Beiträge von BigRick

    Es wird einfach nicht richtiger, auch wenn es ständig wiederholt wird. Das Abstimmungsergebnis für eine umfassende zeitlich begrenzte Ausnahmegenehmigung, wie sie auch andere Vereine, zB Gummersbach, erhalten haben war ausgeglichen, und ist aufgrund der Ablehnung durch die Stimmen, die die HBL Geschäftsführung inne hatte, ins negative verkehrt. Frag Lothar, der war dabei!

    Ergebnis war ein Kompromiss, der den ThSV noch weiter in seinen wirtschaftlichen und sportlichen Fähigkeit beschnitten hat. Und anders als beim HSV, der schuldhaft aufgrund eigener Fehler eine nicht mehr tragfähige Imbalance zwischen sportlicher und finanzieller Entwicklung herbeigeführt hat, konnte der Verein mit dem T davor nix aber auch gar nix tun, um diese Situation zu verhindern. Außer: Im Wissen um den drohenden Aufstieg einfach mal die letzten Spiele absichtlich zu verlieren, sollte das die Lösung sein?

    Und jetzt betrachte die Siuationen: Dem ThSV hat die HBL durch ein bewußt gewähltes Nein die Hilfestellung für eine absolut nicht nach sportlichen Maßstäben zu verhindernde missliche Situation verweigert und für den HSV jettet die Spitze der HBL, sicher nicht auf Privatkosten der Funktionäre durch die Weltgeschichte.

    Sorry, ich krieg nen Fön, wenn ich das lese.

    GWEimsbüttel:

    Ich verstehe Deinen Ärger. Aber an einem Punkt schüttelt es mich ordentlich durch. Wenn sogar die Fans den HSV Handball in dieser Situation nach all den Jahren noch als "Projekt" bezeichnen, bin ich fassungslos. Ich bin mir sicher, Du hast das nicht bewußt so sagen wollen, aber das Wort schwingt immer im Subtext mit, auch wenn seitens der Vereinsbosse so gesprochen wird.

    Das sagt verdammt viel aus, weil Projekte immer auf Endlichkeit ausgelegt sind. Ist den Fans das eigentlich bewußt? Sollte man da nicht nach 15 Jahren Existenz ein anderes Selbstverständnis haben? Hatte der Club überhaupt vor, eine Tradition zu begründen? Wenn nicht, wann ist das Ziel erreicht und der HSVH verschwindet von der Bildfläche?

    Naja, ne halbe Mio sollte in 3 Jahren bei einem guten Club zu verdienen sein. Aber das ein Pommes bei den Leistungen tatsächlich auf ne halbe Mio kommt, kann ich nur schwer glauben. Seit gut 7 Jahren wirft er nicht annähernd die 7-8 Tore pro Spiel, für die er gut ist. Wie er zu so einem Vertrag kommt, ist mir schleierhaft.

    Es würde aber ne Menge erklären.

    Jupp, ist meine Meinung. Der Sport in der Glotze lebt mMn von der Verbundenheit zu einem Verein. Wenn ich mit keinem der Vereine symphatisiere, schalte selbst ich Handballverrückter manchmal ab, weil ich am Bildschirm nicht die Hälfte der Schnelligkeit mitbekomme, mit welcher die 50+ Tore geworfen werden. So oft verpasse ich wichtige Szenen in der Entstehung, weil irgendein Regisseur meint SH beim Toben zeigen zu müssen oder nochmal zu zeigen, wie der 7m zum 6. Mal unten links versenkt wird.
    Anders als beim Fussball gleichen sich die Spielzüge, die ich zu sehen bekomme ab eines gewissen Konsums so sehr, dass es nur noch darauf ankommt, dass man sich nicht verzählt.

    Zumindest empfinde ich am TV leider häufiger so, wenn ich keinerlei Symphatien für einen Verein hege. Kannste aber gern anders sehen.

    Arcosh:

    Ist doch gut. Du kannst das Ganze noch gebetsmühlenarteiger runterrasseln. Wir kleinen Vereine sollten geradezu untertänigst dankbar dafür sein, dass die DKB dem großen HSV und dem THW Kiel sei Dank ins Geschäft eingestiegen ist. Und zwar so dankbar, dass sie sich auch direkt zugunsten der 20 größten Städte Deutschlands aus dem Geschäft zurückziehen. Egal, ob die wirtschaftlich gesund agieren und sportlich nachhaltig arbeiten, oder halt eben nicht. Japp, das ist der Weg!

