Beiträge von Paul Jonas

    Also da die Flensburger nach 40 Minuten eigentlich schon durch waren, schreibe ich nicht das Berlin den Sieg verdient gehabt hätte, aber es war ein gefühlt glückliches Unentschieden für uns Nordlichter...das liegt wie gesagt am frischen Eindruck der Schlussphase.

    Allerdings müssen sich die Berliner bestimmt nicht beschweren. Genug Chancen hatten sie und wer jetzt ernsthaft wieder mit Schiedsrichtern ankommt...so viele Chancen wie auf beiden Seiten vergeben wurden könnten diese das Spielergebnis gar nicht verändern.

    Zur Lage in der Liga...ich glaube Berlin kann zufrieden sein. Wenn diese Auftaktniederlage nicht gewesen wäre, dann hätten sie einen Minuspunkt. Superbilanz. In Flensburg wird jetzt aber das Gerede losgehen. Diese Mannschaft ist in dieser Form nicht so gut wie letztes Jahr, geschweige denn ein Titelfavorit. Es war erschreckend wie lange die erste Sieben durchspielen musste.

    Absolut gesehen hast du absolut Recht. Die Gehälter sinken ja auch insgesamt gesehen wieder, zumindest in der Bundesliga. Relativ gesehen ist der Begriff Wettrüsten für mich auch abhängig von der jeweiligen Konkurrenz. Wenn Kiel jeweils Flensburg, Hamburg oder eventuell bald auch Mannheim in einem Poker um einen Spieler finanziell überbieten kann, ist das nicht mehr oder weniger als Einsatz der Finanzkraft. Ich habe damit wie ich schon mehrmals geschrieben habe zwar aus Fansicht Probleme, aber insgesamt ist es normal.

    Was dann aber nicht geht sind Aussagen in der Art das man sowas gar nicht mache, das man kleinere Brötchen backe usw. Das ist in meinen Augen schlicht lächerlich und das ist nicht speziell gegen Kiel gerichtet. Bayern München versuchte sich in den letzten zehn Jahren ja auch immer als Underdog darzustellen. Relativ gesehen zu den großen europäischen Clubs eben. Davon hatte die Bundesligakonkurrenz genauso wenig wie jetzt von der Situation in der Vezprem und Paris eventuell mehr Geld ausgeben können als Kiel und daher Kiel nicht mehr am "wettrüsten" teilnimmt.

    Ich glaube man kann die Sache nicht auf Ablösesummen reduzieren. Gerade im Handball ist auch das Gehalt sehr wichtig, vor allem die magische 20.000er/Monate-Grenze die ja nur noch wenige Vereine zahlen können. Das hat ja zuletzt im Poker um den lieben Mittelmann des HSV auch eine Rolle gespielt. Auch wenn ich das damals so verstanden habe das das Hamburger Angebot sogar höher war, ist das nichts anderes als eine Teilnahme am Wettrüsten. Auch im Falle von Weinhold sagt Schmäschke nicht umsonst was von finanzieller Schmerzgrenze. Wie gesagt...ich seh vor allem momentan noch ein das Kiel sich hier noch recht anständig verhält, aber man soll doch bitte damit aufhören diese Narrative des sparsamen Kaufmanns zu spinnen. Kiel spielt finanziell in der oberen Liga und bei Vertragspokern um Leute wie Weinhold spielen sie mit ihren Muskeln. Kiel rüstet kräftig und zwar um die Wette.

    Ich glaube das Spiel hat Flensburg sehr seht gut getan. Sie sehen eigentlich mal wie es funktionieren könnte. Natürlich ist das kein Topspiel gewesen, aber schon ein Verein der im Mittelfeld der Bundesliga bestehen könnte. Und gegen genau dieses Mittelfeld hat sich Flensburg ja bislang sehr schwer getan. Die Tormaschine muss wieder rollen.

    Wenigstens holt Kiel jeweils nur einen Spieler aus jeder Mannschaft. Als Flensburger solltest Du Dich erinnern, dass das auch schon anders gelaufen ist.

    Aber selbstverständlich erinnere ich mich, ich habe auch den Petar ausgepfiffen als ich in der Halle war (wer hier jetzt was von normaler Vorgang und tut man nicht spricht...ist eventuell interessiert aber wohl kein richtiger Fan eines Vereines ;) ). Solange die Verträge von Eggert und Karlson nicht durch sind, bin ich da auch immer am bibbern.

