Beiträge von Paul Jonas

    Die Erwartungen nach Silber in Paris/Lille sind enorm hoch. Sie sollten aber unabhängig davon hoch sein, oder besser gesagt die Ansprüche. Es muss mit diesem Kader gegen die Schweiz (!) möglich sein, einen deutlich attraktiveren, schnelleren und erfolgreicheren Handball zu spielen. Wenn man das nicht gegen Dänemark oder Frankreich schafft, dann verstehe ich das. Welchen Stil man spielt, gibt aber der Trainer vor. Und wenn ich sehe, dass man wie bei der Weltmeisterschaft quasi gar nicht ins Tempospiel kommt, dann wird mir ganz anders. In den Vereinen spielen die gleichen Spieler doch auch Tempo. Wo ist das hin, sobald das deutsche Trikot getragen wird?

    Wessen Erwartungen? Beim DHB schien man auch vor Paris völlig zufrieden mit Gislason zu sein, was die Ergebnisse eigentlich nicht wirklich hergegeben haben, auch wenn ich die EM 2024 sehr vielversprechend fand, gab es davor einige Turniere, bei denen sich bei so einem Trainer eventuell mehr erwartet hätte.

    Ich glaube daher nicht das man beim DHB da irgendwelche schnellen Aktionen erwarten kann, selbst wenn man so spielend in der Hauptrunde klar ausscheidet.

    Danke für den Hinweis. Zu deiner Frage aus dem Thread: Horvat wurde von Vranjes "entdeckt" hat sich aber bei uns nicht ganz durchsetzen können. Was mir bei ihm in Erinnerung geblieben ist, war ein sehr unglücklicher Auftritt gegen Celje in der CL und das er nicht verabschiedet wurde und überhaupt sein Abschied eher daran zu erkennen war, dass er nicht mehr im Kader der neuen Saison stand. Habe mich damals gefragt was das sollte.

    Wenn die Regeln in Österreich so aufgestellt sind und das der mittlere Strafrahmen ist, gibt es wenig zu diskutieren, da entsprechend auch alle Spieler informiert sein werden. Ich habe es im SG-Thread schon geschrieben und daher verstehe ich einige derjenigen, die sich darüber empören, dass man das als zu hart empfindet nicht ganz....euch ist schon klar das es in der Bundesliga für sowas vielleicht rot oder blau gibt, aber sicherlich kaum so eine lange Sperre. Daher wirkt es für viele eben befremdlich, aber wie gesagt....die Spieler wissen womit sie es zu tun haben und daher ist das eben folgerichtig.

    Das gönne ich ihm. Gut aber auch, dass es so ein wirklich guter Grund ist und nicht verklausuliert das es mit Pajo nicht passt. Bin gespannt wer es nun wird. Wieder eine SG-Legende oder zaubert Pajo den eigenen Mann aus dem Hut?

    Freundschaft!

    Da hätte nichts und niemand die Dänen aufgehalten. Ich glaube auch, dass das niemand so gesagt hätte. Das war das eine Turnier, was wirklich gut war. Es waren nur leider schon sechs. Nach dem neunten Platz bei der EM 2018 wurde Prokop von der Handballecke mit drei Covern in fünf Wochen förmlich zerrissen. Alfred holte bei der ersten WM den zwölften Platz (und damit die schlechteste DHB-Platzierung jemals) und da war es dann "Licht und Schatten". :pillepalle:

    Ich sehe das fast ähnlich wie du (außer das ich seit der letzten EM schon eine Entwicklung sehe), aber darauf zielte mein Post nicht ab.

    Ich will eher sagen das diese Diskussionen müßig sind. Gislasons Position ist nicht ansatzweise gefährdet, egal wie pomadig man zwischendurch spielt. Selbst wenn man bei der EM in der Vorrunde ausscheiden sollte, kann er sich das glaube ich einmal leisten. Ansonsten wird er, solange er selbst will, seinen Vertrag erfüllen....mindestens....

    Euch ist aber klar, dass diese Diskussion absolut ins Leere läuft oder? Gislason kann sich mindestens ein Turnier leisten, bei dem er frühzeitig ausscheidet. Solange er aber Top 8 macht, wird man ihn angesichts des Vertrages kaum von Verbandsseite in Frage stellen. Ich kann das sogar bis zu einem gewissen Grad verstehen, weil ich diese Szenarien (ohne ihn hätte man in Paris Gold gewonnen), die ein modernerer Trainer auslösen könnte, jetzt nicht in Stein gemeißelt sehe.

