Beiträge von Steinar

    Ich bin immer noch der Meinung, dass durch ein Durcheinanderwirbeln der Play-off-Ansetzungen - und das wäre ja vermutlich bei einem Nachrücken Wolfsburgs (oder Grevens) der Fall gewesen - der Wettbewerb einer größeren Verzerrung unterliegen würde.

    So ist es ganz streng den Regularien nach ein Nichtantreten. Dieser Punkt ist halt im Vorfeld geregelt und diesen Durchführungsbestimmungen haben die Zweitligavereine ja wohl auch mehrheitlich zugestimmt.

    Zitat

    Durchführungsbestimmungen
    (4) In den beiden Staffeln der 2. Bundesligen werden die Spiele zunächst in Vor- und Rückrunde ausgetragen. Hinsichtlich der Platzierung bei Punktgleichheit gelten die Bestimmungen des Absatzes (2) analog. Nach Abschluss dieser Runde spielen die vier Erstplatzierten jeder Staffel in einer Play off Runde (Halbfinale) zunächst nach dem Modus „A1: 4N-1S, A2: 3S – 2N, B1: 4S-1N, B2: 3N-2S“ in Hin und Rückspiel die Finalteilnehmer aus. Diese spielen ebenfalls in Hin- und Rückspiel (Finale) in den Paarungen „Sieger A2 gegen Sieger A1“ und „Sieger B2 gegen Sieger B1“ die beiden Aufsteiger aus. In beiden Play Off Runden haben dabei die oben erstgenannten Vereine zunächst Heimrecht. Ansonsten gilt für diese Spiele Absatz (3) analog. Zusätzlich haben die jeweils 4 erstplatzierten Mannschaften vor Beginn der Play Off Runde dem Vorstand der HBF verbindlich zu erklären, dass sie im Falle eines möglichen Aufstiegs diesen auch wahrnehmen. Die Abgabe einer nicht zutreffenden Erklärung ist mit einer Geldbuße von 3000 € zu ahnden. Wird die Erklärung nicht abgegeben, erlischt das Recht zurTeilnahme an den Aufstiegsspielen.

    Ein Nachrücken wurde nicht vorgesehen und kann somit auch gar nicht zum Tragen kommen, da ja die oben festgelegten Partien nicht mehr zu Stande gekommen wären.

    Allerdings ist dies ein Beispiel für eine schlechte Kommunikation zwischen DHB und HBVF. Man ging doch zu positiv an die neue eingleisige II.Liga.

    Nochmal, siehe oben - mit der HBL wurde offenbar genauso bescheiden kommuniziert.

    1.) Welche Vereine da mit Zwei-Tages-Touren operieren, sei mal dahingestellt. Ich glaube nicht, dass alle der genannten Vereine das machen werden.

    2.) Klar, innerhalb von vier Tagen. Aber danach ist erst mal für jede Mannschaft eine Woche bis zum nächsten Spiel Pause und dann auch noch mal vor dem Rückspiel eine Woche Pause. Der Kräfteverscheiß sollte in meinen Augen nicht wirklich ins Gewicht fallen. Wenn doch, dann hätten diese Teams in der regulären Programm eigentlich mehr Probleme haben müssen und wären nicht so weit oben.

    3.) Das Einspielen mit den starken Gegnern entfällt, weil das Final 4 erst nach den Aufstiegs-Playoffs (21./22.5.) ausgespielt wird. Der "Spionagefaktor" ist doch völlig wumpe. Glaubt jemand, dass Bad Wildungen nicht genügend Videos von Bensheim hat und es sich umgekehrt genauso verhält? Und selbst von Travemünde existieren doch genügend Videos, wenn man sich bemüht.

    4.) Ich gehe davon aus, dass in Bensheim auch am Mittwoch die Halle voll wäre. Die Zuschauerzahlen sind nie niedrig, da werden sie nicht in den Keller sinken, wenn es um was geht.

    Naja, das Thema Play-offs hat sich ja dann möglicherweise nach dem Wechsel zur eingleisigen Zweiten Liga erledigt.

    Im Vergleich zu allen anderen Städten, die sich Sportstadt nennen, ist das in Düsseldorf doch noch traumhaft. Da werden die Sportvereine teilweise jährlich mit sechsstelligen Beträgen subventioniert. Wenn man da mal das Gesamtvolumen berechnet, dann wird man das kaum in einer anderen Stadt finden.

