Beiträge von Paul Jonas


    Das ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Auffallend für mich ist, dass die Löwen selten ein gutes Spiel im Harres haben. Mein Eindruck ist, dass sie in der SAP Arena deutlich besser spielen.
    Einige schreiben ja, dass die Löwen die Gruppenphase nicht ernst nehmen. Das kann sein, aber in den letzten Jahren haben sie auch in den KO Spielen nicht viel gerissen.Aber vielleicht ist es ja dieses Jahr anders. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

    Szeged ist auch einfach mal euer Angstgegner aus den Ergebnissen heraus. Das habe ich weiter oben schon geschrieben, aber gegen die reißen die Löwen doch häufig das Hindernis.

    Den Punkt haben wir heute im fast schon üblichen 10minütigen Blackout in HZ1 verloren. Da haben wir uns den hohen Rückstand eingehandelt, danach war es ausgeglichen bis Kielce langsam die Puste ausging. Tja, um Platz 2 bleibt es weiterhin spannend. Ich ärgere mich trotzdem. Es ist ja okay sich Schwächephasen in einem Spiel zu leisten, aber die dürfen nicht so krass sein, dass man dann immer das ganze Spiel hinterherläuft. Damit bringt sich um den Lohn einer eigentlich guten Leistung.

    Zachariassen hat mir heute im Mittelblock endlich mal gut gefallen. Das ist auch für ihn sehr wichtig da Leistung zu bringen. Auch den siebten Mann spielen wir mittlerweile ordentlich, eine Variante die Vranjes gar nicht gespielt hat und die bei uns einfach Zeit wird. Nebenbei da ich ohne Ton geguckt habe: Ist mit Jeppson was schlimmes?

    Auf ne komplette Halbzeit bezogen sind 17 Tore trotz einer 10minütigen Blackoutphase im Soll bzw. sogar sehr gut...aber 21 Gegentore? Die Abwehr hat nach der Auszeit ordentlich funktioniert, aber irgendwann muss dann mal der Torwartwechsel kommen...so geht das einfach nicht. Andersson hin oder her, aber wenn er 10,15, 20 Minuten nichts in die Hand bekommt...das macht Machulla nicht besser als Vranjes. Typisches Spiel für Flensburg gegen starke Gegner in dieser Saison...man hat immer das Gefühl das wir uns das schwerer machen als es sein müsste, denn Kielce spielt so clever nicht.


    hinterher zu wissen, dass von vornherein nicht mehr drin war halte ich für die schlechtere option, als ein ambioniertes
    ziel auszugeben und dann aufzuarbeiten, warum man es nicht erreicht hat..

    Hat man zweimal gemacht, hat zweimal nicht geklappt (ich wiederhol mich). Sag mir bitte was es bringt diese Ziele auszugeben bzw. das ein drittes mal zu tun. Ich versteh ja die Argumentation das man sich Ziele setzen muss und dabei auch nicht zu pessimistisch rangehen sollte, ich sehe halt nur nicht den Sinn wenn man es tut und es nicht klappt und man es dann aus Prinzip wiederholt.

    Ein Turnier wo dieser Druck nicht bestand war 2015 und 2016 galt das gleiche. Da hat das Team positiv überrascht, auch weil man ohne Druck gespielt hat. Es wäre toll wenn die Mannschaft Druck standhalten könnte und vielleicht kann sie diese Fähigkeit auch erwerben, aber momentan hat sie das Gegenteil gezeigt und jetzt ist es wichtiger aufzuarbeiten wie es mit dem Trainer weitergeht oder ob und nicht darum möglichst hohe Zielvorgaben zu machen. Ich finde nicht das man so tun kann als wenn das nichts miteinander zu tun hat. Der Kader ist doch theoretisch gut, macht noch lange kein gutes Team und das waren wir zuletzt eben nicht.

    Naja, Szeged ist glaube ich auch eine der Mannschaften in Europa mit der besten Bilanz gegen die Löwen. Es gibt einfach Gegner mit denen man schlecht zurechtkommt und das ist im Falle von Mannheim eben Szeged. Ich würde das nicht überbewerten, gerade weil in dieser Gruppe bisher alle kreuz und quer gepunktet haben.

    Gut, ich finde nicht wirklich das das eine Argumentation ist, die aus den letzten beiden Turnieren herauszuholen ist. Dort gab es sehr viele gefestigte und starke Mannschaften, die teilweise auch noch jung sind und besser werden oder nun Trainer haben die sie besser machen. Das sind Dänemark mit dem neuen Trainer, das ist das junge Schweden, das junge Norwegen, das erfahrene Spanien, das spielstarke Slowenien Frankreich die ein schwaches Spiel bei der EM hatten und mit ihren jungen Spielern eher noch besser werden.