    Das ist auch mein Punkt. Ich bin wie gesagt sogar der Meinung das es hierfür auch mal nur zwei Minuten gibt (auch wenn rot in der Tat gezeigt werden müsste), aber exemplarisch ist es fast schon ein Lehrvideo, warum so ein Foul mit Platzverweis bestraft wird. Es ist potentiell gesundheitsgefährdend. Ich kenne mich in der österreichischen Liga aber auch nicht aus, ob man hier generell härter vorgeht. Im Vakuum wirken zwei Jahre beeindruckend.

    Ich verstehe irgendwie deinen Punkt nicht so ganz. Instragram-Influencer finanzieren sich auch nicht anders als Privatfernsehen. Man kann sich sogar drüber streiten wo die Kontrollmechanismen dabei besser sind. Das ist letztendlich die moderne Form des Medienkonsums und nicht automatisch schlechter. Ich zum Beispiel bin bei Podcasts unterwegs und wer da unabhängig sein will, finanziert sich durch Werbung ob groß oder klein. Ob da alles korrekt und mit rechten Dingen zugeht, ist unterschiedlich, aber wie gesagt unterscheidet sich das wirklich wenig von Privatfernsehen. Das wirkliche Problem ist ein paar Etagen darüber, nämlich bei der Ausrichtung von Unternehmen wie Meta, Amazon (Twitch) oder Alphabet (Youtube u.a.). Wer kann auf meiner Plattform wie und warum Geld verdienen und was sind die Grenzen. Der einzelne Influencer ist daher im Grunde nur so mächtig wie seine Reichweite und damit ob er für diese oberen Ebenen irgendwie relevant ist.

    Ich glaube nicht das das Thema von Kreis Ab war und die realistische Erwartungshaltung daran, eine Analyse dieses Berufsfeldes zu machen. Das würde mich ehrlich gesagt als Konsument von Kreis Ab auch 0,0% interessieren, weil ich nicht glaube das dort die letztendliche Expertise dafür vorhanden ist.

    Unser ehemaliger Spieler Ivan Horvat, hat es zu spätem (Un)ruhm gebracht und sogar bis in die Bildzeitung:

    Mega-Sperre gegen Ex-Flensburger verhängt - nyheder & baggrundstof fra Sydslesvig & grænselandet : FLA

    Bitte nicht falsch verstehen, was ich gleich schreibe (weil man es eventuell so lesen könnnte, dass die Strafe zu hart sei)...aber an diesem Foul sieht man denke ich ganz gut wie gefährlich solche Aktionen sind, die in der Bundesliga häufig auch mal nur mit zwei Minuten bestraft werden. Vielfach dann auch kommentiert, dass ja der Offensivspieler seinen Kopf "ganz bewusst" so weit unten habe um das zu "provozieren". Der Unterschied ist in erster Linie die Konsequenz der fiese Verletzung des Gegenübers. Das kann aber auch bei uns jederzeit passieren. Ich erinnere mich auch das Mogensen mal einen Finger ins Auge bekommen hat und richtig Glück hatte.

    Nun, zusammenfassend meinte ich aber genau das gestern. Über die Endphase von Machulla kann man ja eh die Zusammenfassung senken, dass fast alle Spiele eher Kampfgeist, als Taktik waren, bis auch das nicht mehr funktioniert hat. Bei Krickau war es stets beeindruckend, wenn es lief. Da haben wir die Gegner überrollt und das ist etwas was wir bei Pajo, egal gegen wen, noch in keinem Spiel gesehen habe....aber sobald das nicht von Anfang an funktioniert hat oder Gegner reagieren konnte....fielen wir in ein totales Loch und es gab keinen Plan B.

    Wie gesagt....unter Pajo haben wir noch keinen dieser Kantersiege/Handballfeste. Gute Leistungen sicher, gegen GoG, Kiel, Melsungen usw....was wir aber haben sind Alternativen. Pajo reagiert taktisch. Daher auch meine Einschränkung: Bedeutet nicht, dass wir da sind wo wir gerne wären, aber es ist ein Anfang, der uns in den letzten Jahren meiner Meinung nach gefehlt hat. Kann gut sein das wir dieses Jahr in Hamburg keine Chance haben werden, wenn ein Melsungen angezündet spielt oder gegebenfalls gegen einen der Finalgegner, aber für die kommende Saison sehe ich das positiv.

