Beiträge von Steinar

    Das ist klar, aber wieso ein Mann wie Daniel Stephan geholt? Hätte man dieses Geld in ein, zwei weitere Spieler investiert, dann wäre das Team sicherlich nun auf Platz 1 und würde nächste Saison in Liga 1 spielen... Nicht nachzuvollziehen, wie man einen solchen Schritt machen konnte... Und was man nun davon hat, sieht man... In der kommenden Saison ist keine Kohle mehr da...

    Und nach dem Aufstieg? Man muss auch ins Umfeld investieren, wenn man mittel bis langfristig in die erste Liga möchte.

    Der THC ist so oder so klarer Favorit - das ist einfach mit dem Kader so. Das müssen sie eben dann nur auch noch in beiden Partien auf die Platte bringen. Klar kann Buxte gewinnen, aber wie schon gegen Leipzig liegt die Favoritenrolle beim Gegner.

    Lisa Mößinger bringt durchaus gute Ansätze mit (Größe kann man nicht lernen - die hat sie - den Rest schon) und Edina Rott weiß ja, auf was sie sich da einlässt. Manchmal passt es bei einem Verein auch einfach nicht und bei einem anderen Verein sieht es möglicherweise schon anders aus.

    Starkes Spiel der Löwen in der zweiten HZ, vor allem denfensiv. Mal sehen ob es nochmal eng wird, hätte es Montpellier ja nach dem Hinspiel gegönnt wo ich sie sehr stark (vor allem physisch präsent) sah.

    So stark war die Defensivleistung gar nicht. Erst war es Szmal, später dann die Kopflosigkeit Montpelliers, die für so wenige Tore gesorgt hat.

    Da reicht ja ein Blick auf das Protokoll, dann weiß man ja, dass da u.a. zwei Drittligaspielerinnen auf der Platte standen....Oldenburg hatte aber auch nicht die "erste Garnitur" auf dem Parkett.

    Es gibt da keine "weichen" Übergänge. Entweder man macht es oder man macht es nicht. Man kann ja schlecht mit 1,5 Staffeln in der zweiten Liga spielen. ;)

    Grundsätzlich stellt sich doch die Frage, was da angeblich so die Kosten in die plötzlich unerreichbaren Höhen treibt. Vereine wie Recklinghausen oder Stemmer haben doch jahrelang kein Problem mit der zweiten Liga gehabt und Recklinghausen kann das nun auch entfernungstechnisch recht wumpe sein, ob man im Norden, Süden oder bundesweit spielt. Das heißt, die zusätzlichen Kosten entstehen für solch einen Verein dadurch, dass die Einnahmen aus drei zusätzlichen Heimspielen nicht ausreichen, um die Kosten für drei zusätzliche Auswärtsspiele aufzufangen. Wer einen Blick auf die Zuschauerzahlen wirft, kann sich das auch recht schnell anschaulich klar machen.

    Also, dass es dann um zwei Jahre dritte Liga geht, das wissen die Sponsoren, die diesen Weg mittragen würden. Von daher könnte man auch im Plan B im ersten Jahr Kapital aufbauen, um dann im zweiten Jahr den Aufstieg gezielter anzugehen, bzw. für eventuelle Sponsorenausfälle in künftigen Jahren schon mal ein paar Rücklagen zu haben. ;)

    Aktuell beträgt ja der gesicherte Etat für die zweite Liga wohl 1,1 Mio - in der dritten Liga rechnet man laut NGZ mit 250.000 Euro Kosten.

    Wäre vorrangig zu klären, steht der Wunschtrainer für zwei Jahre Dritte Liga zur Verfügung?
    Welche Spieler will und kann man halten, um diesen Weg zu beschreiten? Dormagen wird dritte Liga West spielen, das ist aufgrund der Ligareform mit der damaligen Regionalliga gar nicht mehr zu vergleichen. Die Fahrten gingen diese Saison hoch bis nach Aurich, könnten in der kommenden Saison aber auch nach Hessen gehen. Da droht dann evtl. Frankfurt, Groß-Bieberau, Groß-Umstadt, Rheinhausen Leichlingen, Wermelskirchen, Minden 2, Altenhagen,... durchaus nicht zu verachten.

    Was wirfst du Derad jetzt vor? Dass er nicht schon in den Jahren vorher 3 Mio Etat zusammengetrommelt hat?

    Um zu beurteilen, ob eine Arbeit gut oder schlecht gemacht wird, muss man doch auch die Möglichkeiten und Umstände kennen. Sprich, wie viel war angesichts von Wirtschafts- und Finanzkrise, Bayer-Rückzug (da gingen ja in der Region aus diesem Grund nicht nur die Handballer aus Dormagen auf Sponsorensuche, sondern etliche mehr) und eben der großen Konkurrenz (Gummersbach war damals auch noch Köln-orientiert, es gibt dazu noch Fußball, Eishockey, Hockey, Basketball, Handball,...) in der Region möglich.

    Was es bei Derad aufzuarbeiten gilt, das ist eben seine Beteiligung am Finanzloch - daher auch noch nicht die Entlastung des damaligen Vorstandes und natürlich die Frage, inwiefern der damalige Aufstieg und die sich anschließenden Klassenerhalte durch sportlichen Betrug zustande gekommen sind (Den Vorwürfen muss sich jeder Verein in einer vergleichbaren Situation - ob nun Flensburg, Gummersbach, Essen oder sonstwo stellen).

    Frage: Wie viel Prozent des aktuellen Etats würdest du der Derad-Zeit zuordnen? Wie viel Prozent konnte Lieven jetzt ernsthaft oben draufpacken?

    Da fällt mir spontan erst mal nur der Pflaumenschnaps ein. Ist ja immerhin auch schon eine Leistung, nur von den ursprünglichen Ankündigungen ist es eine Ecke entfernt. Und diese Leistung wird natürlich durch den HR-C-Deal völlig zerstört - denn diesen Deal hätte man niemals eingehen dürfen. Die Allgemeinheit war ja hier im Forum schon ohne Kenntnisse der Zahlen skeptisch, aber angesichts der nun nach der Insolvenz kolportierten Zahlen (Zitat oliolli war angeblich für 600.000 Euro gut) kann man doch nur noch den Kopf schütteln.

    Ich bleibe dabei, mit der aktuellen Situation hat Derad nichts zu tun, denn es hält den DHC Rheinland niemand davon ab im Rahmen seiner Möglichkeiten zu wirtschaften. Wenn diese Möglichkeiten nun einmal begrenzt sind, dann kann man halt nur diesen Rahmen ausschöpfen. Angesichts der insgesamten Entwicklung wäre es vielleicht sinnvoll gewesen den Geschäftsführer (konnte ja die GmbH noch nicht tragen) dann vorübergehend ehrenamtlich zu besetzen und dafür dann eben keinen Hannes Lindt zu holen. Einen Sigtryggson abzugeben und keinen Konitz und Tesch zu holen. Dann hätte man vermutlich genügend Geld eingespart, wäre nicht insolvent und würde nächste Saison zumindest noch Zweite Liga spielen.