Wöller: Zumindest CL-Standard ist die EHH nicht, da nur auf einer Querseite eine Tribüne steht.
Die Tribüne selbst ist wegen der Gitter aus Zuschauersicht ein Graus, die Foyerproblematik sollte durch das Nichtraucherschutzgesetz einigermaßen gelöst sein. Bleibt die VIP-Problematik, in Ordnung. Aber rechtfertigt das alleine eine neue Halle in Gummersbach? Welchen Mehrwert hat die Stadt davon? Die großen Partien, und nur die werden nach der Einstellung des Formates Liga 1 in Zukunft im Free-TV zu sehen sein, werden dann trotzdem in der Kölnarena ausgetragen.
Den Werbewert, mit dem der VfL als Argument kommt, schätze ich persönlich gar nicht mehr so hoch ein. Das ist immer noch der VfL aus den 70ern und 80ern. Die Aufmerksamkeit für die Stadt erreicht der Bundetrainer mehr, als der VfL. Dazu müssen leider Titel her, eine grausame Spirale.
Die Frage ist letztendlich auch, ob es alternative Hallenmöglichkeiten geben würde. Die Westfalenhalle dürfte auch schon zu groß sein, mit einer Beteiligung an einer geeigneten Halle der Kölner 99ers oder Haie sieht es wohl auch eher schlecht aus. Die nun Smidt-Arena heißende Dopatka-Halle in Leverkusen durch Volleyball, Basketball und Frauenhandball möglicherweise zu oft belegt. Da erschiene mir fast noch die Unihalle in Wuppertal als realistischte Lösung, aber in der Gegend macht sich der BHC als Platzhirsch breit.
Ich gehe davon aus, dass auch in absehbarer Zeit Erstligahandball in einer Halle mit 3000 Zuschauern möglich sein wird. Nur eben nicht für ganz oben. Nur sehe ich aus Sicht der Stadt Gummersbach keinen richtigen Sinn für solch eine Veranstaltungshalle. Die müsste dann der VfL selbst auf die Beine stellen, was kaum machbar ist.