Beiträge von Paul Jonas

    Ich denke auf dem jetzigen Stand ist Kiel schon mal wieder der klare Favorit. Die letzten Wochen laufen für Kiel schon sehr souverän und Leute wie Dissinger funktionieren jetzt toll. Zudem muss man hier einfach den Heimvorteil sehen, der an sich für Kiel spricht, aber bei einem Nordderby eben doch ein größerer Faktor ist. Es ist in den Köpfen von Flensburg hier seit Ewigkeiten nichts mehr gerissen zu haben.

    Bei Flensburg bin ich mir momentan unsicher. Man scheint seit einigen Spielen Schwachstellen in der Offensive zu haben, was natürlich gerade gegen Landin und die 3-2-1 fatal wäre. Gegen Nettelstedt scheint Andersson endlich wieder funktioniert zu haben und das ist doch sehr wichtig. Ich frage mich wie gut man die Niederlage gegen die Löwen wirklich verarbeitet hat, die ja schon eine Änderung der Saisonziele bedeutet, ganz abgesehen davon das man ganz gewaltig seine Grenzen aufgezeigt bekommen hat. Chancenlos ist man aber sicher nicht, man sollte nur nicht zuviel nachdenken (das besorgen wir Fans schon).

    70:30 meine Prognose. Für beide Mannschaften die größte Chance auf einen Titel. Das wird ein heißer Tanz.

    Dissinger kann man sehen wie man will, er hat jetzt wo er endlich mal verletzungsfrei ist die Chancen sein gewaltiges Potential zu entfalten...aber natürlich muss er mit. Erzählt mir doch von den Alternativen auf dieser Position, vor allem wo Drux verletzt ist.

    Im Grunde war er ja schon letztes Jahr nicht mehr so gut drauf wie früher, aber da war Wolff ja erst ein aufsteigender Mann und es war das klügste auf die Erfahrung Heinevetter/Lichtlein zu setzen. Ich finde das ist der richtige Schritt, denn man muss eben auch dafür sorgen das Wolff nun solche Erfahrungen sammeln kann. Bei all seiner gezeigten Klasse, fehlen ihm nach wie vor internationale Großereignisse und mit dem erfahrenen Lichtlein hat man dann ein ideales Gespann.

    Vergleichst du gerade Rudolph mit Hitler? :D

    Zum Artikel...naja, ich finde schon das er nen Punkt hat. Handballfans in Hamburg hat diese Mannschaft in den letzten Monaten begeistert. Aufbruchstimmung, sportliches Konzept...eine Mannschaft mit wirklichem Teamspirit der ja auch zu besten Zeiten häufig ein Problem war usw.

    Es wird allerdings ein großer Spaß wenn Hamburg Insolvenz anmeldet und trotzdem in der Liga bleibt um das bis April zu schaffen. Das würde ja dann wieder eine ganz neue Diskussion eröffnen.

    Der Verein kann dem sicherlich kein Ende machen...das haben wir gelernt, aber die Liga könnte es eben schon. Und wenn es bedeuten würde das man Regeln so ändern würde, das sie speziell darauf zugeschnitten sind, das jetzige Modell HSV zu verhindern....

    Denn es geht bei der Rudolph-Geschichte im Grunde ja nicht um Mäzenentum. Das werden einige auch nicht mögen, aber da sollten viele Fans sich mal angucken wie ihre Vereine so aufgestellt sind. Abgesehen davon das Rudolph sehr viel mehr im Rampenlicht steht und einigen dabei seit Jahren sehr unsympathisch ist (mir jedenfalls), findet man solche Modelle auch anderswo.

    Das Problem ist eben das ein Mäzen normalerweise aussteigt, wenn er das ganze nicht mehr finanzieren kann oder will und dann gibt es eben eine Insolvenz oder einen radikalen Schnitt (Kopenhagen und Löwen als jeweilige Beispiele). Das passiert einmal und ist dann durch. Rudolph will aber nicht loslassen, aber eben auch nicht mehr zahlen und das geht nicht und führt zu diesem Schauspiel.

    In der Tat erscheint es so, dass man im Sommer bereits hätte wissen müssen das man im Dezember kein Geld mehr hat. Seitdem sind ja sonst keine Einnahmeausfälle hinzu gekommen. Eventuell hat man wirklich darauf gesetzt in den nächsten Monaten neue Geldgeber zu finden, aber das ist trotzdem eine sehr riskante Planung. Den einen oder anderen Spieler hätte man sich dann wohl doch nicht leisten dürfen, auch wenn wir hier von Spielern reden die nach klassischem HSV-Anspruch natürlich günstig sind, wären Optionen aus der A-Jugend oder der zweiten Mannschaft wohl seriöser finanziert gewesen.