    Das ist, wie ich jetzt in mindestens zwei Interviews gelesen/gehört habe u.a. Ruwen Möller in Kreis Ab, eine seiner Lieblingsspielweisen. Das wird er spielen lassen und vermutlich öfter als selten. Was Ruwen Möller aber auch gesagt hat, dass er eben bisher das Tempospiel so nicht angetastet hat, was man an der Torausbeute ja auch merkt. Es geht zwar nicht mehr so oft Richtung 40, aber es werden immer noch schnell, viele Tore geworfen. Ich bin gespannt wie er das nach dem Sommer verändern wird. Er hat individuell Personal für verschiedene Spielweisen.

    Ich muss sagen...kann sein das das was die SG leisten kann dieses Jahr nicht mehr für die ganz großen Gegner reichen wird, ob es in Hamburg oder in Magdeburg ist....aber ich finde man sieht mehr und mehr eine Form und eine Leistung aus einem Guss. Ist natürlich auch so, dass ein paar mehr Spieler wieder zur Verfügung stehen, aber heute ich stets den Eindruck das bei keinem Wechsel einen Leistungsabfall gab, gerade bei Lasse war das sehr gut, aber selbst für Kevin galt das witzigerweise.

    Tja, Potsdam unkonventionell Manndeckung, aber das halten sie so nicht durch. Trotzdem stark von denen und eher Arbeitsmodus von uns.

    Pajos 7-6 funktioniert aber schon sehr zuverlässig, wie mir zum wiederholten Male auffält. Egal ob man das mag oder nicht, hat er das der Mannschaft schnell reingetrieben. Was mir hier aufgefallen ist: Hansen, Jakobsen haben angefangen, aber Horgen/Pedersen ab 7-6....oder lag es an Halbzeit teilen...wäre interessant, wenn er dafür ganz spezielle Formationen hätte. Die Pässe von Kirkelökke auf Pedersen waren auf jeden Fall auffällig.

    Ich bin mir nicht sicher ob wir von der gleichen Sache reden. Wie ich das verstehe finanziert Müller ja schon einen Teil des Etats und diese 2 Millionen kommen "ungeplant" oben drauf, weil sich niemand anders findet, aber die Finanzierungslücke da ist. Müller gibt nicht NUR zwei Millionen.

    Der Unterschied zu Rudolph ist halt, dass Hamburg Titel gewonnen hat. Man kann diskutieren ob genug für das Geld, die Diskussionen über Trainingsmoral sind ja auch damals regelmäßig gewesen, aber die CL und die Meisterschaft sind Titel die viele andere Geldverbrenner niemals geschafft haben. Gerade wenn ich bei erstem auf Vezprem gucke zum Beispiel. Müller hat diese Aussicht aber nicht und dann ist die Frage was er da meint rauszubekommen.

    Nun, es ist letztendlich das gleiche wie in den Rudolph Jahren. Ich glaube den Veranwortlichen sogar, dass sie verzweifelt nach anderen Sponsoren suchen und ich glaube auch das man die Kosten reduzieren will (okay, das wäre anders als zuvor), aber man kalkuliert nach wie vor zu hoch, wenn die einzige Aussicht das Prinzip Hoffnung ist. Wenn der Fehlbetrag durch den Eingriff des Mäzens beglichen wurde, hatte man keine Lösung B und zwar bis jetzt nicht.

    Das gefährliche daran ist eben, dass es dann vom Spielzeugfaktor abhäng. Rudolph hat Trophäen bekommen, auch wenn er sich trotzdem nicht genug gewertschätzt fühlte. Das wird jetzt nicht passieren. Wenn bezüglich des Kaders nicht noch kleinere Brötchen gebacken werden, sind wir in 12 Monaten wieder hier. Selbst wenn dann die Summe auf eine Million oder weniger gesunken ist, wird man hier nicht weiterkommen.

    Also es hat sicherlich nicht das selbe hautnahe Feeling wie die ersten 10 Reihen des Unterrangs, aber gerade was Übersicht angeht, sieht man von oben eigentlich besser als zum Beispiel unten hinter dem Tor...logischerweise wenn man drüber nachdenkt, weil man viel eher in der Position einer Fernsehkamera ist. Wenn es einem sehr wichtig ist die Poren der Gesichter zu erkennen, gibt es ja sowas wie Operngläser, aber nun gut...dafür sind sie halt wirklich sehr viel günstiger.