Beiträge von Steinar

    Gut, es gibt auch andere Entscheidungen, bei denen Spielmanipulationen möglich sind. Selbst bei richtigen Entscheidungen kommen bei mir (wegen der sonst so laschen Auslegung) dann Zweifel auf, warum die plötzlich in der 60. Minute anders entschieden wird. Neben dem passiven Spiel (wo man eben nicht wirklich erahnen kann, was der SR unter "Mehr druck ausüben" versteht) kommen da noch die Fouls von Außen (Verlust der Körperkontrolle erforderlich - Gute Spieler werden also benachteiligt), Schritte, die fehlende Bestrafung der nicht ballorientierten Abwehr, Abgestanden beim Torwurf, Abwehr durch den Kreis.... als mögliche Manipulationsquellen in Betracht. Also lassen wir alles beim Alten und sehen das ganze einfach nur als große Showveranstaltung an, analog zum Wrestling.

    Nunja, es obliegt ja immer der abwehrenden Mannschaft eine Gegenmaßnahme zu ergreifen und wie gesagt - Passives Spiel gibt es in Russland weiterhin. Wer keinen Druck aufbaut, wer den Ball beim Anwurf in die gegnerische Hälfte wirft,... der wird auch weiterhin mit dem erhobenen Arm (eigentlich hatte man sich bei der IHF als offizielles Handzeichen den erhobenen Zeigefinger überlegt, aber der war nicht so gut zu sehen) belohnt. Der Angriff kann also deutlich früher beendet werden. Das regelwerk steht und fällt mit den Leuten, die die Regeln umsetzen sollen. Wenn in den Bundesligen jede "nicht ballorientierte Abwehr" (und dabei lasse ich jetzt mal dieses alibitechnische Greifen in Richtung Ball außen vor) bestraft werden würde, dann hätte in der vergangenen Saison deutlich mehr Zeitstrafen verteilt. Vielleicht hätten die Aktiven auch gelernt und eben personenorientierter verteidigt. Hier wurde ja schon die Analyse des Pokalfinales zwischen Kiel und Gummersbach als Beispiel angefügt. Da wäre ich mal auf eine Analyse gespannt, wie oft bei strenger Regelauslegung von 8:2 und 8:3 die 35-Sekunden-Regel wirklich überschritten worden wäre.

    Obereres Drittel würde ja bereits Top 4 bedeuten. Wenn Leipzig, Leverkusen und Oldenburg schon drei Plätze beanspruchen, dann wird das richtig eng. Natürlich bedarf es einer Erklärung, warum Frisch Auf, bereits mit drei Rückraumlinken gesegnet sich unbedingt noch eine vierte Spielerin dazu holen muss - Gleiches gilt übrigens für den Kreis, die Dangel-Verpflichtung habe ich bis heute nicht kapiert, aber wenn Geld im umfassenden Maße da ist, dann bitte schön. Ein großer Kader birgt auch Risiken.

    Noch haben ja nicht alle Mannschaften ihre Saisonplanungen abgeschlossen. Eine Bewertung der Chancen fällt schwer. Göppingen ist eine Gleichung mit vielen Unbekannten - Viele Neuzugänge, dazu ein neuer, im Frauenhandball völlig unbekannter, Trainer, die zusätzliche Belastung durch den Europapokal, die in der letzten Saison gerade zum Beginn vorhandene Aufstiegseuphorie,... - schwer einzuschätzen, wozu das am Ende reicht. Auf dem Papier ist man momentan stärker als Celle, Dortmund und Trier - aber Papier ist ja auch geduldig.

    Ficus: Der Unterschied zwischen Männer und Frauenteam besteht in der Tatsache, dass es einen schriftlichen Vertrag gab. Davon ab, glaube ich auch nicht, dass den FA-Frauen ein Verlust von 400.000 Euro entstanden ist. ;)

    Zitat

    Original von Maddrax
    jetzt ist Kirchhof dran....wollen sie oder wollen sie nicht ?
    Und was ist, wenn sich nicht wollen ?

    Das ist gar nicht die Frage, ob die wollen oder nicht. Dürfen ist erstmal die Frage und selbst wenn, dann müsste auch Lintfort gleichberechtigt gefragt werden. Vielleicht rückt auch noch einer der RL-Vizemeister nach. Allerdings habe ich so meine Zweifel, dass vor dem 1.7. (die Spielzeit 08/09 muss am 30.06. abgeschlossen sein) noch eine Entscheidung gefällt werden kann, wer diesen Platz einnehmen dürfte. ;)

    Gut, fallen also die Spezialistenwechsel weg. Ob man das als Nachteil werten sollte? In meinen Augen eher nicht. ;)

    Die aktuelle Passivregelung bevorzugt die Angreifer. Ich erinner mich da an ein DHB-Pokalspiel, wo ein Spielmacher eineinhalb Minuten in die Abwehr hineingerannt ist und einen Freiwurf nach dem anderen schindete. Passivwarnzeichen blieb aus, da ja ein erkennbarer Druck vorhanden war. Wenn hingegen mal die Fouls auch entsprechend der Regel 8:3 konsequent geahndet würden, dann haben im Endeffekt die Angriffsreihen später sogar einen Vorteil. Die sogenannten Abwehrspezialisten wären eventuell frühzeitig aus dem Verkehr oder müssten sich deutlich zurücknehmen.

