Welche? Das wir als wirschaftlich gesunder Verein, mit der sportlichen Qualifikation uns weigern, wie eine Yuccapalme auf Teufel komm raus verpflanzt zu werden?
Irgendwann wollen wir auch die Beliebtheit über den Wartburgkreis hinaus steigern. ABER das kostet Geld und ist ein langwieriges Verfahren. Wir haben grad keines. Der Betriebskindergarten des THW hat mehr Kohle als wir.
Beiträge von BigRick
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Stimmt, man borge sich ein paar Milliönchen, miete sich in eine fremde Stadt ohne Basis ein und verpulvert die Kohle perspektivreich in eine Situation, die man hatte, kennt und für nicht gut befindet. Klar, ergibt Sinn. Wieso darf man die auch in Erfurt zu erwartenden Zuschauer nicht zu Hause beglücken?
Hatten wir das nicht gestern schon? Wir waren uns doch einig, dass ein Jahresgastspiel in Erfurt wirtschaftlicher Selbstmord ist, nicht mal der ortsansässige Meister der Frauen kann dort eine schwarze null erwirtschaften.
Warum diskutieren wir schon wieder drüber? -
Stimmt, wir Bösen, wir konnten wir es uns erlauben, aufzusteigen. Wir sollten uns was schämen, aufzusteigen, obwohl wir wußten, dass wir auf Jahre hinaus mangels Bedarf keine neue Halle bekommen. Wir hätten die Lizenz zurückgeben sollen.
Naiver gehts gar nicht:
ThSV: Hey Stadtrat, hallo Landtag, wir wollen in 2-3 Jahren aufsteigen. Nehmt mal 5-10 Mios in die Hand und baut uns ne Halle!
Stadtrat: Ist die Halle zu klein?
ThSV: Nö, das isses nich.
Landtagsabgeordneter: Gibts Sicherheitsrisiken?
ThSV: Nee, ist alles in Ordnung.
Landtagsabgeordneter: Warum dann Neubau?
ThSV: Uns fehlt eine Gegentribüne. Das Fernsehen will die Zuschauer und die Bank gleichzeitig sehen.
Stadtrat: Soso, und wie sicher steigt ihr in 2-3 Jahren auf?
ThSV: Naja, ...
Landtagsabgeordneter: *drückt den Knopf für den Sicherheitsdienst* -
Vereine, die sich entwickeln können und nicht an den Vorgaben erstickt werden.
Boah, wie hochnäsig. Wir haben als Aboabstiegskandidat 6 Jahre die erste Liga gehalten und haben das auch jetzt vor.
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Lol, dann komm mal in unsere Halle, dann weißt Du, was Feuer ist. Wüßte nicht, warum es weiter (weg) gegeben werden sollte. Wenn Du im Fuchsbau mit dabei warst, haste mal gesehen, wieviel Feuer sogar in fremden Hallen mit unterwegs ist. Ich war dabei und bin verdammt stolz auf diesen Verein. Diese stimmgewaltige Anhängerschaft hat keiner der vergleichbaren Vereine mit auf Reisen. Gerade sowas sollte man auch als Liga erhalten wollen.
Ich finds auch immer lustig, wenn das rasante Wachstum, welches der Handball in den letzten 10 jahren erreicht hat, gerade mal gereicht haben soll, um den Handball vor dem Abgrund zu retten. Als mittlerweile Publikumssportart nur 2 ist man quasi dem Tode geweiht, wenn man nicht 10% Zuwachs im Jahr macht, klingt logisch.
Zum Sprichwort: "Bewahren des Feuers" ist keine Alternative?
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Es gibt immer eine Chance, auch wenn sie hier verdammt klein ist. Verdienen müssen sich die Gummersbacher aber die Punkte schon!
