Beiträge von Paul Jonas

    Mich überzeugt sie schon. Wenn die 7er-Mannschaft die Fehlerquote niedrig halten kann und das Rückzugsverhalten funktioniert, dann hatte Flensburg gegen alle Mannschaften die das bis jetzt eingesetzt haben, massive Probleme es zu verteidigen....auch gestern gegen Lemgo. Der Kontrast ist vielleicht auch etwas stark, wenn die 6-0 vorher extrem gut funktioniert hat, aber es kommen Chancen zustande und es fallen Tore. Was aber eben auch passiert, ist das wenn das Rückzugsverhalten nicht funktioniert wie bei Lemgo alles für die Katz ist, denn dann egalisiert der Gegner das eben sehr schnell durch sekundenschnelle Gegentore. Gleichzeitig haben das auch alle Mannschaften in dieser Form nicht viel länger als 10-15 Minuten durchgehalten ohne Fehler zu produzieren.

    Damit das also ein Vorteil wird, muss das perfektioniert werden und dafür ist einfach noch nicht genug Zeit gewesen. So konsequent wie die Löwen das aber exerzieren, werden sie darin immer besser werden und ich sehe umgekehrt noch keine wirklich gute Verteidigungsstrategie dagegen.

    Mit diesem Zuschauerschnitt wäre Erlangen auch auf einem ganz anderem Level als so manch andere Mannschaft aus der zweiten Tabellenhälfte. Wenn man die Liga sicher hält, worauf ja alles hindeutet, hat man also schon ein kleines Fund für die Zukunft. Man sieht ja immer an der HBW, das es finanziell irgendwann einfach aufhört und das liegt eben auch daran das deren Halle nicht voller werden kann.


    Frage zur Kaderstärke:
    Ich konnte die Gründe der unteren Mannschaften zum Teil nachvollziehen, warum sie auf 14 beharrten. Aber wenn ich sehe, wie bei einigen Mannschaften (gerade aus dem unteren Ligateil?) recht konsequent über weite Strecken mit dem 7. Feldspieler agiert wird, frage ich mich, ob das nicht auch dem Kader Kraft kostet, du wechselt halt nicht nur Spieler alternierend ein, sondern setzt zusätzlich welche/einen mehr ein und das muss der 14er Kader kompensieren. Sitzen die das auf einer A-backe ab?

    Nicht nur das es denke ich mehr Kraft kostet, ist es auch mental fast schon sichtbar recht anstrengend. Gerade wenn man weiß das der Gegner sehr schnell umschaltet, spielt man mit dem Gedanken ja keinen Fehler zu machen (diese schnelle Mitte von Toft Hansen muss erst recht zum zähneknirschen sein) und auch der eigene Torwart ist permanent auf dem Sprung anstatt zwischen den Angriffen mal in Ruhe was zu trinken oder sich mit dem Partner abzusprechen. Den siebten muss man denke ich schon sehr gut beherrschen damit er wirklich mehr sein kann als ein Element um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.

    Ich nehme an das die Löwen das zum Beispiel perfektionieren werden. Es ist aber schon auffällig, das Vranjes überhaupt gar nicht mit diesem Element spielt, obwohl er ja gerade mit drei Kreisläufern variabel wäre.

    Frau Sattler von Sport 1 twittert das Glandorf die Entscheidung in den nächsten Tagen bekannt geben wird. Sprich unter der Woche beim Heimspiel denke ich. Wie es auch immer ausfällt hat man da dann Klarheit. Sind dann ja immer noch genug durchaus sehr wichtige Verträge offen.

    Edit:
    Interessant wenn man sich das Interview anhört: Glandorf sagt er wird sich in den nächsten Tagen damit befassen, nicht entscheiden. NDR hat Sattlers Worte auch ohne weiteres übernommen und spricht von einem "Millionenangebot", woher auch immer das jetzt kommt.
    http://www.sport1.de/handball/dkb-h…rtliche-zukunft

    Ich sehe den kausalen Zusammenhang zwischen Event und Interesse nicht zwangsläufig. Die Quoten im TV sind bzw. waren bei Eishockey und Basketball im Free TV ja nicht höher als im Handball. Wenn wir über sowas wie Mikrofone reden, geht es ja nicht um die Leute die in der Halle sind.

    Klar kannst du immer die US-Ligen als Beispiel für totale Kommerzialisierung des Sports nehmen (was genug negative Aspekte mit sich bringt), aber auch wenn DEL und BBL gerne NHL und NBA wären, sind sie das eben einfach nicht (was für die Ticketpreise bzw. das Taschengeld der Fans glaube ich auch ganz gut ist).

