Beiträge von Paul Jonas

    Naja, ich denke so einer wie Nielsen ist für einen kurzfristigen Wechsel ideal. Der Mann bleibt nicht langfristig und hat riesige Erfahrung, vor allem in der Abwehr. Berlin macht eben das gleiche was alle anderen auch machen, nur feiern sie sich eben auch für ihre Jugendarbeit häufiger selbst und daher gibt es eben Sprüche. Das sind eben die zwei Seiten der Medaille. ;)

    So, mein letzter Beitrag, bevor der Kreis zementiert ist: Es ging mir um deine Aussage: "Macht halt was anderes ist kein gutes Argument." Das sehe ich anders, denn dieses Argument kann man vielen Berufsanfängern sagen, denen die Schattenseiten, Beschränukungen oder wie auch immer seines Berufes nicht passen. Ein paar Regeln müssen schon sein. Der Mediziner war ein Beispiel, weil ich es da sehr nachvollziehbar fand, dass man jemanden, der nicht die Ausbildung machen möchte, sagt: Dann mach halt etwas Anderes. Es gilt aber für (fast) alle Berufe. Es steht dir selbstverstänlich frei, für einen Profisportler jegliche Freiheit zu fordern und in diesem Fall die Regeln für übertrieben zu halten.

    Und das ist eben aus meiner Sicht etwas was mir elementar nicht in den Kopf geht...das du die Überwachung der Privatsphäre mit Berufsqualifikationen bzw. Berufsregeln gleichsetzt. Die Beispiele der Medizin waren alle etwas völlig anderes als das was ich meine. Man muss das natürlich nicht so sehen wie ich und kann die Melde-Kontrollen als angemessen akzeptieren, aber es bleibt einfach ein völlig unpassender Vergleich deinerseits. Es ist schlicht nicht das gleiche. ;)

    Das ist kurzfristig per App möglich. Und wer ins Kino geht und das nicht mitteilt, der hat noch lange kein Strike. Den hat er nur dann, wenn dann gerade zufällig ein Kontrolleur vor der Tür steht.

    Ist doch egal wie unwahrscheinlich das ist. Es kann passieren und es kann auch dreimal passieren. Kraus letzter Verstoß ist doch unter Garantie das Ergebnis dieser Schusseligkeit. Natürlich wusste er nicht 3 Monate vorher das er an dem Tag bei diese Testspiel ist, geschweige denn wusste er noch was er drei Monate vorher angegeben hat und guckt das eben nicht mehr nach. Das ist absolut menschlich ein lächerlicher Vorgang. Konsequenz? 12 Monate + Sperre, wahrscheinlich Vertrag weg, mögliches Karriereende. Völlig unverhältnismäßig.

    Versteht mich nicht falsch...ein positiver Dopingtest oder auch nur Indizienbeweise wie im Falle einer Pechstein (wo der Skandal darin lag das man nur sie und nicht die dutzend anderen Schnelläufer rausgepickt hat) sind okay. Aber ein dreimal nicht da = schuldig ist willkürlich und drakonisch.

    Ein Kontrollsystem das bei dreimaliger Nichtauffindung unterstellt das man faktisch gedopt hat ist ein Generalverdacht, da damit im Grunde nichts bewiesen ist. Dreimal ist völlig willkürlich, warum nicht 8mal oder 1mal?

    Zumal die Punkte d-f garantiert vor Gerichten anfechtbar sind. Wohlgemerkt müssen die Athleten die diese Regelung betrifft dieser Regelung zustimmen um an entsprechenden Wettkämpfen teilzunehmen. Das freiwillig ist daher schon einmal mit Vorsicht zu genießen.
    Gleichzeitig frage ich mich wie man es nicht als seltsam betrachten kann das eine Privat-Organisation 3 Monate im Voraus wissen darf wo du bist und wie die Punkte d-f formuliert sind auch außerhalb deiner "Arbeitszeit". Die Behörden dürfen sowas bei Straftätern wissen, mir sind sonst kaum andere Berufsfelder bekannt.

