Beiträge von Paul Jonas

    Schade, ich hätt den Hamburgern 'nen Punkt gegönnt. Verdient wär er auf jeden Fall gewesen. Kiel in der Form jedenfalls kein Titelkandidat, da muss noch kräftig was passieren.

    Zwei Punkte sind zwei Punkte. Irgendwann findet sich Kiel und wenn sie bis dahin nicht genug Punkte abgegeben haben, war es das. Sie hätten alle drei Spiele bisher gut verlieren können, haben aber nur zwei Punkte abgegeben.

    Ist fast schon lächerlich wie überheblich Kiel heute spielt. Der HSV kämpft sichtbar mit allem was er zu bieten hat, aber es reicht eben einfach nicht. Trotzdem kein schöner Stil von Kiel, denn egal wie es da noch rumpelt und zuckelt am Saisonanfang, besser als so können sie locker.

    Heute war er nicht so auffällig, aber für meine Begriffe ist er offensiv schon jetzt gefährlicher als Heinl und fügt sich auch gut in den Block ein. Kaufmann und Jakobsson haben sehr viele Fehler gemacht und auch im Abschluss einiges liegen lassen. Bei Kaufmann ist das natürlich irgendwo klar, aber Jakobsson muss mittelfristig daran arbeiten sich hier weiter zu verbessern. Ist nachdem was ich bis jetzt bei Aalborg und bei Schweden von ihm gesehen habe, wohl generell sein Problem, für die SG muss er aber mehr bieten.

    Sehr gute Vorstellung von Flensburg. Man hatte zu keinem Zeitpunkt das es ein offenes Spiel, selbst beim 6:6 nicht wirklich. Momentan sieht man immer wie stark die SG spielen kann, wenn die Rückraumformation Nenadic-Mogensen-Glandorf auf der Platte ist. Melsungen war zwar sichtbar müde, aber wenn Vranjes die ganze zweite Halbzeit auf die sichtbar noch nicht eingespielten Kaufmann und Jakobson setzen kann, können sie wohl nicht alles darauf schieben. Auch mal wieder gut war Wanne. Eggert scheint noch nicht ganz in der Saison angekommen zu sein, aber mittlerweile ist es fast egal, denn man hat Ersatz. Seit Christiansen und Eggert hatte die SG wohl kein so starkes Duo mehr auf der Position.

    Es ist kein völliges Novum das Vereinen wie Hamburg oder Flensburg das passiert, aber normalerweise hängt das damit zusammen das die EHF ein Spiel für Sonntag ansetzt und eben am Dienstag ein Ligaspiel ist. Das ist meistens noch schlimmer, vor allem wenn man irgendwo in Belgrad und ähnlichem spielen musste.

    Ich verstehe solche Entscheidungen nicht wirklich. Ist es wirklich nicht möglich das anders zu regeln? Warum nicht Montag spielen und das eventuelle Mittwochspiel dann auf Donnerstag legen. Man sagt das es an den 19 Mannschaften liegt, aber genau bei der mangelnden Koordination mit der EHF erscheint mir die Liga hier einfach unflexibel.

    Ich hätte auch gedacht das ein 6:0-Melsungen ein heißer Kandidat ist um uns den Saisonstart so richtig zu versüßen. Wir haben denke ich alle damit gerechnet das Flensburg gegen Kiel zwei Punkte abgibt, egal ob man sich akut über die Umstände geärgert hat. Eine Niederlage gegen Melsungen wäre allerdings schon eine andere Geschichte. Die Niederlage gegen Gummersbach zeigt wohl das sie keinen perfekten Lauf haben.

    Ich denke die SG ist also der Favorit...vor allem weil Melsungen nur 48 Stunden Pause hat. Welcher Spaßvogel hat diese Spielansetzung denn verbrochen? Gut für uns, aber richtig mies für die Melsunger.

    Schönes Interview mit Christian Dissinger. Hat mir sehr gut gefallen. Da bemerkt man dann eben auch mal wieder den Vorteil von Radio gegenüber Print, denn der Moment indem Dissinger beschreibt wie er von der Pleite Madrids erfahren hat, geht einem so sehr viel näher finde ich.

    Ich freue mich auch das du planst mal Dänemark zu thematisieren, wie zumindest ich auch an anderen ausländischen Ligen interessiert wäre. Nicht regelmäßig, aber einfach mal in der Hinsicht wie die allgemein Lage dort jeweils so ist.

