Beiträge von Paul Jonas

    Ich will Gummersbach wirklich nicht schlecht reden, denn ich finde sie haben einen guten Kampfgeist bewiesen, ohne den das Spiel wirklich früh entschieden gewesen wäre.

    Aber dieses Ding was jetzt etabliert wird, das Flensburg irgendwie ne starke Schlussphase oder nen Lauf hatte wo Gummersbach mal kurz kollektiv das spielen eingestellt hätte, dadurch also quasi das Spiel entschieden wurde...ist doch ein klitzekleines bisschen Schönfärberei. Wie gesagt ist das kein Bash gegen euch Gummersbacher, ich bin nur der Meinung das ihr das Pech hattet gegen ein Flensburg zu spielen, das die beste Leistung seit nahezu Monaten gezeigt hat, vor allem in der Offensive.

    Das Gummersbach in der 45. Minute auf ein Tor rankam, ist doch kein Ausdruck der spielerischen Leistung, besonders wenn man dann damit argumentiert das Flensburg dadurch gewinnt weil sie danach diesen "Lauf" hatten. Fakt ist doch und das kann jeder anhand der Torreihenfolge verfolgen: Flensburg war schon auf vier weg und Tendenz steigend...dann konnte Gummersbach sehr schnell 3 Tore hintereinander erzielen und das ist sehr clever gewesen, weil sie eiskalt Flensburger Unkonzentriertheit ausgenutzt haben...aber es kam nicht aus dem Spiel von Gummersbach heraus sondern aus einzelnen Fehlern Flensburgs. Faktisch hat Flensburg nach der Anfangsphase das Spiel zu jeder Zeit dominiert und das Ergebnis ist Meiner Meinung nach auch in der Höhe folgerichtig, wenn ich den besagten Vorsprung den Flensburg schon hatte und zunächst verspielte, eben einfach mal hochrechne.

    Laut Sport 1 fällt der Sieg ein wenig zu hoch aus, aber ich finde das heute gar nicht, denn das Gummersbach überhaupt im Spiel geblieben war, liegt doch dann ein zwei Schwächephasen der SG jeweils zur Mitte der Halbzeit, da haben wir den Gegner stark gemacht.

    Ansonsten hat mir das doch ausgesprochen gut gefallen. Nach langer Zeit war die Offensive endlich mal von kreativen und teilweise sehr schönen Spielzügen geprägt, da hat jeder mal sehr gut ausgesehen...es war kein Kampf bis zum umfallen und Brechstange mehr. Auch die schnelle Mitte habe ich seit Wochen nicht mehr so gut gesehen und Matthias ist auch wieder da. Jetzt nur noch diese Unkonzentriertheiten raus und Jim noch besser in Form bringen und das Final4 und Platz 3 können was werden. Nebenbei ist es eine sehr interessante Sachen so ein Mogensen in der Deckung...der kann Tempo-Gegenstoß...etwas was er normalerweise ja schwer zeigen kann.

    Gut bis jetzt. Andersson ist da, Mogensen gut drauf, Wunderägypter rockt, Tempo-Gegenstoß kommt, Kreis stimmt...einziger Punkt weswegen wir nicht weiter vorne sind, ist wohl das Jim auch erstmal ein paar Spiele braucht, bevor er voll drin ist. Auch wenn er ebenfalls ein paar gute Ideen hatte, merkte man doch das es da mehr Einzelaktionen und Fehler gab. Gummersbach ist vor allem vorne recht kreativ und hält gut mit, aber ich denke das sieht gut aus.

    Weiß nicht ob das toll ist, da der gute Mann jetzt auch kein Heilsbringer ist, der funktioniert in einem langfristigem Projekt gut, wo er ein Konzept entfalten kann, aber in so einem Umfeld wie dem HSV wohl eher nicht.

    Unabhängig davon würde mich die Kaderplanung viel eher interessieren...wenn Mahe jetzt nun wirklich gehen sollte, wohin auch immer...das wird dann doch immer dünner und zwar so dünn das ich mir eigentlich nicht vorstellen kann das Lindberg und Toft Hansen da auch nicht langsam anfangen nachzudenken.