    Aber das das eine regelmäßiger und schlimmer daherkommt, macht das andere ja nicht besser. Ich sage ja auch ganz bewusst das das momentan noch ein Gedankenspiel ist. Beide Wechsel sind hart für Flensburg und Hamburg und große Verstärkungen für Kiel, beide Wechsel aber auch nach Ende des Vertrages, daher geht das so in Ordnung.
    .....aaaaaaaber: Wenn dazu auch noch Gensheimer kommen sollte, Betonung auf sollte, ist das schon langsam recht auffällig und da muss man glaube ich keine Fanbrille auf haben. Das wären dann drei Schlüsselspieler der drei härtesten Konkurrenten (Berliner, ich habe euch nicht vergessen aber ihr wisst was ich meine) und das ist dann eine Schwächung der Konkurrenz und die muss man dann auch als bewusst bezeichnen. Kiel ist ja nicht blöde. Aber wie gesagt...momentan ist das für mich noch im Rahmen. Ärgerlich für mich als Fan aber in Ordnung.

    Ist doch völlig egal für wen ein Weinhold kommt. Das Kiel diese Spieler braucht sollte selbstverständlich sein oder was sollen die sonst dort tun? Sich in eine Glasvitrine stellen damit niemand sie einsetzen kann?

    Daher ist das für mich nicht wirklich das Argument was Kiel jetzt "entlastet", auch wenn Zwei Wechsel und ein Gerücht gleichzeitig auch zu wenig sind um von einer systematischen Schwächung der Konkurrenz zu sprechen. Allerdings wäre es eben schon ein bisschen grenzwertig wenn sich Gensheimer auch bewahrheiten würde. Drei Schlüsselspieler der direkten Konkurrenten...würde nur noch ein Berliner fehlen. Auslaufende Verträge hin oder her sähe das einfach sehr seltsam aus und wenn das ein "normaler Vorgang" wäre (wie man ja so häufig liest)....ich kenne kein Äquivalent. Aber das ist hypothetisch. Momentan sind es zwei Wechsel und das ist im Rahmen.

    Ist zwar ärgerlich für Magedeburg, aber beim 30:30 hatten sie ja auch mehr Glück als Verstand, insofern muss man hier nicht von einem gestohlenem Sieg sprechen. Das ist nämlich etwas was mich mittlerweile bei all der Schiedsrichterkritik aufregt. Bei einem Spiel über 60 Minuten in dem 62 Tore fallen ist es wie so oft EINE EINZIGE Aktion die das Spiel angeblich entscheiden soll. Das ist doch schlicht Unfug. Der einzige entscheidende Aspekt des letzten Mannheimer Tors ist eben das es das letzte Tor war. Rein objektiv betrachtet ist jedes einzelne Mannheimer Tor genauso entscheidend gewesen und jede mögliche Fehlentscheidung im gesamten Spiel der Schiedsrichter ist genauso entscheidend wie die letzte. Aber nein...es ist natürlich genau diese Aktion, die ist natürlich entscheidend....entwertet für mich irgendwie den Sport. Ein Handballspiel besteht nicht nur aus der Schlussphase.

    Tja...generell wieder tolles Spiel der Magedeburger. Vor allem hatten sie von den großen 5 nun schon drei zu Gast und sind da mit drei Punkten rausgegangen. Das ist doch wirklich eine tolle Bilanz.


    Hä? Sorry, aber das ist eine Binsenweisheit. Eine Tautologie. Oder braucht man Flensburg nicht unter Druck setzen, damit sie mal einen Ausrutscher fabrizieren? ;)

    Tja, ich weiß wirklich nicht ob das unaufgeforderte um sich werfen des entsprechenden rethorischen Fachbegriffes jetzt so viel weiser ist. ;)

    Im Ernst...nun ja...aber wo habe ich denn geschrieben das das nicht auf Flensburg zutreffen würde? Das einzige was ich bei den Spaniern gesehen habe war eine Art abwartende Haltung die darauf gehofft hat das der HSV schon irgendwie einen schlechten Tag erwischt. So kann das natürlich nicht funktionieren, denn so gewinnt man nicht gegen den HSV. Natürlich war das jetzt nicht die komplexeste Aussage der Welt von mir aber trotz allem zutreffend, aber wie gesagt...so ne Erwiderung ist in meinen Augen nicht wirklich souveräner.

    Flensburg
    Das Spiel war letztendlich weniger knapp als es aussah. Auch wenn die Gäste mehrmals knapp rankamen, hat Flensburg in einer solchen Situation einfach das Tempo erhöht. Allerdings gewinnen sie mit so einer Leistung nach wie vor keine Topspiele. Denn das Aaalborg überhaupt rankam, lag daran das die an sich gute Flensburger Abwehr phasenweise Pause gemacht zu haben scheint. Da müssen sie sich weiterhin steigern.