    Das Problem an dieser Arguemntation (von der dkb-webseite)

    Zitat

    Am 20. November 2013 hatte der NADA-Kontrolleur Kraus nicht an seiner angegebenen Adresse angetroffen. Dieser gab an, kein Klingelzeichen vernommen zu haben. Der als Zeuge gehörte Kontrolleur konnte in der Verhandlung der Anti-Doping-Kommission nicht ausschließen, dass die Schelle nicht funktionsfähig war. Er habe ebenso wenig wie die ebenfalls als Zeugin gehörte Lebensgefährtin von Michael Kraus ein Klingelzeichen wahrgenommen. Auch die Gesamtumstände (Neubau eines Reihenhauses mit zahlreichen noch laufenden Installationsarbeiten) sprechen hier für den Betroffenen. Angesichts dieser Sachlage kann dieses Versäumnis Michael Kraus nicht vorgeworfen werden.

    ...es ist so banal. Wir alle haben schon einmal die Klingel nicht gehört. Niemand kann das abstreiten. Ob man nun etwas in einem anderen Teil der Wohnung oder des Hauses tut oder laute Musik hört oder noch schläft und maximal glaubt das geträumt zu haben. Es ist ein überaus realistisches Szenario. Trotzdem komm von vielen seiten: Klingel nicht gehört? Kann man ja jedem erzählen. Ja kann kann man und eventuell ist auch das der Grund warum Kraus ursprünglich keinen Einspruch eingelegt hat...weil man das nicht beweisen kann. Es ist eine unfaire Situation aus Kraus Sicht und das man ihm jetzt glaubt in der Tat sehr glücklich für ihn, selbst mit einer Zeugin. Das ist genau der Punkt wo eben keine Unschuldsvermutung gilt und das ist bedenklich.

    Mich würde interessieren wie die Nada generell mit Widersprüchen umgeht, weil wir alle, egal ob wir ihn verteidigen oder ihn verurteilen da relativ oberflächlich argumentieren. Würde die Nada "ich habe die Klingel nicht gehört, meine Freundin kann das bezeugen" als Widerspruch anerkennen? Für mich hört es sich nicht so an, aber vielleicht irre ich mich auch.

    Man muss ja nichts gegeneinander aufrechnen. Das Magdeburg neben Berlin die beste Jugendarbeit leistet und daher unabhängig von allen Transfern auch immer Zugriff auf einen Pool guter deutscher Talente hat ist denke ich klar. Nur muss man sich nichts vor machen wenn es um die erste 7 geht. Da stellt sich der Verein die beste Mannschaft zusammen die er für sein Konzept und vor allem sein Geld bekommen kann. Da wird nicht auf Nationalitäten geachtet sondern auf Leistung und solange Magdeburg die Möglichkeit dazu hat(te) haben sie genauso gehandelt.


    Es gibt keinen Verein der wider besseren Wissens deutsche Spieler einsetzt, wenn er bessere Alternativen hat. Ist der deutsche Spieler die beste Wahl, wird er auch eingesetzt bzw. ausgebildet. Es gibt für meine Begriffe daher nicht den "guten" deutschen Verein und die bösen norddeutschen auch wenn Heiner Brand das gerne so verkauft hat. Es gibt auch bei der Ausbildung von Talenten nicht die "moralische" Option. Beschäftigt man ein junges schwedisches Talent, ist man moralisch nicht jemandem unterlegen der das junge deutsche Talent beschäftigt usw.

    Nenne mir bitte mal ein Beispiel, wo genau ein Verbrechen als direkte Folge gesamtgesellschaftliche Auswirkungen hat.
    Also dass die gesamte Gesellschaft als direkte Folge ihren Sinn hinterfragt.

    Ich verstehe den Satz nicht so ganz.
    Ein Terroranschlag zum Beispiel der Diskussionen um verschärfte Regelungen nach sich zieht um das zukünftig zu verhindern. Unter anderem mit solchen Begründungen wurde die Vorratsdatenspeicherung gerechtfertigt.

    Oder nehmen wir die Amokläufe in den Schulen die schärfere Waffengesetze nach sich zogen und die USK bindend machten.

    Mir fallen noch so einige Beispiele ein, inklusive des Dopingskandals im Radsport ab 2006 der ursächlich für die jetzigen noch einmal verschärften Regeln ist, die es in abgeschwächer Form seit 2004 gibt. Aber worauf willst du hinaus?

    Im realen Leben reicht auch genau einer der ein Verbrechen begeht oder einen Teroranschlag oder irgendetwas anderes. Leute die gerne irgendwelche Überwachungsinstrumente einführen wollen oder Gesetze der gleichen Art, argumentieren seit Jahren so. Es bringt nichts wenn 99,9% unschuldig sind, solange einer es nicht ist. Trotz allem ist diese Argumentation zu recht stets stark in der Kritik. Ich denke der Vergleich zum Sport passt sogar ganz gut...zumindest in meinen Augen.