    Hast Du immernoch nicht kapiert, dass diese Großmannssucht absolutes Gift ist? Wieso muss es um jeden Preis so groß werden, wenn die sportliche Attraktivität die sich nur bei Ausgeglichenheit einstellt, weit dahinter zurück bleibt?
    Das ist genau die Einstellung, die den HSV, Kiel und die RNL kürzlich oder aktuell in finanzielle Schwierigkeiten gebracht oder zumindest Etatkürzungen zur Folge hatte. Man sollte sich nie sinnlos Kleider kaufen, die man erst in Jahrzehnten tragen kann. Diese Posse um den HSV hat der DKB sicher weniger geschmeckt als die Tingelei über die Dörfer!

    Wegen mir kann die Liga auch aus Hamburg, Leipzig, Berlin, F, M, S, E, H, K, D usw bestehen. Wenn diese Städte das Zeug dafür mitbringen und sportlich sowie finanziell das Ganze stemmen können, ohne ein Spielzeug eines reichen Lollis zu sein, ist es deren gutes Recht. Solange das aber nicht so ist, und das ist derzeit Fakt, kann man davon träumen und Konzepte entwickeln. Erzwingen kann man es nicht und wenn das bedeutet, dass der Handball hinter der BBL zurückfällt, was ich nicht glaube, dann muss es so sein.

    Ehrlich gesagt, ist es mir völlig wurst, ob die HBL auf Platz 2 oder 5 in der Günstlingsskala steht. Sobald der sportliche Wettkampfwert zugunsten einer rein wirtschaftlichen Betrachtung alá Franchise in den Hintergrund geht, will ich mit dem Sport nix mehr zu tun haben.

    Jo, zieht man die beiden Aufundabsteiger dieses Jahr ab, den einen der jetzt wohl drin bleibt ebenfalls und schaut, wann die anderen 7-8 aufgestiegen sind, dann wird das Bild schon düsterer. Ich denke, es macht keinen Sinn, die mangelnde Durchlässigkeit die zur Zeit offensichtlich ist, zu leugnen.

    In den letzten Jahren hat sich die Liga zu einem closed Shop entwickelt. Was ich aber nicht mal als dramatisch sehen würde, wenn denn die etablierten Vereine sich nicht durch Abschottung und miserables Wirtschaften diesen Status erkauft hätten.

    Wenn ich das immer höre: Wir brauchen die großen Städte, um groß raus zu kommen. Vergesst nicht, wir sind Handball und das unterscheidet sich vom "Wirmüssenüberdiegrenzenhinausbekanntsein" Fussball - nämlich durch die Spielstätten!

    Während der HSV (Fussi), FCB, Hertha oder BVB auch mal ne halbe Million brauchbare Fans sinnvoll bespielen können, sind wir beim Handball wohl kaum in der Lage dazu. Beim BVB können 500.000 Fans theoretisch 3 mal pro Saison ein Spiel live sehen, wir im Handball bräuchten selbst in den großen Hallen 3 Spielzeiten um jedem Fan theoretisch einmal ein Liveerlebnis kredenzen zu können. Alle die anderen sogenannten Fans, die mit einem Schalke Aufkleber rumfahren und nicht einmal im Stadion waren, sind flüchtig und wirtschaftlich von untergeordneter Bedeutung. Nur wer auch mal live dabei war oder dabei sein kann, wird dem Verein auch marketingtechnisch sinnvoll die Treue halten. Und solange wir keine Spielstätten von 20.000 zuschauern und mehr haben, brauchen wir gar nicht nach den Großstädten rufen. Die könnten wir gar nicht so bedienen, dass es einer größeren Stadt als Kiel oder MD gebraucht hätte. Handball ist und bleibt ein Liveereignis und ist kein telegener Sport.

    Warum der HSVH mit seinem CL Titel auch nur ein klitzekleines Bisschen von Bedeutung ist, muss mir auch einer erklären. Dieser Titel hat für keinen außer dem Verein und seinen Fans eine höhere Bedeutung. Die Teilnahme daran ist sogar defizitär, weil Reisekosten und die Spielbelastung auffangende Kaderaufstockung in keinster Weise einem finanziellen Ausgleich gegenüber stehen.
    Und wer glaubt, wegen des CL-Sieges des HSVH ist auch nur ein müder Euro von einem spanischen Fan nach Deutschland gefluppt, der zieht sich die Hose mit einer Kneifzange an.

    Wenn der HSVH sich den CL Sieg durch wirtschaftlich ruinöses Verhalten erkauft hat, dann muss er jetzt die Konsequenzen tragen. Weder die HBL noch den Handballsport an sich wieder es nachhaltig schädigen, wenn die richtigen und fairen Konsequenzen gezogen werden.

