Beiträge von Paul Jonas

    Wie hält die zweite Liga eigentlich normalerweise den Spielbetrieb aufrecht wenn so viele Vereine ein solches zweitägiges Turnier nicht veranstalten können wo sie selbst als Gastgeber an 1-2 Spielen beteiligt sind?

    Oder sind da Richtlinien seitens HBL im Spiel von denen wir nichts wissen und die das ganze aufwendiger machen? Im Fernsehen wird ja wohl kaum etwas zu sehen sein.

    Da hst du etwas falsch verstanden. Die Reform soll die lästigen Spiele der Erstligisten gegen das Geschmeiß aus den unteren Spielklassen in die Sommerferien verlagern, wenn sowieso keiner hinguckt, damit die während der eigentlichen Saison nicht stören und das "Topevent" in Hamburg möglicherweise nicht so glamurös wird wie das in Köln (der Hamburg-Termin 30.04./01.05. ist übrigens zeitgleich mit den Viertelfinalspielen der CHL angesetzt, das nur nebenbei). Der Modus ist ein Filter, um die Drittligisten und möglichst auch alle Zweitligisten so früh wie möglich aus dem Wettbewerb zu haben. Wird auch klappen. Ich tippe die Erstligistenquote im Achtelfinale auf mindestens 93,75% (d.i. 15/16).

    Nö, habe ich nicht. Ich habe lediglich die Kommunikation dieser Reform wieder gegeben. Man hat das so begründet. Was ich persönlich darüber denke sollte in meiner Kritik deutlich geworden sein.

    Ich finde zwar das es keinen Umstand gibt wo man den Drittligisten einen Vorteil geben kann einen Erstligisten eher zu schlagen, auch mit Heimrecht nicht, aber dieser Modus hilft dabei sicher nicht wirklich. Ich denke aber durchaus das er die Chancen der Zweitligisten steigert, denn wenn ich das nicht völlig falsch sehe glaube ich durchaus das wir hier ein paar Überraschungen erleben werden. Allgemein ist es für mich aber eine sinnlose Reform, vor allem da es ja wieder niemand gewesen sein will der das beschlossen hat und alle es doof finden. ;)

    Erklärte FB bei der Ziehung (dort im Livestream nachschauen), kam von gemeinsamer Arbeitskommission HBL, DHB und schlagmichtot

    Ja, offenbar der DHB-Bundesrat konkret, was mich ein bisschen wundert, weil ich eigentlich annahm das der DHB-Pokal eine HBL-Veranstaltung ist . Trotz allem muss ich mich wieder und wieder fragen, genau wie bei Minden und wie bei Eisenach und dieser Reform....wann immer solche Dinge beschlossen werden, scheint die HBL als Repräsentant der Vereine (auch im Bundesra) stets mit einer klaren Stimme zu sprechen. Wenn es dann aber um praktische Umsetzung geht, will plötzlich keiner dieser Vereine ein HBL-Mitglied gewesen sein bzw. hat als sowas beschlossen wurde nicht gerade durch lauten Protest auf sich aufmerksam gemacht. Für mich klingt das jetzige klagen der Zweitligisten über die Kosten dieser Turniere irgendwie verdammt bequem.

    Mit den Drittligisten ist es natürlich etwas anderes und deren Einwände der teuren Reisen kann ich nachvollziehen. Ich halte das auch nicht für durchdacht, vor allem weil die Reform kleinen Vereinen eine Plattform bieten sollte.

    Ich frage mich aber auch hier wie solche Sachen eigentlich beschlossen werden können, wenn die Zweitligisten jetzt diese massiven Probleme haben diese Turniere auszurichten. Sie wussten doch das sie das tun müssen. Wer stimmt bei der HBL über diesen Modus ab? Doch auch die Zweitligavereine. Ich kann mir umgekehrt auch nicht vorstellen das die Erstligavereine so super begeistert von diesem Modus sind wenn man sich Schmäschke anhört.

    Wessen Idee war das also und wie wurde das durchgesetzt?

    Ich habe großen Respekt davor was Nenadic in den letzten zwei Jahren geleistet hat. Ich glaube er ist noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt, aber man hat in der Tat gegen Ende der Saison gesehen das er kaum mehr Spielzeiten bekommt und diese Situation wird sich nicht verändern. Ich glaube ein Wechsel zu einem HSV würde ihm gut tun, denn auch wenn man ihn skeptisch sieht, sollte man nicht unterschätzen was er die letzten zwei Jahre alles mitgenommen hat. Das wird vielen Vereinen weiterhelfen.

    Ich finde da sind so einige Turniere recht spannend. Auch die Bundesligisten deren Hauptziel das Final4 sein dürfte, könnten zu diesem Zeitpunkt der Saison durchaus mal unter die Räder kommen. Halle steht hinter dem Zweitligisten der gut drauf ist und dann haben wir schnell mal ein paar Überraschungen.

    Nein, kann ich nicht verstehen, aber Du weißt, ich sehe viel anders. :D Aber im Ernst, ich sehe es anders, weil es aus meiner Sicht ein spezieller Fall war/ist und es einfach professionell ist, wenn man dann mal diesen einen Anruf tätig. Der kostet ja in er Regel meistens nur ein wenig Zeit.

    Naja, was gilt dann aber als überprüfen? Reicht dann eine lose Absprache mit dem Hallenbetreiber oder muss es eine konkrete mögliche Reservierung sein. Ich glaube das haben sehr viele Vereine nicht konkret geregelt. Ich finde man sollte schon davon ausgehen das ein Verein bei einer solchen Sache nicht lügt bzw. es ist ja offensichtlich das diese Alternativangabe ein wichtiges Argument für die HBL darstellt, wenn es darum geht Eisenach keine Ausnahmeregelung anzubieten.

