Ich glaube in Dormagen möchte man liebend gerne das Prinzip von Ursache und Wirkung umkehren.
Ich darf noch mal die Chronologie der Ereignisse zusammenfassen.
Sommer 2009: Bei der Revision der TSV-Bücher tut sich ein Millionenloch auf, was ohne Bayer-Schutzschirm in Insolvenz des kompletten e.V. bedeutet hätte
Herbst 2009: Die Ausgliederung des Profihandballs auf einen wirtschaftlichen Träger wird beschlossen, eine entsprechende GmbH gegründet
Winter 2010: Das Luftschloss HR-C wird als "Lucky Punch" präsentiert, dem alten Manager damit noch gleichzeitig eins ausgewischt (hat der ja nie geschafft das zu vermarkten)
Sommer 2010: HR-C muss schon vor dem ersten Saisonspiel Insolvenz anmelden, der DHC erklärte man habe Reserven im sechsstelligen Bereich, alles nicht so schlimm (Im Endeffekt drohte dem DHC hier doch bereits die Insolvenz, weil der Etat ja nun eine deutliche Unterdeckung (ca. 30% oder mehr) aufweist, oder?)
Herbst 2010: Der hauptamtliche Geschäftsführer muss gehen (Kann die GmbH noch nicht tragen), gleichzeitig wird aber ein zusätzlicher Spieler (Linkshänder!!!) verpflichtet.
Winter 2011: "Kostenneutral" trennt man sich von einem Spieler, verpflichtet aber vom frei werdenden Geld trotzdem zwei neue Spieler. Heinz Lieven soll angeblich 300.000 Euro zusätzlich in den DHC gesteckt haben (angesichts der kolportierten Summen frage ich mich jedoch, ob das nur als "Darlehen" war und er nicht auch einer der "Gläubiger" ist, oder ob die Etatunterdeckung noch viel größer war. Davon ab muss das HR-C-Sponsoring für mehrere Spielzeiten schon in dieser Spielzeit budgetiert worden sein, denn HR-C kann für das vereinbarte Engagement nie in einer Saison für 600.000 gut gewesen sein. Letztlich entschließt man sich zum einem Insolvenzantrag wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung (evtl. weil es für drohende ZU schon zu spät war, vgl. Sommer 2010)
Frühjahr 2011: Ausgehend von einer Faninitiative schafft es der DHC Rheinland insgesamt einen virtuellen Betrag von 200.000 Euro zu sammeln, faktisch kann der Verein aber über das Geld noch nicht verfügen. Faktisch muss über Wohl und Wehe der DHC Rheinland GmbH & Co KG eine Gläubigerversammlung entscheiden, die zu spät abgehalten wird. Faktisch wurde das Insolvenzverfahren eröffnet, aufgrund dessen die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Vielleicht hat man beim DHC gar nicht gemerkt, dass es anscheinend gar nicht mehr um den Abschnitt mit dem ggf. geht.... (daher vielleicht auch die andere Interpretation
).