Beiträge von Steinar

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    Original von S.A.M.
    Schlechte Schieri-Leistungen sind doch mittlerweile normal, oder?

    Ist das so?

    Ich denke an einigen Stellen würde den Trainern einfach mal ein wenig mehr Gelassenheit gut zu Gesicht stehen. Über weite Strecken einer Partie sehe ich eigentlich immer ganz gute Leistungen. Nur - und da sind natürlich gerade Gislason und Biegler auch Experten - versuchen die Trainer von außen Einfluss auf das Spiel zu Gunsten ihrer Mannschaft zu nehmen. Da wird sich dann mal vorsorglich über klare Pfiffe aufgeregt, um Unsicherheit hervorzurufen.

    Das Problem an der ganzen Angelegenheit ist: Wenn du als Trainer nicht mitmachst, dann ist deine Mannschaft plötzlich im Nachteil. Also schaukelt sich diese ganze Aufregerei immer weiter hoch. Auch, weil die Schiedsrichter die Trainer nicht immer rechtzeitig in die Schranken weisen. Ich hab jetzt nur Beispiele aus der Frauenbundesliga. Aber in der einen Partie regt sich ein Trainer über eine Entscheidung auf - letztlich in der Situation durchaus nicht unberechtigt - Er wollte 7m, SR sagen Zeit war schon vor dem Foul abgelaufen. Er bekommt Gelb in der Halbzeit und meckert weiter und weiter. Aber er bekommt dann nicht noch die Zeitstrafe hinterher. Warum? Konsequenz: In der zweiten Halbzeit fallen der Großteil der Entscheidungen zu Gunsten des verwarnten Trainers.

    Anderes Beispiel letztes Wochenende. Trainer wurde ermahnt, bekam gelb und meckert zwei Minuten später über eine glasklare Siebenmeter-Entscheidung. Die Schiedsrichter haben sich in diesem Fall nicht davon beeinflussen lassen. Aber das Meckern hat ja Methode. Warum also keine Zeitstrafe?

    Spiele, wo die Leistung dann über 60 Minuten nahezu fehlerfrei sind gibt es naturgemäß selten. Aber in den meisten Spielen, die ich sehe weisen die Schiedsrichter schon über weite Strecken einer Partie ihre Qualität nach. Ob nun in der 1. Liga Herren, der 1. Liga Frauen oder auch der 2. und 3. Liga. Oftmals kommt so ein Leistungsknick zwischen der 40. und 50. Minute. Da gilt es letztlich die Frage nach den Ursachen zu klären. Mal sind es schon "Mitleidspfiffe", mal sind es Konzessionsentscheidungen, mal bekommt man auch das Gefühl der Statistik (bei 7m und Zeitstrafen) müsse genüge getan werden,...

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    Original von Arcosh
    Ob eine Woche bei der Nationalmannschaft signifikanten Einfluss auf das Verletzungsrisiko haben kann? Ulrik Wilbek hat sich beispielsweise über den schlechten körperlichen Zustand der in Flensburg spielenden dänischen Nationalspieler beschwert. Im Vergleich zu ihren in Dänemark spielenden Kollegen seien sie überbeansprucht, ausgelaugt und litten unter nicht auskurierten Verletzungen. Vielleicht sollte man sich fragen, warum sich ausgerechnet die Bundesligaspieler bei den Nationalmannschaften verletzen. ;)

    Klar, eine 12er-Liga in Dänemark bringt andere Beanspruchungen als eine 18er-Liga in Deutschland. Das steht doch völlig außer Frage. Aber Wilbek darf gerne meckern, wenn er die Leasinggebühren für die Spieler übernimmt. ;)

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    Original von Arcosh
    @Steinar
    Es ist ein technischer Fehler, wenn ein Spieler beim Wurf geblockt wird? Dann wären Fehlwürfe wohl generell technische Fehler. ;) Deine simple Formel berücksichtigt auch nicht Paraden nach denen der Abpraller wieder bei der angreifenden Mannschaft landet - es sei denn du wertest dies nicht als Parade oder betrachtest die darauffolgende Spielsituation bereits als neuen Angriff.

