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HSV kämpft gegen Punktabzug
München - Aufgrund von Formfehlern hat der HSV Hamburg beim zuständigen Schiedsgericht der Handball-Bundesliga (HBL) Einspruch gegen den Abzug von acht Punkten und 15.000 Euro Geldstrafe eingelegt.
Zudem leitete der Bundesliga-Fünfte gleichzeitig erste Schritte zur Trennung von seinem wirtschaflichen Träger Omni-Sport KG und dessen Geschäftführer Winfried Klimek zum Saisonende ein.
Der neue Präsident Andreas Rudolph hofft damit, den finanziell schwer angeschlagenen Klub zu retten und für die Zukunft auf eine sichere Basis zu stellen. "Unser Ziel ist es, die finanzielle Situation in den Griff zu bekommen und die Lizenz für die Zukunft zu behalten", erklärte Rudolph, der seit dem 1. Januar als Nachfolger von Heinz Jacobsen für den HSV Hamburg e.V. tätig ist.
Omni-Sport kann Liquidität nicht gewährleisten
Entscheidend für die Zukunft des Supercupsiegers wird die Loslösung von Klimeks Omni-Sport sein, die mit über zwei Millionen Euro verschuldet ist und die Liquidität bis zum Saisonende nicht gewährleisten kann. Gegen die Omni-Sport wird deshalb noch in dieser Woche ein Insolvenzantrag eines weiteren Gläubigers gestellt, dessen Vorgehen mit dem HSV Hamburg offenbar abgesprochen ist.
Damit soll verhindert werden, dass der seit 3. Dezember wegen angeblicher Wirtschaftskriminalität in Haft befindliche Klimek selbst Insolvenz anmeldet, was zum Lizenzentzug und Zwangsabstieg führen würde.
Rudolph übernimmt Spielergehälter
Am 23. Dezember hat der HSV Hamburg zudem eine erste Abmahnung an die Omni-Sport geschickt mit dem Ziel, das eigentlich bis 2007 andauernde Vertragsverhältnis zum Saisonende am 30. Juni zu kündigen. Bis dahin muss die Omni-Sport entsprechend der Statuten offiziell wirtschaftlicher Träger der Mannschaft bleiben.
Das operative Geschäft wird Rudolph mit seinem Mitstreitern allerdings selber führen. Der millionenschwere Geschäftsmann ist offenbar auch bereit, fehlende Gelder selbst in das Team zu investieren. So soll er bereits die Spielergehälter für Dezember gezahlt haben.
Rettungskonzept wird am 24. Januar vorgestellt
Um den Spielbetrieb für die laufende Saison sicherzustellen, benötigt der HSV Hamburg rund zwei Millionen Euro. Rudolph ist jedoch optimistisch, dass er dieses Geld auftreiben und auch für die kommende Saison eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellen kann.
"Wir haben außerordentlich positive Signale von Sponsoren", sagte der Unternehmer. Außerdem hat es Gespräche mit der Stadt Hamburg und einer Bank gegeben, die den Finanzengpass durch ein Darlehnen ausgleichen könnte. Am 15. Januar muss der HSV bei der Handball-Bundesliga erneut Unterlagen über die Tilgung seiner Altlasten vorlegen, am 24. Januar wird das Rettungskonzept für die Zukunft bei der HBL vorgestellt.