Beiträge von Steinar

    Schön war die Darstellung von Jörg Lützelberger heute bei CenterTV

    "Wir haben die 3:3-Abwehr im Abschlusstraining ca. zehn Minuten geübt ... Der Trainer wollte es als taktische Variante haben, um den HSV zwischenzeitlich vor neue Aufgaben zu stellen ... Auf der Busfahrt ist ihm die Idee gekommen es von Anfang zu probieren."

    Achja - ab ca. 3 Uhr wurde es wohl etwas ruhiger im VfL Bus ;)

    Der eigentliche Witz in dem Artikel ist ja, dass der BVB aktuell eigentlich auch mit einem Kader von 14 Spielerinnen in die Saison gegangen ist. Damals war das Verhältnis eben 11 Feldspielerinnen und 3 Torfrauen. Davon ist natürlich Ewert schon seit Ewigkeiten nicht mehr dabei.

    Die eine oder andere wird vermutlich auch aus Recklinghausen zum BVB wandern.

    Wenn man eine Quotierung einführt, dann werden aber nicht plötzlich Spitzenausländer von HSV, THW oder RNL nach Dormagen, Melsungen oder Wetzlar wechseln. Die kleinen Vereine werden sich diese Kracher schlichtweg nicht leisten können, aber trotzdem nicht auf ausländische Spieler verzichten.

    Eventuell sollte man ein Modell ähnlich zum Emissionshandel einführen. Die Liga hat z.B. 18 Teams mit einer begrenzten Anzahl von ausländischen Spielern. Die Top-Teams können dann zusätzliche Ausländerplätze von anderen Vereinen erwerben. Auf die Weise hätte man zumindest weiterhin die Weltklasseausländer in der Liga und die kleinen Vereine haben eine Einnahmequelle.

    Also wenn ein Auswahltrainer gleichzeitig Vereinstrainer ist, weil der Verband nun mal keine volle Stelle anbieten kann und da ist ein talentierter Spieler, dann ist es doch völlig normal, dass der Trainer den Wunsch hat diesen Spieler in seinen Verein zu bekommen, oder?

    Warum soll er seine Arbeit als Vereinstrainer denn vernachlässigen bzw. einen Nachteil gegenüber der Konkurrenz in Kauf nehmen, die sich ja auch um Talente bemüht. Natürlich hat er gewisse Scoutingvorteile und die muss er dann auch durchaus nutzen können. Der Spieler weiß ja im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, was er an Gegenleistung in Form von Förderung durch den Trainer erwarten kann.

    Daran würde sich auch nur wenig ändern, wenn der Auswahltrainer kein Vereinstrainer ist. Der hat dann auch irgendeinen Verein, dem er wohlgesonnen ist - wo evtl. ein Freund aus dem Trainerlehrgang beschäftigt ist, etc. - und gibt dann entsprechende Hinweise weiter. Irgendwie bekommt der interessierte Verein dann die Kontaktdaten heraus,...

    Problematisch wird es doch erst, wenn der Auswahltrainer den Spieler unter Druck setzt nach dem Motto: "Wenn du nicht zu meiner Vereinsmannschaft wechselst, dann wirst du auch nicht mehr für die Auswahlmannschaft berücksichtigt"

    Ich wage mal zu behaupten, dass aus einer anderen Ecke dieser Vorwurf nie gekommen wäre, weil man a) nicht über eine so große Halle verfügt, in die überhaupt knapp 9.000 Leute pilgern könnten oder b) diese auch nicht immer automatisch zu 100% ausgelastet ist.

    Aber ansonsten gebe ich dir Recht. Wäre dieses Posting nicht aus der Kieler Ecke gekommen, hätte es zumindest von meiner Seite keine THW-Vergleich gegeben. Und das in Kiel genügend Leute nicht verstehen können, dass es in anderen Städten durchaus andere Attraktionen gibt, wird letztlich hier immer wieder deutlich.