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Schön, dass du eienn grund gleich selbst lieferst. Wenn die Liga fürs Tv attraktiver sein will, muss sie attraktive, TV-kompatible Hallen bieten. Und Hallen mit nur drei Tribünen sind für das Fernsehen eher unattraktiv. Und komm mal von deiner engstirinigen Denkweise runter, als ob Eisenach der Nabel der Welt und das alles nur böse Schikane der HBL wäre. Es geht nur darum, Erneuerungsprozesse anzustoßen und attraktive Voraussetzungen zu schaffen, denn wenn wir wollen, dass unser Sport populärer wird, müssen wir eben aus den kleinen Turnhallen raus.
Sowas nennt man Größenwahn. Ist doch in Ordnung. Wenn alle Vereine nur 10.000er Hallen haben, wird schon alles gut, genau.
Basis? Tradition? Fans mit Zugehörigkeitsgefühl, alles egal, hauptsache dicke Hallen. Vereine, die noch 4 Jahr zuvor gegen den Abstieg in einer zweigleisigen 2. Liga gekämpft haben, müssen gefälligst innerhalb eines Jahres eine fette Halle bauen, oder sie können gehen.Unsere Halle ist größer als Euer Zuschauerschnitt, als Europacupanwärter und Kielbezwinger wohlgemerkt. Nicht mal Ihr bräuchtet eine größere "Turnhalle", als die unsere.
Nochmal die Frage: Wieviele Vereine sind in den letzten 4 Jahren in die Insolvenz gegangen?
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Solche Dinge wie die Hallenstandards werden schon gemeinsam verabschiedet und zwar von Erst- und Zweitligisten. Der ursprüngliche Beschluss wird noch aus einer Zeit stammen, wo es noch die zweigeteilte 2. Liga gab. Die Stimmenanteile der Erstligisten also praktisch doppelt soviel wert waren, wie die eines Zweitligisten.
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Unter'm Strich: Daher ist ein "fast einstimmiges Ergebnis" gar nicht so ungewöhnlich.
Ist das der Punkt? Wenn es auch nur einen Verein gegeben hat, der "nein" gesagt hat (mal gesetzt dem Fall, es käme darauf an), haben alle anderen Vereine über sein Schicksal bestimmt, wenn dieser Verein nicht in der Lage ist, den Standard einzuhalten. Mach ich demnächst auch so. Man suche sich das schwächste Glied in der Kette und bestimme mit dem potenten Rest mehrheitlich dass er raus ist.
Ich warte darauf, dass irgendwann ein Verein die europäische KOmmission anruft und ein Kartellverfahren anstrengt. Nix anderes ist das hier. Ein Kartell.
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Bloß, weil du den Beschluss für sinnlos hältst, müssen das andere noch lange nicht tun. Oder glaubst du, wegen dir werden die Clubs ihre Meinung ändern? Fakt ist, die Mehrheit der Erst- und auch Zweitliga-Clubs hat das selbst so beschlossen, und damit ist es jetzt eben so. Beispiele aus anderen Sportarten, insb. Basketball, haben gezeigt, dass der Hallenstandard enorm zum positiven Wachstum der Liga beigetragen hat. In vielen Städten wurden kleine, veraltete Hallen durch neue, größere und moderne Arenen ersetzt, und folglich sind in der BBL alte Turnhallen fast ausgetorben und werden neue Arenen zur Norm. Natürlich ging das nicht von heute auf morgen, sondern waren langwierige Prozesse, aber genau dafür ist der Standard ja da: um auf die verantwortlichen Politiker und Entscheider Druck auszuüben, Neuerungsprozesse anzustoßen und damit der Liga neue Impulse zu geben. Dass dabei einige insbesondere kleinere Vereine auf der Strecke bleiben, ist leider nicht zu vermeiden, aber wie du sagtest, geht es ums Geschäft, und da ist doch klar, dass die Liga lieber neue Umsatzmöglickeiten sucht, als darauf achtet, kleinere Vereine nicht zu schädigen.
Da kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Kleine Vereine ist man also bereit zu opfern, für, für...für was nochmal?
