Ullrich-Manager: Reaktion in nächster Zeit denkbar
Gap (dpa) - Ullrich-Manager Wolfgang Strohband hat eine öffentliche Erklärung Jan Ullrichs zu den Doping-Vorwürfen und der drohenden Kündigung seines Vertrages bei T-Mobile angekündigt.
"Das ist in nächster Zeit denkbar", sagte der Hamburger Geschäftsmann, ohne einen konkreten Termin zu nennen. Die Juristen hätten dem Bonner Team-Sponsor laut Strohband fristgerecht eine Erklärung zu dem Fall abgegeben, mit dem Inhalt, dass weiterhin keine schlüssigen Beweise von Ullrichs Schuld in der Doping-Affäre vorlägen.
Strohband bestätigte, dass die Anwälte Ullrich von einer DNA-Analyse abgeraten haben. Ein solcher Gentest wäre die simpelste Methode, die Vorwürfe aus der Welt zu räumen, der Toursieger von 1997 habe mit roten Blutkörperchen angereichertes Eigenblut von Eufemiano Fuentes und José Merino Bartes erhalten.
Die Mediziner stehen im Mittelpunkt des spanischen Doping-Falles, der bereits die Ausmaße des Tour-Skandals von 1998 gesprengt hat. Gegen beide ermittelt die Guardia Civil - sie sind nach Zahlung einer Kaution von 120 000 Euro auf freiem Fuß.
Teamsprecher Christian Frommert erklärte: "Sowohl Jan Ullrich als auch der ebenfalls suspendierte Oscar Sevilla haben nach der Suspendierung in Fernseh-Kameras gesagt, sie würden einen Unschulds-Beweis erbringen. Das ist nach wie vor nicht geschehen". Die Erklärung der Ullrich-Anwälte besage lediglich, dass die Umkehrung der Beweislast juristisch nicht zu erbringen sei.
Ullrich hat sich nach seiner Abreise aus Blaesheim einen Tag vor dem Start der 93. Tour de France in seinem Haus in Scherzigen auf der Schweizer Seite des Bodensees eingeigelt. Er trainiere regelmäßig, teilte Strohband mit.