Beiträge von Steinar

    pinguin: Ich sehe du verstehst mich :hi:

    Wieso gibt man ein Riesentalent, das jetz in Hamm gehandelt wird, nicht an einen der Partnervereine zum Entwickeln???

    Weil man in erster Linie schauen will, was man sich leisten kann. Der DHC muss doch auch für eigene Talente irgendwann eine Schmerzgrenze ( ;) ) haben. Man hat ja immer das Problem der Großen Zahlen - Da ist jetzt der Millionenetat erst mal im Raum. Zieht man mal die Kosten für den Spielbetrieb ab und veranschlagt auch für Trainerstab, Geschäftsstelle + sonstiges Kleinstverdiener-Personal (Catering, Presse, Hallensprecher,Ordner,...), dann wird für die Mannschaft, wie viel Geld weiter zur Verfügung stehen? Vielleicht ein wenig mehr als die Hälfte - wenn überhaupt. Bei 15 Spielern bleiben dann pro Spieler im Schnitt 3000 Euro (eher noch etwas weniger) Effektivkosten (also inklusive aller Lohnnebenkosten wie Umlagen, Rentenversicherungskosten, BG, Krankenkasse,...) vielleicht möglich. Das kannst du dann noch weiter runterbrechen auf das mögliche Durchschnittsnettogehalt (sind dann 1000 + x // x größer oder = 0). Da nun ein Talent eher unterdurchschnittlich verdienen wird und ein gestandener Spieler wie Lochtenbergh, Plaz,... eher überdurchschnittlich - wird für ein Talent wohl kein vierstelliges Netto-Gehalt drin sein. Und wenn man auf der Stufe ist, dann wird man den Spieler eher U800 Euro halten, weil dann die BG noch nicht so reinhaut und die Spieler noch als "Freizeitaktive" durchgehen. Daher ist ja auch die Duale Karriere weiterhin so wichtig.

    Das Einsparpotential ist wenn, dann noch in den Kosten für den Spielbetrieb vorhanden, wo man den Cent umdrehen muss und überlegt, bei welchen Spielen denn die Anreise am vortag wirklich unabdingbar ist. Aber auch das sind immer nur Tropfen auf den heißen Stein. Wie viel lässt sich darüber überhaupt einsparen? ;)

    Und grade wenn man mit der Jugend plant muss man Clausing und Szczesny halten!!!

    ...aber nicht um jeden Preis.

    Der Etat liegt bei etwa 1 Mio Euro, umfasst dann aber sämtliche Kosten - sowohl für Spiele, Übernachtungen, Schiedsrichter,... bis hin zu Hallensprecher, Pressesprecher, Thekenpersonal, usw.

    Der Posten - Personalkosten für die Mannschaft - liegt dann um einiges niedriger und da sind dann für Spieler einer gewissen Klasse eben nicht mehr alle Beträge realisierbar.

    Du versuchst das Feld von der falschen Seite aufzurollen.

    Ohne Setzliste hat bei einer Handball-EM jede Mannschaft z.B. die Chance 1/15 (6,7%) auf Frankreich zu treffen. Mit Setzliste und vier Lostöpfen beträgt die Chance aber plötzlich entweder 1/4 (25%) oder eben für drei Mannschaften 0% - prompt wird es unfair - nämlich für 12 Teams gegenüber 3 anderen. Anhand dieses Beispiels wird auch der Sinn einer Setzliste schnell klar. Sie zielt darauf ab, dass sich die vermeintlichen Titelfavoriten möglichst lange aus dem Weg gehen. Bei einer EM finde ich die Leistungsdichte allerdings derzeit so hoch, dass es kaum einen Unterschied ausmacht, ob man in Lostopf 1 oder 2 oder gar Lostopf 3 war.

    Es ist dennoch die fairste Lösung, weil jeder die gleichen Chancen hat.

