Beiträge von Steinar

    Russland hatte ein Durchschnittsalter von 23 Jahren. Laura van der Heijden, Lois Abbingh, Rut Jonsdottir, Nycke Groot, Milena Knezevic, Suzana Lazovic, Nerea Pena, Yuliia Manaharova, Camilla Dalby, Nora Mörk,... - die Liste der jungen unbekümmerten Küken lässt sich ja fortführen. Aber ich würde weniger über die Indianer, als über die Häuptlinge innerhalb der Auswahl den Stab brechen. Klar, eine Neagu oder Gullden sind außergewöhnlich und haben Führungsspielerqualitäten, die anderen haben eben erfahrene Spielerinnen neben sich, die die Partie lenken und sie führen, wenn sie es brauchen.


    Der prominenteste und schwerwiegendste Handball-Unfall im deutschsprachigen Raum dürfte Joachim Deckarm sein. Zu diesen Fall gibt es auch hinreichend Material.

    Deckarm hat immerhin zu den federnden Hallenböden geführt.

    Bei Pettersson-Stankiewicz hat es zu einer Regeländerung Torwart-Gegenstoß-Problematik gereicht. Wobei ja seit Wagner-Sveinsson in dieser Saison klar sein sollte, dass es nur eine Problemverlagerung vom Torhüter zum Feldspieler zur Folge hatte.

    Ich persönlich kann mich noch gut an Aleksandar Tutschkin und seinen um 90° verdrehten Fuß erinnern, da ich damals in der Halle war.

    Ronaldo: Aus österreichischer Sicht könnte man fast schon behaupten, dass sich die Alpenrepublik gerade von einer dank Hypo eher Frauenhandballorientierten Nation nun zu einer Männerhandballnation entwickelt. Hypo muss finanziell abspecken, dank Bosman-Urteil braucht man keine Einbürgerunngen mehr und just nachdem die Männer die Euro- und WM-Qualifikation erfolgreich schaffen, scheitern die Frauen in der EM-Quali gegen Island und in der WM-Quali an Polen.

    Naja, grundsätzlich hatte er doch weitestgehend eine erste Sieben, oder?

    Gut, warum im Tor Woltering mit einer Quote von 40 Prozent nicht weiterspielt, wird nur er wissen. Aber bei der Position gab es ja die wenigsten Probleme.

    Ansonsten:
    LA: Härdter fing an, Augsburg musste dann anfangen, da Härdter verletzt
    RL: Mietzner fing in allen drei Partien an
    RM: Wörz fing in allen drei Partien an
    RR: 1. Spiel Jurack mit einer unterirdischen Leistung, Wechsel zu Müller
    RA: Richter fing in allen drei Partien an
    KM: Althaus fing in allen drei Partien an.

    Ich sehe da doch auf dem Feld eine klare Stammformation. Wenn die natürlich keine entsprechende Leistung abliefert, dann muss ein Trainer wechseln. Man kann sich natürlich grundsätzlich die Frage stellen, ob diese Stammformation die richtige Wahl war, aber man kann doch nicht davon reden, dass es keine Stammformation gab.

    So, das Achtelfinale wird gerade ausgelost

    AS Rom - Schachtjor Donezk
    AC Mailand - Tottenham Hotspurs
    FC Valencia - Schalke 04
    Inter Mailand - Bayern München
    Olympique Lyon - Real Madrid
    Arsenal London - FC Barcelona
    Olympique Marseille - Manchester United
    FC Kopenhagen - Chelsea FC

    Toller Auslosungsmodus, wo schon die letzten drei Partien nicht mehr gelost werden.


    Wir gehen aber doch nicht von einer Münzwurf-Entscheidung aus. ;) Bei einer HSV-Siegquote von 90% (54 Siege in 60 nationalen Pflichtspielen in den Spielzeiten 09/10 und 10/11) stellen die 37,5% unter Leitung der Methe-Brüder meiner Meinung nach eine signifikante Abweichung dar. (Natürlich müsste man berücksichtigen, dass die Methes in der Regel bei Topspielen eingesetzt werden und nicht Hamburg gegen Dormagen o.ä. pfeifen.) Ob es daran liegt, dass der HSV es nicht schafft sich auf die Methes einzustellen oder ob es einfach nur Zufall ist will ich nicht beurteilen - bemerkenswert finde ich es dennoch.

    Ich dachte deshalb wird vor jedem Spiel eine Münze geworfen :D

    Ich denke es spielt da neben dem Top-Spiel-Charakter auch einfach eine gewisse "Self fulfilling prophecy" rein. Da liest man als Team die Ansetzung und denkt sich dann schon praktisch seinen eigenen Komplex.

    Bist du etwa der Meinung, dass in Schweden, den Niederlanden (11 Bundesligaspielerinnen im Kader) oder der Ukraine bessere Bedingungen herrschen? Bessere Bedingungen wirst du auf absehbare Zeit im Frauenhandball nicht hinbekommen. Da gibt es verschiedene Gründe, aber es hilft mir doch nichts über die Gegebenheiten zu jammern und es hat auch nichts mit dem aktuellen EM-Ergebnis zu tun. Die Vereine, die in deinen Augen professionell arbeiten spielen so ziemlich alle in der Champions League - viel mehr wirst du schon kaum mehr finden, die einen höheren Standard als in Deutschland den Spielerinnen zur Verfügung stellen. Selbst in Dänemark ist es ja keine reine Profiliga - eine Ann Grete Nörgaard ist im Hauptberuf Lehrerin, auch Troelsen oder die ein oder andere Spielerin muss nebenher arbeiten.