    Genau auf einen der beiden Punkte muss es letztlich hinauslaufen. Wenn man Paraden, die nicht zum Ballbesitz führen wertet, dann entsteht faktisch ein neuer Angriff. Wenn die Zahl der Angriffe konstant bleibt, dann ändert sich auch an der Zahl der Paraden nichts.

    Technischer Fehler je nachdem, wie geworfen wird. :D
    Aber ich gebe zu ein Block ist eher eine Parade - aber die Steals sehe ich dann doch als technische Fehler, weil sie oft Resultat einer unüberlegten Spielweise sind. ;)

    Also

    Angriffe = Paraden (TW + Block) + Technische Fehler (Steals + Schrittfehler + Fangfehler + ...) + Fehlwürfe

    Letztlich kann man die Gleichung so weit wie möglich aufdröseln. Im Normalfall sind einige Größen bei beiden Mannschaften in einer ähnlichen Größenordnung, so dass dann Vorsprung in Toren dann auch oft dem Vorsprung in den Paraden sehr nahe kommt. Aber die Diskussion gab es ja auch schon mal und jeder kocht sein eigenes Süppchen. Und solange das in der HBL so ist wird man auch keine sinnvollen Statistiken bekommen.

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    Original von kuestentanne
    Steinar
    Da fehlt noch was, Blöcke und Steals, ich finde nicht, dass man nen Block als Fehlwurf abtun sollte, denn dann könnte man sich auch das Paraden zählen sparen. ;)

    Steals und Blocks fallen für den Angriff letztlich unter technische Fehler. ;) Das kann man natürlich noch alles weiter aufdröseln.

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    Original von Lothar Frohwein

    Nö, 14 ist leicht über Durchschnitt. Sieben ist aber weit unter Schnitt. Die "Wichtigen" hatte Blazicko heute. Und darauf kam es an.

    14/48 sind unter 30%. Wenn das schon leicht über dem Schnitt ist, dann ist das aber ein Armutszeugnis für die Torhütergilde. ;)

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    Original von Lothar Frohwein
    Warum zählen die ersten beiden Marken nicht? Parade ist jede Torwartaktion, die ein Gegentor verhindert, das die SR gegeben hätten.

    Auch da wird es schwierig. Geht ein Ball rein, zählt das Tor. Geht er nicht rein, gibt es manchmal noch Freiwurf. Wenn ich das alles zählen würde, dann käme Woltering ja in jeder Partie auf über 50 oder 60%. ;)

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    Original von Lothar Frohwein
    Dass die Dinger dann als Abpraller beim Gegner landen, darf doch für die Zählung keine Rolle spielen. Irgendwie hat das DSF seinerzeit die Zählweise eingeführt, dass Paraden nur dann gezählt werden, wenn se zum Ballgewinn führen. ber das ist in meinen Augen nicht sachgerecht (In Berlin zählt man z.B. nach meiner Definition ;) ).

    Für mich muss am Ende die Haushaltsgleichung aufgehen.

    Zahl der Angriffe = Zahl der Tore + Zahl der Paraden + Zahl der Fehlwürfe + Zahl der technischen Fehler

    In der Zahl der technischen Fehler lag denke ich der TuS auch höher. Von daher kommt das mit Sicherheit auch ein bisschen hin.

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    Original von Lothar Frohwein
    Aber sowas gibt es eigentlich nur im Handball, dass solche Dinge nicht einheitlich definiert sind. Deshalb muss man auch die Statistiken in der Handball-Woche mit Vorsicht genießen, denn jeder Journalist zählt anders. Ein namhafter Trainer hat mir z.B. erklärt, dass es für ihn auch eine Parade ist, wenn ein Siebenmeterschütze über oder neben das Tor wirft oder das Gebälk trifft und dass das gefälligst auch so zu vermerken sei... Diese Definition geht natürlich zu weit.

    Es gibt andere Trainer, die werten beide Statistiken aus. Wobei die Auswertung mit den Fehlwürfen auch dazu führt, dass die Arbeit der Abwehr nur dem Torhüter zu Gute gehalten wird.