    Handball kann immerhin von sich behaupten auch aus sich selbst heraus zu wachsen und nicht immer von den diesen Vorbildern Sachen zu übernehmen. Man mag mich korrigieren, aber das Final4 ist ja doch zum Beispiel eine Idee des Handballs, die die BBL dann für ihren Pokalwettbewerb übernommen hat. Man übernimmt natürlich auch Elemente aus dem Fußball und anderen Hallensportarten, aber das sollte nicht wahllos passieren. Das zum Beispiel die Shot-Clock nie gekommen ist, war auch eine sehr gute Entscheidung. Die würde aber rein showmäßig in der Halle und am TV für ein zusätzliches visuelles Element sorgen. Nach deiner eigenen Logik capitano, müsste sie also kommen, auch wenn ich meine mich erinnern zu können das du dich über sie negativ geäußert hast.

    Lemgo gewinnt die zweite Halbzeit mit 3 Toren Vorsprung. Das ist schon eine starke Leistung und ganz zum Ende hin wurde es sogar nochmal gefährlich.

    Bei uns war die Luft nach der Pause erst raus, dann kamen aber genau die richtigen Wechsel. Mit Gottfridson und Jakobsson ging die Fehlerquote runter und alle drei Rückraumspieler haben dann recht kluge Entscheidungen getroffen...bis es dann in den letzten 5 Minuten nochmal den gleichen Effekt auch mit diesen Spielern gab. Nun ja, ist ja nichts passiert und ich glaube 12:0 ist tatsächlich der Startrekord für Flensburg. Man kann mich gerne korrigieren. :)

    Tja....12:19. Offensiv ist Lemgo irgendwann reingekommen, defensiv kriegen sie aber keinen Fuß in die Tür. Das was Mogensen und Mahé da die ganze Zeit machen, ist eigentlich relativ riskant, sehr oft langer Pass von halblinks auf halbrechts fast auf der 9m-Linie...okay ist schnell gespielt, aber wenn Lemgo da ein bisschen besser rauskommt...ist halt nicht Barca. ;)

    Glandorf macht auch weiter Werbung für alle die Verträge in seine Richtung werfen wollen.

    Vielleicht ist Mensah auch einfach ein klein wenig überbewertet.

    Dann spielt in der Nationalmannschaft wohl sein Zwillingsbruder, der bei der EM Lauge auf die Bank gesetzt hat.

    Anders gesagt gibt es da wohl noch ein paar Graustufen zwischen dem was er momentan zeigt und dem was sonst möglich ist, auch wenn ich nicht weiß was man genau von ihm erwartet, damit er nicht überbewertet ist.

    Es ist doch auch bei der Formel 1 eher uninteressant. Die Strategie wird dadurch sehr selten ersichtlich bzw. das was die Teams dort tun, kann man sich innerhalb von 2-3 Möglichkeiten auch immer vorher denken. Der Boxenfunk wird immer nur spannend, wenn irgendwas schiefgeht oder ein Fahrer aus dem Rahmen fällt, indem er rumflucht und dergleichen.

    Das ist an Informationsgehalt kein Mehrwert für den Zuschauer. Das sage ich jetzt als jemand der zwar nicht mehr so viel Formel 1 guckt, das aber von 94 bis in die 2010er herein sehr regelmäßige gemacht hat. Gute Kommentatoren sind um ein vielfaches nützlicher.

    Vielleicht ist Mensah auch einfach überspielt. Ich denke die Olympiaspieler die sich jetzt nicht eh verletzt haben und dadurch ihre Pause kriegen, werden alle in den kommenden Wochen in kleine oder größere Löcher fallen bzw. sind da eben schon.

    Paul Jonas: Sehe ich anders, da im Fußball während des Spiels keine Auszeiten genommen werden können. Außerdem kann man im Handball viel intensiver während des Spiels einwirken auf das, was auf dem Feld passiert. Im Fußball nur bedingt.

    Betrifft übrigens auch diese Sache. Und ich bin ehrlich, lieber generiere ich durch so etwas Geld, anstatt die CL weiter aufzublähen oder einen Confed Cup einzuführen. Ich denke, dass das auch im Sinne der Spieler und Vereine wäre.

    Naja, du kannst ja mal die Hannoveraner Eishockey Fans fragen wo ihr Franchise hin ist. Ich habe dann doch lieber Wasser und Brot als sowas (auch wenn ich mich frage ob das die Extreme sind zwischen denen man die Wahl hat, scheint mir noch was dazwischen zu geben). ;)

    Die Halbzeitansprachen sind sehr wohl direkt vergleichbar, denn ne 15 Minutenpause wo alle mal zur Ruhe kommen, ist ja wohl was anderes als ne einminütige Auszeit, wo vielleicht zwei Gedanken transportiert werden, während drumrum die Musik plärrt. Ich muss wirklich sagen das ihr euch da jetzt gewaltig streckt um diese Parallele zu ziehen. Es passt nicht.