    Naja, die bisher bekannten Alternativen sind Lizenzentzug und erneuter Rückzug aus finanziellen Gründen (hat ja Sindelfingen schon einmal hinter sich) oder Bildung einer Spielgemeinschaft mit dem absehbaren Verlust der Erstligalizenz an die Kickers. Schwer zu sagen, ob da im Rennen zwischen Pest und Cholera nochdie eierlegende Wollmilchsau um die Ecke kommt.

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen Herbert Müller als Bundestrainer, aber das Kapitel kann man nun wirklich in keinster Weise erfolgreich nennen. Ein Trainer wie er, der seine Erfolge auch über Titel definiert (und nicht die Frage stellt, welche Kosten diesen Titeln gegenüberstehen), muss sich dann auch daran messen lassen. Und wo in Brasov Erfolg war, erschließt sich mir nicht. Aber darum geht es doch auch überhaupt nicht.

    Müller mag ein guter Motivator sein, Müller mag auch im Spiel handlungsschnell entgegensteuern können und Müller mag vielleicht auch ein Team formen können (ob gerade das so gut bei einer Auswahlmannschaft funktioniert, wie auf Vereinsebene kann keiner vorhersagen) - alles Anforderungen, die ein neuer Trainer mitbringen muss.

    Zum einen muss er den Vertrag mit dem ÖHB lösen, zum anderen wird man aber auch auf eine Beendigung des Engagements beim THC drängen. Mathematikdozent und Bundestrainer, das wäre noch vermittelbar - ansonsten befürchte ich einen riesengroßen Zickenterror zwischen Liga und DHB, der niemanden wirklich weiterbringt. Und da ist es egal, ob der Trainer nun Wolf, Müller, Leun, Krowicki oder Jensen heißt.

    Der Trainer, der nach diesem Debakel den Laden übernimmt, muss vor allem in der Lage sein einen sauberen Schnitt zu machen und auch unliebsame Entscheidungen bei den Spielerinnen treffen. Es darf nicht den Anschein bekommen, dass vielleicht irgendeine Spielerin plötzlich eine Chance erhält, nur weil sie gerade das passende Trikot trägt. Und das wäre bei jeder Lösund mit einem Vereinstrainer der Fall. Wenn Krowicki nun übernimmt, dann werden die Oldenburgerinnen nicht mehr ignoriert und wenn Müller übernimmt, dann die THC-Spielerinnen auch nicht mehr. Sicher wäre das verdient, aber ich habe die Befürchtung, dass dann gerade in dieser Phase dann solch ein personeller Umbruch zerredet wird. Daher befürworte ich eine vereinsunabhängige Lösung.

    Bankwärmer: Natürlich ist der Trainer für die Mannschaftsaufstellung verantwortlich. Das steht doch völlig außer Frage. Klar gibt es offiziell einen Mannschaftsverantwortlichen, der das Spielprotokoll unterschreibt - aber wir wissen auch aus welchem Grund der Trainer ungern sich an A schreiben lässt.

    Mir fällt gerade auf, dass das mit den Umfragen in meinen Augen früher besser war. Da war die Umfrage automatisch oben festgepinnt und war so ggf. auch bei der zweiten und dritten Thread-Seite zu sehen. Nun ist sie im Ausgangsposting integriert, wie beim Thread zum nächsten Trainerwechsel. Dazu noch seitlich, was auch etwas gewöhnungsbedürftig aussiegt. Nichts dramatisches, aber vielleicht gibt es da ja einen Regler. ;)

    Du schreibst es doch selbst, der punkteabstand kommt nicht aus den oltchimspielen. Nach dem hinrundensieg war das thema für valcea durch.

    Cl-quali gegen midtjylland. Kann passieren, war aber für die eigenen formulierten ansprüche zu wenig, wie auch das aus gegen itxako.

    Man kann ja bei anderen episoden in seiner vita die meinung haben, dass er schon erfolge zu verzeichnen hat, aber wenigstens das kapitel brasov sollte auch der glühendste mülleranhänger mal als misserfolg werten.

    Achja, thema beinaheabstieg. Da ging es in den keller, weil müller nicht genügend spielberechtigte spielerinnen eingesetzt hatte. Wäre es beim ursprünglichen punktabzug geblieben und hätte man in der revision nicht die bestimmungen kreativ ausgelegt, dann wäre brasov weg gewesen.

    @netter59: Volle Zustimmung. Ich denke einfach, dass es in der Liga keine Möglichkeit gibt für einen Vereinstrainer als Nationaltrainer. Das gibt immer nur endlose Neid- und Missgunstdebatten (frei nach Udo Lattek). Das muss jemand sein, dem man eben Neutralität abkauft und der einem glaubhaft vermittelt keine Spielerinnen zu bevorzugen.

    Darf ja jeder seine sportethischen Grundsätze haben. Aber ich würde mal spontan sagen mit der Anzahl der Titel da irrst du dich, selbst wenn wir nur auf Meistertitel schauen.

    Da solltest du mal in die Vita von Leszek Krowicki schauen, da sollten sich schon Meistertitel finden lassen. Ich persönlich finde bei einer Nationalmannschaft auch die Titel bei Pokalgewinnen im Verein oder mit Auswahlmannschaften aussagenkräftiger, weil der sehr konzentriert aufgebaut werden muss und da haben Leun, Krowicki und Wolf seit 2002 einiges vorzuweisen. Leun war glaube ich Pokalsieger mit Mainzlar, EC-Sieger mit Buxtehude und Weltmeistertrainer der U20, Krowicki hat alleine in den letzten drei Spielzeiten Europapokal, DHB-Pokal und Supercup gewonnen und Wolf war 2 x DHB-Pokalsiegerin und einmal EC-Siegerin. Erfolglos kann man das nicht nennen.