Beiträge von Paul Jonas


    Mir ist das jetzt auch viel zu sehr auf Kroos gemünzt (und meinetwegen auch Mertesacker), die ich im Grundsatz gar nicht meine. Es ist der Verband an sich, an dem sich viele Geister scheiden.

    Da bin ich bei dir, auch wenn mein Problem eher darin liegt, dass es faktisch keine Aufarbeitung der Vorgänge der 90er und 00er Jahre gab. Korruption finde ich irgendwie immer erwähnenswerter als seelenloses Marketing. ;)

    Ich denke dass die "Tendenzen", die Du meinst, schon viel viel länger da sind auch auch noch eine ganze Weile bleiben werden. Davon jedoch einmal abgesehen bleibe ich dabei, dass man beim DFB und teilweise auch bei dessen Anhängerschar ziemlich kritikunverträglich ist und die Gemengelage auch hypersensibel wahrnimmt und schnell mit Abwehrreflexen bei der Sache ist.

    Da bin ich sogar bei dir. Ich finde das glattgebügelte Konsens-Marketing auch langweilig (auch wenn es letztendlich nichts anderes ist, als diesen typischen Lokalpatriotismus zu vermarkten, wie es auf Vereinsebene gemacht wird...Agenturen und Anzugträger hast du da überall) Für mich sind aber Vertreter des DFB wie Bierhoff, meinetwegen Löw und sonstige Funktionäre in ihrer Öffentlichkeitsarbeit noch einmal etwas anderes als Nationalspieler. Ja, Nationalspieler repräsentieren natürlich auch den DFB, aber im Endeffekt ist das für sie auch nichts wo sie ein Entscheidungsrecht haben. Bestimmte Sachen hat man zu akzeptieren, zu vermarkten usw. dafür darf man Nationalspieler sein. Ich glaube nicht das ein Müller oder ein Khedira irgendeinen Einfluss auf Marketingstrategien haben, egal was sie davon halten.

    Daher sind für mich Spieler, die ihre Meinung zu Kritik äußern oder eben nicht...etwas ganz normales. Ein Toni Kroos hat seine ehrliche Meinung gesagt und damit repräsentiert er glaube ich nicht Bierhoff oder den DFB, sondern sich selbst als Spieler und seine Mannschaft, die extrem unter Druck stand. Da finde ich den Verweis auf irgendeine 5-Sterne-Strategie und das er deswegen nicht kritikfähig ist....seltsam ist nicht das richtige Wort..es hat halt schlicht nichts miteinander zu tun.

    Interessant nicht wahr? Vier Spiele mehr sind in der Tat eine höhere Belastung und die EHF hatte einfach mal über 10 Spiele mehr geplant. Deswegen war ich darüber immer so fassungslos. Selbst deine Idee mit den Doppelspieltagen, hätte an so etwas wenig reparieren können, außer es halt rein kalendarisch möglich zu machen. ;)

    Deswegen war ich halt immer so befremdet von euch Journalisten was diese Frage angeht. Klar, ihr müsst auch nehmen was ihr bekommt...aber bei all den Diskussionen um die Reform ging es so gut wie nie um die Frage ob das überhaupt machbar ist, sondern um fast schon unwichtige Nebenschauplätze wie einheitliche Spieltage (das die kommen finde ich gut, aber das hätte halt wenig geholfen). Das war halt nie nur die deutsche Perspektive wie die EHF suggerieren wollte.

    Das ist doch aber Unsinn. gewürdigt wurde genug. Löw hat noch vor der WM einen neuen Vertrag bekommen. Medial war stets und ständig von der "Mission 5. Stern" etc. die Rede. Die negativen Tendenzen kamen doch erst durch die holprige Vorbereitung + die Causa Özil/Gündogan überhaupt erst auf. Ich vermute mal, wenn die SG kommende Season straucheln sollte, wärst Du der Einzige, der die pro-Machulla Fahnen hochhält, weil Du damit würdigst, was er alles erreicht hat - nämlich die zweite Meisterschaft :hi:

    Ehrlich gesagt ist das ein exzellentes Beispiel, weil man bereits während dieser Saison, als es nicht so gut zu laufen schien und die SG zeitweise so aussah als wenn es schwierig würde die Top 3 erreichen...gemerkt hat das gewisse Anspruchshaltungen da sind, die nicht erfüllt werden. Nicht nur hier in diesem Forum sondern allgemein. Obwohl man im Gegensatz zur deutschen Nationalmannschaft sogar wusste das es unter einem neuen Trainer schwierig werden könnte, haben viele Fans das nicht wirklich bis zum Ende gedacht und zumindest phasenweise ziemlich negativ reagiert. Ich prophezeie auch bereits jetzt, dass sich das nächstes Jahr wiederholen wird, wenn dann der richtige Umbruch beginnt und mehr solche Spiele drin sein könnten. Wir als SG-Fans wissen nicht mehr wie es ist...sagen wir mal 5. zu werden.