    9.000 Zuschauer sind für ein Handballspiel immer noch ein herausragender Wert.

    Zitat

    Original von Jenny

    Schon witzig wie immer wieder versucht wird nen Pfeil zurück zu schießen ... knapp 9000 Zuschauer sind gegen Gummersbach alles andere als positiv, das wird man ja doch durchaus noch bemerken dürfen, aber vielleicht haben die Hamburger auch einfach vorausgesehen, was der Abend ihnen bringen wird ...

    Kiel sorgt auch nicht überall für ne volle Halle. In Dormagen wunderte man sich auch, warum doch gerade bei einem Gegner wie dem THW noch nicht mal 3.000 in das Sportcenter pilgerten.

    @Jane: Die dänischen Medien kann man dank Internet auch in Deutschland lesen. Ist völlig ausreichend, um sich über die Vorgänge in DK zu informieren. In den vergangenen zwölf Monaten gab es Negativschlagzeilen in finanzieller Hisicht von mindestens elf der zwölf dänischen Erstligisten. Lediglich von Holstebro hab ich bislang noch nichts gelesen. Hab ich vielleicht übersehen.

    barbara: Was man als gerecht empfindet ist ja was völlig anderes, aber man muss doch berücksichtigen, in welchem Rechtsraum man sich bewegt, um verstehen zu können, was vorgeht.

    Natürlich zählen auf dem Niveau die wirtschaftlichen Interessen und der Einzug in die Hauptrunde der CL ist nun mal ein echtes wirtschaftliches Kriterium und wenn ich als Handballverband für eine solche Aktion lediglich eine normale rote Karte vorsehe, dann muss ich mich nicht wundern, wenn das jemand in Kauf nimmt.

    Übrigens als Konsequenz aus dem jetzigen ECA-Urteil und den geltenden EHF-Regularien ist doch abzuleiten, dass in Zukunft solche Aktionen nicht von Trainern oder Mannschaftsoffiziellen, sondern gefälligst von Spielerinnen ausgehen sollen, denn die werden für das exakt gleiche Vergehen ja nur ein Spiel gesperrt. Wenn sie absichtlich ihre Spielerin niederstrecken (das was bis zum 30.6. noch als Ausschluss geahndet wird) wird maximal mit 4-6 Spielen Sperre geahndet.

    Der Coach von Metz hat übrigens in seiner ersten Reaktion Verständnis gezeigt und zugegeben, dass er evtl. genauso gehandelt hätte. Der war ehrlich. Vielen der Clubverantwortlichen, die sich nun aufregen, nehme ich es einfach nicht als ehrliche Meinung ab. Und die Vereine, die das Thema nun immer noch künstlich hochhalten merken gar nicht, wie sie sich das eigene Grab schaufeln.

    Meines Wissens werden beide Mannschaften über die gleiche Spielbetriebs-AG abgewickelt. Da ist das gar nicht so einfach zu bestimmen, wer nun das Minus verursacht hat. Das Eigenkapital gehört auch beiden Teams.

    Sonnybu:
    Gehaltskürzungen sind im Übrigen dadurch nicht zu rechtfertigen, dass alle dänischen Vereine ihre Spielerinnen mit falschen Versprechungen verpflichtet haben. - Zumindest nicht bei den Vereinen, die sich einem internationalem Wettbewerb stellen. ;)

    barbara: Nein, darauf können wir uns nicht einigen. Das war eine normale rote Karte, wie sie in Deutschland in den letzten Jahren nun schon etliche Male vorgekommen ist ohne dass sich da irgendwer drüber aufgeregt hat. Nun war es einmal im TV und alle reden plötzlich über den Skandal des Jahrtausends. Die DHB-Rechtsordnung würde übrigens eine Sperre überhaupt gar nicht hergeben. Das ist die Realität.

    Zu 1) Kindergartengehabe von Viborg und den dänischen Medien, um von den eigenen Problemen abzulenken.

