TUSEM ESSEN – SAISON 2013/2014 – Zweite Handball-Bundesliga – 19.08.2013
Am Mittwoch, den 21. August 2013, reist der TUSEM zum Auswärtsspiel gegen den VfL Potsdam in der ersten Pokalrunde. Der Drittligist empfängt den TUSEM in der MBS Arena am Luftschachthafen (Am Luftschiffhafen 2,
14471 Potsdam). Angeworfen wird die Partie um 19:30 Uhr.
Mit zwei Zählern Rückstand auf den Drittplatzierten belegte der 1. VfL Potsdam in der vergangenen Saison den fünften Platz in der 3. Liga Nord. Die Brandenburger lagen nach einer guten Hinrunde sogar auf dem ersten Platz, rutschten dann aber in der Rückserie noch ab. Faustpfand des VfL war vor allem die starke Heimbilanz, in der man am Ende mit einem Zähler Rückstand hinter dem Zweitligaaufsteiger Altenholz den zweiten Platz belegte.
Der Kader von Trainer Alexander Haase wurde nur punktuell verstärkt. Mit Stephan Mellack kehrt ein zweitligaerfahrener Routinier zum VfL zurück. Darüber hinaus konnte man mit Christian Birk Sørensen aus Dänemark einen variablen Rückraumspieler verpflichten. Der 19-Jährige soll die Rechtshänderpositionen im Rückraum beleben. Mellack hingegen war nur noch als Standby-Spieler im Aufgebot eingeplant, wird aber nun nach dem Ausfall von Spielmacher Lars Melzer besonders in der Verantwortung stehen.
Ziel des TUSEM ist natürlich, trotz des ersatzgeschwächten Teams, in die nächste Runde des Pokals einzuziehen.
„Das Auswärtsspiel in Potsdam ist für uns kein Traumlos. Wir müssen eine lange Anreise zurücklegen und treffen dann auf einen starken Gegner. Seit der Eingleisigkeit der Zweiten Handball-Bundesliga ist die Qualität auch in der Dritten Liga enorm gestiegen, Potsdam ist dort im oberen Tabellenfeld platziert. Dennoch wollen wir das Spiel gewinnen, wir werden die Partie sehr ernst nehmen und hochkonzentriert angehen. Unser Ziel ist es, in die nächste Runde einzuziehen. Dafür wird jeder alles geben, denn das gesamte Team ist heiß und freut sich, dass es endlich wieder los geht“ beschreibt Trainer Mark Dragunski die anstehende Aufgabe.
Nach einer ordentlichen Vorbereitung freut sich die Mannschaft auf das erste Pflichtspiel, muss jedoch auf seine beiden 17-jährigen Neuzugänge Peter Hornyak und Rene Zobel verzichten, da die beiden noch nicht über eine offizielle Spielberechtigung verfügen.
Wenn ein Spieler in Deutschland noch minderjährig ist, wird die Spielberechtigung nicht über die HBL (Ligaorganisation für 1.- und 2. Bundesliga) sondern über den zuständigen Landesverband erteilt, in diesem Fall über den WHV (Westdeutscher Handballverband). Dort lautet die Regel, dass der Spieler beim Wechsel automatisch eine Einsatzsperre von zwei Monaten erhält. Da Rene Zobel noch Ende Juni in der Relegation zur 3. Liga für ART Düsseldorf aktiv war, endet die Sperre erst Ende des Monats August. Bei Peter Hornyak wurde seitens seines Ex-Vereins Balatonfüred KSE ein Austrittsdatum vom 19.07. in das Transferzertifikat eingegeben obwohl er am 26.05. dort sein letztes Spiel bestritt, sodass er, Stand heute, erst am 19.09. offiziell für den TUSEM auf Torejagt gehen kann.
„Das ist natürlich sehr ärgerlich für uns und wir versuchen weiterhin alles, um die offizielle Spielberechtigung früher zu erhalten. Es ist unverständlich, denn beide Spieler haben nach Beendigung der Saison ihren Wechsel vorgenommen. Aufgrund der Tatsache, dass die Pflichtspiele im höheren Leistungsbereich deutlich früher beginnen, werden die Spieler und Vereine dadurch benachteiligt“, erklärt Stephan Krebietke die Situation.
Neben den beiden jungen Linkshändern fällt leider auch Simon Keller nach seiner Operation am Meniskus für etwa drei Monate aus. Der TUSEM muss also auf der rechten Angriffsseite mit Marcus Bouali und Joao Pinto auskommen und gegebenenfalls mit einem Rechtshänder auf der halbrechten Position agieren.
Der Einsatz von Lasse Seidel ist ebenfalls gefährdet. Er hatte im Finalspiel des Hartings Cups in Minden Probleme mit dem Kreislauf und befindet sich in ärztlicher Behandlung.
Ante Vukas wird noch nicht ins Geschehen eingreifen können. Er nimmt inzwischen am Mannschafts- bzw. Torwarttraining teil und macht große Fortschritte. Voraussichtlich im zweiten oder dritten Ligaspiel wird er dem TUSEM wieder zur Verfügung stehen.
Wir wünschen allen TUSEM-Akteuren eine gute und schnelle Genesung.