    Er ist sicherlich kein Glandorf oder Vujin der da seine 7-10 Treffer pro Spiel macht, aber das er angeblich in den letzten 2 Jahren genau ein gutes Spiel gegen Hamburg gemacht hätte, sollte ein deutlicher Hinweis darauf sein das diese Beurteilung vielleicht nicht ganz so fair ist. ;)

    Nenadic ist ein guter Abwehrspieler und wenn man mal den Spielaufbau der SG wirklich beobachtet, merkt man auch das er ein elementarer Teil davon ist und Mogensen sich sehr auf ihn verlässt. Wie gesagt...wenn Beuger halbwegs Recht hätte mit seinem Urteil über Nenadic, dann hätte man sicher Kaufmann behalten, der wäre ja auch zu wesentlich schlechteren Konditionen geblieben wegen seiner Familie. Es ist offensichtlich das Vranjes da etwas mehr sieht, inklusive weiteres Entwicklungspotential.

    Ja, er ist ja auch nicht konstant schlecht, aber er hat mehr schwache als starke Spiele bzw. innerhalb eines Spiels keine Konstanz. Ich denke aber auch das ist nur temporär, nur bin ich eben froh das Möller jetzt wirklich die Alternative darstellt die Rasmussen dann immer geboten hat. Diese absolut verlässliche Nr. 2 die den Gegner dann noch kalt erwischt.

    Weil man es sicht eigentlich nicht leisten kann, zwei eher junge, unerfahrerene Halb Linke mit genau dem selben Spielstil zu haben, die beide eher deckungsschwach sind. Das ließe Flensburg doch leicht ausrechnen. Man braucht mehr Variabilität auf dieser Position.

    Ich glaube sowohl Nenadic als auch Petar haben in ihren noch recht jungen Jahren schon so manche Erfahrung mehr gesammelt als viele andere ihrer Alterklasse. Manche spielen bis zu diesem Alter bei einem einzigem Verein oder haben noch nie eine große Verletzung gehabt oder musste noch nie elementar die Verantwortung übernehmen. Ich denke auch das Nenadic auf dem Prüfstand steht, abhängig davon wie er sich nächstes Jahr entwickelt, aber nicht mit der Argumentation der mangelnden Erfahrung, denn dann hätte man simpel Kaufmann behalten können.

    Das ist sowieso ein Faktor. In diesen Krisenwochen hat Möller jetzt erstmals in diesem Jahr die Chance sich zu beweisen und er tut das meiner Meinung nach sehr gut bis absolut herausragend wie gegen Göppingen, wo er ja eine nahezu absurd hohe Quote hatte. Für Fans die sich gefragt haben warum man als Nr.2 auf ihn setzt und Rudeck weiter vermittelt hat, ist hier glaube ich ein Hinweis das dies schon Hand und Fuß hatte. Bedeutet aber eben auch das Andersson quasi die erste Schwächeperiode hat seit er bei uns ist. Läuft einfach nicht gerade, ich hoffe mal das man jetzt unter der Woche zeit hat zu trainieren gibt ihm auch selbst die Zeit mehr in sich zu gehen, da mir dies schon eher nach einem Kopfproblem aussieht.

    Liegt der Zuschauerschnitt nicht über dem der HBL oder vertue ich mich da jetzt? Und bitte den Tag des Handballs da gerne mal rausrechnen... Klar weiß ich, dass die Zusatzeinnahmen eines Finalspiels nicht auf die anderen Teams verteilt würden, so naiv bin ich dann doch nicht. Es wäre halt schön, wenn es anders wäre. Aber die Kluft ist auch so schon extrem groß. Die Etats von Teams wie dem BHC, Friesenheim oder Bietigheim sagen doch alles aus. In einer geschlossenen Liga hat man zumindest dann die Möglichkeit sich ein, zwei Jahre mit jungen Spielern "durchzuschleppen", um dann mit deren Weiterentwicklung und guten Transfers oben anzugreifen.

    Das führt jetzt aber sehr weit vom Thema weg, da eine geschlossene Liga eine mehr oder weniger ideologische Frage ist, die man auch komplett seperat von den Play Offs betrachten kann. Ich tendiere dazu hier tatsächlich die finanzielle Seite komplett auszublenden und weise darauf hin das der Grundgedanke des deutschen Ligasystems in so gut wie allen Sportarten mit Ausnahme der DEL darauf hinausläuft das jeder Verein die Möglichkeit hat die Erstklassigkeit zu erreichen. Das die Durchlässigkeiten hier sehr viel kleiner sind als früher ist natürlich klar, aber ehrlich gesagt stimmt auch das nur bedingt, weil zum Beispiel in der zweiten Bundesliga viele Vereine spielen die man in den 90ern wohl nicht aus der ersten Liga hätte wegdenken können, während umgekehrt sehr viele Mannschaften in der Liga etabliert sind, die 1991 sicherlich so nicht absehbar waren. Genau das bedeutet es eine lebendige Liga zu haben.