    Das übertragen auf die Nationalelf...ja, wir sind extreeeeeeeeem erfolgsverwöhnt. Man muss mal durch die Bank gucken, wie oft andere Nationalmannschaften in ein Halbfinale eines Turniers kommen. Das gibt einen kleinen Hinweis. Du und ich haben sicherlich beide Spiele wie das Viertelfinale 2008 erlebt oder das Viertelfinale 2010, wo man im ersteren Falle mehrheitlich mit einer Niederlage gerechnet hat und auch im zweiten Fall nicht überrascht gewesen wäre. Die Mannschaft hat hier die Erwartungen übertroffen und eben die Erwartung für die weitere Zukunft gesetzt und seitdem sind ja selbst die Halbfinalniederlagen stets von "Löw ist scheiße", "schlechte Mannschaft" usw. begleitet.

    Die negativen Tendenzen waren und sind seit Jahren da. Das aufs DFB-Marketing und Erdogan zu schieben, gibt uns als Fans so viel Kredit das ich es fast schon albern finde.

    Ich glaube kaum, dass die Hr. Kroos mit irgendwelchen Forenbeiträgen etc. beschäftigt. Für mich sieht das (wieder einmal) nach Dünnhäutigkeit und Kritikunverträglichkeit gegen über der medialen Kritik bzw. der von einigen Experten" aus, die sich zugegebenermaßen in Massen aber auch größtenteils berechtigt nach der Mexiko Pleite über DIE MANNSCHAFT ergossen hat (kritisiert wurde ja in diesem Zusammenhang nicht nur das SPiel sondern die Gesamtentwicklung der letzten Wochen/Monate incl. der ganzen halbverkorksten Testpielauftritte). Nach einem solchen Sieg kann man über dieser Kritik auch einmal drüberstehen, zumal dieses Statement an einem einzigen Schuss in der 95. Minute hing...

    Keine Ahnung was Kroos liest. Das was er gesagt hat, bezog sich auf jeden Fall auf soziale Medien und Zeitungen und das was er gemeint hat, konnte man in jedem Falle hier lesen. Das kannst du glaube ich nicht ernsthaft abstreiten. Das hat ja nichts mehr mit kritischer Haltung zu einer Nationalmannschaft zu tun sondern ist teilweise geradezu suhlen und Freude über schlechte Leistungen. Ich weiß auch nicht was wieder einmal hier heißen soll. Kroos ist mir nicht bekannt jemals so etwas gesagt zu haben und falls du dich auf Mertesacker beziehst, war das aus meiner Sicht auch damals gerechtfertigt und ist zudem vier Jahre her und von einer anderen Person.

    Mir ist letztendlich schleierhaft was Spieler eigentlich heutzutage machen sollen. Es wurde nach Mexiko der mangelnde Kampf, die Einstellung usw. kritisiert. Es wird seit Jahren das fehlen von Führungsspielern und Typen kritisiert (wie ich schon sagte...Mannschaften mit diesen "Typen" haben 92 oder 94 die größten Blamagen der modernen DFB-Geschichte zu verantworten) usw.

    Kroos und viele andere haben gegen Schweden sehr sichtbar über 96 Minuten alles gegeben. Das war nach wie vor nicht gut, aber es war Kampf. Dann sagt er nach dem Spiel etwas nicht nur ehrliches sondern auch schlicht wahres...was er sich verkneifen soll? Warum? Soll er genau dann nicht der "Typ" sein? Soll er genau dann den deutschen Fußballfan umschmeicheln? Warum? Ich bin nach wie vor ein bisschen überfragt wo solch eine Anspruchshaltung eigentlich herkommen kann, vor allem, weil ja offensichtlich nicht im geringsten gewürdigt wird, was diese Mannschaft in den letzten 12 Jahren alles erreicht hat.