    Ich weiß nicht ob es ein juristisches wäre. Jegliche Regeländerungen sind zukünftig und spekulativ, darauf kann man sich schwer berufen. Nach den geltenden Regeln ist Eisenach eben jetzt in der Position in der sie sind. Wenn nächstes Jahr weichere Regeln einem Eisenach das Problem aus der Welt schaffen würden, ist das eben daher nur ein moralisches Argument. Ich würde diesen Schritt auch für falsch halten, da ja auch Eisenach behauptet diese Standards zukünftig erfüllen zu können, scheint mir der Handlungsbedarf nicht gegeben.

    Knickt man jetzt nur vor diesem kleinem Medienzirkus ein ist das jedenfalls keine seriöse Verbandspolitk. Aber natürlich ist die HBL ein Instrument ihrer Mitglieder. Wenn hinter den Kulissen eine Lobby für weichere Hallenstandards entsteht, muss die Liga diesen Wunsch zur Kenntnis nehmen und eventuell auch berücksichtigen wenn das mehrheitsfähig ist.

    Es ist ja jetzt Spekulation ob Eisenach eine Absprache mit dem Betreiber der alternativen Halle hat oder nicht. Das sie sehr aggressiv ihren Standpunkt vermarkten ist ja weder ein Beweis für das eine noch für das andere, auch wenn es natürlich einen Beigeschmack hat bei der "diese Halle oder gar nichts"-Sprache.

    Das die HBL nicht jedem Hallenbetreiber auf Wahrheitsgehalt hinterher telefoniert kann ich aber auch verstehen. Das Prüfverfahren für die Vereine ist sicherlich arbeitsaufwendig genug und die alternative Halle scheint ja die Kriterien zu erfüllen. Das es nur ein Formular ist was man ja ausfüllen muss, ist eine blöde Ausrede. Mit der Einstellung sollte man mal andere offizielle Dokumente ausfüllen, mal sehen was die jeweiligen Behörden dann dazu zu sagen hätten. ;)

    Mein Problem an der ganzen Diskussion scheint mir jetzt eher zu sein das man wegen der Eisenach-Sache zur nächsten Saison die Hallen-Standards aufweichen will. Kann natürlich sein das die Zweitligavereine hinter den Kulissen kräftig Betrieb machen, aber es wirkt schon so als wenn man einknickt. Wenn das eben passiert, erschiene es in dieser Saison tatsächlich etwas grausam an Eisenach einmalig eine harte Linie zu zeigen. Die Legitimation dieser harten Linie ist die Einstellung das man nicht mehr wischiwaschi sein will, wenn man ab nächster Saison wieder so agiert, entsteht hier meiner Meinung nach das beste moralische Argument für Eisenach.

    Also ich habe meinen Satz nicht nachträglich editiert, daher wird das auf Handballworld geschehen sein, denn ich habe das direkt copy/paste in meinen Post gesetzt. (Edit: Ich kann mir auch vorstellen das das in jedem Falle passiert ist, weil da ja auch noch ein Grammatikfehler drin ist. ;) ).

    Allerdings muss ich dazu zusätzlich sagen und auch um vielleicht Handballworld in Schutz zu nehmen das absolut alle Medien die sich mit Handball beschäftigen das so gemeldet haben, was aber natürlich nicht bedeutet das die EHF es genauso gemeldet hat.

    Mich wundert auch, dass die EHF die Änderungen so gar nicht kommentiert. Selbst die HBL ist mundtot...

    Eventuell weil es wirklich keine Änderungen sind sondern wie von Magdeburger Seite aus vermutet tatsächlich eine missverständliche Meldung. Denn ich kann mir kaum vorstellen das sie so wie sie das jetzt entschieden haben ursprünglich geplant hatten alle Bewerbungsanträge anzunehmen bzw. es wäre sehr verwunderlich wenn sie keinen einzigen abgelehnt hätten.
    Nicht das es das besser macht, da wir hier eben das Ergebnis dieser Intransparenz erleben können, aber ich vermute zumindest keine Mauscheleien bei dieser Sache in letzter Minute.

    Ist wie gesagt eine Problematik die letztes Jahr eher noch größer gewesen sein dürfte, denn 2,3 richtige Brocken wird es geben und wenn dann die Fans nicht in die Halle kommen, kommen sie eben nicht. Es würde mich bei solchen Hallen wie in Hamburg und Mannheim immer interessieren ab wann sie denn eigentlich nicht mehr wirtschaftlich sind.

    Ich habe ja keine Probleme damit zu akzeptieren das Eisenachs Lage relativ verzwickt ist, auch wenn ich diesen Sachverhalt natürlich ultimativ so beurteile das ich auf die Regeln poche.

    Aber jetzt dieses Faß noch auf das "arme" Thüringen auszuweiten...das macht das ganze schon sehr lächerlich. Es gibt genug wirtschaftlich schwache Regionen in Deutschland wo mehr für die Infrastruktur getan werden müsste und zwar in allen Belangen. Hier ultimativ die angebliche Einzigartigkeit des Eisenacher Falls festzumachen ist mehr als nur ein Schuss ins eigene Knie.

    Kommt auf die Zahl der Lostöpfe an. Sind es nur zwei oder sind es vier.

    Was die genannten vier Mannschaften angeht die hier als mögliche Kandidaten für einen der Ausscheidungsplätze genannt werden, habe ich so meine Zweifel, da alle diese Mannschaften sehr regelmäßige Gäste im Achtelfinale sind. Zagreb war dieses Jahr im Viertelfinale. Ich glaube so einfach vorherzusagen wird das ganze dann doch nicht.