    Bei der DEL finde ich es schon sehr seltsam wenn ein Team aus Hannover einfach verkauft wird...ich fände es an dieser Stelle fast besser wenn sich so eine Mannschaft komplett auflösen würde...das ist natürlich sehr deutsches denken, aber mir ist der amerikanische Franchise-Gedanke sehr sehr fremd ohne unser System idealisieren zu wollen mag ich es das ein Club groß oder klein eben Teil seines Ortes ist. Die Probleme der DEL-Clubs die hier zudem beschrieben werden, lassen mich zumindest schon ein bisschen skeptisch werden was die Frage angeht ob das System dort besser ist. Zumal es weitestgehend ohne andere Wettbewerbe mit Play Off funktioniert...zwar gibt es ab diesem Jahr eine Art CL für Eishockey-Clubs aber die war ja für deutsche Teams schnell erledigt. Die Belastungsfrage spielt da aber eben eine ganz andere Rolle.

    Was die HBL-Zuschauerzahlen angeht, erscheinen sie mir weitestgehend gesund. Das Mannheim und Hamburg nicht ausgelastet sind, ist eben so...die Hallen sind faktisch zu groß , aber ich weiß nicht ob es darüber hinaus etwas über den Stand der Liga aussagt wenn man 500 Zuschauer im Schnitt mehr als der Basketball oder 1000 weniger als die DEL hat. Diese Vergleichsgrößen funktionieren ja nicht so infantil das der Platz 1 oder 2 in den Hallensportarten wirtschaftlicher ist, ich bin mir oft nicht einmal sicher ob da überhaupt ein Konkurrenzverhältnis besteht das außerhalb des Fanegos existiert.

    Da muss ich wiederum einhaken. Natürlich profitiert auch ein Team wie Balingen von eventuellen Playoffs, nämlich durch gesteigerte TV-Einnahmen. Die mediale Wahrnehmung bei einem Finale an einem neutralen Ort dient auch der besseren Vermarktung. Alleine mit dem Ticketing einer solchen Veranstaltung liegen wir bei Einnahmen im siebenstelligen Bereich. Zusätzliche Einnahmen müssten dann natürlich auch unter den Vereinen verteilt werden. Hier könnte die HBL ja sogar entgegen wirken und sagen, dass man die Gelder gleich verteilt, damit eben die Schere nicht weiter auseinander geht. Ansonsten würde ich im Zuge von Playoffs sowohl Playdowns einführen, als auch die Liga auf 16 Teams verkleinern. Das erhöht zudem die Qualität in der Liga, außerdem sorgt es dafür, dass sich dauerhaft nur wirklich professionell geführte Clubs auch in der Liga etablieren (Stichpunkt Halle, Umfeld etc. pp.).

    Hört sich ja ganz nett an, aber ich würde eine hohe Summe darauf setzen, dass die wie auch immer ausfallenden Mehreinnahmen auf die Play Off-Teilnehmer ausgeschüttet werden und du kannst zwar hoffen das das Gegenteil passiert, aber ich glaube das wäre ein bisschen naiv ohne dir zu nahe treten zu wollen.

    Ich würde sogar soweit gehen das die Play-Offs als gesonderter Wettbewerb behandelt würden, anderen Zusatzeinnahmen ausschließlich die Mannschaften beteiligt werden die daran teilnehmen...was auch ziemlich folgerichtig wäre...sie tragen alle Belastung und wenn das Ding populär wird, liegt es ja an ihnen und nicht an Balingen und Co. Zudem ist es absolut fragwürdig ob Playdowns als Ausgleich die gleiche Popularität errreichen würden, man kann dies sogar ausschließen, weil ein Finale um einen möglichen Platz 9 oder meinetwegen auch Platz 5, je nachdem wie man sowas ausgestaltet völlig irrelevant ist.