Wo wird mit den in diesem Fall entscheidenden Standards auch nur 1 müder Euro mehr generiert? Wo genau würde die HBL, der Verein is ja eh wurscht, auch nur eine Kröte mehr verdienen, wenn in Eisenach eine Gegentribüne stünde? Wir haben nicht annähernd die kleinste Halle und sind im Schnitt auch ganz anständig besucht. Wer nicht kommt, ist das Fernsehen, zum Leidwesen der Dicken Fische, die dafür noch häufiger bei Sport1 zu sehen sind, die Ärmsten. Also nochmal, wo ist der Gewinn für die Liga, wenn man sportlich qualifizierte Vereine erdrosselt? Hat man Angst vor dem ThSV? Armselig.
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Na dann ist ja alles gut. Stellen wir doch diesen Beschluss, der sich aus meiner Sicht als sinnlos erwiesen hat, über alles. Übrigens, gibts einem Nachweis für "so gut wie einstimmig"? Wer war nicht dabei? Ging es bei dem Beschluß nur um die Hallen, oder hing da mehr dran? Fragen über Fragen.
Wie gesagt, macht Eure Liga unter Euch aus und laßt uns mit Würde in die 2. absteigen. Hier oben gehts nicht darum, sportliche Erfolge zu honorieren sondern nur um das reine Geschäft, was in diesem Fall nicht mal gefördert wird. Hauptsache 2005 hat man mal so gut wie einstimmig Standards verabschiedet.Der Kopf ist rund, damit das Denken seine Richtung ändern kann.
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Die Identifikation mit dem Verein ist superwichtig. Sowas ist nicht verpflanzbar wie in den Staaten, wo man zB die Raiders oder Kings als Franchise durchs Land prügeln kann, ohne dass es etwas am Zuschauerzuspruch ändert.
Anderes prominentes Beispiel ist der TuS aus Schutterwald. In dem Moment, wo der Verein seine Identifikation aufgegeben hatte, war es vorbei. Heute irgendwo im Nirgendwo.
Graphitteller:
Mehr Schein als Sein, nachhaltig ist das alles nicht. Die Geschichten der BBL und der DEL halte ich nicht für kopierwürdig. Nur weil letztere ein Spiel in einem Stadion ausgetragen haben, müssen wir das auch tun?Aber da gehen wir glaube ich OT. Vielleicht sollten wir mal ein Thread aufmachen, der die Frage aufwirft, wie wir uns die Liga und das Verhältnis von Tradition und Lokalpatriotismus zu Großvereinen vorstellen, statt mit Regelverschlimmbesserungen und radikaler Wachstumsstrategie die nicht nachhaltige Effekthascherei der Konkurrenzsportarten Eishockey und Basketball zu kopieren.
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exilberliner:
Das sind ganz einfache wirtschaftliche Gründe. Wie gesagt, wir haben es bereits hinter uns. Damals nach dem Aufstieg mussten wir mehrere Spiele in Erfurt austragen und haben dort richtig viel Geld verloren. Da das Publikum nur Konsument, nicht aber Stimmungsproduzent war, hatten wir auch keinen Heimvorteil und damit unser einzige Pfund, was einen Verbleib in der Liga möglich machen kann, hergegeben. Glaube mal nicht, dass die Vereinsbosse diese Variante nicht jetzt auch durchgespielt haben, es ist aber nicht zuletzt auch an den Erfahrungen und den Forderungen der Messe gescheitert.Ich will auch nicht ausschließen, dass eine gewisse Feigheit besteht, hier nicht zu hohes Risiko zu gehen. Aber das ist nur verständlich. Auch Eisenach ist schon mal knapp an einer Insolvenz vorbeigeschrammt. Im Jahr der Akklimatisierung geht weder der Vorstand, noch das Management ein zu hohes Risiko. Und das ist auch gut so. Man stelle sich vor man zahlt der Messe einen Betrag der nur bei voller Halle tragbar ist und dann kommen wir beim Europacupfinale nur 2.700. Hier gingen zehntausende von Euronen den Bach runter, und der Verein hinterher. Und eine andere Halle, die der HBL genügt, gibts in ganz Thüringen nicht!
Also musste man raus aus Thüringen. Hessen ging aus den bereits benannten Gründen nicht, blieb also nur Bayern, aber die Lösung Coburg hat aus vielerlei Gründen Geschmack. Es ist wie es ist und ich glaube, die Entscheider hatten Gründe, gute Gründe.
