Das Problem daran ist, egal wie man zum Modus steht, dass es ja sehr spektakuläre Spiele sind. Paris und Barca waren jetzt zwei geile Handballspiele. Vor allem gegen Barca gab es ja ständig Standing Ovations. Das Publikum will tollen Handball sehen und denkt nicht unbedingt in diesen Kategorien die wir hier immer besprechen.
Was die Löwen angeht, würde ich zudem mal bemerken das mir das wenig mit dem Modus zu tun haben scheint. Wenn man sich das einreden will meinetwegen, aber mit dieser Problemanalyse wird man in der CL glaube ich so schnell kein Publikum erreichen. Ich gehe aber sowieso davon aus das das keiner der Verantwortlichen in Mannheim tut.
Was das experimentieren angeht....naja, was ist es denn anderes als nicht die bestmögliche Formation mit den bestmöglichen Spielern auflaufen zu lassen. Wenn Glandorf, Mogensen, Mahé, Svan, Eggert, Andersson zunächst oder vollständig draußen bleiben, bekommen sie natürlich eine Atempause die mit den Belastungen zu tun hat. Ich sehe den Modus ebenfalls kritisch, aber für meine Begriffe greift das Argument über die Belastung doch gerade wenn man Flensburg so spielen sieht. Das ist eben die Chance Spieler zu schonen, ohne sich was kaputt zu machen. Man sieht ja wie wenig man sich wieder in der Liga erlauben kann, wenn man nach ganz oben guckt.
In Flensburg wird man sich eben die letzte Saison angeguckt haben und sich erinnern wie ärgerlich und schwer es war knapp an Platz 2 oder 1 vorbeizuschrammen und darunter war die "Belohnung" eben mittelprächtig. Sechster sollte man nicht werden, aber vierter oder fünfter reicht auch aus. Auch dieser Modus wäre sehr schlicht viel spannender, wenn man den Cut höher ansetzt. Wenn nur Platz 4 reichen würde, dann würde aus dieser Barca, Kiel, Flensburg, Vezprem, Paris-Konstellation nämlich mindestens einer rausfallen. Das hätte eine ganz andere Dynamik. Das war aber schon ein Problem der alten CL. 4 aus 6 waren damals auch eher unspannend.
Allerdings ist es mit 3:5 für uns jetzt schon langsam kritisch. Gegen Plock muss man jetzt zwingend gewinnen und nicht nur um eine gute Ausgangslage in der Gruppe zu haben sondern einfach um das weiterkommen nicht zu gefährden.