    Ich bin auf die Ergebnisse des russischen Tests gespannt.

    michaelb: Bei allen ;)

    Ich finde den Ansatz nicht schlecht, die Durchführbarkeit mit Blick auf die Basis und die hohen Anforderungen, die dann an das Kampfgericht gestellt werden, sehe ich als einzigen wirklichen Nachteil an. Die aktuelle Regelung zum passiven Spiel ist jedenfalls in meinen Augen nicht der Stein der Weisen. Man kann als Zuschauer vielleicht noch ein Gefühl entwickeln, wann der Arm hochgeht, aber es gibt keine sinnvoll nachvollziehbare Regel, wann die Schiedsrichter dann auch auf Passives Spiel entscheiden. Das prangern ja selbst auch die Experten an. Auf die von Prause angekündigten "klaren Anweisungen" bin ich dann mal gespannt. Auch müsste meiner Meinung nach die Foulregel nicht geändert werden, wie es Brack sieht - nein, sie müsste mit der entsprechenden Konsequenz durchgeführt werden. 8:2 und 8:3 geben eigentlich alles notwendige an Hilfsmitteln an die Hand.

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    Original von Scheffhexe
    Wir nehmen gerne diesen offenen Platz ein.......

    ...dafür muss man aber auch gegen Zweitligisten bestehen können. - Nein, die Flensburger dürfen mit dabei sein, weil sie ihren Antrag zurückgezogen haben.

    Zitat

    Original von gorgohr
    "nichtmitglieder haben hier keine anträge zu stellen-gute heimfahrt"

    ICH KOCHE

    Ich dachte bis zum 30.06. wäre Stralsund noch Mitglied. Erst dann ist doch Saisonwechsel und somit Ende der Mitgliedschaft, oder?

    Die geben wirklich ein sensationelles Bild ab.

    Zitat

    Original von gorgohr
    meteo ;) ich habs dir doch geschrieben das du warten sollst. du liegst mit deiner antwort die du mir gabst nicht soweit wech von roccos aussage :lol:

    Aus dem Grund würde ich es ihm ja auch glauben ;) :lol:

    Nach der Wiederwahl von Moustafa gab es ein Statement von einem Funktionär - Jeder Verband kriegt den Präsidenten, den es verdient. ;)

    Hier werden jetzt aber Sachen vermischt oder eingebracht, die nichts mit dem Thema zu tun haben.

    Stralsund hat sich im November 2008 (!!!) dazu entschieden ein Rennen gegen die Uhr aufzunehmen. Dieses hätte Ende Februar 2009 (!!!) beendet werden müssen. Die HBL hat sich nicht zum Lizenzentzug (Einspruchs- und somit Nachbesserungsfrist eine Woche), sondern zur Lizenzerteilung mit Bedingungen (Fristverlängerung faktisch um drei Wochen, nachdem sich die HBL zweieinhalb Monate Zeit zur Sichtung aller Unterlagen Zeit gelassen hatte) entschieden. Anfang Juni, das sind mehr als drei Monate drüber.

    Scheinbar, genaue Details sind ja nicht bekannt, hat der SHV dieses Rennen gegen die Zeit nun verloren. Demnächst wird jedoch wieder in Frankreich eine Rundfahrt starten, wo wir oft genug feststellen können, dass der ein oder andere Fahrer wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen wird.

    So, wie ich die PM des SHV lese, hat es nur den Rat gegeben sich um eine Fristverlängerung zu bemühen. Von einem positiven Bescheid seitens der HBL oder der Lizenzierungskommission schreibt Stralsund nichts. Vermutlich, weil es nie inen positiven Bescheid gegeben hat, sondern dieser maximal in aussicht gestellt wurde. Nun sollte aber auch am Sund klar sein, dass selbst in der Kommission, geschweige denn im Präsidium ein Alleinentscheider existiert.

    Stralsund hat sich in der Öffentlichkeit Respekt durch den eigenen "Weg" erworben, konnte sich das Jahr über als moralisch überlegen gegenüber den anderen angeschlagenen Klubs fühlen, hat letztendlich den Kampf jedoch verloren. Wenn es die Empfehlung gab den Schuldenabbau nicht so rasant voranzutreiben, dann wird auch dies seine Gründe gehabt haben. Als damals der Stralsunder Weg mit seinem Fundament vorgestellt wurde, da kamen bei mir jedenfalls Zweifel, wie ein Millionenetat in der zweiten Liga realisiert werden soll, wenn man das als Erstligist noch nicht einmal schafft.