    Ich glaube auch das Hamburg ein bisschen Glück gehabt hat, so früh gegen die Spanier zu spielen. Die werden sich auf jeden Fall noch steigern können. Hamburg muss man unter Druck setzen, dann kann es mal einen Ausrutscher für sie geben, aber mit so einer Leistung funktioniert das nicht.

    Die eigentliche Gefahr für die deutschen Clubs in der Gruppe ist aber in meinen Augen Velenje. Letztes Jahr im Achtelfinale war für Flensburg in der eigenen Halle schon kurz vor 12, damals hat Glandorf die Sache gerettet. Ich bin gespannt wie gut sie dieses Jahr drauf sein werden.

    Fakt ist sicherlich das wir das ganze sehr deutsch sehen. Der dänische Meister hat sicherlich kein Problem damit, dass man mit dem vierten Platz noch weiterkommt. Für viele Vereine ist das die einzige Möglichkeit die Play Offs zu sehen und dort vielleicht eine Überraschung zu schaffen.

    Aber wenn wir das eben deutsch sehen und warum sollten wir das denn nicht tun, ist diese Gruppenphase absoluter Müll. Wir wissen bereits vor dem ersten Spieltag das alle deutschen Vertreter weiter kommen werden. Es gibt für diese Teams lediglich eine einzige Zielsetzung und zwar Gruppenplatz 1 oder 2 um das Heimrecht für die Vorschlussrunde zu bekommen. Das ist der einzige Sinn aus deutscher Sicht: Der psychologische Effekt des Heimrechts im letzten Spiel der Achtel- und Viertelfinals. Das ist die einzige Spannung die die CL in der ersten Saisonhälfte bietet und mir persönlich ist das nicht genug. Den Zuschauern der Teilnehmer ja offensichtlich auch nicht.

    Das mag schon sein, aber in dieser Form ist er einfach nicht ideal sondern einfach der Reduzierung der Teilnehmeranzahl in der Saison 09/10 geschuldet.

    In der Theorie war das natürlich eine kluge Entscheidung um das Niveau der CL ein bisschen zu erhöhen und in dieser Hinsicht war sie gerade durch das aufkommen der Clubs aus Osteuropa selten spannender, aber wenn wir uns das ganze mal ansehen haben wir eine insgesamt gesehen schwächere 32er-CL gegen eine eine stinklangweilige 24er-CL eingetauscht. Bis auf wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel letztes Jahr Montpellier, kann man das Achtelfinale doch eigentlich jetzt schon zusammensetzen. Es geht lediglich um die Gruppenplatzierung, sprich das Recht des letzten Heimspiels in Achtel- und Viertelfinals....und das ist einfach nicht spannend.

    Ich denke Profi-Schiedsrichter sind sehr unrealistisch als Zielsetzung. So viel Geld ist nicht im System.
    Allerdings ist die Problematik der Schiedsrichter in meinen Augen ganz natürlich. Vom hinterletzten Laien bis zum größten Experten...jeder weiß wie viel schneller das Handballspiel geworden ist. Schneller bedeutet im Umkehrschluss natürlich mehr Probleme für die Schiedsrichter und natürlich reicht das was vor 10-15 Jahren noch genug war heute nicht mehr.

    Ich glaube allerdings nicht an eine großflächige Benachteiligung kleiner Mannschaften. Maximal kann es manchmal zum Heimschiedsrichterphänomen kommen, aber das ist auch in einer kleinen Halle möglich wenn die Stimmung dort gut ist. So eine "Manipulation" ergibt einfach keinen Sinn. Denn letztlich hat die Liga viel mehr davon wenn ein Nettelstedt oder ein Minden mal gegen Kiel oder Flensburg gewinnt, als das diese Vereine makellose Bilanzen vorweisen können.

    Das glaube ich allerdings auch. Ein Spiel verloren, Gruppensieg quasi weg. Zweiter oder dritter werden die Löwen eh.

    Was mal wieder beweist das diese Gruppenphase in dieser Form viel zu aufgebläht ist. Bei diesem Modus könnte man darüber nachdenken nur die ersten zwei weiter kommen zu lassen und damit das Achtelfinale zu streichen oder aber alles umzustellen und mit Vierergruppen zu arbeiten. Die vier besten Gruppendritten die es dann auch noch gäbe, wären für mich zu verschmerzen.