    Zu 2) So wahnsinnig kann die Forderung von Haraldsen nicht gewesen sein, wenn man sich vor der WM schon darüber mündlich einig war.

    Zu 3) 48 Millionen - Kronen wohlgemerkt - Wenn Viborg so weitergemacht hätte, wie im letzten halben Jahr (Minus von 7,9 Mio Kronen), dann wäre die "angeblich so hohe" Kriegskasse in 3 Jahren verbraucht gewesen

    Wie viel Hypo hat ist doch völlig egal. Hypo hat ja auch noch keine Anteilsscheine verkauft, um an solches Eigenkapital zu kommen. Hypo hat aber ihre spielzeiten bislang noch nie mit einer Unterdeckung bestritten. Das kann Viborg eben nicht von sich behaupten.

    Zu 4) Also wenn man auf RM und im Tor jeweils eine der weltbesten Spielerinnen verliert, wird sich das schon bemerkbar machen. Mit Frafjord bekommt man immerhin eine Topkreisläuferin.

    Also Spieler abwerben ist ja nun auch keine neue Erfindung. Die ganzen Auswahlspieler erhalten doch seit ewigen Zeiten irgendwie Briefe, Mails oder Anrufe von interessierten Vereinen - Kontakte via Social Networks gibt es nun seit kurzem inklusive.

    Was den Nutzen für den BHV angeht. Wer nimmt denn Großwallstadt oder Obernburg als "HHV-Vereine" wahr? Niemand, der sich nicht mit den besonderen Umständen auskennt. Das sind für die meisten eben bayrische bzw. fränkische Bundesligisten.

    Früher sind Spieler aus der Handball-Diaspora dann ins Internat nach Magdeburg gegangen (z.B. Essens Matthias Gerlich), wenn sie sich entwickeln wollten.

    Ja, weiterstgehend ein Schritt in die richtige Richtung (Problemfälle hinsichtlich der Eineindeutigkeit gibt es mit Sicherheit ;) ).

    Es ist gut, dass man den Ausschluss nun auch faktisch abgeschafft hat und somit die Entscheidung über mögliche Sperren an die zuständigen Instanzen auslagert.

    Bei Viborg hat völig freiwillig ein wirtschaftliches Umdenken eingesetzt. Das hat gar nichts mit dem Minus von über einer Millionen Euro in den vergangenen sechs Monaten zu tun oder damit, dass der TV-Vertrag in der kommenden Saison zumindest nicht zu den bisherigen Konditionen verlängert wird. ;)

    Eine beschränkung für "inländische" Spieler würde ja auch nur zu einer Umverteilung führen. Ob dann noch ein Benjamin Herth in Balingen spielen würde oder nicht doch eher in Göppingen oder den Rhein-Neckar Löwen dürfte arg bezweifelt werden.

    Das Problem sind ja auch nicht die Top-Ausländer, sondern die mittelmäßigen, die das Niveau nicht anheben. Gerade davon haben dann aber auch die Kellerkinder genügend im Angebot, auf die man evtl. verzichten könnte.

    Davon ab ist es natürlich auch eine Sache der Mentalität. Bei vielen deutschen Spielern gibt es "vorrangige Sachen" neben dem Handballsport - Ausbildung, Studium, etc., während eben einige Ausländer schon in jungen Jahren sehr früh auf die Karte Profihandballer setzen. Dementsprechend können diese Sportler aber auch in jungen Jahren schon so herausragende Spieler sein - wie Karabatic, Palmarsson, Duvnjak, Patrail, Jicha,...

    Jaja, die Mannschaften fallen urplötzlich immer wieder gerne in ein Leistungsloch und der gute Geschmack verbietet es gewisse Sache überhaupt erst zu denken :pillepalle:

    Diese Liga ist so ausgeglichen besetzt, dass jeder jeden schlagen kann - Am Ende kommt es wie es kommen muss und Friesenheim und der Bergische HC besetzen die ersten beiden Plätze.