar ist, ob eine dauerhafte Immunität vor dem Virus vorhanden ist, wenn man es denn schon hatte.