Beiträge von Paul Jonas

    Da bin ich bei dir, aber pädagogisch ist das doch toll und auch im Sinne des Fair Plays. Bisher konntest du mit einer cleveren groben Unsportlichkeit deiner Mannschaft den Sieg sichern, jetzt kannst du mit einer groben Unsportlichkeit in den letzten 30 Sekunden alles verlieren. Das kapiert jeder.

    Das kapiert aber auch nur jeder, wenn das eindeutig formuliert ist...damit eben überhaupt ein "im Sinne der Regel" entstehen kann. Für mich war es das gestern dann eben auch nicht, weil es so wie die Regeln und Beispiele formuliert sind gewisse Nuancen gibt und das was Schneider da gemacht hat, sogar überhaupt nicht auftaucht....bzw. doch man kann sich da eben was zusammenbauen und ab da wird es fragwürdig.

    Für meine Begriffe muss diese Regel messerscharf formuliert sein, sowohl im Interesse beider Mannschaften als auch der beiden Schiedsrichter. Sowas wie gestern versteht kein Laie und an diesen 10 Seiten zu sehen bedeutet es auch eine Riesendiskussion der Fans und neutralen Fans und das ist nie ein gutes Zeichen für einen Sport bzw. für die "Eindeutigkeit" einer Regel. Ich kann hier wie sonst selten jede Perspektive nachvollziehen, weil alle Positionen hier eine Grundlage innerhalb der Regel oder Intention der Regel haben, ob man sie nun kritisiert oder nicht....aber das zeigt mir eben auch das es da noch Redebedarf zu geben scheint und eben nicht das ist jetzt so eingeführt und gut ist. ;)

    Der Gedanke der Regel ist es ja eine grobe Unsportlichkeit so zu bestrafen, dass es auch weh tut und sich daraus kein Vorteil ergeben kann. In Folge dessen ist es für mich dann auch egal ob es eine schlaue oder wie im Falle von Schneider ziemlich dämliche Unsportlichkeit ist.
    Ich denke schon, dass der Sport von so etwas profitieren kann, Handball ist ja doch ein Sport bei dem eine clevere Überschreitung der Regeln unheimliche Vorteile bringt, mit dieser Regel wird das dann ganz objektiv eingegrenzt.

    Ich weiß nicht ob das so objektiv zu sehen ist, das es für mich nach wie vor die Nuance einer klar verhinderten Chance gibt und einer Spielverzögerung die nur die Möglichkeit einer eventuellen Chance betrifft. Letzteres hatten wir gestern und dann ist der 7m eine sehr harte und ich finde auch seltsame Strafe, weil sie eine Spielsituation schafft die so nicht passiert wäre.

    Klar: Die Regel gilt (eventuell) und ich kann auch nicht sagen das ich die Löwenfans und neutralen die das als ganz richtig sehen nicht verstehen kann, aber wo ich mal die Möglichkeit habe etwas neutral zu bewerten, kommt es mir schlicht nicht richtig vor. Das negiert in meinen Augen auch nicht die Unsportlichkeit von Schneider, denn rot kann man ihm immer noch geben. Davon hat die geschädigte Mannschaft nichts...ja die Argumentation kann man verstehen, aber der 7m ist im Umkehrschluss dann auch der geschenkte Sieg und das ist schon ein gigantischer Vorteil für besagte geschädigte Mannschaft.

    Ich bin mir nach gestern nicht mal sicher, ob ich diese Regel überhaupt in der Anwendung in der ich sie bisher verstanden habe wirklich gut fände. Man kann natürlich sagen das man, wenn man selbst betroffen ist, das ganze dann anders sieht...aber das gilt sowohl für die Löwen als auch für die Melsunger.

    Ich muss sagen das ich diese Regel in dieser Form problematisch finde. Es ist für mich etwas anderes einen Wurf oder einen laufenden Gegenstoß zu unterbinden und das was Schneider gemacht hat. Ja ich weiß: Innerhalb der Regel hätten die Schiedsrichter richtig gehandelt und das muss Schneider bewusst sein...daher war der Ablauf wenn die Regel gilt absolut folgerichtig.

    Aber dann finde ich die Regel in ihrer Gänze eben nicht gut. Die eventuelle Chance (also kein tatsächlicher Gegenangriff) auf einen schnellen Gegenangriff ist etwas anderes als ein 7m. Ich sehe das als etwas an, was sich für mich als neutraler Zuschauer dann nur schwer erschließt. Es kommt mir nicht fair vor. Ja, ich weiß das einige die Regel in dieser Gänze Klasse finden, aber ich tue das bei Auslegungen wie gestern jedenfalls nicht. Das macht kein Unrecht gut sondern schenkt einer Mannschaft einen Sieg.

    (abermals...das hätte ich auch bei anderen Mannschaften gesagt...ist ja nicht so das Melsungen ein angenehmer Gegner aus meiner SG-Sicht wäre im Final4 ;) )

    Wenn die Regel nicht für den Pokal gilt...kann Melsungen da Protest einlegen? Wir wissen ja natürlich nicht ob die Löwen in 7 Sekunden nicht noch ein Tor gemacht hätten, aber so haben die Schiedsrichter das Spiel dann ja regelwidrig entschieden und das kann man in dieser Form doch kaum als Tatsachenentscheidung verteidigen...oder wie seht ihr das?

    Wie gesagt...die Löwen haben nicht unbedingt unverdient gewonnen, um das mal nicht falsch zu verstehen hätten beide Mannschaften den Sieg verdient gehabt.