    Ha, wie geil. Dem bockigen Rudi fliegt die HBL nach Malle nach, damit der HSV auch ja die Lizenz bekommt. Weil dort aufgrund miserabler Wirtschafterei Millionen fehlen. Warum kriegen wir nochmal keine Lizenz mehr, sollten wir wieder aufsteigen bzw. hat man uns Steine in den Weg gelegt?

    Absolut lächerlich diese Scheinheiligkeit.

    Aber deine Frage beantwortet sich doch selber bzw. Du beantwortest sie! Weil es einfach kein Schw**n interessiert! Die Sender verteilen TV Präsenz ja nicht losgelöst von der Nachfrage. Und wenn der THW als absolute Premiummarke nur 1/4 oder 1/5 der TV Gelder erzielen kann wie Holstein Kiel, die in der dritten Liga gegen den Abstieg spielen, dann sagt das doch alles!
    Natürlich könnte man diese Verantwortung auf die 3. Programme abwälzen, aber letzten Endes zählen auch die Quote. Warum sollte es denn dann gerade Handball sein & nicht Sportschießen, Ringen, Boseln oder Kegeln?


    Da bin ich mir gar nicht so sicher. Gibt es eine Veröffentlichung, wieviele Leute sich die Streams anschauen? Die Zahlen sind genauer, als jede GfK Analyse. Man kann sogar regional eingrenzen, woher die Zuschauer kamen.

    Ich brauche diese Spiele nicht im TV. Die Streams reichen mir völlig. Und da sollte jeder Verein in die Lage versetzt werden, sich selbst vermarkten zu können. Ist schon komisch, dass gestern im Stream nicht ein Werbeelement verhanden war. Wieso wird hier nicht mit der Zeit gegangen? Dieses Verbreitungsmedium ist geradezu prädestiniert, um zielgruppenorientiert Marketing zu betreiben.

    Warum nur THW oder die anderen? Warum nicht alle? Da ist die Zunkunft zu suchen. So, wie es jetzt ist, bekommt nur der THW oder die Topp 5 eine ordentliche Vermarktungsbasis und alle anderen schauen in die Röhre. Obwohl die Facebookzahlen teilweise ganz viel versprechend aussehen und eine breitere Fanverteilung andeuten.

    Völlig korrekt. Vielleicht muss der HSV sogar pleite gehen, damit hier ein Umdenken passiert. Wenn man die Liga bei jeder Gelegenheit in wenige sehenswerte Topvereine und namenloses Kanonenfutter unterteilt oder unterleilen läßt und nicht jeden Verein als gleichberechtigten Teil wahrnimmt, wird der Handball an Bedeutung verlieren.

    Auf der Rückseite der dämlichen DKB Klatschpappen waren im Herbst nur 15 oder 16 Vereine drauf. Schon so etwas darf eigentlich nicht sein.

    Japp, die großen Vereine haben nicht nur Klasse sondern auch Masse. Früher waren es 4-5 Spieler, die pro Verein Weltklasseniveau hatten, heute sind bei manchem Verein zwei komplette Teams mit internationalem Format vorhanden. Um das spannender zu machen, könnte man die Anzahl von Lizenzspielern begrenzen und die Verpflichtung zur Einbindung von mehr Jugendspielern einführen. Mit 4 Konsequenzen:

    • Die Vereine müssen kräftemäßig wieder besser haushalten und können nicht 45 Spiele im Jahr volle Kanne spielen.
    • Die vorhandenen Topspieler verteilen sich auf mehr Vereine.
    • Gut wirtschaftende Vereine sparen Gelder und können dadurch vielleicht sogar Ablösesummen zahlen, die zB im Fussball für einen Geldtransfer sorgen und eine Angleichung der Leistungsfähigkeit zur Folge haben.
    • Die Nationalmannschaft profitiert.

    Die verlustpunktfreie Meisterschaft des THWs war ein absolutes Warnsignal. Einer Wiederholung sollte man unbedingt entgegen wirken. Die Saison hat dem deutschen Handball mehr geschadet, als genutzt.

    Und die bevorstehende Pleite des HSV wäre dann auch kein Thema. Wenn nur ein bestimmter Teil des Etats in Spielergehältern verschwindet, weil irgendwann ein Maximum an Premiumspielern erreicht ist, macht es auch keinen Sinn mehr, den Etat sinnlos aufzublähen. Dann zählt die sportliche Arbeit und nicht die kurzfristige Finanzkraft alá "viel hilft viel".

