Original von Lothar Frohwein
Wie auch immer das alles ausgeht, der Ruf von NK ist jedenfalls angekratzt, denn dieses (weinerliche) „Ich will zu Noka!“ (Titel der heutigen Handballwoche) glaubt ihm eh kaum wer. Siehe Süddeutsche Zeitung.
Wäre er gut beraten worden, hätte man ihm nahegelegt, sinngemäß etwa folgendes zu sagen: „Ich spiele in einem tollen Verein mit einem tollen Umfeld und einem Spitzentrainer. Jetzt habe ich ein wahnsinnig attraktives Angebot bekommen, vor allem auf der finanziellen Seite. Niemand kann mir ernsthaft böse sein, wenn ich das Angebot annehme. Wenn jemand in einer erstklassigen Firma arbeitet und sich wohlfühlt und eine andere erstklassige Firma möchte für denselben Job viel mehr bezahlen, wäre man ja dumm, wenn man das Angebot nicht annähme. Das würde doch jeder machen, wenn wir ehrlich sind, zumal ich als Berufssportler ohnehin nie weiß, wie lange ich noch mein Geld mit Handball verdienen kann. Das Risiko der Berufsunfähigkeit ist recht hoch, vor allem bei dem aktuellen Pensum, also nehme ich mit, was ich bekommen kann. Wenn sich die beiden Vereine einig werden, werde ich wechseln, zumal ich mich auch über Noka als Trainer freuen würde, die Entwicklung in Mannheim spannend finde und mir die Perspektive aufgezeigt wurde, sportlich mit dem THW gleichzuziehen. Wenn sich die Vereine nicht einigen, ist es auch gut, denn ich bin bei einem tollen Verein, wenn nicht sogar dem weltbesten, der mir viel ermöglicht hat und für den ich alles geben werde, solange ich für ihn spiele.“
Solch eine Aussage und jeder hätte gedacht: Wenigstens ehrlich, der Junge!