Bitte nicht meine Grundhaltung missverstehen. Ein Sahin, die Altintops oder Özil hätten gerne auch für die Türkei spielen können, da habe ich kein Problem mit. Aber bitte nicht erst für Deutschland, dann für die Türkei und dann wieder für Deutschland. Und nochmal das Beispiel Rutenka herangezogen: Was hat der für eine Bindung zu Slowenien und Spanien? Im Gegensatz zu den Beispielen aus dem Fußball ist er weder in dem einen, noch in dem anderen Land aufgewachsen!
Man muss auch nicht zwingend in einem Land aufwachsen um irgendwann die Staatsbürgerschaft annehmen zu können. Das sollte glaube ich klar sein. Ich spreche ja nicht davon jährlich die Nationalmannschaft wechseln zu dürfen. Solche Sperren wie die 3Jahressperre sind absolut sinnvolle Regeln, weil sich ein junger Spieler das dann eben gut überlegen muss. Aber grundsätzlich sollte diese Möglichkeit bestehen. Da hilft es für meine Begriffe auch nicht zu versuchen im ein Söldnerbeispiel wie Rutenka da mit reinzubringen, weil das schlicht zwei verschiedene Sachverhalte sind und man eben nicht nur einem die Priorität geben kann, zumal wie gesagt das Problem zweier Nationalitäten zwischen denen man sich entscheiden muss, viel häufiger als das Söldnerbeispiel eine Rolle spielt.
Das es zum Beispiel nich so einfach geht, zeigt in Deutschland ja auch die Personalie Dordic, da ja hier unabhängig von seinem Verletzungspech und 3-Jahressperren so eine Einbürgerung nicht eben mal durchgewunken wird und da ist Deutschland sicherlich kein Einzelfall in Europa.
Juuna
Warum sollte wegen eines einzelnen Landes eine allgemeine Regelung getroffen werden die alle anderen Länder betrifft. Wie gesagt...wenn Katar der Beginn eines Trendes wäre, dann wäre ich da eher bei dir, aber so sehe ich andere Problematiken als schlicht wichtiger an, die mit den Lebensrealitäten der Sportler zu tun haben und weniger mit den Titelambitionen der Verbände.