    Paul: Professioneller werden heißt nicht gleichzeitig viel Promotion und größere Ligen. Denn es müssen ja zwei weitere Teams erstmal solche Strukturen vorweisen können, dass man da von einer Verbesserung sprechen kann. In Deutschland haben auch keine 16 Clubs ausreichend

    Ja und vor den 2010ern kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen das nicht einmal 10 (wenn es hochkommt) wirklich professionelle Strukturen hatten, wenn man bedenkt wie schnell da Konstrukte von Saison zu Saison eingeknickt oder fast eingeknickt sind (siehe allein Gummersbach, Flensburg, Lemgo, Magdeburg um die 10er herum). Das ist über die Jahre gewachsen und konnte es eben auch, weil die Rahmung einer 18er-Liga eben da war. Daher ist das für mich an sich kein Argument, eher im Gegenteil.

    Der Kern ist für mich aber auch keine philosophische Diskussion was denn die richtige Ligagröße ist, sondern eben wenn eine französische Liga entscheidet: Hey das läuft doch gut, warum gehen wir nicht auf 16 Mannschaften hoch, diese und jene Region hat Potential für einen Erstligaverein"...dann soll sie nach einer Prüfung das das sich nicht rechnen würde davon abkommen (oder halt nicht) und nicht weil da ein gigantischer Wettbewerb auf Europaebene da von vorne herein einen Riegel vorschiebt. ;)

    Naja, wie gesagt scheint sich die Frage aber erstmal nicht mehr zu stellen, da die EHF hier anscheinend zum Glück eingeknickt ist.

    Keine Ahnung, ob das fehlende Identifikation ist. Wenn ich mich recht erinnere, begann das ja bei der Heim-WM 2006 und war danach nie wieder in der Fülle zu sehen, es hat sich halt sukzessive ausgelutscht, was nach 12 Jahren und 6 Turnieren vielleicht eher normaler Lauf der Dinge ist. Ansonsten ist es vielleicht auch wie bei den Spielern, nach dem großen Erfolg setzt ein wenig Sättigungsgefühl ein, die Vorrunde wird da wohl eher wie eine lässige oder lästige Pflichtaufgabe gesehen.

    Ich fand schon das sich das mehr als nur 2006 gezeigt hat. Damals war es ja nicht nur die Heim-WM sondern eben das Deutschland wesentlich besser als erwartet abgeschnitten hat....und das hat sich 2008 und 2010 wiederholt. Damals hat man dann eben nach den Niederlagen gegen Spanien gesagt: War das ein Trip, was für eine Mannschaft was für ein Kampf. Es gab nach jedem der Ko-Spiele Auto Korsos, selbst in kleinen Städten wie Flensburg.

    Die Erwartungshaltung den Kram mal wieder zu gewinnen war doch erst wirklich ab 2012 da und ab da habe ich das was jetzt bei diesem Turnier so richtig rausbricht auch das erste mal wahrgenommen. Die Niederlage gegen Italien war dann etwas, was viele nicht mehr erwartet haben. 2014 hat sich diese Euphorie aber nochmal wiederholt, vor allem durch das begeisternde Halbfinale...aber auch da wäre so etwas dann passiert, wenn man dort einfach gegen Brasilien ausgeschieden wäre.

    Man erwartet jetzt einfach das Deutschland immer gewinnen sollte und wenn das nicht passiert sind sie halt Scheiße die Nationalspieler. Das ist schon ein ziemlich hohes Ross auf dem der deutsche Fußballfan da sitzt, mit seinen ununterbrochenen Halbfinalteilnahmen seit 2006 bei allen Turnieren....allerdings...gestern habe ich zumindest auf meinem Nachhauseweg ein spontanes Feuerwerk in einem Park gesehen und auch ein Autokorso. ;)

    Da passt halt auch nur Brasilien die sich Selecao nennen, aber das ist halt auch schon immer so. Equipe Tricolore, weil Frankreich = 3 Blau, Weiß, Rot, 3 Lions = Wappen von England, Gli Azzuri, weil sie schon ewig in Blau spielen. Das sind Namen wo sich nicht einer hingesetzt hat, eine Marke angemeldet hat und gesagt hat wir nennen uns jetzt so.

