Schaut man sich den Fall von Jo Deckarm an, wird - glaube ich - klar, warum es diese Regel gibt, auch wenn Jo mit einem Feldspieler, den er vorher eben nicht sehen konnte, zusammengeprallt ist.
Weil es eben ein Feldspieler war, ist dieses Beispiel doch wohl jetzt nicht wirklich ein ernst gemeinter Versuch der Rechtfertigung zu Torwart-Gegenstoß. Also bitte. Gerade weil es ein Feldspieler im Falle Deckarm war (davon ab, dass ich diese Situation nicht als klassischen Gegenstoß ansehe und man gerade in der Situation auch mit Gegenspielern rechnen sollte), wäre es doch ein Grund das Pferd von einer anderen Seite aufzuziehen und den TG-Spieler in die Pflicht zu nehmen.
Die Regel ist nun erstmal da und derartige Szenen - ich habe bei solchen Aktionen auch schon Kreuzbandrisse bei Torhütern erlebt - wurden damals billigend bei der Regeländerung in Kauf genommen. Ist zumindest nicht so, dass niemand im Vorfeld vor genau derartigen Entwicklungen und Szenen gewarnt hätte. Aber man kann das ganze ja auch nach dem Auftreten noch mal reflektieren.
Moderner Gegenstoß (gelaufen von A)
TW A: spielt möglichst langen Pass
A7 (meistens wurfferner Außen): läuft möglichst schnell nach vorne (ohne Rücksicht auf Verluste) und nimmt den Ball so spät wie möglich an
B3 (wurfferner Halber) versucht das Stürmerfoul zu provozieren
TWB muss eigentlich im Kasten bleiben, da sonst die Rote Karte droht - selbst, wenn er in Ballbesitz kommt und selbst wenn er nicht aktiv den Zusammenprall verursacht.