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Noch mehr dänische Junioren-Power für die SG:
Nichlas Holm Jörgensen kommt
Die SG-Talentschmiede wächst: Neben Simon Friis wird nun auch Nichlas Holm Jörgensen ab der nächsten Saison im Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt sein Können unter Beweis stellen. Der 19-Jährige dänische Junioren-Nationalspieler bestritt bereits 19 U18-Länderspiele. Der "Neue" spielte in der Jugend für Virum Sorgenfri, schnupperte in der letzten Saison beim Erstligisten FC Kopenhagen hinein, um in dieser Zeit beim Zweitligisten Ajax Kopenhagen kräftig Spielpraxis zu sammeln.
Nichlas Holm Jörgensen
(04.12.2004) - Pressemeldung SG Flensburg/Handewitt
"Nichlas Holm ist eines der größten Talente Dänemarks", erzählt Tim Petersen, Leiter des Junior-Teams. Der Manager beobachtete den 1,97 Meter großen Rückraumspieler zuletzt im dänischen Pokal-Halbfinale in Kopenhagen. "Er ist ein sehr guter Abwehrspieler und besitzt als Halblinker ein gutes Auge für den Kreis." Auch SG-Trainer Kent-Harry Andersson ist begeistert von dem jungen Dänen: "Er hat das Zeug bei uns zum Bundesliga-Spieler zu reifen. Nichlas Holm hat im Training einen frechen und guten Eindruck hinterlassen. Er hat schon jetzt einen sehr guten Wurf und die körperlichen Voraussetzungen." Thorsten Storm ist mit dem weiteren Vertragsabschluss sichtlich zufrieden, denn der SG-Geschäftsführer setzt den eingeschlagenen Weg konsequent fort. "Der Verein als auch die Spieler entwickeln sich kontinuierlich fort. Unser Trainerstab mit Kent-Harry Andersson, Bogdan Wenta, Lars Walther und Thomas Engler bilden die optimale Mischung - diese geballte Kompetenz ermöglicht erst den jungen Spielern sich zu entfalten. Torge Johannsen und gerade Stefan Pries sind da ein gutes Beispiel."
Nichlas Holm Jörgensen wird neben dem Standbein "Junior-Team" am Bundesliga-Betrieb teilnehmen. Der Däne ist damit ein wichtiges Mosaiksteinchen im Konzept der deutsch-dänischen Regionalliga-Truppe. "Die zweite Mannschaft soll künftig noch mehr Spiele in ihren Reihen haben, die auch in der Bundesliga aushelfen können", betont Tim Petersen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zur Zeit eine Modifikation der U23-Regel intensiv diskutiert wird: Bislang durften die Bundesliga-Klubs ihr 12-köpfiges Aufgebot um zwei Spieler erweitern, wenn diese die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ab dem 1. Juli 2005 soll es so sein, dass diese "Schwellenspieler" aus allen EU-Staaten stammen dürfen. Kurzum: Auch dänische Junioren-Nationalspieler könnten von dieser Regelung Gebrauch machen.
Während man fleißig am zukünftigen Erscheinungsbild des Junior-Teams arbeitet, läuft auch die jetzige Saison schon mehr als zufriedenstellend. Nach Minuspunkten liegt die Truppe von Trainer Lars Walther auf Platz zwei in der Regionalliga Nordost. "Wir sind auf dem richtigen Weg, müssen aber noch nachlegen", berichtet Tim Petersen. Bemerkenswert sind einige Entwicklungen innerhalb des Teams. So waren nach dem Abgang von Sören Johansen und dem Abstellen von Stefan Pries für die Bundesliga-Truppe einige Maßnahmen erforderlich, um die Lücken zu füllen. Johann Volquardsen, eigentlich noch im zweiten A-Jugend-Jahr, trainiert und spielt nun vollständig mit dem Junior-Team. Zudem ging zuletzt Tim Steffensen mit der gewachsenen Verantwortung positiv um. Beim Auswärtsspiel in Oranienburg (29:27) war der 19-jährige Rückraumspieler der "Mann des Tages". "Wir hoffen, dass er sich durch mehr Spielanteile weiterentwickelt", bestätigt Tim Petersen.
Die jetzt heranwachsende Spielergeneration um Jan Philipp Nass, Tim Steffensen oder Johann Volquardsen verdankt ihren sportlichen Fortschritt auch dem Netzwerk von "get in touch". Der Nachwuchs-Förderverein, im Jahre 2000 ins Leben gerufen, intensivierte seine Arbeit mit der Einstellung des Geschäftsführers Thomas Engler zum 1. August 2002. Die sportliche Leitung der Jugend-Teams, die Mobilität zum Training und zu den Spielen läuft ebenso wie eine Betreuung der Talente außerhalb des Spielfelds (Schule, Studium, Beruf) im Wesentlichen über die Schiene "get in touch".
Erst vor Kurzem wurde die medizinische Versorgung bis hinunter in den C-Jugend- Bereich ausgedehnt. Anstrengungen, die nur dank des Förderers Jochen Ohm und seiner Sponsoren möglich sind und eine relativ langfristige Planung aufweisen.Spieler, die jetzt in der C-Jugend auflaufen, können wohlmöglich in fünf bis sechs Jahren in das Junior-Team eingegliedert werden. "Wir sind ein interessanter Teil der SG-Nachwuchsarbeit", formuliert Thomas Engler zurückhaltend. Wohlwissend, dass viele Dinge nur in Zusammenarbeit mit Trainern, Eltern sowie den Stammvereinen und ihren ehrenamtlichen Helfern möglich sind.
Weiteren Auftrieb verspricht die engere "Verzahnung" der einzelnen Mannschaften. "Wir werden eine gute Familie", betont Tim Petersen. Für das Training beim Junior-Team rücken immer wieder Spieler aus der A-Jugend oder aus der "Dritten", die in der Bezirksliga spielt, nach. Eine Unterstützung aus dem "Unterbau", die das Junior-Team wiederum an die Bundesliga weitergibt.