Beiträge von Paul Jonas

    ich würde einfach annehmen, dass die fans umso lauter sind, wenn sie leidenschaftlicher anfeuern wollen....

    und warum nun fans mit klatschpappen wiederderum von allem ausgenommen sein sollen...nur weil manche
    eine klatschpappen oder hilfsmittelphobie haben..

    Falls sich das auf meine Bemerkung bezieht. Ich habe per se nichts gegen Klatschpappen. Ich habe das lediglich als gutes Beispiel dafür benutzt, das es trügerisch sein kann, was man übers Fernsehen als Sound der Halle bekommt. In meinem Liveerlebnis war die Stimmung einfach eher lau, aber wenn eine gewisse Menge Klatschpappen benutzt werden, ist es eben trotzdem sehr laut und das kommt eben über den Äther. Per se kann die Stimmung mit Klatschpappen sehr gut sein.

    Ich kann das gestern nicht beurteilen, aber die Heimspiele die ich von Paris in der Vorrunde geguckt habe, hatten nicht so tolle Stimmung. Ist ja schön das man zum Viertelfinale mal ein bisschen was mobilisieren kann.Ich finde übrigens das die Stimmung in Barcelona durchaus gut ist, auch wenn sie oft nicht ausverkauft zu sein scheint. Ist jetzt keine kochende Atmo, aber ist schon okay.

    Übers Fernsehen ist das aber vielleicht sowieso fragwürdig. Als ich am Freitag mal wieder ein BBL-Spiel besucht habe, habe ich mir dort auch gedacht...das ist ja ordentlich Lärm hier, aber der entsteht in erster Linie durch die tausenden von Klatschpappen. Kommt im Fernsehen sicherlich als Stimmung rüber, aber aufgestanden wird nur ganz zum Schluss.

    Machulla hat das anfangs der Saison als eine seiner Schwächen angesprochen. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann hat er sinngemäß gesagt das Jeppson zu lange in der Luft steht, bevor er wirft. Das würde in der schwedischen Liga gut funktionieren, aber in der Bundesliga müsste man eben eine schnellere Entscheidung treffen. Jeppson hat häufig eine kleine Verzögerung im Spiel nachdem er hochsteigt, wo man instinktiv denkt das er dann wirft...nur passt er dann eben oder wirft in der Tat zu spät.

    Das er schon einen ziemlichen Strahl hat, hat er in der CL eigentlich schon gezeigt, wo er ja auf bummelig 30 Tore kommt.

    Nun, wenn man nur das Spiel nimmt, kann man für Montpellier nicht optimistisch sein. Was aber auf jeden Fall passieren sollte, ist eben das Mogensen anders als im Hinspiel keinen Kurzeinsatz bekommt. Diese Dreier-Rotation halte ich schon für sinnvoll, weil dann eben ein frischer Lauge gegen Ende kommen kann und ich einfach schon der Meinung bin das Gottfridson/Mogensen besser funktioniert als Lauge/Gottfridson. Man hat jetzt allerdings verpasst Jeppson besser einzuspielen. Kann man viel drüber diskutieren, aber jetzt ganz ohne Praxis wäre es unfair und unklug in der CL auf ihn zu setzen. Das wird im Sommer mit ihm und Machulla irgendwelche Gespräche geben müssen, denn eigentlich muss er nächste Saison sehr viel spielen, weil man ihn dann einfach braucht.

    Defensiv...naja Möller war auch nicht so super, auch wenn diesmal immerhin ein Wechsel kam. Ich bin zwar der Meinung das Andersson im Hinspiel gut gehalten hat, aber auch hier muss im Zweifel der Wechsel spätestens zu diesem Zeitpunkt kommen, wenn das im Rückspiel nicht funktioniert.

    baloo
    Woran glaubst du das das liegen könnte? Das zieht sich ja durch fast alle Positionen und völlig unterschiedliche Spielertypen. Finde ich schon sehr eigentümlich, weil die Spielzüge bis zum Abschluss ja sehr gut funktionieren, es also nicht alle einfach nur mit der Brechstange versuchen.