    Man bedenke: Wenn zum Beispiel an einem entsprechendem Abend ins Kino geht, was ca. 99% aller Menschen auf dieser Welt spontan tun und die Kontrolleure an diesem Abend kommen, gilt das als Versäumnis. Soweit ich das verstehe kann man diese Aufenthaltsorte zwar im Laufe der Vierteljahresabschnitte verändern, aber wenn man das spontan vergisst wird einem ein solcher drakonischer Strikc daraus gedreht?

    Edit: Okay, mit dem nachts habe ich jetzt etwas falsches geschrieben. Das ist tatsächlich nicht die übliche Praxis, sorry dafür. ;)

    Paul Jonas: Wir drehen uns im Kreis. Es gibt genügend Jobs, die zu Einschnitten auch in das Privatleben führen. Der Arzt darf ja nicht nur während der Arbeitszeit nicht trinken. Im Gegensatz dazu muss ein Sportler keine Prüfung ablegen, um Sportler zu sein. Und auch andere Berufsgruppen müssen mit Überwachungen leben. Aber egal. Den für mich entscheidenden Punkt noch ein letztes Mal: Will ich Beruf A ausüben, muss ich mich grundsätzlich den Regeln des Berufs A beugen (Zulassungsbeschränkungen, Prüfungen, Kontrollen etc). Die Regeln gibt es ja meistens nicht aus Spaß an der Freude, sondern die haben schon ihre Gründe, bei Sportlern z.B. Kampf gegen Doping.

    Wenn ich diese Regeln für unsinnig, falsch, unverhältnismäßig oder menschenunwürdig halte, muss ich mich dagegen wehren. Das bleibt selbstverständlich jedem unbenommen. Und wenn es effektive bzw. bessere Maßnahmen gegen Doping gibt, wäre wohl jeder froh, wenn die auf den Tisch kommen.

    Ob man z.B. tatsächlich drei Monate im Voraus angeben muss, wo man sich befindet, weiß ich auch nicht. Andererseits aktualisieren die Sportler bei aktuellen Anlässen doch eh ständig den Aufenthaltsort (oder halt eben nicht ;) ).

    Ich folge in diesem fettgedrucktem Punkt deinem Argument gerne einmal, auch wenn wir uns dann eben ein weiteres mal im Kreis drehen. Ich denke das ein Arzt nicht trinken darf ist keine gemeißelte Regel. Ich bin mir absolut sicher das ein Arzt abends ein Glas Wein zu sich nehmen kann. Was damit gemeint ist, das er kein Alkoholiker sein darf, was natürlich Auswirkungen auf jeden Beruf hätte. Wie man das regelmäßig prüft, weiß ich nicht, ich hoffe für diesen Berufsstand das es getan wird (man helfe mir da gerne aus). Letztendlich reden wir hier aber von etwas was faktisch keine Auswirkungen auf den Tagesablauf eines Menschen hat. Er darf keine Flasche Wodka pro Tag trinken würde ich nicht als massiven Eingriff in die Grundrechte begreifen. Tatsächlich ist es etwas was ich für eine grundsätzliche Voraussetzung halte normal zu funktionieren.

    Was wir aber im Falle eines Leistungssportlers haben ist folgendes: Im Gegensatz zum Alkohol im Dienst hat eine Meldepflicht keine Auswirkung auf die berufliche Leistungsfähigkeit, es sei denn ich gehe grundsätzlich davon aus das alle Sportler dopen, was eine Straftat ist und damit die Unterstellung das alle Sportler mit Verbrechern gleichzusetzen sind. Innerhalb des "Dienstes" gibt es medizinische Checks, es gibt Doping-Tests, es gibt Blutbilder usw. usw. und ich denke kein Sportler hat ein Problem diese Sachen während des Trainings oder vor und nach Wettkämpfen zur Verfügung zu stellen.

    Die Meldepflicht geht aber darüber hinaus. Sie nimmt Einfluss auf den privaten Bereich des Sportlers. Er ist nicht 24 Stunden Sportler, vor allem wenn man den Vergleich aufrecht erhalten will das man den Beruf Sportler beispielsweise mit dem Beruf Mediziner vergleichen will. Es gibt Grundrechte die das Privatleben schützen. Es gibt Gesetze die das Privatleben schützen und vor allem die Macht des Staates und des Arbeitgebers in diesem Bereich auf das nötigste zu begrenzen. Momente wo das aufgehoben wird, sind begründete Verdachtsmomente das Straftaten begangen werden. Ich hätte keine Probleme damit, wenn man aufgrund auffälliger Testwerte solche Besuche abstatten dürfte. Das wäre wirklich eine Regel über die man diskutieren könnte.

