Bericht von handball-world.com
"Es kommt noch so weit, dass der VfL wirklich ganz nach Köln geht."
Hallenneubau in Gummersbach oder nicht? Diese Frage beschäftigt derzeit wieder die Entscheidungsträger im Oberbergischen Kreis. Carsten Sauer, Manager des VfL Gummersbach, geht einem Bericht der Oberbergischen Volkszeitung (OVZ) zufolge davon aus, dass sein VfL möglicherweise bereits im Jahr 2007 in eine neue Ballsporthalle in Gummersbach einziehen könne.
Ein Gelände für den Neubau sei schon gefunden. Auf einem ehemaligen Industrieareal wird eine Fachhochschule entstehen. Dieser Neubau soll genutzt werden, um auch einen Hallenneubau zu realisieren, möglicherweise auch mit Fördergeldern für den Hochschulneubau. Die Stadt Gummersbach, soviel machte der Bürgermeister klar, werde sich jedoch an einem Hallenbau nicht beteiligen. Man habe kein Geld.
"Es kommt noch so weit, dass der VfL wirklich ganz nach Köln geht", sagte VfL-Aufsichtsratsmitglied Gerd Rosendahl der OVZ. Die Stadt Gummersbach habe bisher noch kein eindeutiges Bekenntnis zum VfL ausgesprochen, obwohl die Stadt überregional nur durch den Handball bekannt geworden sei.
Die altehrwürdige Eugen-Haas-Halle ist für den VfL Gummersbach nicht mehr zukunftsfähig. Der alte Zweckbau ist zu klein und für Fernsehübertragungen ungeeignet. So betont denn auch Hans-Peter Krämer, Aufsichtsratschef des VfL, die Wichtigkeit eines Hallenneubaus mit einer Kapazität zwischen 4000 und 5000 Zuschauern. "Die Eugen-Haas-Halle ist neben Wetzlar die schlimmste Halle in der gesamten Bundesliga", so Krämer. In Wetzlar entsteht jedoch bereits eine neue Arena.
Ein Totalumzug nach Köln sollte nach Krämers Worten nur die allerletzte Möglichkeit sein. Ausgeschlossen wird die Verlegung an den Rhein jedoch nicht ausdrücklich, womit wohl der Druck auf die Stadtväter erhöht werden soll. In vier Wochen soll eine Entscheidung für den Neubau fallen, so die OVZ.