    Mal die Kirche im Dorf lassen. Die Löwen sind super in die Liga gestartet und sowas kann mal passieren. Um den Gruppensieg wird es denke ich eh sehr hart gegen Vezprem, aber sonst sollte das klappen für Mannheim. Man geht als Bundesligafan schon mit ner leichten Arroganz in den Wettbewerb, ich finde es fast gut das es Gegenwehr gibt. ;)

    Interessant was hier wieder für verschiedene Regelauslegungen möglich sind. Ich wusste aber zum Beispiel auch gar nichts von den möglichen zwei Spielen Sperre durch die letzte Spielminute. Irgendwie ein Indiz das Handball meist doch recht fair ist, da solche Aktionen so selten sind das sie mir noch nie aufgefallen sind.

    Unabhängig von der letztendlichen Strafe fand ich Balics Aktion aber ziemlich dämlich. Wenn Jicha geworfen hätte, hätte Wetzlar anschließend 25-30 Sekunden Ballbesitz gehabt. Gesetzt den Fall des Jicha eventuell sogar das Tor verfehlt hätte, wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. Das Kiel gegen 5 Wetzlarer Feldspieler in 30 Sekunden kein Tor mehr macht war doch sehr unwahrscheinlich. Aber naja...Balic hat das in einer Zehntelsekunde entschieden, genau wie die Schiris. Bringt ja nichts alles tot zu analysieren. Man sollte den Beteiligten auch mal Kredit einräumen die eben nicht 3 Stunden darüber nachdenken können was gerade auf dem Feld passiert.

    Was das Spiel selbst angeht ist das irgendwie ein typisches Kieler Saisonspiel. Nicht wirklich gut und zum zweiten mal hintereinander sogar hart an der Grenze, aber die zwei Punkte stehen und nur das zählt. Andere Mannschaften die um die internationalen Plätze mitspielen geben in so einer Situation Punkte ab und das ist genau das was Kiel nach wie vor von allen anderen Mannschaften unterscheidet. Meinen Glückwunsch. Sehe nicht wer da demnächst ran- oder gar vorbeikommen wird.

    Es ist schwer zu beurteilen wie die Schiedsrichter jeweils gegen Minden und Nettelstedt Einfluss auf die Partie genommen haben. Wir haben dazu alle keine Fernsehbilder und die Presseberichte schreiben davon nichts. Von Mindenern und Nettelstedter Fans zu hören das die Schris ganz doof waren...äh sagen wir mal das man das jetzt nicht auf die Goldwaage legen sollte. ;)

    Bei Göppingen habe ich damals schon geschrieben und wiederhole es heute: Es gab möglicherweise zwei kritische Entscheidungen, aber die haben das Spiel nicht entschieden. Guckt euch das Spiel noch einmal an und erzählt mir anschließend warum Göppingen die letzten sechs Minuten nicht in der Lage war ein Tor zu erzielen. Tip: Die Schiedsrichter waren nicht der Grund.

    Also...Verschwörungen...albern.
    Zum Spiel selbst kann ich es ja wieder nur aus dem Liveticker beurteilen und das hat mal wieder nichts gutes erbracht. Sehr hackeliges Spiels aus Flensburger Sicht und abermals scheinbar wenig Alternativen im Rückraum. Wenn Vranjes wirklich mit der Formation Glandorf, Weinhold und Moggensen spielen lässt, dann muss einiges im argen sein. Nicht das die nicht gut wäre, aber das hat er zuletzt Ende letzten Jahres machen müssen als wirklich niemand anders im Rückraum gesund war. Halblinks muss einfach regulär jemand anders als der Thomas auf dem Platz stehen. Der gehört einfach in die Mitte.

    Seht ihr? Völlig unwahrscheinliches Szenario was ich da mit Jicha vorgeschlagen habe und daher hat man als Kieler auch leicht reden, weil man sich damit nie beschäftigen müssen wird. ;)

    Ich wollte das mit der Frustration auch nur mal angesprochen haben. Ich habe ja im gleichen Post auch geschrieben das es ein an sich normaler Wechsel ist. Nur finde ich es fast schon albern sowas komplett objektiv und neutral zu behandeln, denn schließlich könnte man das dann ja auf alles ausweiten und es mit dem Fansein gleich mal sein lassen oder? ;)

    Eines noch zur Frage nach dem 2-Jahres-Vertrag:
    Das war eben so ein Ding weil man sich nicht sicher war ob er den Durchbruch schafft, Weinhold gilt ja schon seit einiger Zeit als Rohdiamant, wenn es nicht geklappt hätte waren zwei Jahre eben besser als drei. Verkalkuliert halt.