    Generell halte ich meine These der Vergrößerung einer Schere für das wahrscheinlichste Szenario und die vage Hoffnung das die Liga dadurch populärer wird für nicht so garantiert wie man das glaubt. Zumal ich auch in einem Play-Off Szenario nicht die Horden von Sendern sehe die daran Interesse haben und eventuell auch noch Interesse Geld hinzulegen. Ich finde die Liga gut so wie sie ist und die Zuschauerzahlen in den Hallen bestätigen das vielerorts auch. Man sollte sich natürlich immer Gedanken über Marketing machen und auch versuchen mehr Livespiele zu platzieren....aber wie hier andere User schreiben gibt es sportlich darüber hinaus keine Begründung. Die Liga ist eine Liga. jeder spielt zweimal gegen jeden und dann ist man 1. oder 12. oder 18. Das ist unser System. Pokal ist toll, Europapokal ist toll, aber das ist ein anderes System und dem Eishockey in dieser Hinsicht nachlaufen ist sogar recht erbärmlich, da ich wie gesagt keine logische Begründung sehe nicht stolz auf eine solche Tradition zu sein.

    Wenn ein destruktives Motiv ("Zerstörung der Dominanz des THW") der Antrieb ist, ein etabliertes System (das uns ja oben wie unten Spannung pur liefert, siehe aktuelle Saison und auch vergangenen Serie) zu ersetzen, wird das neue System scheitern!

    Die Frage muss doch nicht sein, wie man dem THW das Leben schwer macht, sondern wie man die anderen Klubs erst einnmmal strukturell und dann auch wirtschaftlich in die grobe Richtung des THW bekommt...


    Zudem muss man hier mal einhaken. Wer profitiert von einem Playoffsystem oder einer Endrunde oder einem Finalturnier? Die Topvereine und möglicherweise der Ligaverband. Die zusätzlichen Spiele und die daraus resultierenden Einnahmen bei TV, Zuschauern und sicher auch Sponsoren würden bei den Topvereinen landen und die Schere würde sich weiter öffnen. Balingen hätte absolut 0,0% von so einem System.

    Weiterhin muss man sich auch sportlich fragen ob am Ende einer Saison nicht sowieso die Teams mit den stärksten und breitesten Kadern auch am ehesten von einem Play-Off-System profitieren. Diesen Effekt das mal ein Außenseiter jemand guten schlägt, gibt es einem Pokal mit einer Ko-Runde, aber kaum in einem Play-Off mit Hin- und Rückspiel oder gar Best of three. Kiel würde das also kaum in irgendeiner Weise schwächen, zumal solche Vorsätze sowieso fragwürdig sind...das ist nicht die Formel 1.

    Wenn man auf Play Off setzt, sollte man das Ligasystem ebenfalls abschaffen und es durch eine Art Europapokalsystem ersetzen, das hätte zudem den Vorteil das dies mutmaßlich weniger Spiele für alle bedeuten würde und damit Entlastung, sowie die Möglichkeit das theoretisch mehr Teams teilnehmen könnten...32 zum Beispiel.

    Klingt bescheuert? Nein, nur im ersten Moment wenn man darüber diskutiert Play Offs anzuberaumen. Play Offs sugerrieren die Form einer Mannschaft im April und Mai, auch ein reines Finale spiegelt die Form einer Mannschaft im Mai ab. Die Liga spiegelt aber die Leistung einer Mannschaft von September bis Mai ab. Wer danach oben steht ist auch wenn es knapp wird ein in jedem Falle verdienter Meister. Nimmt man aber nun Play Offs oder ein Finale hin, wird ein zu großer Stellenwert auf die Performance in der Schlussphase gelegt. Daher macht das ganze nur Sinn im Sinne der Fairness, wenn man von Anfang an auf ein System setzt, wo man jederzeit oder schnell ausscheiden kann...sei es eine kleine Gruppenphase oder eben frühe Ko-Runden wie im Europapokal.

    Klar wäre so ein Play Off System recht spektakulär, aber machen wir uns doch nichts vor...so ein Spiel wie das von Mannheim gegen Kiel kommt doch offensichtlich auch ohne sowas zustande. Diese Topspiele sind eh ausverkauft und die TV-Quote ist im Rahmen einer Handballtvquote eh hoch.

    Wieso denn nicht? Wenn wir uns das leisten könnten diese Spieler zu verpflichten und zu unterhalten, sehe ich nichts was dagegen spricht. Gerade diese Saison zeigt das man je breiter desto besser aufgestellt sein sollte und zudem demonstriert Kiel ja auch jedes Jahr (ja ich weiß, letztes Jahr einmal dann nicht), das es mitunter praktisch ist auf der Mitte oder auf den halben mehr als nur zwei spielerische Alternativen zu haben. Wenn man an der Spitze in der CL halbwegs dranbleiben will, braucht man auf jeden Fall ein paar mehr Optionen.

