Sollte ZouZou nicht endlich mal seine Handballschuhe an den Nagel hängen? Angeblich war es doch überhaupt ein Wunder, dass er überhaupt noch beide Füße hat.
Beiträge von Steinar
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Original von Meikel
Den TUSEM würde ich im Moment nicht fix buchen... Dormagen scheint mir aktuell etwas besser in Form... Und wenn beim TUSEM wirklich Eylers im Tor ausfällt....Über die Qualitäten der Essener Torhüter ließe sich mit Sicherheit treflich streiten. Voraussagen über den Ausgang treffe ich derzeit nicht, denn das ändert sich eh von Woche zu Woche.
Erst mal steht Dormagen - Hüttenberg, dann Ludwigsburg - TuSEM und dann noch Ludwigsburg - Dormagen auf dem Programm. Die wirklichen Ausrutscher gegen die anderen Mannschaften wie Friesenheim oder Kirchzell werden aber den Ausschlag geben.
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Original von Lelle1605
Weltgen darf meines Wissens nach nicht im CL-Finale eingesetzt werden!Könnte stimmen, denn auf der EHF-CL-Homepage taucht er nicht in der Kaderliste auf. Tschepkin hingegen schon.
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Andersson, Omeyer
Kavticnik, Zeitz, Andersson, Linders, Tschepkin, Karabatic, Klein, Lundström, WeltgenAusfälle: Fritz, Ahlm, Szilagyi, Jeppesen, Lövgren
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Original von Olaf
Meteo, was willst Du denn jetzt eigentlich sagen? Managementfehler beim THW? Klar kann man jetzt klugscheißen und sagen, war doch alles abzusehen. Andererseits war man in Kiel im Vorfeld der Saison einhellig der Meinung, nun endlich einen ausreichend großen kader zu haben, mit dem man die CL auch mal gewinnen könne. Lars Krogh Jeppesen hatte zwar ein wenig noch mit seiner Schulter zu tun und Szilagyjs Rückkehr war für November vorgesehen, aber spätestens zu dieser heißen CL-Phase wollte man mit voller Kapelle spielen. Soweit der Plan.Das Probleme auftauchen werden, wenn Szilagyi und Jeppesen nicht zurückkommen, war doch allen sehr wohl bewusst. Ich zitiere dann mal aus der Saisonvorschau für die Bundesliga (Artikel vom 15.08.06)
ZitatOriginal von Handball-world.com
Der THW hat mit seinen drei Neuzugängen Jeppesen, Klein und Omeyer seinen ohnehin schon hochkarätigen Kader noch einmal verbessert. Allerdings sorgt die Verletzung von Viktor Szilagyi für einigen Kummer beim frischgebackenen Rekordmeister, zumal Lars Krogh Jeppesen nach einer nicht auskurierten Schulterverletzung derzeit auch an Wadenproblemen laboriert und bisher noch nicht ins Kieler Spiel integriert werden konnte. Mehr als ein wenig überzeugender Kurzeinsatz beim Schlecker-Cup war bisher nicht drin.
So liegt die Hauptlast im Kieler Rückraum weiterhin auf Stefan Lövgren und Nikola Karabatic, was für eine kraftzehrende Saison inklusive Championsleague kaum ausreichen wird. Denn dem THW ist die Bundesliga mittlerweile zu klein, mit dem neuen Kader soll endlich und zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte der europäische Thron erklommen werden.
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Noch eine Kleinigkeit u dem Thema: Warum treten die Verletzungen wohl bei den Positionen auf, wo die Spieler nahezu durchspielen müssen und warum sind dann die Spieler, mit den angemessenen Erholungspausen (Klein, Lundström oder Kavticnik, Zeitz, Andersson) fit? Karabatic hatte ja im November schon seine Verletzungspause.
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Original von Karl
In der EHH hat man ganz gute Sicht (für mich das wesentliche) - die Halle hat sicher keinen großen 'Erlebnis- und Eventcharakter'.Das kann ich angesichts der vielen Metallgerüste eigentlich nicht bestätigen. Da gibt es etliche Zuschauer, die nur sehr eingeschränkt das komplette Spiel verfolgen können. Die Zustände im Foyer lasse ich da mal ganz bewusst außen vor. Da haben selbst drittklassige Vereine mehr zu bieten.