    Dagegen sehe ich unsere sehr instabile und offenbar intern zerstrittene Mannschaft. Ich weiß nämlich nicht ob man da nur die Linie Prokop-Team ziehen kann. Das macht sich das ganze doch recht einfach. Sind diese Konflikte lösbar? Sicherlich. Es sind gute Spieler und ein guter Trainer...aber habe ich momentan auch nur ansatzweise Grund anzunehmen das diese Mannschaft so stabil sind wie die meisten der oben genannten? Muss nicht erst einmal ein Turnier ohne Störgeräusche ala Trainer geht oder neuer Trainer ist doof gespielt werden? Ist das dann wirklich keine deutsche Brille, wenn man all das abtut...ne alles Klar Titel ist das Ziel?

    Nebenbei...zu den Einschäzungen im Vorfeld...ich finde nicht wirklich das es eine gute Argumentation ist, das niemand etwas wirklich schlechtes erwartet hat...das spielt nämlich in das was ich hier wiederholt geschrieben habe...das wir 2017 halt alle aus den Köpfen gelöscht haben und immer noch in 2016 waren und auch so tun, als wenn andere Teams nicht mittlerweile gute Rezepte gegen unser Team haben. Das sagt halt was über uns oder die Medien aus und eventuell sollte man einfach drüber nachdenken, ob man nicht falsch gelegen haben könnte. Vorher habe ich doch auch gesagt das sie ein Favorit sind, das muss daher doch irgendwo richtig sein ist eine wirklich seltsame Logik wenn man sich das mal mit Abstand anguckt.


    Also, ich will mich wirklich nicht hinstellen und sagen das ich einer derjenigen war, die gemahnt haben. Ich glaube ich habe mich diesbezüglich nicht dazu geäußert, allerdings habe ich persönlich auch nie angenommen das wir ein Titelfavorit sind. Gar nicht mal weil ich die deutsche Mannschaft skeptisch gesehen habe, sondern die Konkurrenz sehr viel stärker als so manch anderer.

    Es geht aber auch nicht darum wer was vor dem Turnier gesagt hat oder wie sich dieses Forum verhält. Wir haben jetzt zweimal ein extrem gehypedes Team, welches zweimal eindeutig nicht die Erwartungen erfüllt hat. Abermals: Die WM gab es auch und ich finde es auch bezeichnend, das man das irgendwie immer ausblenden kann, gerade wenn du den Punkt hast das wir im Forum, in den Medien und auch sonst alle diese Erwartungen hatten. Es ist doch interessant wenn man dann 2019 sagen würde: Alles klar Halbfinale bis Titel sind die Ziele. Ich verstehe diese Logik einfach nicht.

    Zuletzt...ich finde eben das diese ganze Geschichte, angefangen mit der Lemke-Nominierung sehr klar gezeigt hat, das die deutsche Mannschaft momentan nicht die Mentalität einer Mannschaft hat um ein Turnier zu gewinnen. Das hätte ein paar Schlagzeilen produzieren müssen und gut ist. Hinterher erfährt man über die tiefen Risse, die so etwas zwischen Trainer und Mannschaft geschaffen hat, die Akteure sprechen mehr oder weniger offen von diesen ganzen Konflikten. Wenn das so leicht geht ein Team aus der Bahn zu werfen ist es vielleicht nicht kurzfristig (und das wäre 2019) ein Titelfavorit oder ein Medaillenkandidat. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht warum das so abwegig ist.

    Eine Mannschaft soll sich natürlich ambitionierte Ziele setzen, aber die sind auch irgendwann im Rahmen. Es setzt sich auch nicht jedes Bundesliga-Team das Ziel Meister zu werden, sondern vielleicht nur unter die Top5 oder Top 10 zu kommen. Ich finde Top 8 sind eine realistische Zielsetzung für die deutsche Mannschaft. Wenn es besser wird ist es toll und es kann bei einem idealen Turnier besser werden. Ich sehe nur keinerlei Anhaltspunkte die nicht völlig durch die deutsche Brille gehen, die uns zum Titelkandidaten machen.

    "Lasst uns doch einfach nur teilnehmen" würde von Kai Wandschneider als BT kommen.

    Scheint in Wetzlar ganz gut zu funktionieren. ;)

    Es geht ja nicht darum das das eine oder andere grundsätzlich falsch ist. Mannschaften wie Frankreich haben diese Mentalität, dass sie dann scheinbar sogar überrascht sind das es überhaupt möglich ist zu verlieren und beim nächsten Turnier gewinnen sie dann wieder. Deutschland hat diese Mentalität zumindest momentan nicht. Irgendwelche Nominierungsentscheidungen die eine Mannschaft so aus dem Gleichgewicht zu bringen scheinen und die gefühlt dutzenden kleinen Konflikte die da anscheinend abgelaufen sind, lassen für mich keinen anderen Schluss zu.

    Ist es daher clever so eine Mannschaft dann unter diesen maximalen Erfolgsdruck zu setzen? Es geht mir nicht darum keine Ziele zu setzen, aber ich weiß nicht ob das der richtige Ansatz ist und zwei Turniere wo das gar nicht geklappt hat, lassen für mich diesen Schluss zu.