    Das läßt sich ganz einfach erklären. Man nehme die Budgettabelle und lege sie neben die sportliche Tabelle und wird kaum Unterschiede feststellen.

    Nun sollte man zwei Fragen stellen: Wie ehrlich und nachhaltig ist die Budgettabelle? Und wie kann man die Etats angleichen?

    Umverteilung, Pflicht der unteren Vereine zur Anpassung, Hilfestellung für die unteren Vereine zur Anpassung oder... die Antworten auf diese Fragen sind der Schlüssel für die Zukunft unseres Sports.

    Eisenach hat heute im Bereich seiner beschränkten Möglichkeiten das Beste herausgeholt, sie haben bis zum Schluß gekämpft.

    Anders als die hochbezahlte "Truppe" aus Lemgo letzte Woche gegen Kiel.

    DAS ist der große Unterschied. Die RNL hatten heute mit ihrem Gegner sicherlich Glück, aber letztendlich ist es auch verdient und es hält auf jeden Fall den Meisterkampf weiter spannend!

    Danke, das sehe ich genauso.

    Da steht eine Mannschaft als Absteiger fest, hat genau 3 Wechselspieler und verliert auswärts mit gut 20 Toren, für mich gibts kaum etwas Normaleres. Klar haben die Goalies in HZ zwei nix mehr gefasst und die Abwehr mies gestanden. Aber der Kampf, und nur der zählt, hat gestimmt.
    Hansen fightet mehr denn je. Hannes sowieso. Mir ist fast das Herz stehen geblieben, wie wohl allen anderen in der Halle auch, als er am Boden lag.

    Wenn hier irgendwer mehr Ausgeglichenheit will, dann immer her mit den Vorschlägen! Noch 16 weitere Vereine, die auf Onkel Rudis Kohle warten, kann es ja wohl nicht sein.

    Japp, ob ihr es glaubt oder nicht. Das ist uns alles so scheißegal. Unsere Jungs haben gefightet und wir feiern die kleinen Dinge und unsere Jungs, wo heute 4 Spieler mehr als 55 Minuten auf der Platte standen.

    Und das mit der Kirmesliga, darauf bratet Euch mal ein Ei! Das es in der Liga nicht 18 Vereine mit 5 Mio+ Etat geben kann, sollte allen klar sein. Wenn man wenigstens die kleinen Vereine nicht gängeln und deren Wirtschaftskraft nicht ohne Not noch weiter schmälern würde, dann hätte es heute enger ausgesehen.
    Das ist Eure Medizin! Wettbewerbsverzerrung at its best, weil hier mancher mäzengestützter Großkotzverein sein Ego polieren musste und die Ausnahmegenehmigung nicht hat geben wollen (zur Erinnerung: 32:33 Abstimmungsergebnis), durften wir nicht in der WAH spielen. Somit blieb den Löwen eine Erfahrung alá Berlin erspart.

    Zwei Spiele in Coburg haben uns knapp 100.000€ an Einnahmen gekostet, weshalb unser Verein lieber eine Strafe in Kauf nimmt, als noch ein weiteres Spiel dorthin zu verlegen. Für diese 100.000 kann auch ein seriös geführter Verein (freilich nicht der HSV) 1-2 Spieler zusätzlich verpflichten und in so einem Spiel auch mit 10 Toren weniger verlieren.

    Jetzt haben wir bei einem Pseudoheimspiel halt einem Anwärter kein Paroli bieten können, vielleicht dämmert es dem einen oder anderen.

    Aber wir kommen wieder, verlasst Euch drauf - in Eure Kirmesliga!

    Ohne hier profunde § Kenntnisse zu haben, kann ich mir schwer vorstellen, dass die SRs die Zuständigkeit und Kompetenz haben, Zuschauer direkt anzusprechen. Das widerspricht mMn den eigentlichen Aufgaben, nämlich der Spielleitung, mit der einige Schiris schon stark an die Leistungsgrenze kommen. Und das meine ich nicht despektierlich. Für eine Ausübung des Hausrechts fehlt schlicht die nötige Übersicht, Ortskenntnis und auch die Ausbildung. Sollte das Hausrecht an die Schiris komplett abgetreten sein, hätte das zur Folge, dass die Heimmannschaft keines mehr hat. Undenkbar. Allenfalls für das Spielfeld und die Kabinengänge mag das zutreffen. Mehr geht einfach nicht.