    Das ist sicherlich auch einer der Gründe warum die EHF sehr genau hinhört wenn die Seha-Vereine Wünsche äußern. Sie ist ja bereits jetzt nur noch bedingt eine reine Südost-Europa-Liga, geschweige denn wenn es dann eben doch irgendwann passiert das Kielce und Co teilnehmen. Das ist eine potentielle ernsthafte Konkurrenz und die EHF weiß was im Basketball passiert ist.

    Ich habe dann wieder nicht das Gefühl das die HBL mit so einer starken Stimmte spricht, da es wie gesagt Problematiken sind die den Großteil der Ligateilnehmer nicht interessieren. Vielleicht wird über die nächsten Jahre Frankreich hier ein natürlicher Verbündeter der deutschen Topvereine, wenn deren Liga weiter in der Breite besser wird (man gucke sich bereits jetzt mal Platz 2-8 an dort), was ja zu passieren scheint. Wobei deren Liga aber auch dementsprechend kleiner ist.

    Kann mir jemand sagen ob eine Abmeldung der ersten Mannschaft vom Spielbetrieb oder eine Insolvenz zwangsläufig auch die zweite Mannschaft betreffen würde? Die ist zur Zeit Tabellenführer der Oberliga. Die A-Jugend-Mannschaft spielt auch in der Bundesliga. Im Grunde wären da gewisse Perspektiven für einen Neuanfang gegeben, bei dem man dann eben auch das tatsächliche Potential für Hamburger Handball ausloten könnte.

    Das sei ihnen zu gönnen...an einem anderem Tag. ;)

    Dadurch das dieses Spiel eben erst am Wochenende ist und nicht schon heute, sehe ich ehrlich gesagt kein Land für die Nettelstedter. Flensburg kann endlich mal ausruhen und sich richtig gut vorbereiten, zumal dann vielleicht auch der Johann mal wieder mitmachen kann. Das werden sie sich nicht nehmen lassen.

    Es bleibt trotz allem irgendwie ein bisschen seltsam Rudolph so eine Forderung auf den Tisch zu stellen und dann aber wieder:

    Zitat

    Gemeint ist offenbar eine Patronatserklärung Rudolphs. Sie aber will Fitzek nach eigenem Bekunden nicht einlösen, weil sie "neuen Stress auslösen würde, den wir nicht brauchen".


    ...das nicht einzulösen.

    Es läuft doch aufs gleiche hinaus und letztendlich ist es Fitzek seinen Gläubigern schuldig diese Option zu ziehen, denn hier geht es am Ende des Tages nicht um Stress sondern um Geld was man Leuten bezahlen muss.

    Nun, am Ende kann man sich sicher sein das nichts davon passieren wird. Denn egal was der Alfred, Schmäschke und jeder andere auch sagen mögen...letztendlich wollen alle Top-Mannschaften in der CL spielen und würden nicht drauf verzichten wollen (weswegen ich auch den Löwen nie so ganz glaube das dieser Wettbewerb für sie nachrangig ist). Das ultimative Druckmittel, wie zum Beispiel die Drohung eines mindestens einjährigen Rückzuges deutscher Mannschaften, muss die EHF daher nicht fürchten.

    Nun, aber in den neu eingereichten Unterlagen muss ja auch irgendetwas stehen. Da können sie ja nicht nochmal das gleiche einreichen, was laut Aussage von Bohmann anscheinend garantiert das die Probleme die hier gerade bestehen gar nicht vorhanden sind.

    Zu den Spielern:
    Wie gesagt kann man ja gerne einen Bitter kritisieren der sich gewiss nicht schadlos gehalten hat mit seinem Vertrag und auch Blauäugigkeit von Spielern die neu nach Hamburg gekommen sind...(auch wenn ich nicht weiß inwiefern es Aufgabe der Spieler ist vorher eine Wirtschaftsprüfung bei einem Verein zu machen der eine Lizenz erhält)...aber man muss doch schon sagen das das jetzige Verhalten der Mannschaft schon sehr vorbildlich ist. Sie spielen alle seit knapp 10 Spielen umsonst und liefern dabei auch noch eine tolle Leistung nach der anderen ab. Wenn man sich im Vergleich anguckt was dagegen gerade bei Nettelstedt zu passieren scheint, wo zumindest das Geld zum Zahltag da ist, dann muss man diese Moral schon anerkennen.