    Und Minden zeigt gerade in der Nordstaffel, dass man auch mit zwei Millionen Etat nicht automatisch auf Platz eins einläuft. ;)

    Andersrum ist die Frage auch interessant: Warum sind die Teams, die in der Liga vor Schalke platziert sind, nicht auch im Champions-League-Halbfinale? Vor allem die Bayern dürfen sich diese Frage stellen. ;)

    Bei den Bayern war diese Saison das Saisonziel die Grundlage zu legen, um nächste Saison im Endspiel der Champions League zu stehen. Scheint noch ein weiter Weg zu werden, aber Hannover hat ja schon mal ein wenig gepatzt. ;)

    Zitat


    Nach meinen Informationen wird seit dem 1.4. wieder selber gezahlt. Insolvenzausfallgeld gab es für die Spieler von Januar bis März, für die anderen Angestellten von Februar bis März.

    Ist doch pupsegal, welche Gehälter man in Dormagen nicht gezahlt hat. Fakt ist, man hat 3 Monate die öffentlichen Kassen belastet.

    Zitat


    Viel wichtiger ist Dein Hinweis, dass es in der Liga noch nie eine Sanierung über einen Insolvenzplan gegeben hat.

    Hat es sehr wohl, nämlich seinerzeit in Essen. Trotzdem hat man dort eine neue GmbH gegründet, die eben im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens einige Pflichten der alten GmbH übernehmen musste. Ganz so schwarz-weiß, wie man das Thema in Dormagen darstellt, ist es nämlich bei weitem nicht. Es geht auch gar nicht darum, dass man in Dormagen nun versucht die GmbH zu sanieren, das hätte jeder in der HBL auch anerkannt. Aber es bleibt auch die Frage: Warum erst jetzt, wo es sich mit den geltenden Fristen ins Gehege kommt? Warum der Inso-Antrag auf Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung, der nach den Regeln den Zwangsabstieg eben unweigerlich zur Folge hatte? Jeder andere stellt den Antrag auf die für ihn günstige "drohende Zahlungsunfähigkeit", selbst wenn der Insolvenzverwalter dann zu einem anderen Urteil kommt.

    In Dormagen poltert man in undiplomatischer Weise gegen die Lizenzierungskommission und das HBL-Präsidium und wundert sich, dass man keine Lobby hat. Aber eine Lobby spielt bei dem Thema überhaupt keine Rolle, sondern einfach nur nachschauen, was man zu welchem Zeitpunkt zu tun hat. An diesem Punkt hat es beim DHC schon seit der Gründung gehapert, wenn ich mich da an die erste PK zur Ausgliederung vom TSV erinnere.

    Ich halte es durchaus für möglich, dass beim VfL faktisch schon eine Insolvenz vorliegen könnte - aber wo kein Kläger, bzw. Insolvenzantragssteller,.... Und die HBL prüft, z.B. ob ein Insolvenzverfahren anhängig ist. Dies ist eben beim DHC der Fall und bei den anderen HBL-Mitgliedern nicht. Das hat nun aber nichts mit Lobby zu tun - in keinster Weise. Das sollte man vielleicht selbst in Dormagen erkennen können.

    Wenn ich es doch richtig verstanden habe wird der DHC seine Gehälter selbstständig nicht bis zum Saisonende zahlen können. Daher ja das Insolvenzplanverfahren, das meines Wissens über andere Erstligisten noch nicht eröffnet wurde,...

    Und in Gummersbach (oder anderswo) setzt man sich eben auch mit den Lizenzierungsrichtlinien auseinander, bevor es zu spät ist.

    Wichtig ist für Essen, dass man mit einem heutigen Sieg im direkten Duell weitestgehend Klarheit in Sachen eingleisige Zweite Liga bekommt. Altenholz kann dann auch theoretisch nicht mehr überholen und für Dessau würde es bei neun Punkten Rückstand und 12 möglichen Punkten auch weitestgehend ein schwieriges Unterfangen. Ich denke mal gerade vor den beiden schwierigen Spielen (gegen Hildesheim und in Minden), die dann kommen, wäre es schön, wenn der belastende Druck weg ist und man befreit aufspielen kann.

    Daher heute: Gas geben und schauen, was rauskommt. :)

    Schauen wir mal. Mit ostwestfälischer Schützenhilfe könnte der TUSEM heute abend (und entsprechend auch bis zum Gründonnerstag, wenn Hildesheim kommt) durch einen Sieg in Altenholz auf Platz 5 stehen.