Mit den "Eventfans" will ich bewußt provozieren. Da bin ich einfach der Eisenacher Kämpfer geblieben und liebe Stimmung aus der Mitte des Publikums heraus. Ein solches Publikum wächst behutsam und verschwindet auch nicht einfach. Eisenach hat immer seine Fans jenseits der 1.000 gehabt, egal wie mies es auch in der 2. Liga gelaufen ist. Jetzt stabilisieren sich die Zahlen bei über 2.000 Tendenz steigend und das ist auch in Ordnung so. So will es übrigens der ganze Verein.
alter Sack
Full ACK, Eisenach spielt mit 8 Mann auf dem Feld und jeder Gegner hat vor einem Mitspieler den meisten Respekt, dem Publikum. Übrigens ein treuer Spieler, geht nicht zu anderen Vereinen. Wenn der fehlt, spielt Eisenach dauernd in Unterzahl. </pathos> -
Fazit ist also: Es gäbe mehrere Möglichkeiten, die Heimspiele gemäß der Richtlinien der HBL auszutragen. Gegen alle hat man aber was einzuwenden. Stattdessen beklagt man sich lieber über die doofe HBL – deren Mitglied man ist – und deren Richtlinien und möchte eine Sonderbehandlung/Ausnahmegenehmigung, möglichst noch über Jahre hinaus.
Quark! Wir haben uns für ein Spiel für eine Halle entschieden, die unsere Größe hat, die wir auch voll kriegen können, in einer Stadt die Handball liebt und wo wir unseren Handballetat nicht riskieren. Es geht hier um drei Spiele Kollege, DREI und dafür gibts ne tragbare Lösung.
Nur, wenn man uns zwingt komplett umzuziehen, können wir direkt die Lizenz zurückgeben. Punkt. Der Witz ist, auch das Spiel in Coburg, einer Halle in der alles möglich ist, wird wieder nicht übertragen. Also wofür diese dämlichen Auflagen? Spielt doch Eure Liga unter Berlin, Hamburg, Kiel, Magdeburg und Flensburg aus, wenn ihr das wollt. Offenbar sind Euch kleine Vereine ein Dorn um Auge, na dann viel Spass!Kurze Gegenfrage, was hat ein Verein wie Hamburg oder auch Leute wie Du von diesen Auflagen? Nix, absolut nix. Es sind reine Ausschlußregeln, die einen closed shop möglich machen, nix anderes.
exilberliner:
Glaubst Du, wir können uns in der Situation erlauben zu schauen, was ein Umzug nach Erfurt für die Liga, ja sogar für Handballdeutschland bringt? Lol, klar, wir schmettern die Kohle, die wir ohnehin nicht im Überfluß haben, für HBL Marketing raus. Einer Liga, bei der sich die Großen einen Scheiß (33:32 Stimmen, nicht einstimmig!) um die Probleme der Kleinen kümmert.
Ist das nicht die Aufgabe von den großen Vereinen? Spielt Ihr doch in Frankfurt, Erfurt, Dresden, Halle oder München, wenn Ihr meint, dass es was bringt! Verlangt nicht von einem Aufsteiger, der gerade mal sportlich die Ligazugehörigkeit erspielt hat, aber finanziell ganz unten anzusiedeln ist, der auch noch mit Auflagen in seiner finanziellen Leistungsfähigkeit eingeschränkt wird, Marketing in völlig handballuninteressierten Städten durchzuführen.Wir werden eine Halle bauen, wenn es notwendig und refinanzierbar ist, das heißt, wir brauchen auch die Perspektive. Witzigerweise hat die Ablehnung, ein komplettes Jahr in Eisenach spielen zu können dazu geführt, dass wir gar nicht erst planen brauchen, denn durch diese dämlichen Auflagen fehlen uns die Mittel für 2-3 Spieler, die wir brauchen um überhaupt an einen Klassenerhalt glauben zu dürfen. Und ohne dauerhafte Aussicht auf Erstligahandball brauchen wir auch keine neue Halle. Its that simple.