    Aber eine grundsätzliche Regel wie die Meldepflicht momentan praktiziert wird, hält im Zweifel vor keinem Arbeits- oder gar einem Verfassungsgericht stand. Es ist eine Regel mit der sich Sportler abfinden, vor allem aus Angst davor das man sie für Doper hält wenn sie zu sehr dagegen aufbegehren und weil sie dazu verpflichtet sind um zum Beispiel an der Nationalmannschaft teilzunehmen. Das ist nicht richtig, genau wie jede andere Regel die mit einem Generalverdacht arbeitet falsch ist. Ich glaube man muss nicht allzu lange darüber nachdenken was einem da noch so in den Sinn kommen könnte. ;)

    Wenn das nicht zu respektlos gegenüber seinem jetzigen Verein ist, würde mich interessieren wie seine weitere Karriereplanung aussieht. Ist er zufrieden damit überhaupt wieder spielen zu können? Ist sein mittelfristiges Ziel wieder ein Topverein wie Atletico Madrid oder sieht er sich noch nicht/nicht mehr auf diesem Niveau?

    Frage zum deutschen Nachwuchs: Was sieht er als einen klugen Weg an um sich im Profibereich durchzusetzen? Sollte man es ihm nachmachen und vielleicht ins Ausland wechseln?

    Ich glaube, wir sind nicht weit entfernt. Aber ich kann nicht Arzt sein, ohne dass ich jahrelang studiert habe. Das ist doch auch ein Eingriff in die besten Jahre des Lebens ;) Worum es geht: (Fast) Kein Job ohne Einschränkung. Und die Einschränkungen hängen vom jeweiligen Berufsbild ab. Der Arzt darf ja auch nicht besoffen zur Arbeit kommen... oder sollte nicht :hi:

    Und hier ist es eben: Der wirklich passende Vergleich des Alkohols oder Aufputschmittels usw..
    Ein Medizinstudium zur Berufsqualifikation hat ein Äquivalent im Sport und zwar das jahrelange Training von frühester Jugend an was einen Michael Kraus irgendwann zu einem Profivertrag und einer Berufung in die Nationalmannschaft qualifiziert. Sowohl Medizinstudent als auch Leistungssportler müssen viel opfern um dorthin zu kommen.

    Natürlich müssen sie sich in dieser Position dann an Regeln halten, genau wie in jedem anderen Beruf. Kein Arzt darf besoffen praktizieren, aber er wird dahingehend auch nicht von einer Organisation kontrolliert der er auf Wochen hinaus sagen muss wo er dann und dann ist. Erst wenn das der Fall wäre, könnte man sagen das es mit der Meldepflicht gegenüber der Nada vergleichbar ist.

    Und wie gesagt...im Zweifelsfalle sind für mich grundsätzliche Menschenrechte wichtiger als der Kampf gegen den Doping. Die Idee der Meldepflicht ist gut um effektiv kontrollieren zu können, aber sie steht absolut zurecht in der Kritik. Der private Raum bleibt privat. Dort hat weder der Staat, noch der Arbeitgeber, noch irgendein anderer dritter ohne Verdacht etwas zu suchen.

    Naja, es stimmt schon, denn letztendlich reden immer alle davon das es eine große Ehre sei für sein Land zu spielen und es wird Spielern sogar als Charakterschwäche ausgelegt wenn sie das nicht tun wollen, unter anderem ja Kraus der letztes Jahr sein Abitur als wichtiger empfunden hat.

    Ich finde nicht das es ein starkes Argument ist, das es ja nur die besten der besten betrifft. Diejenigen die freiwillig in der Nationalmannschaft spielen. Erstens ist das ja nur auf Handball im speziellen bezogen. Es gibt Sportarten wo das noch erheblich mehr Sportler betrifft und nicht nur die 20-30 potentiellen Nationalspieler. Der Grundsatz das ich angeben muss wo ich in vier Monaten bin, was außerhalb der direkten Berufsausübung absolut niemanden etwas angeht, bleibt der gleiche. Ob das man das verurteilt oder nicht, sollte nicht von der Zahl der betroffenen Sportler abhängen.