    Von deinen Beispielen passen ja auch nur die Löwen, die ihren Namen gewechselt haben um für sich besser vermarkten zu können. Da passt dann auch der NBA Vergleich wieder. Bin mir ziemlich sicher, dass die Löwen umziehen würden wenn sie woanders bessere Vorrausetzungen finden würden. Das würde beim THW zB niemals passieren und der THW war schon immer schwarz-weiß und daher Zebras. Burgdorf hat natürlich auch das Hannover dazu genommen, aber Burgdorf liegt direkt neben Hannover und spielt in Hannover. Mir persönlich gehts auch gar nicht so sehr um den Namen, so what nennen sie sich halt Die Mannschaft, aber für mich geht es halt nur noch um die reine Vermarktung und nicht mehr darum Deutschland zu repräsentieren. Aber ist ja nur meine Meinung, will hier niemanden dazu bringen es auch so zu sehen. Wollte nur eine mögliche Erklärung für das ausbleiben der Euphorie nennen.

    Aber die "Mannschaft" wurde doch auch immer schon so bezeichnet. Die "Nationalmannschaft", die "deutsche Elf", die "deutsche Mannschaft". Damit assoziert niemand ein Volleyballteam oder Leichtathleten. Das ist die deutsche Fußballnationalmannschaft und genauso wie wir einfach irgendwelche exotisch klingenden Namen für andere Mannschaften benutzen, die letztendlich das gleiche bedeuten, wurde das auch mehr und mehr für unsere Auswahl benutzt.

    Der Unterschied ist in der Tat das man das seit einigen Jahren offensiv selbst vermarktet und das wirkt halt komisch und insofern kann ich deine Befremdung da nachvollziehen...aber es ist halt kein künstlicher Begriff, es ist lediglich die Kommerzialisierung eines Begriffes.

    Das ist ja letztendlich eine Variante dieser "echte Typen"-Diskussion, die der Mannschaft angeblich Charisma verleihen oder eben in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernehmen. Beispielhaft an der letzten Plasberg-Sendung mit dem Loddar. Das eine Mannschaft mit solch echten Typen dann 92 gegen Dänemark oder 94 gegen Bulgarien zwei der größten Blamagen der deutschen Fußballgeschichte zu verantworten hatte, ist nach über 20 Jahren natürlich auch oft schnell vergessen.

    Wenn man so will haben doch gestern genau die Leute Verantwortung übernommen, von denen man es haben wollte. Reus und Kroos, Neuer und Gündogan, Werner und Gomez (der als er reinkam allein schon immer 1-2 Leute gebunden hat). Ja, das war sehr spät und glücklich das Tor...aber man kann doch nicht sagen das es nicht hochverdient gewesen wäre diese Führung.

    Gleichzeitig haben Frankreich, Brasilien oder England ihre 3er bei dem Turnier auch schon so gut gemacht und gleichzeitig ist Schweden eben auch eine Mannschaft die es extrem schwer macht Tore zu schießen, wie Frankreich und Italien schon erlebt haben.

    Ich bin auch der Meinung das man sich defensiv weiterhin steigern muss, aber das war eine deutliche Reaktion im zweiten Spiel. Höhere Konzentration, mehr Kampf, Abläufe funktionierten besser, Chancen wurden schön herausgespielt usw.

    Toni Kroos´Worte nach dem Spiel werden durch die letzten Posts hier doch ziemlich bestätigt. ;)

    Wir haben es jedenfalls gefeiert. Großer Kampf, viel Pech zuvor und am Ende belohnt man sich. Müller hat es ebenfalls richtig angesprochen...mit der Nachspielzeit waren die Schweden schon sehr gut bedient. Die Antwort nach dem Mexiko-Spiel wollte ich jedenfalls haben, freu mich auf den Mittwoch.

    Wenn nur noch vier von acht Mannschaften nach der Gruppenphase in das Achtelfinale einziehen, dann ist es deutlich spannender und interessanter als zuvor. Ausruhen und schonen, aber trotzdem sicher weiterkommen ist dann nicht mehr möglich.

    Warum die französische Liga dauerhaft mehr Teams benötigt erschließt sich mir nicht. Die haben auch noch einen Liga-Pokal und warum sollte man etwas ändern, was sehr gut funktioniert? Das ist mir sowieso immer schleierhaft, dieser Drang zu etwas Neuem.

    Ernsthaft? Du bist doch auch immer für Professionalisierung und Promotion des Handballs. Wenn Wachstumsregionen potentiell da sind und die Liga das hergibt, kann man sie doch vergrößern. Mir schließt sich dieser Superliga-Gedanke nie so ganz, der immer auf Abschottung der bestehenden Pfründe hinausläuft. Möglichst wenig Absteiger, möglichst wenig Unsicherheiten usw.