    Die Kontrolle besteht auch darin das man weiß du dich aufhältst und zwar im Voraus. Das ist sehr fragwürdig und setzt einen großen Vertrauensvorschuss in die Nada dieses Wissen niemals zu missbrauchen, ist in jedem Falle aber ein bisschen unheimlich wie ich finde.

    @Urteil
    Ich finde die Leute die das Urteil kritisieren, tun sich keinen Gefallen wenn sie sich auf die Widerspruchsfrist konzentrieren. Genau dieser Aspekt würde doch im Zweifelsfalle die Kleinlichkeit und Unmenschlichkeit des Systems aufzeigen. Wenn Kraus und seine Anwälte nachweisen können das der zweite Strike nicht zählen sollte, dann kann man diese Argumentation gerne inhaltlich kritisieren. Aber zu sagen..tja mag sein das der zweite Strike falsch ist, gesperrt bist du trotzdem, Formalia und dergleichen, schönes Leben noch...damit tun sich gerade die Befürworter keinen Gefallen.

    Es geht nicht darum in den Sportlern das schlechteste zu sehen sondern darum, einen möglichst Dopingfreien Wettkampf zu garantieren. Und das geht leider nur, indem ich prüfe ob die Sportler nicht dopen.
    Wenn ich den Sportlern einen Raum gebe, in dem sie privat sind, können sie in diesem auch dopen.
    Und dann kann ich eben nicht mehr einen möglichst Dopingfreien Wettkampf garantieren.

    Man opfert eine teil der Privatssphäre der Sportler um auf der anderen Seite einen sportlich fairen Wettkampf zu veranstaltet. Die medizinische Entwicklung bei Dopingmitteln lässt leider mWn keine andere Option zu.
    Andernfalls öffnest du Dopingmitteln Tür und Tor und kannst Sport als Wettkampf auch ganz abschaffen.

    Für mich ähnelt das dem Dilemma der totalen Sicherheit und Freiheit von Grundrechten die in den letzten Jahren ja meistens die zwei Seiten diverser Debatten war. Ich bin der Meinung das man gucken muss was unser Bedürfnis eines garantiert sportlich fairen Wettkampfes wert ist.

    Und ja, Dopingkontrollen werden nur durchgeführt um das gewährleisten, aber es unterstellt jemanden doch etwas. Warum kommen sie morgens um 6? Weil man nachts gedopt haben könnte. Jeder. Egal wer. Einzigkes Kriterium: Er muss Sportler sein, dann ist er ein potentieller Doper. Damit wir in der Halle oder im Stadion uns dann gut fühlen können....nun ja.

    Ich bin der Meinung das selbst mit der Meldepflicht es maximal eine Illusion darstellt das man alle "erwischt" bzw. diejenigen die wirklich die Mittel dazu haben es auch dann umgehen können. Daher ist es für mich wie gesagt kein Totschlagargument...wir brauchen diese Regel dann ist soweit alles in Ordnung...ich bezweifle es.


    Dann nenne mir doch mal eine Alternative?
    Ich bin gespannt! Wirklich!

    Die Alternative ist für mich das es einen Raum geben muss in dem der Sportler privat ist. Ich bin nicht gegen Tests im Rahmen der Trainingszeit oder sonstiger mit dem Beruf Sportler zusammenhängender Aktivitäten, nicht einmal gegen unangekündigte, aber man muss einfach eine Grenze ziehen. Dabei gilt die Unschuldsvermutung. Warum gesteht man diese Sportlern nicht zu, wenn sie sich allen normalen Regeln unterwerfen, inklusive Dopingtests? Ich verstehe nicht woher der Wille kommt unbedingt das schlechteste in Sportlern zu sehen.

    Jaja, das ist naiv, aber auch schlich nicht so lebensfremd wie die Meldepflicht.

    Edit:
    Und ja...drakonische Strafen wären zum Beispiel eine Alternative...irgendwann unterläuft auch schlauen Dopern mal ein Fehler, aber würden sie das risikieren wenn es eine lebenslange Sperre gäbe?

    Edit2:
    Noch eine andere Alternative wäre das Pferd von hinten aufzuzäumen und sich viel stärker auf die Ärzte zu konzentrieren, die genauso schuldig sind wie die Doper selbst. Natürlich käme hier wahrscheinlich ein anderes Tabu ins Spiel: Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, aber umgekehrt pfeift man ebenfalls drauf wenn es um die Privatssphhäre von Sportlern geht. Der Sportler ist meistens nur das letzte Glied in der Kette.


    @PaulJonas

    Also lieber eine vielleicht gedopte bessere NM als eine eher doping freien schlechte NM?
    Hauptsache Erfolg, egal wie?


