Beiträge von Paul Jonas

    Ich glaube in Barcelona weiß man schon was man tut. die Spieler die sie holen passen alle in den Spielstil und man sollte sie nicht zu schlecht reden. Gerade Karabatic ist auf dem absoluten Zenit seiner Karriere, er ist noch ein ganzes Stück besser als in Kiel und der Rest der Mannschaft mag über 30 sein, ist aber eingespielt wie kaum eine zweite Mannschaft auf dem Niveau.

    Zudem leistet Barca genau wie bei seiner Fußballmannschafz ziemlich gute Jugendarbeit, deren zweite Mannschaft ist ziemlich international aufgestellt...reines Geld reinpumpen ist es nicht, da ist auch Köpfchen dahinter.

    Das ist übrigens bei Skopje nicht anders. Was das spanische Trainerteam da mit ihrem Geldgeber aufstellen, hat absolut Hand und Fuß. Nächstes Jahr wird Vardar bereits einer der Topfavoriten sein, da bin ich mir absolut sicher. Wir deutschen sollten da nicht allzu arrogant sein. Mannschaften wie Kiel und Flensburg und nun wohl auch Mannheim, funktionieren auch nur durch Sponsorenkonsortien. Ob das Geld nun auf einer Schulter oder 100 liegt...ist alles eine Frage was man damit macht, aber moralischer ist keine Seite.

    Also wenn Barcelona jedes Jahr zur CL gepfiffen wird, habe ich aber am Ende des Jahres erstaunlich selten diese Mannschaft mit der Hand am Pokal gesehen. Ich meine sogar ein CL-Finale gegen ein gewisse schwarz-weiß gestreifte Truppe gesehen zu haben, wo die Schiris nicht unbedingt zu ihren Gunsten gepfiffen haben. ;)

    Ne, im Ernst...Barcelona jetzt zu einer gewaltbereiten, allgemein bevorteilten Assi-Truppe hinzuschreiben ist für mich nichts anderes als Frustration. Sowas kann man über jede Mannschaft machen, einmal so richtig schön ablästern. ;)

    Was man aber mal neutral kritisch diskutieren kann ist die Auswärtstorregel. Ich finde das ganze doch sehr seltsam und mir wäre ehrlich gesagt eine Verlängerung nach einem "Unentschieden" nach 120 Minuten lieber.

    Im Fußball hat das seinen taktischen Sinn, da kann man gezielt mauern um ein einziges Tor zu verhindern, aber im Handball ist es fast unmöglich so zu spielen. Das einzige worauf man sich da konzentriert, ist es seinen eigenen Vorsprung auszubauen. Es ist sowohl für Kielce, Skopje und Mannheim ein recht tragischer Zufall das sie deswegen ausgeschieden sind. Natürlich kann man bei Mannheim sagen das sie so einmal Glück und einmal Pech hatten, aber eigentlich sollte es ja kein Glück sein sondern die Mannschaft die mehr Tore als die andere erzielt hat.

    Man muss aber sagen, dass Gerechtigkeit fast immer siegt:
    Bei Veszprem gegen Paris hat die weniger in kurzer Zeit zusammengekaufte Truppe gewonnen.
    Bei Kiel gegen Metalurg hat die weniger in kurzer Zeit zusammen gekaufte Truppe gewonnen.
    Bei Flensburg gegen Vatdar hat die weniger in kurzer Zeit zusammengekaufte Truppe gewonnen.
    Einzig bef den Löwen traf das nicht zu.
    Lustig finde ich auch die Kommentare der Vardar Fans auf der Flensburger Facebook Seite, wo sie die Schiedsrichter heftig beschimpfen und der EHF vorwirft, eine Mafia für die deutschen Teams zu sein. Die haben in ihrer Niederlage auch jeglichen Realitätssinn verloren.

    Das ist in meinen Augen großer Schwachsinn, nichts für ungut, ich meine nur die Aussage. Sport ist doch nicht gerecht, schon gar kein Sport mit dem Geld verdient wird. Diese Robin-Hood-Romantik kann man doch nicht ernsthaft in der Handball-CL benutzen. Die Fans von Skopje gestern standen zu 100% hinter ihrer Mannschaft und haben auch nach dem Spiel noch weitergesungen. Für sie war es schlimm das Skopje ausgeschieden ist und sie waren mit ziemlicher Garantie auch schon vor 2 Jahren Skopje-Fans.