    Wobei jetzt 14 auch keine besonders herausragende Hausnummer ist.Allerdings, die ersten beiden gehaltenen Siebenmeter von Blazicko zählen für die Statistik eigentlich nicht, gell ;)

    Die Abwehr war mit Sicherheit ein Hauptgrund. Lichtlein war ja zu Beginn da, aber wenn dann der Funke von ihm nur begrenzt auf die Mitspieler überspringt, dann kommt später dann die Psyche noch mit ins Spiel. Davon ab wäre auch zu klären, wie viele Würfe auf das Tor kamen. Was da in der ersten Hälfte an Bällen der TBV-Abwehr noch in die Hände geworfen wurde. Da hatte Lichtlein ja gar keine Chance.

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    Original von Schnüsch

    Ist wohl wirklich nur als Absicherung, falls sich Szmal verletzen sollte. Und da ist Hannawald sicher immer noch besser aös ein Feldspieler im Tor - wobei, das hätte irgendwie auch was :P (wobei ich Szmal keine Verletzung wünsche)

    Sigurdsson ist ja noch verletzt. Sonst hätte man ja gar nicht reagieren müssen. ;)

    Es muss ja nicht jeder Verträge für eine Saison abschließen, die dann nach drei Wochen wieder gekündigt werden, wie in Kiel. Das hat mit Statuten-Kenntnisse doch gar nichts zu tun. Sagt Storm an irgendeiner Stelle, dass man keinen anderen verpflichten könnte?

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    Original von siebenberger

    Es ist doch eine Blamage für Renate Wolf, wenn sie sich über die Tatsache beschwert, dass sie gegen eine Nürnberger Mannschaft verloren hat, deren Spielerinnen durch Gehaltausfälle, Arbeitsamt, Wohnungsverlust usw einen Schlag nach dem anderen verkraften mussten.

    Es war eher eine Blamage, dass man gegen solche eine Mannschaft zu spielen hatte. Aber da werden wir nicht mehr auf einen Nenner kommen. Da Wolf den Begriff Wirtschaftsdoping wie ja auch schon Leichlingens Frank Lorenzet benutzt hat nur soviel: Dopingsünder werden eigentlich aus den Siegerlisten gestrichen. und die Nächstplatzierten rücken dann auf.

    @capitano: Streng nach Regelwerk kann ich dir da eine 8.5 oder 8.6 durchaus rechtfertigen. Die Gesundheitsgefährdung ist da bei der Aktion durchaus gegeben, weil sie ja viel zu spät kommt und sich Zapf auch schon im Sprung befindet und man kann da auch ein besonders rücksichtsloses Verhalten sehen, so man denn möchte.

    Super Spiel war mit Sicherheit richtig. Vor allem von den acht eingesetzten Leverkusenerinnen und Maike März. Deine Kritik an den Referees solltest du mal besser mit Abstand revidieren. Benachteiligt wurde der THC mit Sicherheit nicht. Wohlbold kann für das Foul nach fünf Minuten auch schon Rot - evtl. gar mit Bericht bekommen (die Zuschauer, die Zapf nach dem Einsteigen Schauspielerei unterstellen sollte man aber mal aus der Halle entfernen - wirft halt ein schlechtes Bild auf die gesamten THC-Fans - ansonsten ist es doch "normaler Heimhexenkessel" mit einer guten Unterstützung - die unqualifizierten Zeit- und Schieberrufe stören gute Referees eben nicht mehr). Der THC war nur noch Millimeter von einer Zeitstrafe für die Bank entfernt und wie man den Ball zum Mittelkreis wirft hatte man gerade im ersten Durchgang auch noch nicht gelernt - Wer restriktivere Schiedsrichter haben will, der möchte dann dort auch das direkte Passivvorwarnzeichen haben. War aber auch angesichts des hohen Druckes unter dem alle Beteiligten standen insgesamt immer das richtige Mittel. Von daher war es die in meinen Augen beste Spielleitung, die ich in dieser Saison gesehen habe.

    Hmm, wieder nicht richtig recherchiert, gell. Anne Müller und Heike Ahlgrimm haben meines Erachtens aus dem Vorjahr dieses Jahr auch schon erste Liga gespielt. Walzik macht übrigens derzeit auch eine Ausbildung, wenn ich das in der Bietigheimer Presse richtig gelesen habe.