    Nebenbei bei Mahe...war der nicht bei Berlin unter Vertrag genommen? Ich dachte das hätte sich jetzt nur um ein Jahr verschoben. Guter Mann auf jeden Fall. Petar lieben wir ja eh alle und es hätte schon irgendwas vom verlorenen Sohn. ;)

    Nun, ich finde halt, dass Canellas und Palmarsson einen komplett anderen Spielstil pflegen, deutlich mehr Torgefahr ausstrahlen und keinen so schnellen ersten Schritt haben wie Lauge. Ich würde Lauge wirklich gerne mal als Nummer eins auf der Mitte in einem Bundesliga-Team sehen. Bei so einer Mannschaft wie Magdeburg, Göppingen oder Melsungen. Würde mich mal interessieren, wie viel besser er ein Team machen kann. Auf Linksaußen natürlich völlig verschenkt und die Idee von Kretzschmar mit der Wurffalle für Lauge, die fand ich gar nicht so schlecht. Mal ehrlich, den will ich gegen Landin mit einem eher normalen Winkel mal die Bude machen sehen. Denn wenn wir ehrlich sind hätte nur ein Sieg den Löwen wirklich was gebracht.

    Nun, ich weiß jetzt nicht ob sich das nicht irgendwie widerspricht, da der erste Schritt von Lauge gerade in deiner Argumentation ja ausgleichen würde das er nicht die gleiche Wurfgewalt hat wie seine Kollegen...wenn man das extra betont, meint man ja quasi das er dann durch ist bzw. "den einen Pass" spielen kann. Er hat mir bei der WM jedenfalls sehr gut gefallen und er war für mich im Grunde der beste Spieler Dänemarks. Ich würde ihn auch gerne regelmäßig spielen sehen, aber ich denke er hat auch die Ansprüche das es ein Topverein ist der CL spielt und ich sehe bei Flensburg, Kiel und auch den Löwen mittelfristig nicht das es da Platz für ihn gäbe, da er ja auch nicht ganz so günstig sein wird weiß ich auch nicht ob es für andere Vereine in der Bundesliga zu stemmen ist.

    Was aber diese Sache angeht das du seinen Spielstil ansprichst...ich finde der beste "reine" Spielmacher von Kiel und für meine Begriffe auch der Welt ist Canellas. Bei einem Palmarsson oder Duvnjak denke ich mir immer das man sich im Grunde entscheiden muss ob sie jetzt halb oder Mitte besser sind, aber Canellas wurde für diese Position geboren. Übersicht, eigene Wurfstärke und dann immer dieser scheinbar einlullende Eindruck den er im ersten Moment macht, nur um dann einen tödlichen Pass zu spielen. Okay, sollte jetzt eigentlich keine Ode an den guten Mann werden, aber bei allem Respekt vor Lauge sehe ich jetzt auch nicht was er bei diesen Leuten besser machen könnte als Alternative. Klar geht der werte Isländer, aber auch dann ist diese Position immer noch besetzt für meine Begriffe.

    Das wollte ich damit sowieso nicht andeuten. Es gab ja auch jeweils acht Siebenmeter ergo insgesamt 16. Das erschien mir nur sehr hoch. Bedeutet ja nicht zwangsläufig das es brutal zugegangen ist, auch wenn Puffin jetzt schon bestätigt das es ruppig war. Es bedeutet aber auf jeden Fall das die Schiris da kräftig mitgemischt haben, rein statistisch bzw. zumindest nach 7m aber eben ausgeglichen. Normal ist diese Zahl trotzdem nicht.

    Liegt daran, dass der einzige richtige Spielmacher, mit Lauge Schmidt, dort quasi nie eingesetzt wird und um Rückraum eher die Shooter unterwegs sind. Heute war die Deckung der Löwen richtig gut, so kamen die Shooter nie in Schwung.Etwas enttäuscht war ich aber dahingehend von den Kreisläufern der Kieler. Bei so einer offensiven Deckung sollten sich eigentlich mehr Räume ergeben.

    Ich bin zwar irgendwie anderer Meinung das Lauge der einzige "richtige" Spielmacher ist (wie hieß dieser Spanier noch gleich und da war ja auch jemand aus Island ;) ), wenn ich mir den Kader von Kiel mal so angucke, aber ich frage mich auch ob er nächstes Jahr noch dort spielen wird. Ich meine schon das er eigentlich zu gut ist für seine jetzige Rolle und es bestimmt so einige Teams gäbe die da Interesse hätten.