    Ich weiß nicht ob Reinkind den Ansprüchen Kiels genügt, aber wie gesagt...Weinhold ist oft verletzt und Vujin nimmt sich ebenfalls seine Spiele, wo er wenig bringt. Beide werden auch nicht jünger. Einsatzchancen dürfte er bekommen, ob er die dann rechtfertigt wird spannend.

    Einspielen wird Zachariassen nicht, hatte heute eine Untersuchung und reist im Zweifel nach. Klingt aber eher so, als wenn er dann in jedem Fall geschont würde. Ich fände es im Zweifel wichtiger Jeppson, Heinl und auch Mahé mal Spielzeit zu geben. Gerade jetzt wo Bitter nicht da ist, der Jeppson nicht sofort total verunsichern kann, wäre das wichtig. Wenn man dann nämlich einen Jeppson nach Montpellier nimmt, der ein gutes Erlebnis im Kopf hat, kann man den dann auch mal in einer wichtigen Phase bringen.

    Ich finde es äußerst unfair gegenüber dem Spieler Santos, irgendwie zu sagen das er nicht den Charakter oder die Leistung für einen Verein wie Kiel bringen kann. Das kann man doch gar nicht beurteilen. Er spielt zwei Jahre bei Kiel und ist ein Jahr davon schwer verletzt + die Phase wo sich jeder wieder rankämpfen muss + das das bei einem neuen Verein passiert der auf dem Niveau eben schon ein Novum für ihn war.

    Es gibt nicht viele Spieler die unter diesen Umständen bestehen können. Mit Landins Verpflichtung war eigentlich immer klar das Santos gehen würde, weil Dahmke einen anderen Status hat. Das ganze ist einfach Pech.

    Themenwechsel:
    Auf die Gefahr hin das ich hier einen Thread übersehen habe, ist es doch ein deutliches Zeichen für eine allgemein positive Entwicklung der Liga, dass es dieses Jahr keine Diskussionen um Lizenzen zu geben scheint und seit dem Hamburger Aus auch in der Endkonsequenz nichts mehr passiert ist.

    Es scheint ja dieses Jahr nicht mal von Fanseite Diskussionsbedarf zu bestehen. Es sei denn ich versteh da was falsch, aber ich wunderte mich fast darüber als ich las das Flensburg seine Lizenz ohne Auflagen bekam und dann hier im Forum gar nichts zu den Lizenzen fand.

    Die Frage ist immer was der Sinn davon ist. Ja, das ist professioneller. Da gibt es gar keinen Zweifel würde ich meinen. Allerdings schützt es im Zweifel auch nicht vor unseriösem wirtschaften und es würde die Kultur und Tradition von Handball verändern.

    Ich bin bereits kein großer Freund davon, dass es nur noch zwei Auf- und Absteiger gibt. Das ist der erste Schritt sich abzuschotten. Ja, es hilft wenn man nur drittletzter werden muss. Damit kann ein kleiner Club sicher besser planen und vielleicht nach und nach den Etat erhöhen, aber es bedeutet auch das man weniger und weniger neue Gesichter sehen wird.

    Die Frage die sich dann stellt: Was ist damit eigentlich gewonnen? Sagen wir mal dann geht man den Basketballweg und 16 oder 18 Clubs schaffen so einen Mindestetat...glaubt jemand wirklich das dann der erste gegen den achtzehnten nicht fast immer deutlich gewinnen würde? Das einzige was das wirklich erreichen könnte wäre im Gegenteil ein Salary Cap und ich weiß ja nicht ob das für einen Handball so gut wäre, der das Geld nehmen sollte was er bekommt.