Nein, die HBL will es anders: Bitte verschuldet Euch maßlos und baut Hallen ohne Sinn und Verstand! Wieviele Insolvenzen gabs doch in letzter Zeit? Und es waren nicht die letzten, wenn man gezwungen ist, so zu wirtschaften.
Ich treibs mal auf die Spitze: Bei der HBL ist nicht die Frage, ob das Huhn oder das Ei zuerst kommt, sondern hier wird gesagt, erst kommt der Hühnerstall und ob dann Huhn oder Ei kommt, is uns wurscht.
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Das Problem ist, wir haben im Moment gar keine Mission. Wir haben im Moment gerade mal das Geld, die Saison zu Ende zu fahren. 200.000€ mussten in die Werner Assmann Halle investiert werden. Gut, davon kommt ein gewisser Teil auch vom Eigner, der Stadt, aber etwas bleibt auch an uns hängen.
Eine Mission Erfurt ist ein Risiko sondersgleichen. Die Miete ist im Vergleich zu dem, was wir in Eisenach an Kosten haben, horrend. Sämtliches Handballequipment muss hingebracht oder zusätzlich teuer gemietet werden. Die Ordner, die Eisenach zu Hause aus den Vereinsmitgliedern rekrutiert, reichen nicht für eine Halle wie Erfurt. Also muss man zukaufen, damit polizeilich überhaupt die Veranstaltung durchgeführt werden darf. Dasselbe bei Caterern usw usw...Wir haben das Spiel durch, diese Gastspiele damals in Erfurt haben richtig Geld gekostet und nix gebracht. Mag sein, dass man hier gezielt langfristig mal Gastspiele durchführt, um neue Märkte zu erschließen, aber nicht, wenn grad gar kein Geld für solche Marketingaktionen da ist.
Und eines sollte man auf keinen Fall unterschätzen. Man verpflanzt Vereine mit einer gewissen Tradtion nicht einfach. Schon gar nicht weg von Eisenach Richtung Gotha oder Erfurt. Selbst Langensalza, was viel näher an EF dran ist, kann in Erfurt nicht punkten. Der Verein heißt THC und spielt in Langensalza, da gehen die Türen schon zu. Das bei einem Europacupendspiel auch bei den Frauen nur 2700 Zuschauer kommen, spricht Bände. Möchte wetten, davon waren 500-1000 nur Offizielle und Leute mit Freikarten (Schulklassen usw.). Erfurt funzt nicht.
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Was im Detail vor dem "THC" war, entzog sich bisher meiner Kenntnis. Solltest Du da Hintergrundwissen haben, gern her damit, hier bin ich auf verwirrende Infos aus der Presse angewiesen. Ich habe mich bisher nur beim Thema Hallenneubau ThSV/THC genauer mit diesem Verein beschäftigt.
Ich weiß nur soviel: Sitz des Vereins -> Erfurt, Spielbetrieb in Bad Langensalza und in Erfurt interessierts keine Sau. Und das ist superschade, denn die Erfolge werden in der überregionalen Presse - zumindest in Berlin - als Erfolge der Erfurterinnen verkauft. Über mehr kann ich nicht mit Wissen glänzen.
Einzig beim Ausweichort Erfurt habe ich eine gefestigte Meinung. Und die sieht so aus, dass bei einer 7.000 Mann fassenden Messehalle leider viele Eventfans kommen würden, die nicht den Unterschied zwischen Rot nach 3 Zeitstrafen und einer Disqualifikation mit Bericht kennen würden. Ergo verliert man den Heimvorteil. Und das liegt daran, dass Erfurt meiner Meinung nach einfach keine Handballhochburg ist, obwohl paadoxerweise der amtierende Champion der Frauen dort seinen Vereinssitz hat.
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Ja wir sind Hardcore Realisten. Sich auf den Ausfällen auszuruhen, ist eigentlich nicht unser Ding. Solange aber das komplette Abwehrherz fehlt, müssen wir verdammt kleine Brötchen backen und auf bessere Zeiten hoffen. Es müssen am Ende nur 3 Teams hinter uns stehen, that's the name of our game!
