Original von sport1.de:
FIA ändert Safety-Car-Regeln
München - Wenngleich Michael Schumacher und Juan Pablo Montoya ihren peinlichen Crash in Monaco abgehakt zu haben scheinen, schlägt er weiter große Wellen.
Zwar nicht bei den Fahrern, aber bei den Verantwortlichen der FIA. Offenbar alarmiert von dem Zwischenfall, änderten sie kurzerhand die Regeln zum Safety-Car.
In einem Brief an die Teams sagte FIA-Renndirektor Carlie Whiting: "Nach dem Rennen in Monaco wurde klar, dass einige Autos, während das Safety-Car auf der Strecke war, mit einer Geschwindigkeit fuhren, die angesichts der Bedingungen deutlich zu hoch war."
Änderungen in drei Punkten
Demnach wurde das Reglement in drei wesentlichen Punkten geändert:
Erstens: Sobald das Safety-Car auf die Strecke geht, wird der Ausgang der Boxengasse geschlossen. Das heißt, ein Boxenstopp während der Gelblichtphase wird in Zukunft nicht mehr möglich sein. Damit fällt das taktische Element eines zeitsparenden Boxenbesuchs weg.
Zweitens: Den Fahrern, die versuchen, unter Gelb auf den Führenden aufzuschließen, wird demnächst aus den von Whiting genannten Gründen untersagt, mit voller Renngeschwindigkeit zu fahren. Stattdessen erwartet die FIA vom Führenden "abzubremsen, um den Autos zu erlauben, aufzuschließen."
Drittens: Um Unfälle wie den von Schumacher und Montoya zu verhindern, sollen die Fahrer demnächst nicht mehr vorgewarnt werden, wenn das Safety-Car die Strecke wieder verlässt. Damit würden die Piloten nicht mehr in Versuchung geführt, ihre Bremsen übertrieben anzuwärmen, wie das Schumi in Monaco getan hat.
Neue Motoren-Regel abgesegnet
Bisher wurden die Lichter am Safety-Car immer in der Runde, bevor es wieder an die Box kam, ausgeschaltet. Ab sofort wird das nicht mehr geschehen. All diese Änderungen treten nach dem Europa-GP in Kraft.
Erst ab dem Jahr 2006, dafür aber nun definitiv, tritt die neue Motoren-Regel der FIA in Kraft. Ab dann werden die bisherigen 3-Liter-V10-Motoren durch kleinere 2,4-Liter-V8-Motoren ersetzt. Darauf einigten sich die großen Motoren-Hersteller.
BMW stand der Änderung lange skeptisch gegenüber, da man den Kostenreduzierungs-Effekt dieser Maßnahme in Frage stellte.