    Ich wäre immer vorsichtig den anderen Sportarten zu folgen. Der Basketball hat zum Beispiel auch einen völlig anderen Zugang zu europäischen Wettbewerben und wer sich mal damit befasst was der Pokal dort so für einen Modus hat...da finde ich unser Gemecker über die blöden Erstrundenturniere schon recht sympathisch gegen.

    Ich bin im Gegensatz zu einigen anderen SG-Fans der Meinung das wir gegen Montpellier durchaus eine sehr gute Leistung gezeigt haben(wo wir uns leider im falschen Moment eine Schwächephase leisteten, sodass man keinen Vorsprung ausgebaut und verteidigt, sondern eben in der Folge einen Rückstand kompensieren musste) und ich glaube auch das wir die zwischen der CL gegen Stuttgart fortsetzen werden. Ich erwarte wieder viel Röd und hoffe aber auch das man Jeppson einfach mal länger spielen lässt. Kommt natürlich drauf an was Bitter dazu zu sagen hat. Sofern man mental da ist, sollte das aber eine sichere Kiste sein.

    Paris werden solche Vorstellungen wie gestern auch nicht helfen, wenn dann wieder die Nerven flattern. In einem Wettbewerb der wie bis Ende der 2000er in Hin- und Rückspiel ausgetragen würde...da wären sie wohl auf den Titel gebucht. Mal gucken was sie diesmal in Köln abliefern und sonst haben sie sich fürs nächste Jahr ja noch mehr verstärkt. ;)

    Was die drei Franzosen in Köln angeht...noch hat Nantes keine Minute gespielt und noch hat Montpellier kein Tor Vorsprung. Ich nehme auch an das man für so eine Prognose gerade nicht viel Geld wieder bekommt, aber eigentlich sollten Montpellier und Skjern auch gar nicht im Viertelfinale sein. Das ist von der EHF doch gar nicht vorgesehen. ;)

    Ich finde gerade dieses zum Helden machen ist dann halt so eine Sache. Das ist wie die Geschichte das Abwehrspieler häufig weniger von der Schlagzeile abkriegen als der beste Torschütze. Ist im Fußball ja nicht anders. Der Torwart hat eben die Gelegenheit spektakulär zu glänzen. Und wenn ein Torwart von Minute 2 an da ist, gibt er der Mannschaft eine entsprechende Sicherheit für den Spielverlauf. Das ist genauso wichtig wie die letzten Paraden.

    Denn schließlich entsteht jede knappe Situation am Schluss, die der Torwart dann entscheiden kann, auch dadurch was vorher passiert ist. Dazu mag gegen Ende eine besondere Nervenstärke nötig sein, aber das verdient kaum ein Sonderlob, wenn der Torwart zuvor keine 5 Bälle an die Finger bekommen hat.


    Rotes Kreuz in den Kalender - absolute Zustimmung.

    Wundert euch das wirklich?

    Ihr kennt doch jede einzelne Schiedsrichterdiskussion, bei er es immer um die letzten 2-3 Entscheidungen in den letzten 2-3 Minuten geht....obwohl die Unparteiischen zuvor in 57 Minuten das Spiel ebenfalls beeinflusst haben könnten oder eben nicht.

    Edit:
    Nebenbei Entwarnung bei Zachariassen fürs Rückspiel...nur Bluterguss.

    Nun, aber er hat beim 27:28 den entscheidenden Tempo-Gegenstoß gehalten. Sonst hätte die SG sicher verloren. Wenn es nur darum geht...egal ich finde halt einfach das man sicherlich dieses Jahr einige Spiele herausheben kann wo er nicht auf dem Posten war, manchmal eben auch in der Phase wo Möller verletzt ausfiel, aber vorgestern war halt nicht so ein Tag.

    Edit:
    Zumal ich das Problem dann sowieso eher umgekehrt bei unserer Chancenverwertung sehe. Wir spielen nicht plötzlich gegen 20-25 Weltklasse-Torhüter dieses Jahr. Das ist für mich der eigentliche Faktor der aus irgendeinem Grund schlechter geworden ist.