Mittel- und langfristig wird erstklassiger Handball in Eisenach nur dann funktionieren, wenn wir eine taugliche Halle haben, die auch Einnahmen neben den Eintrittspreisen ermöglicht. Das fängt bei der Parkplatzsituation an, geht über die fehlenden Livespiele, bis hin zur optimalen Sponsorenpräsentation. Man arbeitet dran. Die unsinnigen Auflagen iHv 200.000€ für eine Zwischenlösung helfen da nicht, aber auch das schaffen wir.
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Nein, Du hast keinen gucken lassen, es gibt auch eine Ort in Franken der Leutshausen heisst, dort spielt man aber keinen Handball. Ich war mir sicher, dass die Zweitliga-Mannschaft von der Bergstraße kommt, denn vor. ca 15 Jahren war ich mal zu einer Tagung in Hirschberg und die fand in der gleichen Halle statt, wo sonst die SG Leutershausen spielte. Der TVG und Erlangen haben bisher doch sehr wenig die "Klingen gekreuzt". Oder gibt es regelmäßig Vorbereitungsspiel zwischen beiden Vereinen?
Japp, so passiert es manchmal. Irgendein Ex-Erstligist war in Franken. Leutershausen oder TVG standen da zur Auswahl, und ein kurzer Blick bei Wiki hat mich auf die falsche Fährte gelockt.
@ "Handball-Hochburg Erfurt ": In Erfurter-Öffentlichkeit nimmt man den THC "im Großen und Ganzen" gar nicht war. Wenn nicht die Presse darüber berichten würde, wüsste man in Erfurt nichts von einem Deutschen Meister namens THC. Meines Wissens gibt es in Erfurt seit "Beginn der Müller-Zeit" keinen Kartenvorverkauf mehr (das kann sich aber inzwischen auch geändert haben). In Erfurt hängen keine Plakate bezüglich des THC. Von den 950 Zuschauern des THC, sind (nur) ca. 120 bis 150 aus Erfurt. Der THC führt Erfurt mit im Namen und in Erfurt wohnen die (meisten, vielleicht auch alle) Spielerinnen, so lange sie für den THC spielen; das war's auch schon. Noch ewas kurioses, die Kfz-Kennzeichen der THC-Spielerinnen-Autos weisen auch das Kürzel NDH auf(???) Fazit: "Wer in Erfurt eine Handball-Hochburg sucht, ist so fehl am Platz, wie ein Taschendieb am FKK-Strand".
Japp, das ist supertraurig. Der THC kommt ursprünglich aus Bad Langensalza und ist in Erfurt ein Fremdkörper. Langensalza ist dabei gar nicht so weit weg von Eisenach, weshalb man schon über einen gemeinsamen Hallenneubau nachgedacht hat. Der THC hat nämlich auch keine bundesligataugliche Halle.
Erfurt ist wie gesagt kein gutes Handballpflaster. Die Erfahrungen sind eher negativ. Hier stehen Fussball, Eisschnelllauf und andere Individualsportarten im Vordergrund. -
Lol, da hab ich einen gucken lassen, Großwallstadt mit Leutershausen verwechselt. Mea culpa.. Das werde ich sofort ändern.
Leute, nicht so hochnäsig. Wenn wir hier von Hochburgen sprechen, dann freilich nicht im nationalen Maßstab. Dafür spielen die Teams, auch ESA einfach auf der falschen Bühne. Vielleicht ist es da besser, den Begriff vom Erfurter ("Handballstadt") zu nehmen, ich finde aber auch Hochburg ist kein ALleinstellungsmerkmal der Erstligastädte.