    Für die die gestern weiter gekommen sind ist das eine tolle Sache, aber für die Fans die mit einer Niederlage zurechtkommen müssen eben nicht. Ich sehe da keine Gerechtigkeit. Ich glaube selbst Paris hat in den 2 Jahren mit dieser Mannschaft eine Anhängerschaft aufgebaut die gestern ziemlich geknickt waren.

    "Clutchness" - jetzt ist aber auch mal gut......ich kenn' auch nur "klatschnass" 8o


    Und nochmal und überhaupt: Handball ist ein Team (die Älteren sagten noch Mannschaft und haben sicher auch ein Wort für "clutchness") ssport. Sonst wären HH und Paris beim FF!

    Selbstverständlich. Eigentlich muss man zum Beispiel Glandorf genauso loben, denn er hat Tor Nr. 23 und 24 gemacht, sowie den Siebenmeter ausgelöst. Aber man stürzt sich eben immer auf die mutmaßlich entscheidende Situation bzw. die letzte. Eggert hätte vorher 34 Tore machen können, er wäre der Versager gewesen...so aber erinnert man sich an das Tor und schon gar nicht mehr an seinen dummen Heber vier Minuten zuvor.

    Frage mich gerade wo Eggerts clutchness im Final 4 gegen Berlin geblieben war...im uebrigen hat er heute auch einen 7m verworfen hatte aber die Gelegenheit das zu korrigieren , Gensheimer halt nicht

    Können wir das mal sein lassen? Völlig bizarrer Vergleich von zwei Spielen die nichts miteinander zu tun haben und völlig anders verlaufen sind, vor allem wenn man ernsthaft über die Einzelleistungen diskutieren will.

    Freundschaft!


    Es stimmt schon, daß die Löwen irgendwann in der letzten Viertelstunde den Leistungsknick hatten. Da hatten sie nicht die Stärke im Kopf für dieses Spiel. Aber ohne die Schiedsrichter hätte Barcelona das Ding niemals gezogen. Daß eine Mannschaft mal nicht die Leistung zeigt, kann passieren. Daß Schiedsrichter so einseitig pfeifen, darf nicht passieren. Habe ich aber leider befürchtet. Man kann Sachen falsch entscheiden, weil man sie nicht sieht. Aber der einen Mannschaft nach 25 Sekunden den Arm zu heben und die andere 90 Sekunden spielen zu lassen, ist eine ganz andere Geschichte. Es wurde teilweise so lange gespielt, bis man Siebenmeter pfeifen konnte. Dazu der falsch ausgeführte Freiwurf vor der Pause und zahlreiche Hände im Gesicht kommen dazu. Die Löwen hätte mehr Polster für ihre Schwächeperiode gehabt. Das war schon entscheidend.

    Rein sportlich war das lange Zeit eine Leistung der Löwen, die reichen hätte können und müssen. Zwar ging im Angriff nicht soviel, was auch kein Wunder ist, bei dem, was sich Barca-Spieler erlauben durften, aber dafür wurde hinten dann entsprechend auch wenig genug zugelassen. Das war sehr lange Zeit sehr okay, was die Löwen geboten haben. Für die Schiedsrichter können die Löwen nichts. Daß ihnen das letzte Quentchen internationale Reife gefehlt hat, hat man aber letztlich auch gesehen. Sie haben für mich gegen die besten Mannschaften der Saison gespielt und gegen Veszprem, Kielce und Barcelona unter dem Strich sehr gut ausgesehen.

    Barcelona als Verein ist mir nicht fern. Aber seit Jahr und Tag kann ich wenig mit ihren Handballmannschaften anfangen. Das sind lieblos zusammengekaufte Haufen, die noch nie sehr innovativen und spannenden Handball gespielt haben. Das ist pure Kraftmeierei, finanziell und körperlich auf dem Feld.

    Also ich sage nicht das ich die Entscheidungen teilweise nicht auch eigenartig fand, aber ich habe irgendwie gerade ein Dejavu vom Montag wo wir Flensburger gerade das mit dem Zeitspiel sehr ähnlich empfunden haben, die meisten Leute die sich das dann aber neutral und ruhig angeguckt haben das anders sehen. Wie gesagt will ich da nichts gegeneinander aufrechnen, aber oft muss man das ganze mal einen Tag später in Ruhe angucken und dann kann das schon anders wirken.

