Beiträge von Paul Jonas

    Ich glaube die Top3 sind absolut realistisch. Natürlich scheint Kiel weit vorn, aber die Löwen sind nicht so übermächtig, zumindest nicht uns gegenüber. Da hat für diese Saison sehr viel gepasst und der neue Trainer wird das maximal konservieren können. Berlin hat sicherlich auch ein größeres Wörtchen mitzureden. Ich bin gespannt. Ich glaube aber nach wie vor das Kiel schlagbar ist. Sie waren auch vor 2 Jahren schlagbar und besser ist das heutige Team eigentlich nicht.

    Ach, ich erwarte zumindest das wir in das Finale von diesem Globe-ding kommen. Es ist glaube ich der Arbeitsauftrag jedes SG-Präsidenten mindestens einen Satz Silbermedaillen in allen möglichen Wettbewerben zu holen.

    Ob Lemke der fertige RL mit internationaler Klasse ist, den Vranjes sich gewünscht hat? Pekeler würde uns denke ich auch ganz gut zu Gesicht stehen.

    Ist ein guter Mann, aber ich denke auch das wir in genau der Kragenweite eben wirklich schon 3 Leute da stehen haben. Lemke ein paar Jahre unter Vranjes wäre glaube ich sogar etwas richtig großes, aber genau sowas will Vranjes ja eben nicht schon wieder.

    2008 ist eine lange Zeit her und genau das meine ich ja. Hättest du mich vor 2-3 Jahren noch gefragt hätte ich deine Meinung unterschrieben. Mein Lieblingszitat ist beim Final Four 2011 wo er sinngemäß meint, dass die Löwen ihren ersten Titel verdient hätten, weil sie in den letzten Jahren so viel Geld investiert haben und solche Geschichten.

    Aber das ist für meine Begriffe nicht mehr der aktuelle Stand. Ich bin mittlerweile recht froh, wenn er Co-Kommentator ist und fühle mich gut unterhalten. Er weiß wie ein Spiel funktioniert, wenn er vielleicht auch kein Experte in dem Sinne ist, dass er jeden einzelnen Spieler in und auswendig kennt...was aber auch im Fußball leider typisch ist.

    Egal, um ihn geht es ja nicht...der Hamburger oder der Berliner...ich finde schon das das die beiden besten Kandidaten sind.

    Für mich ist Kretzschmar nicht so oberflächlich wie ihn hier viele haben wollen. Er mag kein Manager oder Trainer sein, aber er ist ein guter Experte der sich darin auch weiterentwickelt hat, da er nun seit einigen Jahren keine Vereinsbrille mehr auf der Nase hat und nicht seine alten Ressentiments aktiv auslebt.

    Ich weiß auch nicht was an dem Vorschlag Schwalb so unglaublich inkompetent sein soll. Ich würde Schwalb mit nem Team was ihm die Jugenarbeit abnimmt, für eine sehr clevere Lösung halten, da er mit Sicherheit gerade für so ein Turnier ein toller Motivator ist.
    Bei Hanning verstehe ich nicht ganz wie hier so viele darauf kommen, dass ihm die Nationalmannschaft wichtiger ist. Kann durchaus sein, aber woran macht ihr das fest? Die längere Geschichte verbindet er mit Berlin, was fast sein Lebenswerk ist.

    Das ist sowieso immer etwas was in diesen Diskussionen viel zu wenig Beachtung findet. Wir denken als Handballfans trotz allem immer zu sehr in Fußballkategorien. Im Fußball ist es bei einer bestimmten Summe keine Diskussion mehr, dass die Familie mitkommt oder man zumindest einen Kompromiss findet. Das hat nichts mit Gleichberechtigung sondern schlicht mit dieser Geldmenge zu tun.

    Im Handball verdienen die absoluten Topstars mit Summen von wohl 500.000+ wohl gut, aber ob das wirklich ein Grund ist nach Paris oder gar Skopje abzuwandern ist eben die Frage. Gerade als Trainer sitzt man immer auf einem Schleudersitz und dann steht man da. Zumal die Umstellung für Ljubo schon sehr kurzfristig wäre. da er imho kein Französisch kann. Ich könnte mir allerdings leider durchaus vorstellen das diese Diskussion sich nächstes Jahr wiederholt und er sich diesmal besser vorbereitet hat, denn über diese Jagd nach ihm, ist er glaube ich auch überrascht.

    Nächstes Jahr hat die SG entweder ein phantastisches Jahr gespielt, was seinen Marktwert nur steigern wird oder aber er ist frustriert von dieser Mannschaft in seinem Ehrgeiz gebremst zu werden. Hängt natürlich auch davon ab, wen Paris da nun hinstellt. Wenn sie selbst einen guten finden, brauchen sie ihn dann nicht mehr.

