Beiträge von Steinar

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    Original von Ide71
    Naja, in der Wiederholung sieht man sehr gut, dass die Torwartin durch die ausgestreckten Arme versucht, den Aufprall abzufedern und eben die Gegenspielering nicht zu gefärden. Erfolgreich, denn es ist ja auch nicht wirklich was passiert. Von daher wäre vielleicht die DIS nicht zwingend notwendig gewesen. Aber man konnte sie auch durchaus geben.

    Den ersten Teil sehe ich auch so ähnlich und aus dem Grund halte ich die rote Karte auch für falsch. Wenn ein Torwart alles tut, um den durch die Gegenstoßspielerin mit verursachten Aufprall möglichst gut abzudämpfen, dann ist rot das falsche Signal, denn du stellst ihr handeln auf eine Stufe mit den Psychos, die dann einfach mal den Gegner reinrauschen lassen. Folglich wäre es im Sinne der eigenen Mannschaft besser gedacht, wenn rot, dann wenigstens so, dass der Gegenspieler nichts mehr macht. Progression und Strafwurf wäre für mich weiterhin die deutlich bessere Entscheidung gewesen, wenn man schon nicht auf Stürmerfoul entscheidet.

    Einen interessanten Einwurf finde ich auch von arcosh im Thread der Frauenbundesliga

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    Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, wann die Torfrau erkannt hat, dass sie den Ball nicht rechtzeitig erreichen würde. Als die Angreiferin den Ball fängt, ist die Torhüterin noch einen guten Meter von ihr entfernt. Wenn ich zudem noch bedenke, dass die Torhüterin vorher schon ihren Lauf verlangsamt hat, dann komme ich zu dem Schluss, dass der Torhüterin bereits ein bis zwei Sekunden vor dem Zusammenprall klar gewesen sein muss, dass sie den Ball nicht würde erreichen können. Nun hat die Torfrau zwei Optionen. Entwerder sie stellt sich der Angreiferin in den Weg, um eventuell das Stürmerfoul zu provozieren oder sie weicht aus und lässt die Angreiferin ungehindert aufs leere Tor laufen.

    Mir ist natürlich bewusst, dass eine solche Entscheidung in Bruchteilen von Sekunden getroffen werden muss und dabei vieles reflexartig abläuft, aber dennoch bin ich nach Ansicht der Viedeobilder der Meinung, dass die Torhüterin in diesem Fall die Möglichkeit gehabt hätte noch rechtzeitig auszuweichen und den Weg für die Angreiferin frei zu machen. Gesetz dem Falle, dass sich die Torhüterin tatsächlich (mehr oder weniger) bewusst dafür entschieden hat, dass Stürmerfoul zu provozieren anstatt ein leichtes Gegentor hinzunemhen, dann finde ich die Rote Karte in Ordnung, weil sie Torfrau durch ihr Verhalten eine Verletzng der Gegenspielerin billigend in Kauf genommen hat.

    Also, ich verstehe ja dann die Logik, warum man denkt, dass 8:5 angewendet werden könnte, aber das darf man so auf keinen Fall tun. Das kommt ja einem Freibrief für verantwortungslosem Handeln seitens des Angreifers gleich. Wenn die Spielerin in korrekter Abwehrposition steht und die Feldspielerin reinläuft, dann darf es in der Denkweise nie dazu führen, dass einem ein korrektes Spiel zum Nachteil ausgelegt wird, weil der Angreifer verantwortungslos, da blind übers halbe Spielfeld laufend, agiert. Wenn der Torwart die Wahl zwischen ausweichen und korrekte Abwehrposition einnehmen hat, dann muss er sich für die zweite Alternative entscheiden, alles andere wäre ja ein Nachteil für sein Team.

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    Original von Troya
    mit dem kleinen Unterschied, dass die bundesligaspielerin wohl etwas schneller läuft als jemand in der bezirksklasse. da bleibt dann nicht mehr so viel zeit zum ständig hin und her schauen.

    naja, das ist auch so eine Alibiaussage. Der Spielerin sollte man schon zumuten können, dass sie ihr Gegenstoßverhalten auch der Situation nun mal verhältnismäßig durchführt. Dieses blinde "Nach vorne Rennen" kann für mich nicht die Lösung sein. Da muss man ganz klar auch mal das unverantwortliche Verhalten der Feldspieler an den Pranger stellen.

    Wenn man für die Aktion von März schon rot zeigt, dann kann man den Torhütern eigentlich nur empfehlen in Zukunft knallhart durchzuziehen, damit die Gegenspielerin wenigstens auch aus dem Verkehr gezogen ist. Die Konsequenz, wenn man sich bewusst zurückhält und dann die Spielerin in einen reinläuft, ist j a scheinbar die gleiche. Also lieber mal volle Kanne reinhalten.

