@Jane: Die dänischen Medien kann man dank Internet auch in Deutschland lesen. Ist völlig ausreichend, um sich über die Vorgänge in DK zu informieren. In den vergangenen zwölf Monaten gab es Negativschlagzeilen in finanzieller Hisicht von mindestens elf der zwölf dänischen Erstligisten. Lediglich von Holstebro hab ich bislang noch nichts gelesen. Hab ich vielleicht übersehen.
barbara: Was man als gerecht empfindet ist ja was völlig anderes, aber man muss doch berücksichtigen, in welchem Rechtsraum man sich bewegt, um verstehen zu können, was vorgeht.
Natürlich zählen auf dem Niveau die wirtschaftlichen Interessen und der Einzug in die Hauptrunde der CL ist nun mal ein echtes wirtschaftliches Kriterium und wenn ich als Handballverband für eine solche Aktion lediglich eine normale rote Karte vorsehe, dann muss ich mich nicht wundern, wenn das jemand in Kauf nimmt.
Übrigens als Konsequenz aus dem jetzigen ECA-Urteil und den geltenden EHF-Regularien ist doch abzuleiten, dass in Zukunft solche Aktionen nicht von Trainern oder Mannschaftsoffiziellen, sondern gefälligst von Spielerinnen ausgehen sollen, denn die werden für das exakt gleiche Vergehen ja nur ein Spiel gesperrt. Wenn sie absichtlich ihre Spielerin niederstrecken (das was bis zum 30.6. noch als Ausschluss geahndet wird) wird maximal mit 4-6 Spielen Sperre geahndet.
Der Coach von Metz hat übrigens in seiner ersten Reaktion Verständnis gezeigt und zugegeben, dass er evtl. genauso gehandelt hätte. Der war ehrlich. Vielen der Clubverantwortlichen, die sich nun aufregen, nehme ich es einfach nicht als ehrliche Meinung ab. Und die Vereine, die das Thema nun immer noch künstlich hochhalten merken gar nicht, wie sie sich das eigene Grab schaufeln.