    Ich könnte mir auch vorstellen das der gute Herr aus Berlin eventuell erst einmal eine Doppelfunktion einnimmt für ein Jahr, also sowohl Berlin als auch die Nationalmannschaft trainiert. Halte ich zwar für eine Lösung wo etwas auf der Strecke bliebe, aber dann hätten wir vermutlich den besten Trainer den man bekommen kann.

    Interessant ist bei der Durchsicht der Spekulationsartikel das irgendwie alles mit Hanning steht oder fällt. Entweder mag er jemanden nicht, hat einen Interessenkonflikt oder es ist ein Brand-Mann. Ich hoffe das bedeutet langfristig nicht das wonach es langsam aussieht.

    In Berlin hatte man von Anfang an die Vision der Berlinalisierung der Mannschaft. Das mag vielleicht auch durch den Wegfall des Hauptsponsors ein wenig akuter gekommen sein, ändert aber nichts an dem von Beginn an vorhandenen Willen. Und dafür steht auch ein Bob Hanning: Wenn Drux und Wiede eine solche Karriere einschlagen, wie seine damaligen A-Jugendlichen Kehrmann und Janssen, dann kann man sich freuen.

    Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin absolut der Meinung das Berlin neben Magdeburg sicherlich die beste deutsche Jugendarbeit leistet, was schlicht die Erfolge ihrer B und A Jugend seit Jahren bescheinigen, aber diese Berlinalisierung der Bundesligamannschaft als Ziel, halte ich für schlichts, wenn auch gutes, Marketing und nicht mehr.

    Bis zu dieser Saison hat Berlin durch nichts demonstriert das dies ein Ziel ist. Der gesamte Mannschaftskern bestand aus Ausländern und deutschen die man irgendwann eingekauft hat. Erst dadurch das man etwas weniger Geld zur Verfügung hatte und dann auch noch Pech bei Wunschtransfern, hat man auf ein anderes Konzept gesetzt. Das ist also eher die Not der Situation als das langfristige Konzept. Diese Meinung habe ich schlicht und einfach deswegen, weil ich nicht weiß wie man Berlin als Vorbild für die anderen Topmannschaften generalisieren könnte, weil ich absolut überzeugt bin das auch Berlin immer dann eher auf die Möglichkeit Transfer als auf die Möglichkeit eigene Jugend zurückgreift, wenn es ihnen möglich ist.

    Wie gesagt, ich sehe momentan nicht wie man die Situation in der Liga ändern könnte und Hanning würde sich keinen Gefallen tun seine Berliner als leuchtendes Vorbild hinzustellen, denn damit würde er nur Brücken einreißen. Wenn sich was ändern soll, braucht es einen runden Tisch mit Partnern auf Augenhöhe und keiner Moralkeule oder Schuldzuweisungen.

    Das ist insofern nicht unbedingt Schwachsinn, weil die Topmannschaften wie Kiel, Flensburg oder auch Hamburg bereits jetzt junge deutsche Spieler unter Vertrag haben, die auch mit der Mannschaft trainieren und im Notfall sogar zu Einsatzzeiten kommen könnten. Ich sage im Notfall, weil man sich die Illusion machen sollte das Berlin bei mehr Glück auf dem Transfermarkt, diese deutsche Jugendoffensive diese Saison gefahren hätte.

    Diese unter Vertrag stehenden jungen deutschen Spieler kommen aber maximal zur CL in den Kader (16er-Regel) oder eben in Zeiten extremer Verletzungen. Die 14er-Regel hat hier allermindestens keinen positiven Effekt auf mögliche Einsatzzeiten, weil die Spitzenmannschaften durch die hohe Belastung quasi dazu gezwungen sind den Kader mehr oder weniger ausgeglichen doppelt zu besetzen, wenn sie nicht wollen das bestimmte Spieler über die Jahre einfach zu Invaliden werden.

    Ich weiß nicht ob eine 14+2 irgendwas ändern würde, aber wie gesagt stehen diese Spieler eh schon unter Vertrag, also kann man das kaum sagen. Ich glaube aber wenn man so tut als wenn die Vereine in der Bringschuld sind und der DHB sich erwartungsvoll schmollend in die Ecke setzt, kann selbst ein Kritiker der Spitzenvereine nicht wirklich annehmen das sich irgendwas tun wird. Da müssen schlicht zwei Parteien aufeinander zugehen und nicht eine erwarten das die andere zu Kreuze kriecht.