    Ich halte nämlich viele Sachen die heute von Barcelona ausgingen, vor allem natürlich von Karabatic und Rutenka für reguläres Spiel. Das Regelwerk lässt so ein Spiel zu, die meisten osteuropäischen Mannschaften setzen drauf. Das ist kein schöner Handball, aber es ist eben Handball und es ist kein Handball den jede Mannschaft spielen könnte, selbst wenn sie wollte.

    Versteht mich nicht falsch, aber Barcelona jetzt zu so einem Buhmann zu schreiben kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Als Mannheimer wäre ich verständlicherweise gerade sauer, aber neutral gesehen habe ich eine Mannschaft gesehen die eiskalt gezeigt hat warum sie der CL-Favorit ist.

    Edit:
    @nosp
    Ja, ich könnte vielleicht anmerken das wir am Ostermontag ein reguläres Tor geworfen haben, was von den Schiedsrichter mit der hinterher öffentlich gemachten Begründung abgepfiffen wurde, das es außerhalb der Zeit war. Ironisch das beide Last-Minute-Tore oder Nichttore Eggert geworfen hat. ;)

    Auch könnte ich anmerken das wir Flensburger am Montag die letzte Viertelstunde so empfunden haben das wir verpfiffen wurden...liege ich damit neutral richtig? Die Meinungen teilen sich, abfinden musste man sich damit trotzdem.

    Jetzt aber das wichtigste: Selbst Schuld wären wir trotzdem gewesen. Am Montag hatten wir alle Chancen auf einen hohen Sieg und heute hatten wir sie ebenfalls ob mit oder ohne Schiris. Die Löwen hätten heute ebenfalls weiterkommen können, sie haben eine schlechte zweite Halbzeit gespielt, vor allem in der letzten Viertelstunde. Auch das Ende der ersten Halbzeit war nicht gut. Das waren keine Schiedsrichter, zumindest nicht ursächlich.

    und dann kommen die Superhelden und erklären dir, dass du dem Druck nicht standgehalten hast - sorry, das ist lächerlich ...

    Das ist aber trotzdem so. Ich kann deine Frustration über die Schiedsrichter nachvollziehen, aber über die letzten 15 Spielminuten+- war das Mannheimer Spiel statisch, geradezu gelähmt. Vorher haben sie besser gespielt und vorher war der Rückstand auch im Rahmen. Das hat nichts mit den Schiedsrichtern zu tun, das war der Druck oder meinetwegen auch die Kondition.

    Das wirklich mit allen Wassern gewaschen was Barcelona da runtergespielt hat. Leider Gottes haben die Löwen dem Druck nicht standgehalten und zuviel nachgedacht. Schade für die Löwen. Übrigens war das eine tolle Stimmung, von wegen über Barcelona lästern...die haben schon ihre Fanbasis.

    Final Four zwei deutsche, ein Spanier +1....kann es sein das wir die Konstellation in den letzten Jahren schon mehrmals hatten?

    Ich fand das auch super. Die Schiris haben gleich am Anfang gezeigt das sie keine Faxen mit sich machen lassen und ihre 2-Minuten-Bestrafungen konsequent durchgezogen. Deswegen gab es eben auch mal zwei Minuten für Skopje kurz vor Schluss und diesen Siebenmeter. Die Regel ist ja mittlerweile das die letzten 3-4 Minuten die Regeln ausgesetzt werden um sich nicht angreifbar zu machen, aber das war heute nicht der Fall.

    Was ich nun mal mit ein bisschen Abstand sagen kann...beeindruckend wie Jim Gottfridson heute aufgespielt hat. Natürlich gilt alles gute über die SG-Offensive nur für die ersten 40 Minuten, aber das die heute einfach mit ihm als Mittelmann auf höchstem europäischem Niveau gespielt haben...das wäre vor nicht einmal drei Monaten undenkbar gewesen. Auch sein Verhalten in der Unterzahl als zusätzlicher Feldspieler war phantastisch.

    Was man aber auch gesehen hat, wie sehr die Mannschaft eben vom Kollektiv abhängig ist. Sie zerfällt in kritische Phasen doch zu leicht und zu diesem Zeitpunkt der Saison kann maximal Mogensen das als Einzelspieler kompensieren, aber auch er ist auf der letzten Rille. Besonders enttäuschend fand ich abermals Weinhold. Zwar hat er in der ersten Halbzeit seine 3 Buden gemacht, aber ist ein permanenter Unsicherheitsfaktor. Er schließt zu früh ab, er läuft immer Gefahr ein Offensivfoul auszulösen und durch die gleiche Spielweise fällt er sogar manchmal ohne Not um. Keine Ahnung was mit ihm los ist, aber das ist nicht der Weinhold der Hinrunde.

