Beiträge von Steinar

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    @ Steinar: Ich hatte nicht den Eindruck, dass sich der Handball in den sechs Jahren, in denen der THW am Stück Meister wurde, in einer Abwärtsspirale befand.

    Tja, Eindrücke können verschieden sein, zumal in diese Zeit eben der WM-Hype von 2007 noch einsetzte. Wenn du nach drei Meisterschaften für Kiel wieder einen Nationalmannschaftstitel für Deutschland einstreust, dann kannst du das Niveau vielleicht halten. Leicht wird es nicht. Es kann der Liga nur gut tun, dass dieses Jahr auch ein anderer Meister wurde. Und da Fanattraktivität meistens über den regionalen Bezug mit einer Mannschaft hergestellt wird, ist es für die gesamte Liga immer am besten, wenn möglichst viele Mannschaften Meister werden können. Als Kieler mag man das durchaus anders sehen. Die Perspektive ist schließlich von der Spitze eine völlig andere, als aus den Niederungen der Zweiten Liga, wo mein Verein ja rumturnt.

    Steinar
    Dir ist aber auch klar das ein Nowitzki nicht für 30.000 € im Monat spielt :D

    Ich sag ja die Summen muss man bei der Diskussion weglassen. Der Mindestlohn in der NBA beträgt in der neuen Saison für einenRookie nach dieser Quelle wohl 490.180 US$. Nowitzki hat aber nun einmal auch vor der Saison auf einen Haufen Asche verzichtet, damit die Mavs noch einmal personell nachrüsten können und endlich dieser Ring an seinen Finger kommt.

    heindaddel: Die Bundesliga lebte über Jahre von dem Image, dass "der Letzte den Spitzenreiter" schlagen kann. Das machte die Attraktivität aus. Wenn lauter Bravo-Boys in den Hallen spielen und am Ende jedes Jahr Kiel Meister wird, dann lässt die Berichterstattung in den Medien irgendwann nach, der Sport wird für Sponsoren unattraktiver, es fließt weniger Geld und man begibt sich in eine Abwärtsspirale. Wenn es um die Wirtschaftlichkeit geht, dann erscheint mir das Modell NBA wohl doch effektiver, weil nämlich insgesamt mehr Geld umgesetzt wird. ;)

    wohl wahr.... aber irgendwie schafft´s Herr Messi immer wieder dass ich da keinem seiner Gegenspieler einen Fehler unterstellen möchte ;)

    Der wurde aber auch nachweislich erst mal durch Doping (HGH-Therapie als Kind/Jugendlicher) in die Lage dazu gebracht.
    Aber der Fehler besteht streng genommen dann darin, dass man Messi an den Ball kommen lässt. ;)

    In der NBA gibt es sowohl Minimal- wie auch Maximalgehalt und alles in Abhängigkeit von der NBA-Zugehörigkeit. (Gut, die dortigen Summen sollte man mal außen vor lassen) Letztlich sollte doch jeder Verein eine solche Kategorisierung selbst durchführen. Sprich - für einen Top-Spieler bin ich bereit den Betrag x auszugeben, für einen der internationalen Klasse einen niedrigeren und für einen normalen Bundesligaspieler noch mal weniger. Wenn sich jeder Verein an diese eigenen Vorgaben hält, dann geht auch im Normalfall kein Klub pleite - es sei denn, es brechen mal wieder Sponsoren weg und man hat Verträge mit einer zu langen Laufzeit (teilweise läuft das ja schon 5-7 Jahre mittlerweile). Das Problem bei einer "Nichtregulierung" besteht dann eben darin, dass einige Vereine die Schmerzgrenze eben nicht richtig einschätzen oder dann für den einen oder anderen Spieler doch mal überschreiten.

    Wie schon oben geschrieben, die HBL wird gestört durch die CL - denn die Liga definiert sich auch über ihre Erfolge im Europapokal als "stärkste Liga der Welt". In der NBA gibt es da eine Umlage. Die Vereine, die den Salary Cap um mehr als einen bestimmten Betrag überschreiten, müssen an den Ligaverband noch einmal diese Summe an "Steuern" zahlen und die wird dann wiederum auf alle Vereine umgelegt. Das heißt letztlich, dass ein Verein, der mal Meister werden möchte oder auch nur in den Europapokal will (kommt ja drauf an, wo man die Etatgrenze hinzieht) das untere Tableau mitfinanziert. Dadurch hebt man das gesamte System vermutlich auf ein höheres Niveau, als es in dem "Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht"-System der Fall ist.