    Naja, in dem Zeitraum stand er aber noch massiv im Schatten eines Balic. Das der gute ein gestandener Spieler war als er nach Hamburg kam, würde ich so nicht sagen. Mit Anfang 20 war er jedenfalls noch kein Welthandballer in diese Rolle ist er beim HSV hineingewachsen und man kann dann drüber diskutieren ob das von selbst passiert ist. Ich denke die Antwort ist klar: Natürlich nicht. Man sollte echt nicht ständig so tun als wenn ein Trainer quasi überflüssig wäre, selbst wenn er keine Talente heranzieht ist es nicht so als wenn sich die Mannschaft selbst trainiert und aufstellt. Das führt natürlich direkt wieder zu Heuberger den man zwar verteidigen kann, aber das auch Grenzen hat.

    Das nach Heinevetter nichts passiert ist eben eine Spielsystemfrage. Habe ich ja schon angesprochen...gerade weil wir keinen guten Mittelmann haben bzw. keinen der wirklich Weltklasse ist, müsste man im Grunde konsequent auf Tempo-Gegenstoß und 2. Welle setzen...dafür haben wir die Spieler die vor allem aus Mannschaften kommen die sowas perfektionieren. Klar muss man das trainieren, aber dieses Spiel habe ich von Heuberger in 2 Jahren nicht gesehen, geschweige denn ein anderes Konzept.

    Mich interessiert vor allem wie das neue Wild Card System aussieht oder ob es überhaupt noch sowas wie Turniere geben wird oder einige Mannschaften einfach reguläre Lostopfplätze bekommen werden. Schließlich gab es ja immer einen WC-Topf zusätzlich zu den anderen.

    Was Flensburg angeht, gibt es ja sogar drei Möglichkeiten. Entweder setzt man sie gleich für den Wettbewerb, was ja als 3. Bundesliga und CL-Sieger bei eh willkürlichen Maßstäben sogar vertretbar wäre oder sie müssen sich ein Platz erkämpfen und dann stellt sich die Frage ob Quali oder WC...letzteres dürfte ja härter sein.

    Also wenn die Wahl zwischen Schwalb und Schwarzer steht, dann kann es für meine Begriffe keine zwei Meinungen geben, egal wie sehr man Schwalb persönlich nicht mögen mag. Hier haben wir einen erfolgreichen Trainer, da einen ehemaligen Nationalspieler der bisher nur die Jugend trainiert hat und man sollte sich keine Illusionen machen...auf der Ebene leisten die Vereine die Hauptarbeit. Man sollte sich nichts anderes einreden, wenn man bei den Profis den schwarzen Peter zuschieben will.

    Hui, da gab es doch schon einige Überraschungen in der Quali wie ich finde. Natürlich hat das auch etwas damit zu tun, dass manche Ergebnisse irgendwie einfach falsch aussehen, faktisch aber längst eine Wachablösung stattgefunden hat.
    Wer hätte vor 10 Jahren gedacht das sich Österreich gegen ein Norwegen qualifizieren kann? Island scheidet gegen Bosnien aus? Auch Slowenien, trotz des Halbfinals, hätte ich nicht unbedingt einen Sieg gegen Ungarn zugetraut.

    Ich finde toll das Bewegung im europäischen Handball ist. Das ist immer ein gutes Zeichen für einen lebendigen Sport. Die ehemals etablierten Nationen müssen sich teilweise ganz schön umgucken.

    Inhaltlich sind mir das keine Fehler aufgefallen, anders als Brand in seiner Spätphase, der nah am Altersstarsinn wandelte und dilpomatisches Geschick vermissen ließ.

    Der Konflikt mit Flensburg, Glandorf/Kaufmann?

    Ist jetzt völlig egal wem man in der ganzen Sache im Recht sah, aber da hat sich Heuberger vor gar nichts schützend gestellt. Da hat er attackiert und zwar auch seine Spieler und das halte ich für grundsätzlich eines Bundestrainers wenig würdig. In dem Moment war er ganz Brands Nachfolger.

    Das einzige was mich wunder ist das Glandorf das öffentlich gesagt hat, weil das nicht seine Art ist. Nach dem Konflikt mit Heuberger vor einem gutem Jahr, sollte man sich bedanken das er sich noch einmal aufgerafft hat und weiter so reinhängt. Ich halte es bis heute absolut verwerflich was ihm damals an den Kopf geknallt wurde. Gegen Polen war er einer der besten auf RR haben wir uns weder allgemein noch auf die Quali-Spiele zu beklagen.

    Bei Alfred Gislason weiß man eben nicht wie er mit einem Baustellenkader zurecht kommt. Er hat bis jetzt wenn er seiner Erfolge feierte, immer auf einen Fundus sehr guter Spieler zurückgreifen können. Selbst in dieser Saison wo sein Kader recht klein war, war das was da war natürlich exzellent.