    Was auch nicht passieren darf, ist das die die Abwehr so auseinander fällt. Das war nämlich etwas was gegen Berlin noch funktioniert hat, aber ich habe selten eine Mannschaft so viele 1:1 gegen die SG-Abwehr gewinnen sehen wie heute Skopje. Auch Andersson ist dann nur so stark wie seine Abwehr. Das muss gegen Hamburg und Kiel in der Liga besser klappen, im Final4 natürlich sowieso.

    Natürlich haben wir verdammt viel Schwein gehabt, aber man kann wirklich nicht sagen das es unverdient war, denn wir haben das Spiel 40 Minuten lang dominiert. Skopje hat dann natürlich phantastisch reagiert aka wir sind völlig auseinandergebrochen, aber in der Summe haben wir das verdient.

    Im Final Four ist natürlich die Frage ob wir über 60 Minuten auf höchstem Niveau spielen können, aber wir können Mannheim schlagen und wir können Kiel schlagen wenn es darauf ankommt. An einem gutem Tag auch Vezprem und Barcelona. Wir werden sicherlich der Außenseiter unter den 4ern sein, aber die Gegner können uns gerne unterschätzen. ;)

    Ich denke das einzige Spiel was ganz ganz sicher durch ist und weswegen man auch 1000 Euro bekommt wenn man auf Metalurg setzt, ist natürlich das Kiel-Spiel. Ich fand die Mazedonier da im Vergleich zum Achtelfinale auch ziemlich enttäuschend. Sie sind ja letztes Jahr schonmal soweit gewesen und sie haben den Eindruck gemacht sich massiv weiterentwickelt zu haben. Gut natürlich für Kiel, denn neben Barcelona weiß keine andere Mannschaft so gut mit dem F4 umzugehen.

    Vezprem ist mein persönlicher Titelfavorit und daher denke ich auch das sie gegen Paris nichts anbrennen lassen werden. Natürlich hat Paris aber eine Minimalchance wenn diese Allstar-Sammlung es schafft ihr individuelles können zu einer Teamleistung zu verbinden. Ich denke aber dafür braucht es noch 1-2 Jahre...trotzdem sind sie natürlich kein Team was Vezprem auf die leichte Schulter nehmen kann. Der Vorsprung ist klein und schlechte Tagesform kann man immer haben. Sie wollen es aber denke ich zu sehr.

    Barcelona gegen Mannheim hängt von Barca ab. Wie gut sind sie und was können sie abrufen. Mannheim kann nicht viel besser spielen als sie es gezeigt haben, Barca allerdings schon. Mannheim ist natürlich in der besseren Ausgansposition und ich denke selbst wenn sie verlieren, sollten sie das im Rahmen halten können. Ich glaube nicht an eine Mannheimer Niederlage mit mehr als 5 Toren und das würde ja reichen.

    Bei Flensburg muss man das zweigeteilt sehen. Natürlich scheint Skopje der Favorit zu sein, nur zwei Tore und Heimspiel...aber wenn man das Spiel am Montag mal objektiv betrachtet war Flensburg die bei weitem bessere Mannschaft und das war glaube ich keine einmalige Sache sondern kann allgemein so gesagt werden. Flensburg hätte viel höher gewinnen können und müssen. Und das ist der zweite Teil: Der Kopf. Gerade nach dem Final Four im Pokal wird es entscheidend sein das Flensburg nicht zu viel nachdenkt. Sie müssen besser mit ihren Chancen umgehen und an sich glauben. Wenn sie verlieren wird es an ihnen selbst liegen.

    Ich fand die Stimmung im Heimspiel Barcelonas gegen Kolding richtig gut. Die Halle war zwar wirklich maximal zu 2/3 gefüllt, eher weniger, aber die haben richtig Betrieb gemacht, was gerade übers Fernsehen ja auch immer nochmal leiser wirkt.

    Ich glaube auch das Kiel durch ist, da braucht man nun wirklich keine künstlichen Probleme erfinden.