ZitatOriginal von Karl
Diese Umfragen kann ich nicht beurteilen - die Ergebnisse wurden bislang zumindest eingesetzt, den Teilumzug zu legitimieren. Ein Indiz dafür, daß die Bindung der vieler 'Nur-Kölnarena-Fahrer' an den VFL nicht furchtbar hoch ist, sind die Zuschauerzahlen in der EHH - bei denen schleift sich der Reiz der Kölnarena dann auch mal ab.Es ist aber ein erheblicher Unterschied, ob primär die 'Spitzenspiele' oder alle Spiele des VFLs in der Kölnarena ausgetragen werden (da ist es dann mit 'Erlebnis und Event' ruckzuck vorbei) - wie gesagt, die ungefähre 50:50 Lösung hat sich bislang ja bewährt.
Da stimme ich mit dir überein. Zu einem Spiel VfL gegen Balingen werden auch nicht so viele die Tour aus dem Oberbergischen nach Köln antreten. Das zeigt ja schon der schleppende Vorverkauf zum Duell gegen Düsseldorf. Und da zieht ja dann auch noch das Duell Köln - Düsseldorf
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Ich bin nicht verantwortlich für das, was du verstehst, sondern das, was ich schreibe.

Wenn es keine Konsequenzen (Zuschauerschwund) für den THW hätte, dann könnte man es doch machen, oder? Zumal es ja nicht klar ist, ob das Publikum nicht auch gerne einen Sieg mit lediglich fünf Toren sich ansieht, wenn dadurch neue Talente an die Spitze herangeführt werden. Oder hat man da in Kiel schon repräsentative Umfragen durchgeführt?

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Original von Jenny
Ja klar, das versuch mal beim Kieler Publikum

Tja, wenn man halt nicht das große ganze bei seinen Planungen ins Auge fassen kann, weil einem sonst das Publikum den Rücken kehrt, dann ist das natürlich schon dumm. Aber so funktioniert nun mal der Handballsport in der heutigen Zeit.
Die spanischen Top-Vereine bringen auch mal gerne einfach nur die zwei Punkte nach Hause, was aber auch daran liegen könnte, dass im Zweifelsfalle halt der direkte Vergleich entscheidend ist. Die Tordifferenz (und das dürfte Nokas Hauptgrund sein) ist für den THW in den derzeitigen Richtilinien halt ein Pluspunkt.
Man kann aber nicht über die hohen Belastungen jammern und dann nicht ausreichend Spieler dafür zu Verfügung haben. Zum Vergleich: Die Asobal-Vereine, die im Europapokal vertreten sind, haben eine Kadergröße von 18-19 Spielern (nur Leon fällt mit 16 etwas ab), von denen zumindest in der Liga alle Spieler eine entsprechende Einsatzzeit erhalten.
Der THW hat aktuell (Tschepkin, Weltgen) auch 16, aber man hat sowohl in der Meisterschaft, als auch im Pokal, sowie nun auch in der Champions League mehr Spiele zu absolvieren als die spanischen Klubs. Das Weltgen wenig spielen würde und Figo ein halbes Jahr ausfallen würde, war dem THW vor Saisonbeginn klar, Tschepkin war damals noch nicht da und schon war man quasi bei nur einer einzigen Verletzung bei 10 Feldspielern (und fast könnte man auch noch Linders rausrechnen). Das kann bei dem Tempo, welches der THW an den Tag legt, nicht ohne Verschleißerscheinungen ablaufen.
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Original von Jenny
Vielleicht, vielleicht aber auch nicht .... absolut unhaltbare Vermutungen, die hier absolut niemand bestätigen oder verneinen kann ....Was eine genauso unbelegbare Aussage darstellt. Es sei denn, dass du die wirklichen Identitäten von allen HE-Usern kennen würdest. Mit Allquantoren sollte man bei Diskussionen sehr vorsichtig umgehen, denn diese Aussagen sind ja dann höchstens falsifizierbar, aber dir als baldige Reli-Lehrerin muss ich das ja nicht erklären.
Der Eindruck bleibt jedenfalls hängen, wenn sich Spieler kurz nach einer Verletzung an der gleichen Stelle erneut verletzen. Bei Flensburg meine ich auch das Zitat von Storm "Boldsen hätte schon lange unters Messer gemusst" in Erinnerung zu haben. Für den Erfolg müssen die Spieler manchmal zu schnell auf die Platte. Gleiches könnte auch demnächst in Essen mit Eijlers und seiner Augenverletzung passieren. Gibt also genug Fälle, wo man solche Eindrücke bekommt und alle in vielen verschiedenen Vereinen.
