Hier mal der Nachrichtenticker der Süddeutschen Zeitung.
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21:59 Uhr In Fukushima herrscht weiter Angst vor einem atomaren Zwischenfall: Laut japanischem Handelsministerium steigt als Folge des Erdbebens der Druck in einem der Reaktoren, weil die Kühlung der Brennstäbe ausgefallen ist. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Der Druck könnte das 2,1-fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist. Im Laufe des Tages war die Überlastung bereits mit einem Wert von 1,5 angegeben worden. Die Betreiberfirma TEPCO erwägt, den Druck abzulassen, weiß aber nicht, wie stark die radioaktive Strahlung im Inneren ist. Das Atomkraftwerk Fukushima-I ist seit 1970 in Betrieb.21:39 Uhr Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA ist wegen der Lage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-I in voller Alarmbereitschaft. Man sei in Verbindung mit den japanischen Behörden und beobachte die Situation genau, teilt die UN-Behörde in Wien mit. Japan habe die IAEA informiert, dass das Erdbeben die Stromversorgung von Fukushima-I gekappt habe. Die für die Notversorgung des Reaktor-Kühlsystems gedachten Diesel-Generatoren habe der anschließende Tsunami zerstört. Man bemühe sich, diese zu reparieren. Die Behörden hätten für Fukushima-I den nuklearen Notfall ausgerufen. Bisher sei aber keine Radioaktivität ausgetreten, so die IAEA.
18:33 Uhr Der Kühlwasserspiegel im japanischen Atomkraftwerk Fukushima-I sinkt, das bestätigt nun auch die japanische Atomaufsichtsbehörde NISA. Die Wasserzufuhr zum Reaktor ist unterbrochen. Dem Betreiberunternehmen TEPCO sei es bisher nicht gelungen, die Stromversorgung des Kühlwassersystems wieder herzustellen. Im Turbinenhaus des Kraftwerks steige die Strahlung und Tepco versuche, den Druck zu verringern, hieß es in einer Meldung der Agentur Jiji. Nach Angaben des NISA-Mitarbeiters habe TEPCO drei oder vier Generatorenfahrzeuge vor Ort, könne sie aber nicht anschließen, weil ein passendes Kabel fehle. Derzeit werde versucht, dieses Kabel per Flugzeug herbeizuschaffen.
17:05 Uhr Im gefährdeten Atomkraftwerk Fukushima-I kämpfen Experten gegen den beunruhigend niedrigen Stand des Kühlwassers. Radioaktivität soll nicht ausgetreten sein. Dennoch prüfen Spezialisten der Armee in Schutzanzügen die Lage. Auch ein Lastwagen sei mit dem notwendigen Gerät eingetroffen, um das Problem zu beheben, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Jiji. In Fukushima Daiichi hat es nach dem Beben Probleme mit dem Kühlsystem gegeben. Weil das Notkühlsystem nicht funktioniert, läuft die Anlage nur noch über Batterien. Experten sprechen von einem "Station Blackout": Nach der Schnellabschaltung ist es im Reaktorkern weiter extrem heiß - und ohne Stromversorgung funktioniert kein Sicherheitssystem mehr.
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08:59 Uhr Atomkraftwerke an der Pazifikküste in den Präfekturen Miyagi und Fukushima schalteten sich bei dem Erdbeben automatisch ab, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.