    Was die Löwen angeht, haben sie die beste Ausgangsposition die man gegen Barcelona haben kann. Es hängt aber weniger von ihnen sondern mehr vom Gegner ab. So gut die Löwen gespielt haben, so schlecht hat Barcelona agiert, zumindest für ihre Verhältnisse. Sehen wir Barcelona auf 100% wird das ganz schwer und da sind auch 7 Tore nicht viel.

    Was Flensburg angeht, spricht natürlich vieles für Skopje und sie sind in meinen Augen auch jetzt der Favorit. Allerdings sollte man nicht außer Acht lassen, das bei aller Schreibe darüber wie abgeklärt Sopje agiert hat...die eigentlich nicht so viel gerissen haben. Obwohl Andersson in der ersten Halbzeit wenig zwischen die Finger bekam, haben sie trotzdem insgesamt nur 22 Tore geworfen, man könnt bei nem normalen Andersson eventuell sogar ein paar abziehen. Wir müssen sicherlich unsere Abschlussschwäche in den Griff bekommen, aber Skopje muss sich ebenfalls mehr einfallen lassen als aus dem Rückraum draufzuballern.

    Ich halte es für spitzfindig sich daran zu klammern wohin die Lizenz verkauft wurde und wer sie gekauft hat. Faktisch kann ein neuer Verein nicht sofort oder eben nach den Regeln innerhalb eines Jahres in der erste Liga anfangen, er muss entweder ganz unten anfangen oder mit einem Verein fusionieren.

    Das ist eben der Unterschied zu dem Flensburg-Handewitt-Beispiel. Wir haben damals zwei Mannschaften gehabt die in der Folge nicht mehr als Einzelclubs angetreten sind. Es gibt keinen TSB-Flensburg der in der vierten oder sechsten Liga spielt. Es gibt aber sehr wohl einen VFL Bad Schwartau der in der zweiten Liga spielt. Von einer Fusion nach klassischem Beispiel kann also keinerlei Rede sein. Die Verantwortlichen die in Hamburg Spitzenhandball sehen wollten, haben geguckt wie sie das am besten machen können und sich eine Lizenz gekauft. Ich finde es sogar gut das es der Hindernisse und nötige Umwege gibt, aber faktisch wurde nichts fusioniert, nichts sportlich erreicht, es wurde gekauft.

    Das ist ja nichts grundsätzlich verwerfliches, was man gegen den HSV Handball heute vorbringen mag, hat mit seinem chronisch schlechtem Management zu tun, aber man muss doch nicht die "Gründerzeit" idealisieren.


    Im Gegensatz zu den nordamerikanischen Franchises im Profisport, können im deutschen Handball Lizenzen nicht verkauft werden, da sie jeweils nur für eine Spielzeit erteilt werden. Hamburg hat den klassischen Weg genommen den die Spielordnung zulässt.

    1. Gründung eines neuen Vereins (HSV Lübeck)
    2. Spielgemeinschaft dieses Vereins mit einem Verein der in der 1. Bundesliga spielt (SG VfL Bad Schwartau-Lübeck) für mindestens eine Spielzeit
    3. Auflösen der Spielgemeinscahft, wobei nun der neue Verein als Anstragssteller für die Lizenz fungiert.
    4. Optional: Umzug des Vereins und erneute Umbenennung in HSV Hamburg

    (Das schließt natürlich nicht aus, dass der VfL Bad Schwartau für diesen Vorgang finanziell entschädigt wurde.)

    Nichts für ungut aber das ist auch nur komplizierter für: Hamburg hat die Lizenz gekauft. Man kann das in andere Worte verpacken, das überlasse ich jedem wie er das haben will, aber dadurch das Schwartau nach wie vor normal als Verein weiter existiert hat und bis heute unabhängig vom HSV Handball agiert, lasse ich mir das nicht als normale Vereinsfusion durchgehen. Das hat nichts mit Unwissenheit zu tun sondern eher wie man diese Vorgänge bewertet.

    Ist ja egal wie oft das passiert, aber ich sehe jetzt keine sachliche Grundlage um über die Perspektiven der Spieler zu spekulieren. Natürlich kann man das ganz allgemein machen und feststellen das Lindberg sicherlich bessere Chancen hat als ein anderer, aber das dieser Fall eintritt ist doch völlig unwahrscheinlich. Der Verein hängt am Tropf, aber das ist weder eine News noch Anlass zur Beunruhigung sondern ein Zustand der seit dem Kauf der Lizenz von Schwartau mehr oder weniger Status Quo ist.