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Original von Bilbo
sowohl Figo als auch LKJ haben aber inzwischen ihre ursprünglichen Verletzungen auskuriert... um sich nach überaus kurzer Zeit jeweils wieder ne neue einzufangen... kommt auch von der Überlastung?
und diesen dritten Torhüter zu holen war absolut richtig, ohne Ohmeyer bräuchte man sich über die Ausgangsposition fürs CL-Finale keinerlei Gedanken zu machen, da würde dann nämlich PSA stehen.Vielleicht hatten sie die Verletzungen nicht vollständig auskuriert, bzw das Aufbautraining noch nicht vollends abgeschlossen.
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Beim Österreicher wurde am gleichen Knie, an dem er sich Ende der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, ein Meniskusschaden festgestelltBei Jeppesen war es ja auch mehrmals die Rippe, bevor es dann am Ende auch noch twas mit der Bandscheibe wurde.
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Original von Jenny
Meine Güte geht es auch einmal ohne diese verdammte Jugendspielerscheisse .. sorry, aber das ist doch einfach nur lächerlich.
Dem THW fehlen mittlerweile neben einem Torwart, einem Kreisläufer mal eben drei Rechtshänder, darunter zwei RL und ein RM Spieler ... sorry aber keine Mannschaft egal wie groß der Kader ist, kann sowas mal eben wegstecken ... und ein Jugendspieler ist doch absolut nicht dazu in der Lage ein CL Finale zu spielen !Das sehe ich vollkommen anders. Der Torhüter fällt nicht wirklich ins Gewicht. Da hat man ja vorausschauend drei Leute eingekauft um ständig einen auf die Tribüne zu setzen. Dafür hat man dann halt bei den Feldspielern eingespart. Szilagyi fiel schon zum Saisonbeginn langfristig aus und auch Jeppesen ist wohl nur als Wrack in Kiel gelandet. Vielleicht hat man ihn dort auch zu leichtfertig verpflichtet. Die Folge dieser Ausfälle waren natürlich erhöhte Belastungen bei den anderen Rückraumrechtshändern.
Lövgren und Karabatic müssen dann halt fast durchspielen und bei dieser Belastung (Schließlich schaffte man es ja bei allen Wettbewerben ins Endspiel, bzw ist noch im Titelrennen) war erwartungsgemäß hoch. Ich bleibe dabei: Der Kader war vor der Saison schon sehr eng gestrickt, da man nicht mit Szilagyi planen konnte und die unendliche Krankenakte des LKJ bringt das Gebilde fast vollkommen zum Einsturz.
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Original von Flevo
Oder Dritter werden.

Gruß Flevo
dafür müsstet ihr aber am Freitag dann verlieren, oder? Vier Punkte auf Hüttenberg zu verlieren könnte selbst für den TuSEM in seiner aktuellen Verfassung schwierig werden.
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Man muss einfach genau lesen. Da steht
Er droht für den Rest der Saison auszufallen
Das lässt auch eine Wunderheilung zu. Sollte es aber wirklich so kommen, dann muss man sich bei dem kleinen Kader auch den Schuh selbst anziehen, dass man die Spieler zu sehr belastet hat.
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Original von ctproud
Bis dann
Carsten
P.S.: Und irgendeiner muss mir mal erklären, warum Olli Kahn bisher nur eine rote Karte in seiner Karriere gesehen hat - falls der Bericht die Tage stimmte.und die gab es für sein Handtor in Rostock damals (Ich dachte, der Torwart darf im 16er den Ball mit der Hand spielen.) Oder gab es da Gelb-Rot?
Ich finde Abati ist einer der effektivsten Spieler der Bundesliga. Was der für sein Team herausholt ist einfach grandios und wenn man sich überlegt, wie gut der neben Stefansson, Vugrinec und Co immer ausgesehen hat. Hut ab, Jooo-Ellll
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Entweder spielt der THW gegen den Meister oder es gibt THW Kiel (Meister) gegen SG Kronau/Östringen (Vizepokalsieger)
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Original ngz:
Wer von diesem Trio am 19. Mai oben steht, steigt direkt auf. Der Zweitplatzierte darf sein Glück in der Relegation versuchen, die in diesem Jahr an folgenden Terminen auf dem Plan steht: 26. bis 28. Mai (Pfingsten) hat der Südzweite Heimrecht gegen den Nordzweiten (voraussichtlich Stralsunder HV, der das Spitzenspiel gegen den nun schon sechs Punkte zurückliegenden Tabellendritten Ahlener SG mit 27:26 gewann) Heimrecht, das Rückspiel steigt am 2./3. Juni. Der Sieger trifft dann am 9. Juni (auswärts) und 13. Juni auf den Sechzehnten der Ersten Liga (zur Zeit HSG Wetzlar). Wer hingegen am 19.Mai auf Platz drei steht, schaut in die Röhre . . .
