Weitestgehend hat sie das auch 
Lemgo hat in der ersten Hälfte mit der sogenannten zweiten Garnitur begonnen, was man da so dementsprechend nennen kann. Hinten hat man dann weitestgehend gut gearbeitet, so dass stets das Passivwarnzeichen beim TuSEM kam, aber: Freiwurf und direkter Wurf aufs Tor und das Ding war drin. Kulhanek bekam halt im Gegensatz zu Lichtlein früh ein paar Bälle zu fassen, die zwei Tore Führung die logische Konsequenz.
Dann fiel nach 10 Minuten dem Kampfgericht ein, dass Alex Schult nicht auf dem Spielberichtsbogen stand. Alles richtig entschieden, Alex durfte nicht weiter spielen, die Bank bekam die gelbe Karte, nur dummerweise hat das Kampfgericht diesen Fehler kurz vor dem Moment bemerkt, als Hruscak das 7:5 werfen wollte. Das Tor zählte also nicht, Lemgo kam in Ballbesitz und glich zum 6:6 aus. Das dieses Tor nicht zählte hatte aber der Hallensprecher in seiner Kabine nicht mitbekommen und sagte zunächst einen falschen Spielstand an. Dies wurde dann nach dem gefühlten 8:7, dem tatsächlichen 7:7 dann korrigiert.
Vielleicht war man beim TuSEM ob der Konfusion ein wenig verwirrt und Lemgo einfach nur abgezockter. Auf jeden Fall drehte der TBV dann mal kurzzeitig auf und zog auf vier Tore davon. Auszeit Szargiej, Stellschreauben angezogen und der TUSEM hielt wieder mit, bis der fiese Baur dann fieserweise mit einer kurzen Deckung auch noch Wozniak (der einzige Spieler, den er wohl aus dem Hinspiel noch kannte :D) aus dem Spiel nahm.
Im zweiten Durchgang schickte er dann die erste Reihe aufs Parkett. Der einzige, der durchgespielt hat, war Bechtloff (musste er ja auch, wo Logi verletzt nicht dabei war). Kubes wurde eh immer Abwehr-Angriff gewechselt. Als Lemgo dann direkt durch drei Tore in Folge davonzog dachte man schon, dass Ding nimmt jetzt den von Beginn an erwarteten Verlauf. Doch weit gefehlt, die TUSEM-Truppe kämpfte sich wieder heran, während Markus Baur wohl auch Bruder Leichtfuß als achten Mann mit auf das Parkett geschickt hatte.
Also wieder nur fünf Tore und Baur musste seinerseits noch einmal die Stellschrauben anziehen, wieder war die kurze Deckung gegen Wozniak das erste Mittel. Szargiej reagierte kurze Zeit später mit einer Auszeit, doch die Mittel, die dem TUSEM eben zur Verfügung stehen, sind dann auch begrenzt. Neben der höheren Qualität von Lemgo I machte sich auch noch die Fitness ein wenig bemerkbar. Deshalb fiel die Niederlage vielleicht sogar 2-3 Tore zu hoch aus, aber wen juckt das schon.
Übertragen auf einen Gegner aus dem unteren Drittel möchte ich da nur wenig, denn bei diesen ist auch die Gefahr des Untershcätzens etwas geringer. Die werden schon die richtige Spannung aufbauen. Dennoch, man merkt, dass sich die Spieler nach und nach steigern, das Zusammenspiel immer besser funktioniert.
Chris Mohr mit einem sensationellen Einstand auf der Mitte. Drei Tore im ersten Bundesligaspiel, dazu noch die Halben gut in Szene gesetzt. Mehr kann man nicht verlangen.