    Die Serben waren z.B. nicht nur vor Tschechien, Spanien, Island in der Vorrunde geschützt, sondern können auch frühestens in der Hauptrunde auf Mazedonien treffen und erst am Finalwochenende auf Ungarn und Kroatien (im Übrigen die beiden besten Mannschaften der Qualifikationsphase - wenn wir nun mal das Argument der Dänen mit sich durch die Quali in "Lostopf 1 spielen aufgreifen)

    Natürlich kann man Setzlisten erstellen, aber man kann kaum eine systematische Setzliste erstellen, ohne dass sich jemand benachteiligt fühlt.

    Die EHF hat eine Dreijahreswertung, die erstmal für eine möglichst ausgeglichene Verteilung der einzelnen Qualifikationsgruppen sorgen soll. Trotzdem erwischt Deutschland eine Gruppe, in der mit Deutschland, Island und Österreich insgesamt drei Mannschaften an den letzten beiden Großturnieren teilgenommen haben und Dänemark mit Russland, Weißrussland und der Schweiz eine Gruppe, die keinen weiteren WM-Teilnehmer stellt. Wie viel sind also Deutschlands 9 Punkte gegenüber Dänemarks 10 oder Ungarns 12 Punkten wert?

    Wenn im Fußball bald die Bayern die CL-Quali schaffen, dann werden sie vermutlich höher eingestuft, als Dortmund oder Leverkusen? Ist das fair angesichts der Leistungen in der letzten Saison?

    Man könnte auch die Auslosung auf zwei Lostöpfe reduzieren - Titelverteidiger + Gruppensieger und Gastgeber + Gruppenzweite. Bekommt man dann eine fairere Lösung? Was passiert, wenn man ein vermeintlich starkes Gastgeberland hat? So wie eben bei den Däninnen, die trotz zwei 11. Plätzen bei den vorhergehenden Europameisterschaften und einer verpassten WM in der für die Qualifikationsphase relevanten Dreijahreswertung in den zweiten Lostopf gesetzt wurden. Frankreich, Vizeweltmeister 2009, wurde dann die schlechte EM 2008 zum Opfer, weil sie damals im Umbruch in der Vorrunde die Todesgruppe mit Dänemark, Rumänien und Ungarn erwischten. Als Gruppensieger in der Quali und Vizeweltmeister nur in Lostopf 3? Zur Belohnung gab es eine Vorrundengruppe mit Ungarn und Norwegen. War das nun fair?

    btw: trotzdem hoffe ich dass jetzt nicht alle deutschen Kids zum Basketball rennen und dem Handball fernbleiben ;)

    Man muss den Kids nur erklären, dass Nowitzki so ein "nicht zu verteidigender" Basketballer wurde, weil er bis 14 Handball und eben nicht Basketball gespielt hat. Neuer ist ja auch so ein Super-Torwart, weil er sich an Henning Fritz orientiert hat. ;)

    Mahé kann vorne mit Sicherheit Akzente setzen - wenn er seine Nerven unter Kontrolle behält. Wäre aber durchaus auch möglich, dass er auf Linksaußen zum Einsatz kommt und dann mal punktuell über die Spielzüge in den Rückraum rotiert. In der Abwehr hat er es alleine von der Physis schon schwer, das wird auch spannend, ob Hasanefendic künftig dann überhaupt noch 6:0 spielen lässt oder dauerhaft auf eine offensivere Formation mit Lützelberger und Mahé als vorgezogene setzt.

    Dafür hatten sie halt die billige qualigruppe ohne weiteren teilnehmer an der letzten wm. Die fairste setzliste ist der verzicht auf eine vorsortierung. Dass die dänen nun jammern ist ekelhaft. Erst bei der letzten frauen-em sind sie zum leidwesen frankreichs profiteur der setzliste gewesen. Da hat man aber dann den modus nicht schlecht gefunden....