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Original von Olaf
das tun die täglich hier: http://www.sportfive.com/index.php?id=695&L=1Kann mir mal jemand erklären, warum die Gesamtzuschauerzahl kleiner ist, als die Zuschauer ab 14 Jahren? Kann so etwas Sinn machen?
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VfL Oldenburg II verabschiedet Heike Schmidt
OLDENBURG/JPP - Heike Schmidt (Foto: DHB), Trainerin der Zweitliga-Handballerinnen des VfL II wird ihre Arbeit zum Saisonende beenden. Schmidt, die auch Co-Trainerin der deutschen Nationalmannschaft ist und sich nach der Sommerpause mit dieser auf die WM in Frankreich im Dezember vorbereiten wird, wurde nach der Partie gegen Recklinghausen (28:31) vom VfL verabschiedet. „Eine tolle Arbeit. Du hast gezeigt, was du kannst“, lobte Präsident Günther Bredehorn. „Der VfL wird auch in Zukunft weiter auf dich setzen.“Zudem verabschiedete der Club Sarah Everding (zum SC Greven), Sabine Göttke (Wechsel unbekannt), Vivien Eickhoff (wohl Karriereende), Tanja Büsing (Karriereende) . Vivien Eickhoff spielt seit 1984 im VfL, war in allen Jugendteams, in der ersten Mannschaft und lange Jahre in der Zweiten aktiv. „Struppi“ sei die Seele der Zweiten, sagte Bredehorn.
Quelle: 16.04.2007 / http://www.nwzonline.de
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Original von http://www.dueren-dueren.de
KP kontra Synapsen
rdz
Elfen werden die Handballerinnen vom TSV Bayer 04 genannt. Es handelt sich bei ihnen und seit dem 14. April anno 2007 tatsächlich um jene Mittelwesen, die in Erde, Wasser und Luft zwischen den Menschen und den Göttern existieren. Die anmutigen Elfen, wenigsten die Schar der Trainerin Renate Wolf, sind nach dem Spiel gegen russische Kiloponds zu freudetrunken Nixen, der Duschausgabe der Elfen, geworden, so ist anzunehmen.Zurück zum Anfang des merkwürdigen und dramatischen Geschehens. Evgeny Trefilov, augenscheinlich lupenrein demokratischer Trainer – „Wat is der am Schengen!“, kommentierte ein Zuschauer –, führte eine „Mannschaft“ aufs Spielfeld, Wolf, zierlich im Vergleich zum im Prinzip humorvollen Mann aus Moskau, blickt auf die Ponds, auf ihre „Elfenschaft“, lächelt, redet von der Chance der Intelligenz, ist zuversichtlich. Anpfiff der Schiedsrichter, die als gelbe Hasen zwischen den Riesen herumturnen. Die Bayer-Synapsen rattern los. Elfen haben im Grunde nur mit Zwergen ihre Händel, heute nicht. Den Ball in die Schleuder gelegt, und bevor sich der Ostdiktator heiser geschrien hat, wanken seine Damen durch die Halle. Die Elfen legen los wie Teufel. Yvonne vor allem, die filigrane Arbeit auf der linken Angriffsseite leistet, narrt mit Klassewürfen nicht nur ihre Gegenspielerin, sondern auch die sehr gute Torfrau von SC Zvezda Zvenigorod. Die Elfen, so lebendig, so schlau, spielen einen Handball vom Feinsten. Im Tor klärt Clara Woltering ein um das andere Mal, zeigt Paraden, die kund tun: Hier wächst eine junge Frau unter dem nur hin und wieder brummenden Torwarttrainer Thiel hinein in eine europäische Torfrau-Karriere. Handball vom Feinsten bedeutet: beste Deckungsarbeit, Abwehr in diesem Fall der Türme, Eroberung des Balls, schneller Angriff mit Verstand.