In Eschwege und Kassel wird in unteren Ligen ganz ordentlich gespielt. Und ja, Baden68, genau das ist der Punkt, warum man sich überhaupt nicht großartig zB mit Kassel beschäftigt hat. Eigentlich günstig gelegen und gut erreichbar, und eine taugliche Halle soll es wohl auch geben. -> Nach der Wende wurden aus meiner Mannschaft (damals A-Jugend des ThSV) zig Spieler nach Kassel und Eschwege abgeworben. Das hat gewurmt. Denn selbst der eigentlich überschaubaren wirtschaftlichen Kraft der unterklassiken Vereine konnten wir einfach nix entgegensetzen. Da wurden Jungs nur mit der Aussicht auf eine Ausbildung, einen Leihwagen oder eine Studentenbude weggelockt. Am Ende haben sie für ein paar Kröten maximal in der Regionalliga 2 Jahre gespielt und dann doch aufgehört. Richtig gute Spieler waren dabei, mindestens zwei der Kategorie Stefan Just.
Dass dieser Ärger im Männerbereich nie ausgelebt werden konnt, lag einfach an der fehlenden Spielklasse der dortigen ersten Teams.Meiner Meinung definiert sich eine Hochburg nicht nur an einer irgendwann einmal existierenden Zugehörigkeit einer Mannschaft zu den oberen 2 Ligen. Für mich sind auch Regionen wie Suhl und Werratal "Hochburgen" des Handballs. Das definiert sich halt nicht an den Erfolgen sondern am Zuschauerpotential. Denn die Art Hochburgen, die hier für den ThSV zur Auswahl standen, sind alle keine potentiellen Titelaspiranten. Es geht schlicht darum: wenn man dort ein Spiel der ersten Liga austragen würden, kommen genug Leute, die auch das Spiel verstehen, weil Handball in einer gewissen Dichte gespielt wird?
Und wenn es nur danach ginge, wäre dies in KS und ESW definitiv gegeben, mehr noch als in Rothenburg. Nur einzig die Seite, auf die sich die Zuschauer dann schlagen würden, ist vermutlich nicht die unsere. Hier kommt noch dazu, dass man nicht nur im Handballbereich als Region ein Konkurrenzdasein pflegt.Diese Listen kann jeder nach Gutdünken ergänzen. Rimpar und Rödelsee kenn ich einfach als Handballvereine nur dem Namen nach. Wir haben damals aufgrund der Verortung in den SWHV gegen die Mannschaften aus meiner Hessenliste spielen müssen. Franken und Restbayern waren nie Gegner. Ergo gibt es da keine Rivalitäten, die manchmal schon Derbycharakter aufweisen könnten.
Wie auch immer, alle diese Orte waren im Pott und man hat sich zurecht für Coburg entschieden. Übrigens auch eine regionale Hochburg ohne Titelchancen in absehbarer Zeit.
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Nun gut, ich kann nur anhand der Ticker analysieren. Daran meine ich Ende der ersten und Mitte der zweiten einen kleinen Einbruch nebst Konzentrationsschwächen gesehen zu haben. Ich wünsche mir einfach, dass dies mit der Mehrbelastung aufgrund der vielen Ausfälle zu tun hat.
Der Anfang der zweiten Halbzeit war doch gar nicht so schlecht, was die nackten Zahlen angeht. Aus 14:17 machten die Jungs innerhalb von 5-6 MInuten ein 17:18 und hatten die Chance zum Ausgleich. Den hat Bjarki aber versemmelt. Allerdings hat gerade er ja 7 Buden gemacht. Er muss also schon eine recht lange Spielzeit auf dem Feld gehabt haben. Das rächt sich und zeigt den Mangel an Entlastung.
Aber wie gesagt, das ist reine Fernanalyse, vielleicht liege ich auch daneben.
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Ach Mensch, Glückwunsch nach Nettelstedt. Man hat halt deutlich zum Ende der Halbzeiten gemerkt, dass die Körner und die Konzentration ausgingen. 4 fehlende Leistungsträger sind einfach schwer zu kompensieren. Da tut jeder Leichtsinnsfehler oder Fehlschuss doppelt weh.
Ein Lichtblick war Faruk. 3 Tore beim Debüt waren schon schwer in Ordnung. Kopf hoch, Mund abputzen und weiter gehts. Unsere Punkte müssen im unteren Tabellendrittel geholt werden. Eine Überraschung war bei dem Krankenstand nicht drin.Its that simple.