Beiträge von Steinar

    Sveinsson musste auch noch gegen den TuS aussetzen. Im Angriff hapert es halt, aber wer soll denn bitte schön in der kurzen Zeit sämtliche von Wandschneiders Angriffskonzepten draufhaben? Die abwehr hat mir gegen den TuS zumindest gut gefallen. 26 Gegentore sind nicht schlecht und wenn man nun noch so abgezockt wie der TuS die möglichen Strafwurfgeschenke angenommen hätte, hätte man vielleicht nur mit vier oder fünf verloren.

    Die Wahl wurde doch von Leuten durchgeführt, wo man kaum davon ausgehen kann, dass sie alle Spiele - vermutlich noch nicht mal alle deutschen Spiele - gesehen haben. Dass nun die Wahl für den Goldenen Schuh die beiden besten Torschützinnen sowie die bekannteste deutsche Nationalspielerin nach vorne spült, ist wenig verwunderlich. Wobei Popp nun auch abseits ihrer zehn Tore wirklich stark gespielt hat (gute Torvolagen und taktisch sehr diszipliniert) und in meinen Augen auch zurecht ausgezeichnet wurde.

    Kommen wir doch einfach mal zum sportlichen.

    Der THC hat das erste Testspiel (da man Kraft und Ausdauer trainiert hatte über 3 x 30 Minuten) gegen den Zweitligisten Bad Wildungen auch ohne Danick Snelder und Shenia Minevskaja mit 56:49 (40:39, 14:14) gewonnen. Torschützen gibt es auf der THC-Homepage nicht, ist aber zu diesem Zeitpunkt ja eh noch nebensächlich. Aber wie bitte schön spielt man denn in einer Halbzeit 26:25?

    Hegering halte ich ja im Vergleich mit Kulig für den besseren 6er. Kulig hat halt nen guten Distanzschuss, aber Laufleistung lässt schon arg zu wünschen übrig.

    Halbfinale in Bochum war schön anzusehen. Vor allem die taktische Disziplin mit der das 4-2-3-1 durchgezogen wurde.

    Marozsan (Achtung Ungarin mit zs ;) ) dürfte noch nicht so weit sein
    Popp hat ja schon das erste A-Länderspiel, wird aber 2011 nicht über die Rolle der Ersatzspielerin herauskommen (oder als Linksverteidigerin)
    Marith Prießen hätte ich noch auf der Rechnung als Ergänzungsspielerin und auch Kemme sollte man nicht abschreiben.

    Ist die Frage, ob man überhaupt schon im Jugendbereich im Verein gespielt haben muss, damit der Verein einen Anteil an der Ausbildung haben kann. Anna Loerper hat bis zum Ende der Jugend offiziell in Kempen gespielt, aber eben schon in Leverkusen mittrainiert. Bei Leipzig und HaNeu ist die Verzahnung doch so eng, dass solche Möglichkeiten auch dort durchgeführt werden.

    Letztlich ist doch die Frage, welche Kooperationsmöglichkeiten der THC hat - Mit Blick auf die aktuelle Bundesligakarte müsste man da schon in ein anderes Bundesland ausweichen und vermutlich mit Magdeburg oder Bad Wildungen (immerhin noch gleicher Regionalverband) eine Kooperation überlegen.

    In Leipzig sammeln diese Spielerinnen auch meist die Erfahrungen in Halle-Neustadt, wie in den letzten Jahren z.B. Hellriegel oder Plöger.

    Flevo: Es sollen ja erst 150.000 Besucher "auf dem Gelände" gewesen sein. (Sieht man ja auch noch auf dem hier im Thread verlinkten WDR-Luftbild, dass da auf dem Gelände noch Platz war).

    Die Veranstaltung war für 250.000 Besucher genehmigt worden. Bereits zu dem Zeitpunkt, als gerade mal das Gelände "normal" gefüllt werden sollte hat es ja dann schon gerappelt. In der Kommunikation für die Veranstaltung muss einiges schief gelaufen sein, z.B. dass der Nachfluss von Richtung Innenstadt vor dem Abfluss auf das Gelände geregelt wurde. Vielleicht hat auch keiner damit gerechnet, dass die Leute schon mal einfach so wieder wegwollen, sondern man ist mit den Planungen eines Fußballspiels an die Sache herangegangen - Anstoß und Abpfiff - es gibt nur eine Laufrichtung, da reicht ja dann ein Ein- und Ausgang.

    Ach, standen die Sanitäter tatsächlich im Tunnel herum oder vielleicht doch eher auf dem Veranstaltungsgelände?

    Die Sache mit den Fehlern mag ja durchaus richtig sein. Es gilt trotzdem zu klären, inwiefern die Fehler hätten minimiert werden können. Zum Beispiel, in dem man die Warnungen im Vorfeld ernst genommen hätte oder in dem man es einfach mal bei den im Vorfeld geplanten zwei Zugängen (bzw. einem anderen Ausgang) gelassen hätte.

    Heysel in den Raum zu schmeißen ist unsinnig. Da sind Hooligans vorsätzlich in einen Block gestürmt, in dem sie nichts zu suchen haben. Die Situation in Duisburg könnte man evtl. noch mit dem Drama von Sheffield vergleichen.

    Die Sache mit dem Konzert - es ging ja gar nicht darum beim Konzert ganz vorne zu stehen, sondern eben überhaupt erst mal zum Konzert hinzugelangen. Klar weiß man, dass da viel los sein wird, man muss sich aber auch darauf verlassen dürfen, dass dort entsprechende Sicherheitskonzepte funktionieren.

    Auf das Gelände hätten zum Zeitpunkt des Unglücks noch rund 100.000 Leute drauf gekonnt. Es hat ja auch wohl mehrere Wellenbrecher (bzw. Zulassschranken) im Vorfeld gegeben. Aber da scheint ja dann wohl auch etwas in der Kommunikation der jeweiligen Zulassschranken schiefgelaufen zu sein. Überigens - es ist kein Todesopfer gestorben, weil es beim Versuch die eigene Haut zu retten heruntergestürzt ist. Alle Todesopfer wurden schlichtweg totgetrampelt. (So die Infolage nach NRW-Ministerpräsidentin Kraft)

    @Ex-HVS-SR: Diese Falle auf dem Gelände haben ja Leute, die aus der Umgebung stammen erkannt. z.B. hier am 22.07. als Kommentar auf einen Zeitungsbericht der NRZ bei der Westen.de. Das hat nichts mit den Leuten, die dort vor Ort sind zu tun. Das sind natürliche Gruppendynamische Prozesse, die dort abgelaufen sind ohne irgendwelche bewusst aggressiven Auslöser.