    Ein Wellenförmiges Spiel. 3 Tore, Kiel kommt zurück auf 1; 3 Tore, Kiel kommt zurück auf 1....bedeutet natürlich das wir das Ding im Moment im Grunde im Griff haben. Allerdings kann es auch ganz schnell kippen wenn Landin und Andersson plötzlich die Rollen tauschen würden. Gut auf jeden Fall das der Wechsel zu Mahé nahtlos funktioniert hat, was sehr wichtig ist. Vor einem Monat hätte Vranjes bei so einem Spiel wahrscheinlich durchspielen lassen. Klein natürlich mit der Szene des Monats und dabei war Svan vs. Landin schon nicht schlecht.


    Wer weiß, wie die Zahl zustandegekommen ist, Verbindlichkeiten kann in diesem Zusammenhang ja alles mögliche sein, z. B. auch Darlehen von Rudolph, die dieser unter dem Eindruck aktueller Geschehnisse gekündigt hat, dann wäre das auch eine Verbindlichkeit, die bis zum 30.6. fällig ist.

    Naja, das sind ja teilweise auch Altschulden, die man ja nicht zwangsläufig (bzw. vollständig) mit dem Saisonetat bedient. Es ist in meinen Augen sogar eher so, das der Etat von...was war offiziell? 5 Millionen wenn ich mich richtig erinnere, noch weit unterschritten wurde. Man hat ja offenbar nur 2-3 Monate in die Saison hinein seine Rechnungen bezahlt.

    Das Geld was man also tatsächlich zu Verfügung hatte, dürfte weit unter 5 Millionen liegen...was es natürlich relativ unfassbar macht wie Hamburg an der Lizenzierungskommission vorbeikommen konnte und was sich die Geschäftsführung dabei dachte so viele neue Spieler und Biegler zu kaufen bzw. Lindberg/Bitter und Co zu behalten. Betrug oder Inkompetenz sind die einzigen beiden Möglichkeiten die ich da noch sehe.

    Aber ist das nicht noch schlimmere Wettbewerbsverzerrung? Stellen wir uns folgendes Szenario vor: Die 5 bis 6 Abstiegskandidaten spielen zu unterschiedlichen Zeiten gegen den HSV. Zu Beginn sind noch Stars da, zu Ende nur noch die U23... Das bevorteilt via Spielplan ganz massiv...

    Das ist aber etwas was grundsätzlich bei einer Saison passieren kann. Ich würde zum Beispiel auch sagen das die Mannschaften die im August und im September gegen Hamburg spielen konnten, ein sehr viel leichteres Spiel hatten als die Teams im November und Dezember, weil Biegler in der Zeit eine Mannschaft geformt hat. Wenn das wem auch immer mit einer U23 gelingen sollte, dann wäre das sportlich gesehen eine beachtliche Leistung...denn wie gesagt...auch ein Bundesligaabstiegskandidat sollte eine Oberligamannschaft jederzeit spielerisch besiegen können.

    Grundsätzlich hast du natürlich Recht. Ich finde es in jedem Falle wünschenswert wenn so etwas zwischen den Spielzeiten passieren würde und nicht mittendrin. Denn schließlich entsteht noch ein zusätzlicher Punkt und zwar wo die guten Spieler der jetzigen Mannschaft hingehen. Da können sich nun einige Mannschaften unverhofft verstärken. Etwas ähnliches ist ja zum Beispiel auch 2012 in Gummersbach passiert (soweit ich mich richtig an das Jahr erinnere), aber die restliche Truppe hat das Ruder noch rumreißen können. Eine beachtliche Leistung damals.

    Naja, Stand heute hätte der HSV nach Abzug 11 Punkte und damit 5 mehr als die ehrlich wirtschaftenden Balinger. Und wenn ich die 4 Punkte aufgrund der Auflage nicht mit abziehe, sind es sogar 9 Punkte Vorsprung auf den ersten Absteiger. Ich bin und bleibe der Meinung: Wer Insolvenz anmeldet, gehört abgestiegen!

    Ich finde diese Regelung auch sehr seltsam, allerdings muss man sich nun natürlich an sie halten. Sie beizeiten zu ändern sollte das Ziel sein, aber bestehende Regeln müssen eingehalten werden. Natürlich kann man nach wie vor die Frage stellen wie die Hamburger die Lizenz erhalten konnten und ob die HBL hier Schindluder getrieben hat oder ihr falsche Informationen vorgelegt wurden, aber das ist eben ein anderes Thema.

    Ich würde aber meinen wenn Hamburg mit der U23 weitspielen müsste und 8-12 Punkte abgezogen bekäme, wäre ein Klassenerhalt für sie nur schwer zu erreichen. Diese Mannschaft ist eine Spitzenmannschaft in der Oberliga. Die würden richtig auf die Mütze bekommen und ob sie überhaupt Punkte holen könnten ist fragwürdig. Ich glaube daher das der Zug für die seriös wirtschaftenden Vereine damit noch nicht abgefahren ist.

    Nun, das ist glaube ich schon ein Schaden der kleiner ist als wir hier vielleicht denken. Denn das was wir hier wieder seit Wochen durchkauen, sind dann bei Spiegelonline zwei recht kurze Artikel. Das Abendblatt ist eben die Lokalzeitung und soviel passiert ja sportlich in Hamburg dann auch nicht, als das man sich da nicht draufstürzt. Inwiefern dem Handball an sich geschadet wird, erschließt sich mir auch nicht ganz.

    Wenn überhaupt wird bei einer Insolvenz der Laie eher den Kopf schütteln das dies nur in 8 Punkten Verlust daherkommt...das wirkt doch reichlich bizarr und riecht nach Korruption ohne das man viel über Handball wissen muss.