    Aus eigener Erfahrung kann ich mehrere Vorfälle anbringen, bei denen die Schiris zur Heimmannschaft gegangen sind und quasi mittelbar eine Lösung gleich welcher Art verlangt haben. Dabei haben sich die Schiris mit unterschiedlichsten Maßnahmen zufrieden gegeben. Hauptsache, das Spiel lief dann fair weiter. Das reichte von kurze Ansprache, über Handshake zwischen dem Beleidiger und dem Beleidigten (Beleidigung bei D-Jugendspiel, das muss man sich mal vorstellen), bis hin zur Aufforderung, die Halle zu verlassen.

    Mein Judiz sagt mir, Zuschauer unterwerfen sich nicht der Sportregeln und können damit auch nicht direkt von den Schiris belangt werden. Die Heimmannschaft jedoch unterliegt den Regeln und muss ihr Hausrecht dahingehend ausüben, dass ein Spiel sinnvoll durchgeführt werden kann. Wie sie das bewerkstelligen, ist deren Sache, quasi Ermessen.
    Im Fussball übrigens Gang und Gäbe. Sobald irgendwo Fackelmänner oder Feuerzeugwerfer unterwegs sind, unterbricht der Schiri und fordert Beseitigung der Störung. Wie das bewerkstelligt wird, ist Sache des Heimvereins, der dann auch die Strafe frißt, wenn es irgendwo Pflichtverletzungen gab.

    Was sagt Lothar dazu?

    Ey sach mal, Du kennst doch die WAH? von Arcosh erwarte ich nix anderes, aber Du solltest es besser wissen!

    Hier gehts nicht um einen Spieler, der uns pro Saison keine 100.000€ kostet. Hier gehts um eine Halle, die eigentlich aus zwei Hallen besteht. Da wo nämlich die Tribüne hin soll, ist im OG eine weitere Sporthalle, die schlicht und ergreifend der Stadt Eisenach gehört und für die Turnvereine vorgehalten wird. Da kann man einfach nicht ohne, und da übertreibe ich jetzt nicht, Millionenaufwand mal eben eine Tribüne draus machen. Die ganze Statik ist auf eine Zwischenwand eingerichtet, die nicht ohne weiteres entfernt werden kann, geschweige denn, dass da irgendwo auch nur im Ansatz Platz für eine provisorische Tribüne ist. 7 Sitzreihen sind aus statischen Gründen schlicht nicht realisierbar, ohne das ganze Dach abzunehmen und eine Seite komplett abzureißen. Als Frank Seidenzahl, Ex-Präsi und Architekt der Stadt die Möglichkeit erklärte, haben die nur entgeistert mit dem Kopf geschüttelt und die Millionenkosten dem Verlust einer weiteren Sporthalle gegenüber gestellt.

    Und Arcosh, ob Du es glaubst oder nicht, wenn der Stadtrat das Spiel nicht mitmacht, dann kann KaWö sich auf den Kopf stellen und mit dem Arsch fliegen fangen. ENDE! Soviele "Erstligaspieler" kann man gar nicht einsparen, dass die Halle umgebaut werden könnte und die Gymnastikhalle gleichzeitig ersetzt werden kann.

    So viel Arroganz und Klugscheisserei ist nur schwer zu ertragen. Wir sind mit einem Mittelfeldetat aufgestiegen und mit dem zweitniedrigsten Etat am Ende in der ersten Liga. Wo ist da Platz für die KOsten eines Hallenum- oder -neubaus, ohne dass man sich sofort in der Insolvenz oder in Liga 5 wiederfindet?

    Einfache Strecke zur nächsten Uni mit Vollangebot = min. 1 Stunde, das ist nämlich Jena. Ich habe Jura studiert und stand genau vor dieser Wahl. Jena war der nächste Ort mit juristischer Fakultät, das gilt für sehr viele Studienfächer gleichermaßen. Das Ganze mal zwei und Zeit für Stau, stockenden Verkehr oder Parkplatzsuche dazu, biste schnell bei 3 Stunden pro Tag. Ergebnis: Ich habe, wie viele andere auch, den Handballsport aufgegeben, weil für die 4.000€, die man als Spieler bei Eisenach pro Monat netto verdienen könnte, lass ich mich nicht in der Presse verheizen und meine Gesundheit ruinieren, wenn ich mit abgeschlossenem Studium gemessen zum Aufwand mehr verdienen kann. Nicht, dass ich es umbedingt in diese Sphären geschafft hätte, viele Mitspieler, die noch besser als ich waren, haben genau dasselbe gedacht und gemacht.