    Wie gesagt kann man über solche Methoden gerne diskutieren, aber diese Darstellung als grundsätzliches Kriterium für die Ausübung des Berufes Sportler bzw. als Kriterium für die Teilnahme an der Nationalmannschaft ist eben schlicht falsch. Es ist eine Methode zur Dopingbekämpfung die die Wada/Nada sich ausgedacht hat und das erst vor wenigen Jahren. Dabei wurde nicht darüber nachgedacht was diese Regelung für den Sportler als Menschen bedeutet, sondern wie man Doping bekämpft und zwar nur darüber.

    Edit:
    Ich weiß tatsächlich nicht was man als Jäger machen muss, daher kläre man mich auf. ;)
    Aber wie gesagt...ein Medizinstudium welches man erfolgreich absolvieren muss, erfordert nicht das Privatleben überwachen zu lassen. Es gibt deinem Arbeitgeber keine Berichtigung dich als Arzt dahingehend zu überwachen. Ich kann kein Doktor sein ohne zu wissen was ich tue, aber ich kann Handball spielen ohne der Nada zu sagen wo ich bin...und das ist der ganze Unterschied wenn wir über grundsätzliche Voraussetzungen reden.

    Ich würde auch sagen das es ein typisches finales Vorbereitungsspiel war, genau wie letztes Jahr wo ja auch eher Chaos regiert hat. Für mich ist der August und im Grunde auch noch der September sowieso meist eher so eine Phase wo sehr vieles möglich ist, weil viele Mannschaften sich erst noch einspielen müssen oder auf bestimmte Situationen nicht berechenbar reagieren. Auch wenn Kiel am zweiten Spieltag gegen Flensburg verlieren sollte, bedeutet es nicht das Kiel nicht so stark ist wie man das befürchtet. Umgekehrt wäre ein 15-Tore-Sieg aber auch kein Indikator für eine langweilige Saison sondern einfach nur ein Fingerzeig das wir noch einiges zu tun hätten.

    Juuna
    Das ist insofern kein Argument weil diese Meldepflicht erst seit einigen Jahren besteht. Es ist keine elementare Grundbedingung für einen Beruf Sportler wie in etwa ein Medizinstudium.

    Es ist vielmehr ein Generalverdacht in eine Regel gegossen die gegen grundsätzliche Menschenrechte verstößt. Es geht nicht darum den Kampf gegen den Doping zu sabotieren wenn man diese Meldepflicht kritisiert sondern darum anzuerkennen das Sportler keine potentiellen Doper/Verbrecher sind sondern normale Menschen wie du und ich. Manchmal sind sie in der Position sehr viel Geld zu verdienen, aber das sollte kein Grund sein hier andere Maßstäbe anzusetzen, zumal das ja nicht für alle Sportler zutrifft.

    Das ist leicht gesagt: "Das wars". Denn letztendlich ist die Verpflichtung die diese Sportler unterschreiben ein Ärgernis was nichts mit ihrem Sport zu tun hat. Es ist künstlich.

    Michael Kraus als Beispiel mag seinen Sport gerne ausüben und auch gerne Geld mit ihm verdienen, aber er darf es nicht ohne dieser Verpflichtung zuzustimmen. Wer sind wir Leuten wie ihm zu sagen das er dann eben Pech gehabt hat? Er hätte seinen Sport ja aufgeben können. Das halte ich für ziemlich lebensfremd und man sollte sich nur mal in diese Lebensrealität hineindenken.

    Geht einmal davon aus das ihr egal welchen Beruf ausübt, egal welchen und euer Arbeitgeber oder in dem Fall irgendeine übergeordnete Behörde würde vor eurem Berufsantritt als Bedingung verlangen eine Erklärung zu unterschreiben, die euch verpflichtet diesem Arbeitgeber/Behörde über Monate hinaus euren Aufenthaltsort mitzuteilen. Eure privaten Pläne, eure Freizeit- und Familiengestaltung. Das ist absolut untragbar.