    Aber Wolf sprach auch in meinen Augen zu keinem Zeitpunkt davon, dass die Spielerin zum Ende der letzten Saison Leverkusen verlassen hat. Im Gegenteil, Wolf sprach von einer Kündigung nach sechs Monaten oder einer Mindestfrist. Das schließt doch schon die Abgänge nach der letzten Saison fast aus. Wir haben ja gerade mal vier Monate rum.

    Lies es dir noch mal mit niedrigerem Adrenalinspiegel durch und versuch doch nichts hineinzuinterpretieren, was da einfach nicht steht. ;)

    In den letzten beiden Fragen geht es doch zu keinem Zeitpunkt explizit um den THC oder habe ich die Stelle überlesen?

    siebenberger:

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    da ja die Verantwortlichen der HBF in Thüringen eine Kontrolle durchgeführt haben.

    Darf ich mal an Dugall im Rahmen des Schelsky-Prozesses erinnern. "Wenn uns diese Unterlagen zur Verfügung gestanden hätten, dann hätte Nürnberg nicht die Lizenz erhalten" Damals wurden auch die Sachen kontrolliert, die man kontrollieren konnte. Die HBF kann aber eben nicht die kompletten "Finanzierungsmodelle" im Frauenhandball kontrollieren. Das ist doch das große Problem.

    In Frankreich hat man übrigens ein entsprechend restriktiveres Lizenzierungsverfahren eingeführt. In Spanien hat sich der Ligaverband quasi in zwei Lager aufgespalten. Das Lager um Itxako hat dann einen eigenen Ligaverband mehr oder weniger gegründet.

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    Original von HaHoHe

    Nach dieser Information sollte man doch der werten Frau Wolf eher den Tip geben "Wer im Glashaus sitzt..."

    Davon sind ja nachweislich schon mal einige falsch. z.B. das mit den kostenlosen Physios. Und bei den Arbeitsplätzen sollte man eben auf die Feinheiten auch achten. Es geht nicht darum, dass man im Gesamtpaket einen Arbeitsplatz vermittelt. Es geht meiner Meinung nach darum, dass dieser Arbeitsplatz auch über die vereinbarte Vertragslaufzeit mindestens abgesichert ist und das dieser Arbeitsplatz nicht nur ein "offizieller" Arbeitsplatz ist. Im Übrigen habe ich an keiner Stelle in den letzten beiden Interviewfragen einen Bezug zum THC oder Nürnberg entdecken können. Vielmehr wird dort doch über allgemeine Praktiken in der Liga gesprochen, oder? ;)

    Letztlich verbucht man das unter dem Aspekt "Heimatmosphäre". Wenn man Worte wie Weststadthölle bemüht, dann gehört das auch mal dazu, wenn eine gegnerische Spielerin vorher mit ihren Aktionen dazu Anlass bietet. Eine Spielerin wie Kowalska ist aufgrund ihrer jahrelangen internationalen Erfahrung denke ich abgezockt genug, dass ihr das recht wenig ausmacht. Aber vielleicht war genau das diese eine Tor Vorsprung am Ende. Hier mal ein Pfiff von dem man profitiert, hier mal ein Fehlwurf oder technischer Fehler, den es provoziert, und schon ist die Partie verloren.

    Es gibt sogar Spieler, die so eine Atmosphäre noch beflügelt. Ulf Kirsten hat mal gesagt. "Wenn die gegnerischen Fans nicht rufen 'Kirsten, du A....och', dann weiß ich, dass ich nicht gut war."

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    Original von jackson5

    quer durch die liga (von der 2. liga will ich erst gar nicht reden) werden spielerinnen bei sponsoren angestellt "offiziell",
    dass ist doch nichts neues!

    Dann bestätigst du doch ihre Vorwürfe.

    Es kommt halt darauf an, ob die Spielerinnen dort "offiziell" arbeiten oder tatsächlich. In Leverkusen arbeiten sie eben nicht nur "offiziell". Mag vielleicht auch ein Erklärungsansatz für Vizekusen sein, wenn z.B. eben eine Katrin Engel im letzten Jahr jeden Morgen um 5.30 Uhr an ihrem Arbeitsplatz antanzen musste, damit Sport und Arbeit überhaupt vereinbar waren.