    Ich wiederhole mich glaube ich immer wieder. Es geht nicht darum das ich Doping so toll finde und ich bin auch nicht gegen irgendwelche Testsysteme. Ich bin gegen das System der Meldepflicht. Diese Behauptung das die Meldepflicht das einzige sei was man überhaupt machen könnte ist unsinnig.

    Die Wada/Nada hat diese Regeln ohne die Athleten ausgehandelt und ich denke sowieso nicht mit kleineren Sportarten wie Handball die sich dem einfach fügen um im olympischen Programm zu bleiben. Mir geht es nicht in den Kopf wie man immer so tun kann als wenn daher die Regeln der Wada/Nada der Weisheit letzter Schluss wären, das ideale und einzige System das möglich ist und alle die es kritisieren sind entweder Doper (als Sportler) oder für Doping (als Fan wie ich). Völliger Unsinn.

    In anderen Sportarten wie Volleyball oder Basketball ist das öfters an der Tagesordnung wie man denkt:

    Hier vom Volleyball

    Hier vom Basketball

    Vielleicht haben ja deswegen manche Spieler nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen wollen?

    Vor allem im Interviewmitschnitt des Basketballnationalspielers ist ja deutlich zu erkennen wie er dazu steht. Wenn die Lösung wirklich nur sein kann aus der Nationalmannschaft zurückzutreten und das Schule machen sollte, müssen die Verbände sowieso reagieren.

    Denn eines ist klar: Die Nationalmannschaft ist stets das Flagschiff und die beste Werbung für einen Sport. Hier wird von Ehre geredet, hier wird Spielern Druck gemacht wenn sie die Vereine als wichtiger empfinden usw.

    Hoffentlich ist bald das Urteil da, damit man dann dieses diskutieren kann, und sich nicht ewig im Kreis drehend gegenseitig befruchten muss

    Ich glaube nicht das sich die grundsätzlichen Argumente durch so ein Urteil ändern würden. Eine bestimmte Fraktion (u.a auch ich) würden die bestehenden Regeln auf dem das Urteil basieren würde, für falsch halten wenn es gegen Kraus ausfällt. Die andere Seite wäre empört das hier offenbar verschiedene Maßstäbe angelegt werden und dubiose Deals ausgehandelt werden, wenn Kraus davon käme.

    Wenn jemand um 6 Uhr morgens unangekündigt an einer Tür steht, wird etwas unterstellt, egal wie die Regeln formuliert sind und welcher gute Wille dahinter steht. Warum steht man um 6 Uhr morgens vor einer Tür? Wer unschuldig ist hat ja nichts zu befürchten ist eine Ausrede die man in den letzten Jahren auch in anderen Bereichen gehört hat und es hat immer einen falschen Klang.

    Wie gesagt verstehe ich den Sinn dahinter durchaus, aber es gibt Grenzen und hier werden sie für meine Begriffe überschritten. Der Vergleich der hier maximal noch greift ist der des Militärs, aber sonst hat kein Beruf diese Bedingungen und sollte sie auch nicht haben.

    Und so einfach bieten sich täglich sichere Zeitfenster zum gefahrlosen dopen mit schnell abgebauten Mitteln. Und an trainingsfreien Tagen darf es dann auch ein bisschen weniger schnell abgebaut sein...

    Die bieten sich auch nachts, konsequent müsste man die Meldepflicht bzw. die möglichen Hausbesuche also auf 24 Stunden täglich ausweiten, alles andere hat Lücken. Es ist ein sehr interessantes Menschenbild was man auf Sportler anwendet. Es unterstellt ihnen das schlimmste, schlicht weil die Möglichkeit besteht das sie es tun könnten.

    Das mit der NM war folgendermaßen gemeint:
    Sie hat nur sehr wenig Vorbereitungszeit und bekommt trotzdem den Vorwurd, dass sie schelcht zusammenspielen, die Abstimmung in der Abwehr nicht stimmt. Insgesamt ist schon die Saisonvorbereitung der Bundesligisten länger als alles was ein Bundestrainer und seine Mannschaft bekommen. Und trotzdem stöhnt jeder Trainer in der Bundesliga, dass er ja die ganzen Neuzugänge noch integrieren muss und jeder nickt verständnisvoll.

    Du musst ja auch mal bedenken das der Bundestrainer die gleichen Bedingungen wie alle anderen Nationaltrainer hat und in dieser Relation haben wir eben in den letzten beiden Qualis schlecht abgeschnitten und das kann man kritisieren. Von Flensburg und Kiel wird in der Folge erwartet das sie in über 50 Spielen Top-Leistungen abliefern, da kann man schon mal in den ersten Spielen ein Auge zudrücken, denn das ist etwas was ein Nationalteam nicht leisten muss.