    Ich habe Respekt vor dem guten Gedanken der ursprünglich hinter dieser Regelung steht, aber es berücksichtigt den Sportler als Mensch überhaupt nicht und egal ob es im Kampf gegen Doping hilft, ist es keine Regel die aufrecht zu erhalten ist oder die man verteidigen sollte und zwar aus dem Grund den ich genannt habe...stellt euch vor ihr müsstet das für euren Beruf machen. Macht halt was anderes ist kein gutes Argument. ;)

    Ich finde sowas nur richtig. Dann verlieren die eben haushoch. Daraus können ja nur Lehren gezogen werden und vielleicht entstehe in einem oder anderem Land ja Impulse die das ganze populärer machen. Man denke nur einmal an die USA und wie populär Soccer diesen Sommer war. Das ist nicht von heute auf morgen geschehen sondern über 20 Jahre gewachsen (mit Unterstützung der Frauen). Wenn Brasilien bei den Frauen Weltmeister wird, kann das auch nur positiv für den Sport insgesamt sein. Ich habe bei einer WM auf jeden Fall lieber Mexiko als 20 europäische Länder.

    Ich persönlich habe dieses Jobangebot eher als Zeichen der Betroffenheit und schlechtem Gewissen von Rudolph empfunden.
    Dass das keine einvernehmliche Trennung war, war doch vorher schon überall zu lesen - er war (warum auch immer) bei den Rudolphs in Ungnade gefallen.
    Deshalb habe ich auch von vornherein nicht erwartet, dass Schwalb das Angebot annehmen würde. Selbst wenn er vorher eine vollständige Reha durchlaufen würde, wären doch weiterhin atmosphärische Störungen da und bei dem zu erwartenden Tabellenplatz wäre er doch ruckzuck wieder einer von Rudolph's Hauptschuldigen an der fehlenden SOLL-Erfüllung.

    Natürlich war es das schlechte Gewissen. Ich bin mir auch darüber im klaren das man schlecht beweisen kann das Schwalb davon einen Herzinfarkt bekommen hat, aber offensichtlich war er mit seiner Behandlung ganz und gar nicht einverstanden, was von Rudolph in dieser Form ja ganz und gar nicht kommuniziert wurde, vor allem nach seinem Herzinfarkt nicht.

    Das man Schwalb entlassen hat, finde ich nicht weiter diskutabel. Darüber kann man nach dieser Saison schlicht und einfach nachdenken, ganz ohne Lizenzwirrwar. Das war keine gute Saison für Hamburg. Es war allerdings wieder mal sehr unglücklich in der Handhabung.

    Was ich an dieser Klage doppelt entlarvend finde, ist das dadurch Rudolphs lächerliches Jobangebot nach dem Herzinfarkt als genau das entlarvt wird. Man wollte da unbedingt den Eindruck erwecken das der Herzinfarkt nichts mit der Kündigung zu tun hatte und man sich quasi einvernehmlich getrennt hat. Ich glaube in Amerika könnte Schwalb den HSV in die Insolvenz treiben, denn dort wäre sicherlich eine Millionenklage wegen des Herzinfarktes drin.

    Ich hatte bei dem KreisAb-Interview mit dem Co-Trainer der Kadetten auf jeden Fall den Eindruck als wenn Baur seeeehr oft nicht da ist. Letztendlich funktioniert ene Doppelfunktion auch nur so und das ist genau der Punkt wo ein Co.Trainer wirklich wichtig wird. Letztendlich halte ich das aber für nicht wirklich ideal.

    Was ich aber auch mal über unsere Jugendbundestrainer, ob es nun Baur oder Heuberger sind, sagen muss....es ist sicherlich keine Frage das sie bei so einem Turnier einen guten Job, die Jungs ordentlich motivieren und einstellen...aber letztendlich glaube ich das Jugendweltmeister oder Jugendeuropameister mit einer deutschen Nachwuchsmannschaft zu werden, eine Leistung ist die sehr viele Trainer schaffen könnten. Unsere Nachwuchsligen in der A-Jugend und B-Jugend sind hier der Motor der die Nachwuchsmannschaften mit vielen Talenten versorgt. Klar, daraus muss man eine Mannschaft formen, aber letztendlich ist wie mit dem Bundestrainer selbst: Er muss die Spieler nehmen die zur Verfügung stehen und wenn sie nicht da wären, würde man auch nicht um Titel mitspielen.