    tobi
    Sicher, wenn alle diese Belastungen hätten, gäbe es auch Maßnahmen. Allerdings konnte man in den letzten Jahren dann plötzlich wenn Debütanten wie Hannover und Melsungen international spielten die gleichen Klagen hören und das natürlich auch zurecht. In der Liga spielen verdammt viele Mannschaften mit Potential sich für den EHF-Cup zu qualifizieren. Nächstes Jahr haben sie dann ein Belastungsproblem. Es ist also nicht immer nur im Interesse der großen sich mit diesem Problem zu beschäftigen, sondern eventuelle auch weise Voraussicht von ambitionierten Mannschaften.

    Zur CL:
    Ich denke auch das die CL an sich um Welten attraktiver ist als noch in den 2000ern, weil einfach viel mehr Ländervertreter wirklich konkurrenzfähig sind. Deutschland gegen Spanien wie 2007 ist vorbei. Da hat die EHF schon vieles richtig gemacht, was die Vermarktung des Wettbewerbes angeht, immer unter der Berücksichtigung das Handball nun einmal seine Grenzen hat was das angeht. Ich wäre ebenfalls für einen Modus wie in der Fußball CL. Weniger Spiele und spannendere Gruppen. Nur habe ich den Eindruck das viele europäische Mannschaften mehr Spiele wollen, weil sich das eben für sie lohnt.

    Paul Jonas: Die typische ältere TV-Generation ist irgendwann auch nicht mehr da, weil sie nicht mehr lebt. Man sieht ja schon, wie extrem das lineare Fernsehen in Deutschland immer weniger genutzt wird. Das mag vielleicht auch an der Qualität des Programms liegen und den zahlreichen Alternativen, die es gibt. Die Entwicklung ist aber aktuell relativ schnell zustande gekommen. Ich selbst nutze Netflix oder sowas nicht, aber viele in meinem Umfeld tun das bereits und schwärmen davon. Von daher wird auch Pay-TV schneller größer werden, als viele das erwarten. Und nein, da vertust Du Dich massiv, Paul, Fernsehen ist in Deutschland nicht umsonst, im Gegenteil. Man zahlt pro Quartal über 50 Euro GEZ-Gebühren und hat nicht mal die Wahl, es ist quasi erzwungenes Pay-TV. Klammern wir die paar erwähnenswerten Free-TV-Sender mal aus (RTL, Sat.1, Pro7, Kabel1, VOX), also deren fünf, die wirklich erwähnenswerte Quoten vorweisen, wohoo, dann muss man für alles in Deutschland bezahlen, was mit Fernsehen zu tun hat.

    Außerdem sollte man nicht vergessen, dass man nicht durch grandiose TV-Übertragungen eine Sportart interessant macht, sondern indem man guten Sport bietet, erfolgreich mit der Nationalmannschaft ist und außerdem die Basis an den Sport bindet und so für Nachwuchs sorgt.

    Selbstverständlich ist es nicht umsonst, aber es hat einen anderen psychologischen Effekt und das ist dir denke ich auch bewusst. Gegen Gez wettern ist auch immer so eine Sache (vor allem weil du ja den Bäcker ins Spiel gebracht hast...du bekommst schon ein bisschen mehr als den Musikantenstadl Stichwort Radio), aber das ist ein anderes Thema.

    Selbst wenn man sich das alles klar macht, käme in Deutschland ein Sky eben immer noch oben drauf und das sind nicht viele bereit zu zahlen bzw. Sky funktioniert da auch nach wie vor unkomfortabler als so etwas wie Netflix. Denn wenn ich Sky vollständig haben will, muss ich schon ganz schön viel Geld zahlen...eben immer zusätzlich zu den Rundfunkgebühren und HD kostet extra. Netflix und Co sind für mich daher einfach nicht das selbe wie Sky. Wenn Sky den Sport nicht exklusiv bringen könnte, wären sie innerhalb von wenigen Monaten aus dem Geschäft.