    Für mich stellt sich die Sache genau anders herum da, eben weil März nicht so weit draußen agiert, wie das z.B. Djordjic getan hat. Djordjic kam bis an die Mittellinie heraus und damals sagten auch viele Gegenstoßschützen, dass solche Situationen halt nur nahe der Mittellinie vorkommen, weil sie da mit dem Torhüter nicht rechnen. Kann man ja vielleicht verstehen, akzeptieren muss man es nicht. Aber auf 10 Meter muss jede Spielerin mit der Torhüterin rechnen und sie hat auch genügend Gelegenheit die Spielsituation zu erfassen.

    Gepfiffen wurde Rot und Freiwurf, aus meiner Sicht ein doppelter Fehler.

    Entweder März steht, dann Stürmerfoul und Freiwurf Trier oder März steht noch nicht, dann wäre es für mich Foul mit normaler Progression (Zeitstrafe), aber Strafwurf für Leipzig, da klare Torchance, richtig gewesen.

    Halblinks: Deine Frage ist wahrscheinlich leicht provozierend, aber man sieht hier auch, dass Augsburg durchaus auch (mit)verantwortlich für den Zusammenprall ist.

    8:5 setzt die Gesundheitsgefährdung doch voraus, bevor man sich dann um die Details kümmert. 8:5d sehe ich deshalb nicht, da es keine gesundheitsgefährdende Aktion darstellt. Da braucht man gar nicht die einzelnen Fälle weiterlesen.

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    Ein Spieler, der den Gegenspieler gesundheitsgefährdend angreift, ist zu disqualifizieren (16:6b), insbesondere, wenn er:

    [...]

    d) einen im Lauf oder im Sprung befindlichen Gegenspieler stößt oder so angreift, dass dieser dadurch die Körperkontrolle verliert. Dies gilt auch, wenn ein Torwart seinen Torraum bei einem Gegenstoß der gegnerischen Mannschaft verlässt;

    [...]

    · Kommentar:
    Auch kleine Vergehen mit geringem Körperkontakt können sehr gefährlich sein und zu schweren Verletzungen führen, falls die Regelwidrigkeit in dem Moment erfolgt, wenn sich der Spieler im Sprung in der Luft befindet und schutz- und arglos ist.
    Die Gefährdung des Spielers und nicht die Intensität des Körperkontaktes ist maßgebend für die Beurteilung, ob in dieser Situation eine Disqualifikation geboten ist.

    Rot nach Bezug denn bitte schön auf welche Regel? Gesundheitsgefährdung (8:5) möchte ich ausschließen und auch grob unsportliches Verhalten (8:6) kann ich hier nicht erkennen. März tut alles, um die Gesundheit der Gegenspielerin nicht zu gefährden. Wenn sie nicht steht, dann ist es ein Foul nach 8:3 mit normaler Progression, in der 39. Minute halt 2 Minuten. Siebenmeter kommt dann halt wegen klarer Torgelegenheit dazu, wobei man die nebenherlaufende Mieze noch zum Eingreifen hätte bewegen können. Dann wäre es nur Freiwurf. Wenn sie steht, dann ist es Stürmerfoul.

    Ich denke, dass die SR unter dem Eindruch von der Diskussion um Djordjic/Wilczynski standen und da schon per Se eine Gesundheitsgefährdung hineininterpretiert haben. Das kann ich der Schilderung jedenfalls nicht so entnehmen. März hat sich vorbildlich verhalten, versucht anders als DjordjicTempo rauszunehmen (steht vielleicht) und versucht sogar den nicht mehr zu verhindernden Aufprall, den dann auch Augsburg wohl mitverschuldet, abzudämpfen. Regel 8:5 ist also hier die falsche Entscheidung. Wer macht sich denn mal Gedanken, was die SR mit solch einer folgenschweren Entscheidung möglicherweise bei der Torhüterin verursachen. Es gibt Weltklassetorhüter, die danach lange Zeit gebraucht haben, um wieder den Torkreis zu verlassen. Damit sind sie in der heutigen Lage der Regeln nun mal im Nachteil. Nach der Schilderung wäre es Stürmerfoul gewesen, vielleicht hätte man, so sie denn nicht gestanden hat, auf Strafwurf entscheiden können, da klare Torgelegenheit, aber Rot war definitiv nach dieser Schilderung falsch.

    Scheint mir nach der Schilderung eine völlig falsche Entscheidung gewesen zu sein, geschuldet dem Aktionismus rund um Djordjic/Wilczynski bei den Herren. Wenn März wirklich bereits stand, dann gibt es nur eine Entscheidung, nämlich Stürmerfoul und gut ist. Womit wir auch genau beim Problem wären, die Verantwortung des Gegenstoßspielers. Auch diese müssen in die Verantwortung genommen werden, wenn sie sich selbst und andere gefährdend nach vorne rennen.

    Fritz: Nur weil Augsburg nach hinten schaut, wird daraus doch kein Eingreifen von hinten. Das bleibt ein Eingreifen von vorne. Ansonsten rennen bald die Spielerinnen mal rückwärts in die Deckungsreihen und sagen sie konnten ja nichts sehen. Das Gegenstoßverhalten muss sich einfach ändern, dann passiert sowas auch nicht.