    Was einem zusteht und was man in Anspruch nimmt, sind durchaus zwei unterschiedliche paar Schuhe. Das lernt aber ein Politiker auch schon auf Kreisebene. Da er aber eh derzeit keine Bedeutung hat und bis zum Comeback noch etwas Zeit vergehen wird, wird ihm das vermutlich nicht wirklich nachhängen.

    Da hat sich der Gehaltsverzicht vor der Saison richtig ausgezahlt

    Respekt, auch wenn ich ausgerechnet von den Finals aufgrund familiärer Verpflichtungen genau Spiel 6 nicht sehen konnte - aber insgesamt eine sensationelle Finalserie.

    Und man kann auch immer wieder lernen - Erfolg wird im Team entschieden. Ohne die Leistungen von Terry, Barrea, Kidd, ChalmersMarion,..., wäre dieser Erfolg so nicht möglich gewesen. Selbst Cardinal (hat ja z.B. Wade die Hüfte angeschossen und vorne auch noch in Spiel 5 einen wichtigen gemacht), Stephenson, ... und wie sie alle heißen haben ihren Teil zum Titel beigetragen.

    Dass die Isis und die Deutschen ihren Setzlistenplatz tauschen aufgrund der Gruppenphase ist aber nun auch schon seit Jahren Usus und davon haben auch schon mal alle anderen profitieren können. Das war vor der EM 2010 auch der Fall und das ist selbst bei den EC-Wettbewerben der Fall, dass die ungesetzten Teams den Setzlistenplatz übernehmen, wenn sie einen gesetzten raushauen. Wären die Isis jetzt an Österreich gescheitert, dann hätte Deutschland als EM-10. eben maximal den 9. Platz von den Ösis erben können und nicht den 3.

    Nun ja, in der 1. Hälfte gab es im Angriff schon einige Unsicherheiten und Ballverluste und Palinger wurde richtig warm geschossen. Besonders zwischen der 10. und 17. Minute zeigte sich die Nervosität. Was mich aber total überzeugt hat, war die Abwehrarbeit. Über die ganze Spieldauer hinweg waren die Mädels hoch konzentriert, verschoben sauber und traten in richtigen Augenblick auf die Angreiferinnen raus. Damit taten sich die Ungarinnen ungeheuer schwer und konnten ihre Durchschlagskraft nicht zur Geltung bringen. Den Rest fischte Schülke, die einen Sahnetag erwischt hatte. Das war absolute Spitze.
    Wirklich ein schönes Spiel! So wird es hoffentlich weitergehen, vielleicht kommt dann auch mal das das deutsche Fernsehen :wall: Jedenfalls Dank an die Ungarn für den Livestream.
    Weil ich sonst kaum Gelegenheit habe, Schiedsrichter zu loben, mach ich das jetzt mal. Die Norweger Abrahamsen/Kristiansen leiteten ruhig und weitgehend ordentlich und ließen sich nicht durch die anfangs laute Halle irritieren.

    Also Palinger und Herr standen da Schülke jetzt leistungstechnisch nicht großartig nach und wer nun eher warmgeschossen wurde sei mal dahingestellt. Also wenn man die reinen Paraden, die zu Ballbesitz führten, zählt, dann war Deutschland genau eine Parade besser. Die Phase zwischen der 10. und 17. Minute fiel schon auf, war aber auch der Zeitpunkt, wo die ersten Spielerinnen kalt von der Bank kamen.

    So, die ungarische Mediathek hat wieder geöffnet...

    Ich hätte jetzt gerne für Wöller einen Gefällt mir Button. ;)

    Damit es kein Einzeilenposting wird. Hasanefendic ist in meinen als Coach jemand, der auf eine fest erste Sieben setzt und diese dann eben auch extrem stärkt. Wer zweite Reihe ist, der hat es tendenziell schwer.

    Wöller: Da wir es letztens - vermutlich im Themenkomplex um den scheidenden Oberberger - schon irgendwann mal hatten: