Beiträge von Steinar

    Ja ich seh das anders. Ich fand die erste Halbzeit schön. Auch Norwegen-Island war lustig. Klar sagt man sich, die müssen das doch irgendwie mal checken und z.B. die Kreisanspiele verhindern. Aber lieber 20 Tore in einer Halbzeit, als nur 9 :) Am besten das Mittelmaß aus ordentlicher Abwehrarbeit und schönem Angriffsspiel.

    Ist ja auch okay. Ich kenne auch genügend Leute, die lieber ein 45:43, als ein 24:22 sehen. Ist bei mir halt anders und dann kommt halt auch immer die alte Phrase "Abwehrarbeit ist Einstellungssache" zum Tragen. ;)

    AbER Ola Lindgren hatte ja seinen Mannen schon vorher eingebläut, dass man nicht gewinnen kann. "Wir müssen fünf Tore besser sein, um mit einem Tor gegen Deutschland zu gewinnen." ...

    In meinen Augen mussten halt beide Mannschaften für ihre Tore zu wenig arbeiten. Der ersten Halbzeit fehlte in meinen Augen alles, was aus meiner Sicht den Reiz eines Handballspiels ausmacht. Das war ähnluch schlecht, wie Norwegen-Island. In der zweiten Halbzeit haben sich halt beide Abwehrreihen gesteigert. Darf aber gerne jeder anders wahrgenommen haben... :D

    Ich male auch nicht gern schwarz, aber man sollte doch ein wenig auf dem Boden bleiben nach der Erwartungshaltung vor dem Turnier...

    Auch erinnere ich mich an die WM 2009 in Kroatien, wo man in der Vorrunde nahezu alles von der Platte fegte und mit 4 Punkten in die Hauptrunde einzog. Am Ende kam nur noch 1 Punkt gegen Serbien hinzu und man spielte "nur" um Platz 5.

    Für mich ist alles was jetzt noch kommt, das Sahnehäubchen. Wobei ich natürlich auch hoffe, dass die Mannschaft an Sicherheit gewonnen hat, bei dem ein oder anderen so langsam der Knoten geplatzt ist (zB Christophersen). Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Mannschaft realistisch betrachtet, erst eine Halbzeit wirklich überzeugt hat. Gegen Schweden war die zweite Halbzeit mit einem 9:9 bei aller verständlichen Euphorie auch nicht so toll....


    Ziel und dementsprechend auch Erwartungshaltung war die Olympiaqualifikation - mit allen Konsequenzen, die sich spielplantechnisch ergeben. Bis jetzt liegt die Mannschaft - auch aufgrund der Schwächen von Dänemark und Schweden - nicht mehr als im Plan. Und für mich bleibt die Frage - War die erste Halbzeit so gut oder Schweden einfach nur grottenschlecht? 20 Gegentore. Das kann man doch nicht mehr "Abwehrarbeit" nennen.

    Bei der Frauen-EM in Dänemark 2010 hat der dänische Trainer das sogar vom Publikum eingefordert und dem Publikum vorgeworfen im ersten Spiel "zu brav" gewesen zu sein. Gut finden braucht das kein Mensch, aber solange man sich in einem gewissen Rahmen bewegt, kann man das auch tolerieren.

    Um mal Ulf Kirsten zu ziteren: "Wenn die gegnerischen Fans am Ende nicht "Kirsten, du A...och" riefen, wusste ich, dass ich schlecht gespielt hatte."

    Vermutlich ist ihnen mittlerweile klar geworden, dass man die alte HSG Schälsick besser komplett ins Nirvana schickt. Streng genommen ist der DDHC nichts anderes, als dass der DHC Frank Flatten als GF verpflichtet und der noch einige Sponsoren durch die Außendarstellung als HSG und die Austragung einiger Spiele mitbringt.

    ist er denn nur zur hälfte, oder zu 2/3 oder ganz drin? Dass er mind. zur Hälfte drin ist, ist deutlich zu erkennen, aufgrund der schlechten Auflösung kann ich nicht erkennen ob der Ball ganz drin ist, oder ein paar mm dazu fehlen.

    Und warum sprichst du dann vom klaren Tor, wenn du nicht erkennen kannst, ob der Ball drin ist? Verstehe ich nicht. Es ist Grundbedingung, dass der Ball ganz drin ist. 51% oder selbst 99% sind eben nicht Tor. Respekt vor dieser SR-Leistung. Ganz schwierige Kiste.


    Eigentlich wollte ich wissen, was eine nötige Zeitstrafe sein soll. ;)

    Roggisch z.B. bei der EM 2010, als man gegen Slowenien noch von 31:33 auf 33:33 kam, weil die Slowenen Schiss hatten auf das Tor zu werfen. Die "Qualität" einer Zeitstrafe erklärt sich mit dem Effekt beim Gegner. Es gewinnt ja nicht automatisch die Mannschaft mit den geringeren Strafminuten. Und unnötige Zeitstrafen gilt es zu vermeiden. Aber ja, der Wert ist rein subjektiv. ;)

    Entscheidend sind die 14 Technischen Fehler (zum Vergleich CZE kommt auf 9 Ballverluste) und die katastrophale Wurfquote aus dem Rückraum (7/19, zum Vergleich CZE 11/23). In meinen Augen wurden da gerade zu Beginn einfach keine klaren Chancen herausgespielt. Stochl war jetzt abgesehen von den gehaltenen Siebenmetern gar nicht derentscheidende Faktor - wir reden auch beim Tschechen von einer Fangquote von 29%, das ist wie bei Heinevetter unterer Durchschnitt als Note praktisch ne 3-4, befriedigend oder ausreichend. ;)

    60 Angriffe pro Partie von einer Mannschaft sind eigentlich gar nicht sooo ungewöhnlich. Allerdings kann man dieser EM jetzt auch nicht gerade Tempohandball vorwerfen. Richard Ratka würde vielleicht von einer 80er-Jahre-EM sprechen. ;)

    DHB-Auswahl aus dem CZE-Spiel in Zahlen:

    Wurfeffektivität 24/44 (55%)
    Angriffseffektivität 24/53 (45%)
    TW-Leistung 11/38 (29%)
    Ballverluste 14 (26%)
    9m-Quote 7/19 (37%)
    7m-Quote 3/6 (50%)
    Außen 2/4 (50%)
    Kreis 4/5 (80%)
    TG-Quote 3/4 (75%)
    Durchbrüche 5/6 (83%)
    Anzahl "unnötiger" Zeitstrafen 3/3 (100%)

    Vorallem sollte endlich die Zeit für Handball-Legastheniker, die lediglich in der Abwehr spielen vorbei sein.

    Sollte man eigentlich menen, aber z.B. Dänemark (Kasper Nielsen), Tschechien (Kubes, Hynek), Schweden (Karlsson, Jernemyr), Spanien (Morros), Frankreich (Dinart) setzen auch noch alle auf reine Defensivspieler... Die Überlebensstrategie ist die, dass es immer noch genügend Wurfkühe gibt, die eben nicht gescheit Abwehr spielen können...