    Die französische Liga hat mit 14 Mannschaften glaube ich noch Potential, zumal vier davon immerhin in europäischen Halbfinals standen. Wenn das natürlich wächst, sehe ich jetzt per se wenig was dagegen spricht auf 16 zu gehen...außer natürlich aufgeblähte Superligenpläne von irgendwelchen europäischen Verbänden. ;)

    Zu den 4 aus 8

    Das bezieht sich aber nicht auf die CL capitano. Achtelfinale gab es ja im EHF Cup in diesem Sinne vorher nicht.

    Das stimmt. Laut Andreas Thiel hat sich hier die EPHLA (European Professional Handball Leagues Association) durchgesetzt. Hier sind neben Deutschland u.a. auch Frankreich und Dänemark vertreten. Auch für diese Ligen wäre das ursprünglich geplante Format nicht vereinbar mit dem nationalen Spielbetrieb gewesen.

    Das macht auch Sinn. Gerade die dänische Liga ist durch das Play-Off-System ja ziemlich ausgeglichen. Aus der französischen Sicht, würde es angesichts des Booms in Frankreich mittelfristig wohl fast Sinn machen die dortige Liga um 2-4 Mannschaften zu vergrößern. Das wäre mit noch mehr europäischen Spielen ja auch nicht zu machen.

    Was die CL angeht...naja es ist halt die langweilige bzw. vor allem wenig selektive Gruppenphase. Für mich hat der nun für den EHF-Cup geplante Modus eigentlich mehr Sinn in einem CL-System. In der "B-Liga" gibt es genug Mannschaften die sich dort nicht schlecht schlagen würden. Aber ganz wollte man von der Europaliga wohl nicht ab. Wirkt nur komisch von 28 auf 16 runterzugehen, mit welchem Modus auch immer...gerade wenn der aktuelle CL-Sieger in diesem System gar nicht im Wettbewerb gewesen wäre.

    Also unabhängig von irgendwelchen Sponsorgeldern und eventuell gerechtfertigten oder übertriebenen Erwartungen an diese....

    ...das ist schon ein ziemlicher Game-Changer was die Diskussion in den letzten 2 Jahren angeht. Es stand immer diese eingleisige Geschichte im Raum bzw. wurde ja sogar offiziell verkündet und jetzt sprengt man quasi nur die "zweite Liga" ab. Das würde ich nicht als reine Selbstverständlichkeit betrachten, weil es gerade aus der Perspektive des deutschen Handballs sehr gut ist. Nach wie vor wäre die Gruppenphase eher langweilig, aber zumindest ist sie jetzt nicht mehr untragbar (rein physisch betrachtet aus der Perspektive der Überbelastung).

    Spanien und Portugal hatten zwar ein tolles Spiel gegeneinander, aber jetzt haben sie sich gegen vermeintlich schwächere Gegner zwar schadlos gehalten....aber gut ist anders.
    Die russische Gruppe wurde zwar vor dem Turnier als die schwächste bezeichnet, aber man hat gerade den Ägyptern mehr und den Russen weniger zugetraut. So zwei Spiele muss man erstmal abliefern.

    Das kann man aber auch nicht nur mit den TV-Zeiten erklären. Gerade bei Mannschaften wie Mannheim der Flensburg kann das nicht zu sehr ins Gewicht fallen, weil man im Verhältnis nicht viele Heimspiele um 12:30 hat.

    Bei Flensburg speziell, scheint mir folgendes interessant:
    Nämlich das die Zuschauerzahlen im Laufe der Saison zunehmen. Der Schnitt liegt in der Rückrunde bei über 6000. Das hat aber interessanterweise auch nichts mit irgendwelchen Erwartungshaltungen der Fans zu tun, weil es diesen Trend auch schon letzte Saison so gab. In Flensburg sind momentan jedenfalls nur Stehplatzdauerkarten im freien Verkauf. Die Sitzplatzkarten hat man alle im Vorverkauf abgesetzt (bzw. man behält sich hier ja auch ein Kontingent für den freien Verkauf vor).

    Es wird wenn ich das richtig lese von oben nach unten gezogen.

    Daher sind aus deutscher Perspektive Lostopf 1 und 2 am wichtigsten. Paris ist in jedem Falle stärker als Skopje.
    Kielce oder Szeged gibt sich nicht viel, aber wer Szeged zieht, bekommt auch nur Zagreb mit in die Gruppe. Mit Kielce folgt eben auch Vezprem.