Original von express.de:
FC will Schumi als Sponsor
Steigt der Formel-1-Weltmeister ein? Overath würde sich freuen
Köln – Michael Schumacher und der 1. FC Köln – es wäre eine rheinische Traumehe. Was unglaublich klingen mag, nimmt ernsthafte Konturen an. EXPRESS erfuhr: Wolfgang Overath buhlt um den siebenmaligen Formel-1-Weltmeister.
„Es wäre eine Ehre für uns, wenn wir einen Mann wie Michael Schumacher für uns gewinnen könnten“, erklärte der FC-Boss Montag, „für jeden Verein, auch für die Bayern, wäre es eine Supersache, wenn er sich engagieren würde.“
Die Fakten: Bereits vor anderthalb Jahren verhandelten die Kölner mit Schumachers Manager Willi Weber. Finanzchef Claus Horstmann reiste zu Geheimverhandlungen zweimal nach Stuttgart, um ein Engagement Schumis als FC-Hauptsponsor abzuklopfen.
Die Gespräche waren bereits so konkret, dass ein Trikot-Dummy in Auftrag gegeben wurde. Schumis Weltmeisterkäppi prangte auf dem Kölner Trikot. Horstmann bestätigt: „Ja, es waren wirklich sehr gute Gespräche. Wir waren kurz vor einer Vertragsunterzeichnung.“
Schumi selbst hatte die Idee, nachdem er Ende November 2002 überraschend am Geißbockheim auftauchte und mittrainierte. Als er im Sommer 2003 hörte, dass der FC einen Hauptsponsor sucht, forderte er Weber auf, abzuklopfen, ob ein Engagement beim FC möglich sei.
Schumi und der FC - das ist kein billiger PR-Gag sondern eine echte Liebesgeschichte.
„Als Kind wollte ich immer Fußball spielen. Ich wollte immer Toni Schumacher sein. In der Schule habe ich Toni als meinen Onkel ausgegeben“, verriet der Kerpener. Der Ferrari-Star hat sich vor zwei Jahren die FC-Mitgliedsnummer 10.371 eintragen lassen. Der Kerpener ist über jedes Ergebnis seines Klubs informiert.
Der Mega-Deal zwischen dem Kult-Klub und dem schnellsten Mann der Welt allerdings scheiterte, weil Funny-Frisch, Kölns heutiger Hauptsponsor, den Kölnern rund 200.000 Euro mehr im Jahr geboten haben soll. Geld, das der FC damals angesichts leerer Kassen dringend brauchte.
Für den ehrgeizigen und visionären Overath nun Ansporn genug, um es erneut beim Weltstar zu probieren. Interessant dabei: Kölns Vizepräsident Jürgen Glowacz, erfolgreicher Unternehmer (Wedo-Warenhandel) hat bereits eine Schumacher-Lizenz, wirbt auf seinen Produkten mit dem Namen des Formel-1-Stars.
Schumi und der FC – es wäre auch ein blendendes Geschäft für beide Seiten.
Der FC würde seine Trikots mit Schumis Konterfei in Asien oder Südamerika gut verkaufen können. Dazu käme der unbezahlbare Imagegewinn. Dem Weltstar würde im Rheinland auch das letzte Herz zufliegen. Außerdem könnte er viele neue Fans aus dem Fußball hinzugewinnen, um seine Fanartikel-Verkäufe anzukurbeln.
Schlusswort Overath: „Die Entscheidung muss jetzt Michael Schumacher treffen.