    Die Auszeit ist eben einfach etwas was es im Fußball nicht gibt. Da muss man in den Basketball gehen, aber gleichzeitig muss man nicht alles machen was der Basketball auch macht. Wo ist der Mehrwert das du ein ständiges Trainermikrofon hättest, vor allem wenn das dann durch ne Regie gefiltert wird? Mich würde wirklich interessieren was du daran inhaltlich siehst, außer NBA macht Geld und die haben das auch. ;)

    Aus Flensburger Sicht allgemein weiß ich nicht. Ich persönlich würde es für grob fahrlässig halten ihn mit solchen Versprechen zu ködern bzw. mit Zusagen die darüber hinausgehen das man mal gucken wird wie er sich macht. Er ist ein toller Spieler und könnte uns noch einige Saisons voranbringen, wenn man aber danach einen Manager hätte, der das eventuell gar nicht kann, wäre das ja kompletter Unfug. Daher hoffe ich das man da im jeden Fall von beiden Seiten aus realistisch rangeht. Genauso gut könnte man einem Spieler den zukünftigen Trainerposten versprechen....sowas halte ich für unseriös und obendrein unklug.

    Das aber mal wegedacht sagst du es ja selbst alter Sack....man will dann halt wahrscheinlich schon irgendwie den Laden schmeißen. Glandorf würde sicherlich irgendwo einen Verein finden, der ihn allein wegen seines Namens haben will, ob das funktionieren würde oder nicht. Allerdings glaube ich nicht das die großen deutschen Clubs so ohne weiteres einen Neuling für so eine Position verpflichten würde, das wäre wahrscheinlich erst einmal eine Etage tiefer....da ist die Option bei Flensburg "anzulernen" und dann vielleicht ganz reinzurutschen direkt attraktiver...anders hat Schmäschke auch nicht angefangen...oder anders ist Vranjes auch nicht auf dem Trainerstuhl gelandet. Aber wie gesagt, ich halte diese Überlegungen für sehr fragwürdig.

    Naja, also wenn diese Spekulationen hier alle auch nur ansatzweise richtig sind und Glandorf wirklich beruflich Richtung Manager/Geschäftsführer eines Vereines gehen wollen würde....was übrigens durchaus nicht das einzige ist was man bezüglich seiner Aussagen über berufliche Perspektiven rauslesen kann....dann wäre es schon so das sehr viel für Flensburg sprechen würde.

    Ich glaube nämlich nicht das im Handball der Soft-Skill spanisch so super entscheidend ist und ob er dann in 3 Jahren eine ähnliche offene Tür finden würde wie Flensburg ist dann eben fraglich, vor allem weil Flensburg ja jetzt auch nicht mal eben ein Zweitligaverein ist, wo man sich erste Sporen verdienen kann, sondern gleich ziemlich weit oben. Diese Tür wäre aber mit ziemlicher Sicherheit zu, wenn er jetzt nach Spanien geht. Für Spanien spricht allerdings, dass er hier nochmal einen richtig guten Vertrag aushandeln könnte und das wäre für jegliche Planungen eben erstmal ne Sicherheit. Die können garantiert mindestens das doppelte zahlen was Flensburg anbietet. Wahrscheinlich eher mehr.

    Ständige Mikros gingen mir auch zu weit. Ich finde irgendwelche US-Vergleiche auch quatsch. Da könnte man genauso gut betonen das man dort auch nicht von Vereinen sondern von Franchises spricht. Da ist in der Tat jedes Mittel Recht um die Unterhaltung zu erhöhen und mehr Geld zu verdienen.

    Ich finde wie gesagt die gängige Praxis ist okay. So kriegt man einen Einblick in die Mannschaftsdynamik und wie sich Trainer in verschiedenen Situationen verhalten. Ich sehe nicht den Mehrwert das permanent zu haben und wenn es sowieso vorher durch nen Regiefilter gehen würde, ist es ja sowieso nur Makulatur. Ich sehe da auch in der Formel 1 eher selten den Mehrwert. Das kommt ja immer nur hoch, wenn ein Fahrer rumflucht, und das zu erfahren ist doch jetzt wirklich nur eine Art Boulevardbedürfnis und keine komplexe Info für mich als Zuschauer.

    Ich sehe aber wie eingangs gesagt auch nicht den eigentlichen Grund warum man das jetzt anhand von Gislason diskutiert. Er hat nen Spieler zusammengefaltet? Was ist daran zu diskutieren? Ich sehe weder Gislason noch Santos großartig bloßgestellt. Ich finde es eher spannend so Gislasons Philosophie deutlich zu sehen, dass eben die mannschaftliche Disziplin wichtiger ist und er zumindest in der Abwehr nicht so viel Eigenverantwortung sehen will.

    Er geht sicherlich nicht völlig unbedarft an sowas heran, sollte er so eine Aufgabe übernehmen wollen. Allerdings ist das jetzt nur eine theoretische Qualifikation. Ob er den Schneid hat, den solche mit allen Wassern gewaschenen Typen wie Schmäschke haben, kann sich doch erst in der Praxis zeigen. Wenn das tatsächlich Gegenstand der Vertragsverlängerung sein sollte, kann man ihm seriös nicht mehr zusichern als das man mal guckt wie das läuft.