Ist das in der EU schon mal Thema gewesen? Wenn die Mehrheit der Länder keine Prüfungen macht, würde ich mich an der Mehrheit orientieren. Zwischen Spanien, Italien und Finnland ist zwar auch bei Corona ein Riesenunterschied, aber die Wissensstände hängen ja nicht an den Prüfungen, högschdens die nochmalige Überprüfung der Wissensstände "unter Wettkampfbedingungen".
Also wenn schon falsch, dann wenigstens einheitlich und alle falsch.
Die Abiturprüfungen sind nur ein Teil der Abitur-Gesamtwertung sozusagen. Das variert in den Ländern, aber meistens ist es das Ergebnis der letzten beiden Schuljahre die dabei einfließen. Die Prüfungen haben hier eine vergleichsweise hohe Gewichtung, aber wenn du wissen willst wie gut die Schüler in den Prüfungsfächern sind, hast du eine gute Möglichkeit das zu sehen.
Da meiner Meinung nach die üblichen Möglichkeiten der Prüfungsvorbereitung, sei es nun nachbereiten in den Prüfungsfächern in der Schule, Lerngruppen, Nachhilfe usw. massiv erschwert worden sind bzw. nicht möglich waren, finde ich es schon schwierig zu argumentieren das die da durch müssen. Die Schüler der neunten, zehnten bzw. Abiturklassen die jetzt geprüft werden, sind klar benachteiligt und das sollte berücksichtigt werden.
Zum Argument "Lektion fürs Leben" oder sowas...ich wüsste nicht was die Abschlussprüfungen mir gebracht hat. Ich finde sie im nachhinein äußerst unnatürlich und habe vorher und nachher nie mehr so etwas absolviert. Das ist nicht mit Herausforderungen im späteren Beruf vergleichbar. Nur mit diesem Argument könnte man meiner Meinung nach gerne auf die Prüfungen verzichten und zwar immer. ![]()