So ist es kurz nach 18 Uhr in der Ulrich-Haberland-Halle. Die Elfen sausen herum, meist in Kniehöhe der Gegnerinnen, sorgen bei denen für Schwindelgefühle, bringen Rasputin an den Rand des Wahnsinns, sehen, wie wenig Durchkommen in der Mitte ist, denn dort steht eine Innenverteidigung, die aus der russischen Armee zu stammen scheint, weichen aus auf die Flügel, die nicht lahmen. Denn da sind die Elfen Fillgert und Neukamp, die eine hat einen verdammt sexy Tag und versenkt sechs Bälle, die andere gibt sich mit der Hälfte zufrieden, aber nur ausnahmsweise, das Rückspiel kommt. Nadine Krause tut ihre Pflicht, auf der Bank hockt ein trauriges Gesicht, das später noch drei Mal strahlen wird; die Elfen-Daune aber, die besonders leichte Ausgabe der Anmut und an diesem herrlichen Frühlingsabend ohne Einsatz, sagt später, sie sei nicht traurig. Den Satz sprach sie aus, bevor Renate Wolf den Spielerinnen dankte, die aus taktischen Gründen nicht viel oder gar nicht aufs Feld liefen. Wer weiß, was sich die Strategin einfallen lässt für das Rückspiel? Die Daune, schnell, leichtfüßig, käme schon oft vorbei an den Kraftprotzen, müsste nur noch sicherer im Abschluss werden. Zur Halbzeit führen die Vertreterinnen der funkenden Synapsen mit zwei Toren, zwischenzeitlich lagen sie mit fünf Zählern vorn.
Halbzeit.
Verwandlungszeit.
Bald eine andere, eine dunkle Elfenzeit. War das der Tribut für die harte, schnelle und aufreibende Abwehrarbeit gegen eine der besten Mannschaften Europas? Die russischen Nationalspielerinnen, denn so muss man das sagen, kamen aus der Kabine und starteten eine Aufholjagd, dann rollte das Ganze auf die Überholspur, die Elfen waren verwirrt, die Abwehr wankte, die Schüsse auf das russische Tor waren selten erfolgreich. Nach zehn Minuten der zweiten Halbzeit hängen Elfen im Psychokrater. Bange Fragen stehen im Raum. Das an diesem Tag so muntere und engagierte Publikum arbeitet verbissen unter des Hallengurus Leitung. Die Werks-Elfen bekrabbeln sich, kämpfen sich wieder heran, kämpfen aufopferungsvoll in der Deckung, werden beim Abschluss wieder sicherer, der Zaubertrank in der russischen Kabine wirkt nicht mehr, die Wölfin sorgt dafür, nicht vom polternden Kollegen überrannt zu werden, ändert Taktiken, ändert die Richtung, holt in Unterzahl die Torfrau raus, riskiert und gewinnt, gewinnt, weil sie riskiert. Und Michaela Seiffert bringt die Elfen dann wieder in Führung.
Der Handball-David befindet sich wieder auf der Siegerstraße, eine Herkulesarbeit, das Team aus Leverkusen rackert ohne Ende, beseelt von einer inneren Kraft, die an diesem Tag unendlich scheint, die Beine schwer, das Leibchen nass, an Yvonnes Hals die Spuren des Kampfes. Das Spiel gegen Europas fette Sahne ist gewonnen, das letzte Tor erzielt Anna Loerper, die Trainerin ist stolz, der russische Trainer minutenlang baff, denn seine Damen sind im aktuellen europäischen Wettbewerb noch nicht besiegt worden, ausgerechnet von Elfen, die so unscheinbar schienen, vor dem Spiel, nicht nach dem Spiel. Doch jetzt ist vor dem Spiel, die Elfen müssen zum Bären, weit reisen nach Osten, wo die Sonne eher aufgeht als am Rhein, aber auch eher untergeht. Da Trefilov Frau Wolf eine Zeitlang warten ließ, bis er zur Pressekonferenz als anderer Mensch kam, konnte sie darüber nachzudenken, wie man den Bären in der Höhle besiegt. Leverkusen kann stolz sein, ein Handballteam wie die Elfen zu haben.
Und nun – wie versprochen – spricht der „Dichter“:
Wenn die Fillgert-Elfe sich aufschwingt zu rauschendem Lauf,
die Gegner sie klammern, das nimmt sie in Kauf.
Denn nichts hemmt ihren Willen oder lässt sie weichen,
vor den östlichen Bollwerken, die sie wolln erreichen.
Dann saust sie umher und wirbelt und schäumt
am Schluss erreicht sie, was sie sich erträumt.
15. April 2007Autor: Rolf Dieter Zens