    Ligareduktion? Tja, solange es 18 gute Bundesligastandorte in Deutschland gibt, wäre das ja auch nen bissel unglücklich (und soviele gute Standorte gibts in keinem europäischem Land). Für die Mannschaften außerhalb der CL (und neuerdings dieses EHF-Cups) kann man von einer Überlastung kaum sprechen (auch bei ner 16er Liga gäbe es lange Spielpausen für die international nicht aktiven Vollprofimannschaften)

    Sehe ich anders. Die CL wäre attraktiver für den deutschen Markt, wenn es weniger Spiele gebe. Sowohl in der Halle als auch im TV. Warum? Weil durch die Erhöhung der teilnehmenden Vereine nimmt auch die Zahl derer zu, welche im Vergleich zu den Spitzenclubs kaum wettbewerbsfähig sind. Schaun wir uns doch mal die Gruppen ohne Deutsche Beteiligung an. Wer spielt denn da? Wieso sollte sich ein Fan von GWD Minden oder des SC Magdeburg für ein Spiel eines mazedonischen gegen ein schweizer Verein interessieren (war jetzt nur ein Beispiel)?
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    Du guckst doch aber auch im Fußball nicht Moskau gegen Piräus. Natürlich geht es hier um die Spiele mit deutscher Beteiligung die man guckt und da gibt es eben schon eine sehr viel attraktivere Gruppenphase als vorher. Vorher kam auf Eurosport ja auch nicht Kielce gegen Paris im Fernsehen. Auch die C und D-Gruppe sind jetzt wesentlich spannender, weil diese Mannschaften nicht einfach nur Punktelieferanten sind, sondern ihren Fans spannende Spiele bieten.

    Ich sehe das Problem an dieser Sache ähnlich wie Roter Teufel. Wie zuvor bei der 6er-Gruppe sind die Gruppen zu wenig selektiv. 6 aus 8 ist der Faktor der die Spannung für den Zuschauer rausnimmt. Das wäre natürlich im Umkehrschluss noch härter für die deutschen Mannschaften, wenn man wirklich Platz 4 erreichen müsste, könnte man eben kein Spiel mehr kürzer treten.

    Ich finde ebenfalls der sinnvollste Kompromiss ist hier die 16er-Regel. Der Punkt der in Kreis Ab angesprochen wurde ist sehr richtig. Viele Mannschaften und nicht unbedingt nur Topmannschaften haben sowieso schon mehr als 14 Spieler im Kader. Das die Topmannschaften sich dann Bankwärmer holen würden, die sonst bei kleineren Vereinen spielen könnten, ist ebenfalls ein fragwürdiges Argument. Denn schließlich haben Mannschaften wie Mannheim, Flensburg und Kiel ebenfalls bereits jetzt mehr als 14 Leute im Kader die für diese Mannschaft Leistung bringen sollen. Dadurch das international 16 gilt, sind diese Mannschaften auch dafür ausgelegt.

    Umgekehrt genießen die nicht international spielenden Vereine ja bereits den Wettbewerbsvorteil der viel längeren Pausen, den sie glaube ich gerne mitnehmen. Natürlich entsteht so auch eher wenig Verständnis für die Klagen der "größeren" Vereine, da sie die Belastung als nicht so krass empfinden. Egoisten sind hier schon beide Seiten denke ich.

    Wenn man Skys Aussagen mit 70.000+ glauben darf, ist das für deren Verhältnisse eine gute Sache und man kann sagen das die Skykunden das Angebot annehmen. Die Verbreitung steigert sich dadurch natürlich nicht. Ich glaube aber jetzt ehrlich gesagt auch nicht, das die Quoten auf Eurosport damals so viel besser waren. Man sollte nicht vergessen wie sie diese 600.000 Quote beim CL-Finale 2014 gefeiert haben. Sonst war es weitaus niedriger und das im Free-TV.

    Umgekehrt mal zur Bezahlmentalität:
    Ich finde Bäckervergleiche nur pberflächlich logisch, weil man eben für Deutschland sehen muss, das sich Pay-TV niemals so durchgesetzt hat wie in den meisten anderen Ländern. Sky schreibt seit 3 Jahren schwarze Zahlen? Eine Sendergruppe nach 20 Jahren. Das ändert sich ein bisschen durch Internetstreaming wie Netflix und Prime, aber die typische ältere Fernsehgeneration lehnt Pay-TV nach wie vor ab. In Deutschland ist "Fernsehen" eben etwas das "umsonst" ist...weswegen der Bäckervergleich eben hinkt. In England zahlen sie durch den tollen TV-Vertrag, den die Fußballbundesliga so gerne hätte, übrigens dreistellige Summen für ein Premier League-Abo...finde ich ganz gut so das Sky hier mit so einem Angebot mutmaßlich morgen pleite wäre.