    Glaube nicht das das passieren wird. So wie die Konstellation momentan aussieht, kommen Kiel und Flensburg unter die Top4 ihrer Gruppe. Wenn die Löwen dritter oder vierter werden, gibt es kein deutsches Duell im Achtelfinale. Die Terminprobleme sehe ich allerdings auch schon am Horizont und die entsprechenden Gegner werden es sicherlich ausnutzen die Termine entsprechend anzusetzen. Ich gehe davon aus das dies schon in der Vorrunde ein paar mal passiert.

    Die Dänen sind ein fürchterliches Beispiel, weil dort die Erwartungen ebenso überzogen sind wie in Deutschland. Klar, die Dänen sind vermutlich im Verhältnis auch besser, aber man sollte nicht glauben das der vierte Platz als Erfolg gilt...was ja immer noch wesentlich mehr ist als die Deutschen erreicht haben.

    Nein, ich finde nicht das Halbfinale eine gute Ansage ist, weil wir jetzt zweimal demonstriert haben, das die Mannschaft mit dem Druck nicht umgehen kann. Das hat auch nichts mit Prokop zu tun bzw. er konnte das zumindest nicht ändern. 2016 ist Vergangenheit. Da kam eine junge Mannschaft ohne Druck zu einem Turnier und überraschte alle und das konnte man bis Olympia transportieren.

    2017 kommt die Mannschaft nach Frankreich und ist scheinbar schon Weltmeister und nichts ist. Man ignoriert dieses Ergebnis und sagt 2018 wieder: Minimalziel ist Halbfinale...was im Grunde auch wieder Titel heißt. Es klappt wieder nicht ansatzweise. Ist es wirklich vermessen oder pessimistisch mal die Frage zu stellen, ob diese hohen Zielvorgaben nicht vielleicht kontraproduktiv sein könnten?

    Ja gut, aber das muss man erst mal erreichen. Das man wieder Halbfinale ausgibt, ist nach Achtelfinale und Hauptrunde bzw. 2mal Platz 9 bei den letzten beiden Turnieren...ich weiß nicht...vielleicht ein bisschen arrogant?

    Und ja: Gastgeber...aber tut mir leid, so wenig ich von Frauenhandball verstehe, fand ich es wahnwitzig deswegen von den Damen das Halbfinale zu erwarten. Die deutschen Herren sind natürlich besser aufgestellt, aber die Weltspitze bei den Herren ist auch nochmal enger.

    Vielleicht sollte man einfach mal realistisch sagen: Sicher in die nächste Runde kommen, guten Handball spielen und dann mal gucken.

    Also ich wäre mal vorsichtig mit dem Kopf über die Hände schlagen. Als Nr.2 scheint Reinkind ja in Ordnung zu sein und vielleicht ist auch genau das die Überlegung. Zeitz und Vujin sind entweder teuer oder altern sichtlich. Ein Reinkind ist da doch eine günstige Alternative.

    Gerade Kiel weiß schon mit Stars und ihren Befindlichkeiten zu jonglieren. Man weiß nicht ob da außer Reinkind noch mehr geholt wird. Die Kohle hätte Kiel, vor allem wenn Leute wie Vujin den Verein verlassen. Würde nicht immer gleich von totaler Inkompetenz ausgehen. Gerade Kiel ist glaube ich auch nicht der Verein der dauerhaft 20jährige holen will um die auszubilden. Abgesehen von den jungen halblinken holt Kiel traditionell fertige Spieler die funktionieren sollen.

    Warum heißt es im Thread-Titel eigentlich immer noch Friesenheim? Ist ja okay in ner Umstellungszeit, aber irgendwie müsste man dann ja so einige Vereine nennen wie sie früher hießen.

    @Liga halten
    Naja, es sind ja nur sehr wenige Pluspunkte die dazu nötig sind. Vielleicht reichen schon 2 Siege und die Eulen haben bisher schon den Eindruck gemacht, dass sie gegen die direkten Konkurrenten schaffen könnten. Es steigen eben nur zwei ab.

    Mir hat die zweite Hälfte sehr gut gefallen. Im Grunde kam vorne Sicherheit rein, als Mogensen auf die Platte kam. Gottfridson und Lauge wirkten von der Abstimmung noch nicht ganz auf der Höhe...das ist eben der wenigen Zeit geschuldet die sie zusammen trainieren konnten. Überragend ist Wanne gewesen. Bei dem fragt man sich eigentlich nur noch ob Schmäschke hoffentlich schon eine vorzeitige Vertragsverlängerung vorbereitet. Der wird nächstes Jahr auf einigen Wunschzetteln stehen.

    Röd hat mir auch gut gefallen, auch wenn er mit 1 von 4 heute im Abschluss kein Glück hatte. Ganz andere Körpersprache als in seiner Anfangszeit. Ich hoffe mal das Svan sich nicht verletzt hat, er stand ja wieder, aber wer weiß.

    Vier Tore gehen wohl in Ordnung. Dafür war unsere Offensivleistung einfach zu durchwachsen, auf der anderen Seite wäre es nach der schwachen Erlanger Angriffsleistung auch seltsam gewesen wenn sie wieder auf zwei rangekommen wären. Ist aber noch nicht durch, die sind jetzt im Spiel.

    Naja...typisches erstes Spiel bis jetzt.