    Nach dieser Schilderung kann man eigentlich nur den Hut vor Maike März ziehen, die wohl verantwortungsbewusst reagiert hat.

    Also, soweit die damaligen Presseberichte stimmten redet ihr voll aneinander vorbei.

    1.) Wüsste ich trotzdem gerne, wie sich die Szene Wohlbold/Smits (Mitte der 1. HZ hat sich doch Smits verletzt) zugetragen hat.

    2.) Gab es kurz vor der Halbzeit noch eine Zeitstrafe gegen Wohlbold, welche nach Meinung von einzelnen auch mit Rot hätte geahndet werden können.

    Vielleicht kann ja jemand beide Szenen gut erläutern.

    Naja, bei den 43% muss man auch diejenigen sehen, die sich in einer Abhängigkeit zur CSU befinden. Das hat ja in Bayern eine ganz eigene Qualität, was hierzulande als Klüngel oder Neudeutsch Networking bezeichnet wird. ;) Das Ergebnis kommt einem Erdrutsch gleich, die Leute wollten aber auch die CSU abwatschen und ich denke mal, dass dem Großteil herzlich egal ist, ob da nun CSU koalieren muss oder es eine Viererkoalition gibt. Die CSU ist jedenfalls in einer schlechten Verhandlungsposition und muss eigentlich schon der FDP oder den FW 3-4 Ministerposten bieten, damit die sich auf eine Koalition einlassen.

    sis wird dir dann sagen, dass die vier Punkte vielleicht erst offiziell am Ende der Saison abgezogen werden ;)

    Immerhin haben sie ja schon mal die Änderungen der Durchführungsbestimmungen derart beeinflusst, dass die Tabelle ihren technischen Voraussetzungen entsprechen. Ist auch eine interessante Randnotiz.

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    Original von Arcosh


    Ich verstehe immer noch nicht, wieso Chalkidis für seine Aktion überhaupt eine rote Karte bekommen hat. Eine Sperre war meiner Meinung nach nie ernsthaft ein Thema.

    Rote Karte sehe ich absolut gerechtfertigt. Auch wenn ich oben deine Argumentation gesehen habe. Es bleibt jedoch der Versuch der Unterbindung eines formalen Wurfes. Aber am besten wäre es dieses "Sperre oder nicht"-Thema endgültig mal klar und deutlich zu regeln. Alleine die Fälle, die es seit Einführung dieser Regel schon alles gab machen deutlich, dass die IHF-Regelkommission und auch der DHB einiges zu tun hat. Die Fälle Stefansson, Rösler, Wohlbold, Chalkidis, ... haben dies nun zu Genüge bewiesen.

    Meine Frageberuht eherdarauf, dass in der Bundesliga ja nur Vertragsspieler zum Einsatz kommen dürfen und die Verträge müssten ja schon bei der entsprechenden GmbH, die für diese Mannschaft zuständig ist, körperlich vorliegen. Hat also der SCM für die Spieler, die in beiden Mannschaften zum Einsatz kommen, doppelte Verträge abgeschlossen oder spielt ein Heinevetter, wenn er in der Zweiten mal wieder aushilft auf dem Landespass (zwei Spiele geht ja) oder wie sieht da genau dieses Konstrukt aus. Ist denke ich rechtlich kein uninteressantesThema. ;)

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    Original von ALF
    Freundschaft!

    [...]

    Wenn ich alles zusammen zähle, fehlt mir der Glaube an einen bundesligatauglichen Kader für 2009/10.

    Macht doch ne HSG mit der Zweiten auf ;) Wie funktioniert dieses Konstrukt mit der Zweiten, die ja in einer anderen GmbH ansässig ist genau? Müssen da die Verträge nicht eigentlich über Zweitspielrecht abgewickelt werden oder besitzen die Spieler bei beiden GmbHs Verträge? Denn die Verträge der HMD dürften eigentlich für die Zweite nicht gültig sein. ...

    Das 15 oder 16 Punkte für den Klassenerhalt notwendig werden, glaube ich auch nicht. Bei der Ausgeglichenheit derLiga werden es vielleicht 12 oder 13 sein, aber nicht mehr. Der THC muss erst mal anfangen zupunkten, der BVB unter Beweis stellen, dass FFO keine Eintagsfliege ist und die elfen müssen wieder in die Erfolgsspur zurückfinden und das nicht nur gegen Buxtehude zu Hause, sondern auch auswärts. Wird aber bei den nächsten Auswärtsspielen nicht gerade leicht ;)

    Die Viererkoalition war aber auch schon vorher thematisiert worden. Wäre mit Sicherheit eine Option, um mal die CSU ganz rauszudrängen. Dann wäre aber auch schon fast eine vorzeitige Neuwahl vorprogrammiert. So von wegen Köchen und Brei ;)

    Helge: Man merkt halt, dass Bayern Handballdiaspora ist. ;)