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Int. Fußball
Auch Kadergröße soll beschränkt werden - 03.07.2004 16:39
UEFA will einheitliche "Ausbildungsregelung"--------------------------------------------------------------------------------
Die UEFA setzt zur Förderung des Nachwuchses auf ein neues Konzept. Ab der Saison 2005/06 sollen nach einem einstimmigen Beschluss aller Mitgliedsverbände schrittweise die in den Ländern unterschiedlichen Ausländerregelungen abgeschafft und durch eine europaweite "Ausbildungsregelung" ersetzt werden.
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Demnach müssten nach Abschluss der Übergangsregelungen auf dem Spielberichtsbogen sieben oder acht Spieler erscheinen, die drei Jahre lang im Alter zwischen 12 und 21 Jahren im entsprechenden Verband von einem Verein oder dem Verband selber ausgebildet worden sein.
Um Auswüchsen mit übergroßen Kadern vorzubeuden, soll gleichzeitig die Kadergröße auf 25 beschränkt werden, damit reiche Klubs nicht Stars vom Markt kaufen und sie dann auf der Bank den Fans vorenthalten.
Per Ravn Omdal, Vizepräsident der UEFA und Vorsitzender der entsprechenden Arbeitsgruppe, befürchtet allerdings Widerstand gegen eine entsprechende Reform: "Ich befürchte, dass einige Großvereine aus selbstsüchtigen Gründen gegen diese Neuregelung sind. Aber es kann nicht angehen, dass in jeder Liga immer die gleichen fünf Vereine die ersten Plätze belegen. Für die Fans und den Fußball brauchen wir wieder mehr Chancengleichheit."
Wirklich einschneidend dürfte die Neuregelung allerdings nur für wenige europäische Spitzenvereine sein: In der abgeschlossenen Champions-League-Saison hätten nur der FC Arsenal, der FC Chelsea, Celtic Glasgow, Glasgow Rangers und Ajax Amsterdam die neuen Bedingungen nicht erfüllt. Bayern München z.B. hatte auf der 25er-Liste, die bei der Uefa eingereicht werden muss, zehn in Deutschland ausgebildete Spieler stehen, hätte also die Quote laut Neuregelung erfüllt.
Laut Angaben von William Gaillard, Mediendirektor der UEFA, soll nun mit der EU Kontakt aufgenommen werden, um feststellen zu lassen, dass auch sie keine Einwände gegen diese Regelung hat.
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der die Glückwünsche des Weltverbandes zum 50-jährigen Bestehen der UEFA überbrachte, zeigte sich mit den Ergebnissen und Beschlüssen der Zusammenkunft sehr zufrieden: "Wenn Jugendliche ausgebildet werden und wenn diesen dann auch die Möglichkeit zum Spielen gegeben wird, ist das für den gesamten Fußball, vom Amateur- bis zum Profibereich, eine gute Sache."
Jetzt gibt es also mal etwas genaueres