    Das Problem ist doch die Wirtschaftskraft des THW Kiel. Es gibt keinen anderen Verein auf der Welt, der sich einen solchen Etat ohne Mäzen (und Barcas Quersubventionierung ist nichts anderes als Mäzenatentum) leisten kann. Dann hast du eben 10 Jahre lang einen Serienmiester in Deutschland, der mit 0 Minuspunkten durchgeht und auch gleichzeitig noch Pokalsieger und CL-Sieger wird. Medienmäßig geht das ganze dann in den Keller.

    Der NBA des Handballs fehlt es eben im Vergleich zu der wirklichen NBA dann an solchen Mitteln, wie Drafts (mit Erstzugriffsrecht für die im Vorjahr schwächeren Vereine). In der HBL herrscht Kapitalismus in Reinform. Dagegen ist die NBa mit dem Draftsystem und dem Salary-Cap doch quasi schon sozialistisch. Weil alle ein gemeinsames Interesse haben. Die NBA als solche ist aber auch ein autarkes Gebilde, das nicht durch solche Spielereien wie einen Europapokal "gestört" wird. Selbst in gewissen Rennserien wird über Einheitsmotoren, Einheitschassis, Einheitsreifen,... nachgedacht. Warum? Der Spannung wegen.

    Beim Männerfußball hätte es bestimmt etliche gegeben, die behaupten: "Der war unhaltbar" (Ich erinner mich an Neuer bei Inter)
    Olli Kahn hätte gesagt: "Da muss sie übergreifen" ;)

    Letztlich war es ein Sonntagsschuss, kombiniert mit einem falschen Stellungsspiel. Aber jedes Tor resultiert faktisch aus einem Fehler. ;)

    Die alten Reinickendorfer Füchse auch. Im Spiegelarchiv wissen.spiegel.de gibt es aus den 70er, 80er, 90er Jahren ganz interessante Artikel zu dem Thema. Einfach mal die Suchmaske mit den Namen der großen Bosse von damals füttern. ;)

    Diese Preistreiber-Verursacher-Diskussion ist doch völlig wumpe. Es ist halt das Recht der Spieler sich ihr Gehalt komplett frei auszuhandeln. Um für den einen Verein zu spielen werden dann 30.000 Euro netto fällig, bei einem anderen sagt man vielleicht schon aus unterschiedlichen Gründen für 20.000 zu. Solange man dies so beibehält, wird sich an der Spirale nach oben auch nur wenig ändern. Denn wenn ein Spieler gut ist, dann wird er immer Begehrlichkeiten bei den Topclubs wecken und um den Spieler zu halten, packen dann die kleinen Vereine drauf,...

    Ja, handvoll ist untertrieben. Und davon leben können auch selbst im Frauenhandball der Großteil der Spielerinnen. Aber davon leben und auch ein relativ langes Leben nach der Karriere wird davon kaum eine führen können. Da trifft es dann die handvoll schon ganz gut. Wenn es die überhaupt schon gibt.

    Die festgeschriebenen Ablösesummen gelten aber im Normalfall nur für einen Wechsel innerhalb Spaniens, weil sie da Vorschrift sind. Für Wechsel ins Ausland sind die nach oben und nach unten eigentlich verhandelbar...

    Ist doch auch alles eine Frage des Geldes. Wenn im Männerfußball 10-100 mal mehr Geld im Spiel ist, als beim Frauenfußball, (zwishen Männer- und Frauenhandball gilt vielleicht der Faktor 5-10) dann kann man auch nicht die Erwartungen 1 zu 1 platzieren. Es gibt bei den Frauen auch nur eine handvoll Spielerinnen, die vom Fußball leben können und nun können wir da eine Henne-und-Ei-Debatte führen. Aber wenn ich mir anschaue, wie unüberlegt im Männerbereich manchmal gespielt wird,.... ;)