    Daher habe ich immer Bauchschmerzen wenn man sagt das eine Jugendmeisterschaft für höheres qualifiziert. Ich fände es angenehmer wenn Baur mit den Kadetten in der CL richtig abgeht und das dann seine Rechtfertigung für welchen Posten auch immer ist. Aber das ist sicherlich Ansichtssache.

    Letztes mal war er ja nicht nur Co-Trainer sondern hatte auch die Jugend...man wird Baur da ja wohl kaum feuern. Ich weiß nicht...

    Für mich sendet es irgendwie das falsche Signal und riecht nach einer Konzessionsentscheidung für die Brand-Fraktion. Ein sauberer Schnitt wäre hier besser. Martin Heuberger hatte seine Chance als Jugendtrainer und hat seine Sache gut gemacht, hat seine Sache als CoTrainer offensichtlich auch gemacht und hat leider als Bundestrainer versagt. Man sollte das Kapitel abschließen und den neuen Bundestrainer seinen eigenen Co-Trainer auswählen lassen, denn er muss mit ihm arbeiten.

    Finale
    Melsungen - Flensburg 24:21 (14:11)

    Ich bin etwas zu spät in die Halle gekommen um mehr als die Schlussphase des ersten Spiels zu sehen, aber zum Finale kann ich was sagen.
    Melsungen hat mir sehr gut gefallen, vor allem haben sie SG in der Offensive immer wieder in Fehler getrieben und einen konsequenten Gegenstoß gefahren. Appelgren war beeindruckend. Vor allem in Hälfte 2 war Flensburgs Rückraum völlig abgemeldet. Natürlich haben aber auch Leute gefehlt.

    Wir haben noch einiges zu tun denke ich, vor allem wenn Mogensen mal Pause macht sieht das gar nicht gut aus. Jakobsson hat heute kein gutes Spiel gemacht und auch Möller muss in der Liga mehr bieten um eine Alternative zu sein. Sehr gut gefallen haben mir Wanne und Nenadic. Bei Wanne merkt man keinerlei Bruch mehr im Wechsel mit Eggert ohne das der schlecht gewesen wäre und Nenadic macht unglaubliich viel für den Spielaufbau...nur muss er sich öfter trauen zu werfen. Ich denke wir werden an beiden Teams dieses Jahr viel Freude haben.

    Für mich gibt es eine simple Methode wie Brand-Zöglinge diesen Malus umgehen könnten, wenn sie denn so etwas wie Bundestrainer und Funktionäre werden wollen: Sporen in einem Verein verdienen. Werdet Trainer, Manager, Sportdirektoren oder irgendetwas. Auch hier bekommt man diese Jobs natürlich aufgrund seines Namens, aber Vereine verschenken keine Posten, dort wird man gefeuert wenn man nicht erfolgreich ist.

    Dieses Ding das man nach seiner Karriere Zögling im DHB-Apparat wird, ist natürlich Vetternwirtschaft egal ob man seinen Job gut macht ist die Qualifikation für diese Posten das man Nationalspieler war.

    Was wäre einzuwenden gegen Petkovic als Trainer für einige Jahre und Baur als Co-Trainer mit der Option, ihn später als Trainer zu installineren? Dann hätte er (also Baur) eine gewisse Eingewöhnungszeit, was durchaus Sinn machen würde.

    Das ist für mich zwar eine gute Lösung was den Cheftrainer angeht, denn Petkovic ist sicher ein guter Trainer, auch wenn ich nicht weiß ob er damit glücklich werden würde. Was daran aber wohl nicht zwangsläufig funktioniert ist Baur. Auch Heuberger war Brands Co-Trainer und es hat nicht geklappt. Für meine Begriffe ist eine Nationalmannschaft ein zu anderes Feld als das man sagen könnte "jaja er hat jetzt so und so viele Jahre die U20 gehabt, war Co-Trainer und jetzt kann er eben Bundestrainer werden". Ich finde man sollte da schon jemanden nehmen der die harte Vereinstrainerschule absolviert hat und da im Verhältnis zu seinen Mannschaften Erfolge gefeiert hat. Deswegen sind ja der SG und der Füchse-Trainer im Gespräch, weil sie genau das getan haben.