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Tusem bittet zu seiner Abschieds-Vorstellung
Das letzte Saisonspiel steht auf dem Plan, vielleicht sogar das letzte Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte. Der Tusem erwartet am Sonntag (15 Uhr, Arena Oberhausen) zum Ausklang den VfL Gummersbach.
Der Lizenzentzug durch den Vorstand der Handball-Bundesliga (HBL) hat bei der Mannschaft Spuren hinterlassen. "Das musste jeder erst einmal für sich verdauen", berichtet Co-Trainer Krystof Szargiej. "Und wir hoffen natürlich alle, dass es irgendwie weitergeht. Nur wie, das weiß momentan noch keiner."
Personell wird es gegenüber den vergangenen Wochen keine Änderungen geben. Szargiej: "Die, die zuletzt auf die Zähne gebissen haben, werden es wieder tun, denn wir wollen uns mit einem tollen Finale bei den Fans bedanken."
Dass dies nicht unbeschwert vonstatten gehen wird, liegt am Lizenzentzug, der dem Tusem am Mittwoch mitgeteilt wurde. Inzwischen liegt Vereinschef Klaus Schorn auch die offizielle Begründung der HBL vor. "Es geht natürlich um die Werthaltigkeit unserer Forderung gegenüber Weinerplan", erklärt der 70-Jährige. "Und da müssen wir nun korrigieren."
Bereits am Fronleichnamstag haben sich die Tusem-Verantwortlichen Gedanken über das weitere Vorgehen gemacht - zum Beispiel, dass sie rechtlichen Beistand in Anspruch nehmen werden. Schorn: "Zwei Instanzen gibt es noch. Und in einer muss es klappen."
Am 7. Juni befasst sich der Liga-Ausschuss mit den Beschwerden des Tusem sowie der SG Wallau-Massenheim und Post Schwerin. Die letzte Entscheidung über die Lizenzen hat das Ständige Schiedsgericht des deutschen Handball-Bundes, das bis spätestens Ende Juni tagen will.
"Aber egal, was da in dieser Woche mit der Lizenz war, am Sonntag steht erst einmal noch ein Riesenspiel an", so Klaus Schorn. "Da steht das Sportliche im Mittelpunkt, da wollen wir unbedingt gewinnen."